Das Wort Zeitung war ursprünglich der Begriff für eine beliebige Nachricht; dieser erfuhr jedoch im Laufe des 18. Jahrhunderts eine Bedeutungsveränderung. Heute versteht man darunter ein periodisch erscheinendes Druckerzeugnis mit aktuellem Inhalt.
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In allgemeinster Definition ist eine Zeitung ein Druckwerk von mäßigem Seitenumfang, das in kurzen periodischen Zeitspannen, mindestens einmal wöchentlich, öffentlich erscheint. Für den Gattungsbegriff Zeitung ist es unerheblich, ob der Leser dafür bezahlen muss oder ob er das Produkt unentgeltlich erhält. Deshalb umfasst die Gattung Zeitung auch Gratiszeitungen oder kostenlos verteilte Anzeigenblätter. Vier Kriterien sollten gegeben sein, wenn man von einer Zeitung spricht: Aktualität (zeitnahe Berichterstattung), Periodizität (regelmäßiges Erscheinen), Publizität (öffentlich für alle Leser zugänglich) und Universalität (inhaltliche Vielfalt).
Eine Zeitung ist, anders als die Zeitschrift, ein der Aktualität verpflichtetes Presseorgan und gliedert sich meist in mehrere inhaltliche Rubriken wie Politik, Lokales, Wirtschaft, Sport, Feuilleton und Immobilien, die von eigenständigen Ressorts erstellt werden. Ein Ressort bearbeitet immer ein bestimmtes Themengebiet, eine bestimmte Rubrik, für das es eigenverantwortlich und unabhängig von den anderen Ressorts ist – wobei hier die Grenzen zunehmend zugunsten des Konzepts einer integrierten Redaktion aufgabenspezifisch und kompetenzübergreifend weitgehend eingeebnet werden (Newsdesk). Oftmals werden innerhalb eines Ressorts die einzelnen Themengebiete unter den Redakteuren aufgeteilt, je nach Qualifikation und Wissen der Redakteure. Die einzelnen Segmente einer Zeitung heißen Bücher (schweiz. Bünde).
Die Redaktion ist die Abteilung in einem Zeitungs- oder Zeitschriftenverlag, die die journalistische Arbeit erbringt. In einer oder für eine Redaktion schreiben Redakteure, Pauschalisten, Freie Journalisten und Volontäre, von Fall zu Fall auch externe Experten.
Die Inhalte werden mit journalistischen Stilmitteln präsentiert. Zeitungen bestehen aus dem so genannten redaktionellen Teil, der durch die Redaktion verantwortet wird, und dem Anzeigenteil.
Anzeigen werden in ihrem Inhalt von demjenigen verantwortet, der die Anzeige „schaltet“, d. h. bei der Anzeigenredaktion aufliefert und für ihr Erscheinen bezahlt. Der Verlag kann Anzeigen auch ablehnen, es besteht Vertragsfreiheit. Ist die Anzeige gedruckt, ist der Verlag für den Inhalt der Anzeige verantwortlich. Deshalb ist eine intensive vorherige Prüfung notwendig. Die Anzeigenpreise richten sich vor allem nach der Auflagenhöhe der jeweiligen Zeitung und der Größe der entsprechenden Anzeige.
Es existieren verschiedene Werkzeuge, um Leserverhalten, -zufriedenheit und -wünsche zu ergründen. Klassische Feedbackinstrumente sind Leserbriefseiten und Lesertelefone. Sie werden jedoch nur von gewissen Lesertypen genutzt. Auch die jeweils verkaufte Auflage kann zur Nutzerforschung ausgewertet werden. Mächtigere Instrumente sind Copytests, verbunden beispielsweise mit Befragung oder technischen Hilfsmitteln wie Blickverlaufsaufzeichnung und Readerscan.
Nach Angaben des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) war der deutsche Tageszeitungsmarkt mit einer Auflage von 21,67 Millionen Exemplaren im ersten Quartal 2005 der größte Markt in Westeuropa. Demnach wurden in diesem Zeitraum pro Erscheinungstag 27,376 Millionen Tages-, Wochen- und Sonntagszeitungen verkauft; davon seien rund 18 Millionen Exemplare (65 Prozent) im Abonnement vertrieben worden. Weltweit ist der chinesische Zeitungsmarkt der größte, gefolgt von Japan. Deutschland liegt hinter den USA und Indien auf Rang fünf.[1]
2005 verzeichnete der internationale Zeitungsmarkt nach einem Bericht der World Association of Newspapers (WAN) ein Wachstum von 0,56 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Einnahmen aus dem Anzeigengeschäft kletterten demnach auf ihr bestes Ergebnis seit vier Jahren. Seit der Jahrtausendwende steigerten sich die globalen Zeitungsverkäufe um rund sechs Prozent, wofür vor allem die Zuwächse das boomende Geschäft auf dem asiatischen Markt sowie die zunehmende Verbreitung von kostenlosen Titeln sorgte. Wie Timothy Balding, Geschäftsführer der WAN, mitteilte, wächst die Leserschaft sowohl im Print- als auch im Online-Bereich; die Reichweite könne durch die Nutzung verschiedener Distributionswege gesteigert werden, die von kostenlosen Tageszeitungen bis hin zu den Internetpräsenzen reichen. Trotz der starken Konkurrenz durch andere Medien seien Zeitungen „unverwüstlich“, unterstrich Balding. Die Gratiszeitungen konnten ihre Reichweite laut WAN weltweit um rund sechs Prozent, in Europa sogar um 17 Prozent steigern. Dabei erhöhten sich die Werbeeinnahmen der Verkaufszeitungen 2005 im Vorjahresvergleich um 5,7 Prozent. Gemessen am Stand des Jahres 2000 haben sie um 11,7 Prozent zugelegt.
Während die Verkäufe in China und Indien 2005 gesteigert werden konnten, hatten die USA und Deutschland Rückgänge zu verzeichnen. Insgesamt verringerten sich in Europa die Einnahmen auf dem Zeitungsmarkt um 0,24 Prozent, in Nordamerika um 2,5 Prozent und in Australien um zwei Prozent. Das größte Wachstum wies Südamerika mit einem Plus von 3,7 Prozent auf. In Asien habe das Geschäft mit den Tageszeitungen um 1,7 Prozent zugenommen, in Afrika gab es einen Zuwachs von immerhin 0,2 Prozent.
Insgesamt untersuchte die WAN eigenen Angaben zufolge den Zeitungsmarkt in 216 verschiedenen Ländern. Weltweit kaufen rund 439 Millionen Menschen Tageszeitungen. Rechnet man die Gratis-Zeitungen hinzu, steigt die Verbreitung sogar auf 464 Millionen.[2]
Die Langzeitstudie Mediennutzung von ARD/ZDF ergab im Frühjahr 2005,[3] dass im Vorjahr bei einer Gesamtnutzung tagesaktueller Medien von 600 Minuten pro Tag die Tageszeitungen mit 28 Min. gegenüber dem Internet (44 Minuten) schon beträchtlich ins Hintertreffen geraten waren (2000: 30 zu lediglich 13 Min. Internet); nach Angaben des Lobby-Verbandes BDZV hatten sie zum Zeitpunkt der Erhebungen dennoch nach wie vor einen geradezu uneinholbar scheinenden Glaubwürdigkeitsvorsprung nicht nur vor Webpublikationen. Die Glaubwürdigkeit der Mediengattungen wurde demnach wie folgt eingeschätzt:[4]
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."