| Periode |
Philosoph |
Philosophie |
Allgemeine Geschichte |
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Die antike europäische Philosophie (griechisch φιλοσοφία) hat in Verbindung mit anderen Hochkulturen des Altertums (der hebräischen, ägyptischen, mesopotamischen und persischen) das Weltanschauungsspektrum des Abendlandes begründet. Dass ungefähr gleichzeitig mit dem Beginn der europäischen antiken Philosophie auch die Anfänge der indischen und chinesischen Philosophie zu verzeichnen sind, wird in dem Begriff der Achsenzeit erfasst.
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Der Begriff Vorsokratiker gründet auf dem berühmten Diktum Marcus Tullius Ciceros, Sokrates habe die Philosophie vom Himmel auf die Erde geholt (s. Sokratische Wende). Die Vorsokratiker beschäftigten sich vor allem mit Naturphilosophie, Theogonie sowie Kosmogonie und formulierten die Grundfragen der Philosophie. Eine zentrale Frage, die – ähnlich den modernen Kosmologen – vor allem die älteren Vorsokratiker beschäftigte, war die nach der ἀρχή (arché), dem Urgrund oder Anfang, aus dem alles entstanden sei.
Der griechisch besiedelte kleinasiatische Ostrand der Ägäis wurde zum Ausgangsbereich der antiken Philosophie. Hier beginnt die ionische Naturphilosophie. Diese setzten dem mythisch geprägten Weltbild der homerischen Epen eine naturphilosophische Welterklärung entgegen.
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| ca. 625–545 |
Thales von Milet |
Sagte Sonnenfinsternis voraus
Wasser als Urstoff |
um 624 Gesetzgebung Drakons
594 Reform Solons |
| ca. 610–546 |
Anaximander |
Erster Entwurf einer Kosmogonie
Urstoff ist das Unbeschränkte (Apeiron) |
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| ca. 585–525 |
Anaximenes |
Der Kosmos ist in seiner Substanz von ewigem Bestand
Urstoff (Arché) ist die Luft |
560 Tyrannis des Peisistratos |
| ca. 499–428 |
Diogenes von Apollonia |
Schüler des Anaximenes
Angesehener Arzt |
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Die Eleaten stellten eine der ältesten philosophischen Schulen der griechischen Antike dar. Benannt ist sie nach der von Griechen gegründeten, an der westitalienischen Küste gelegenen Stadt Elea.
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| ca. 570–470 |
Xenophanes |
Die Menschen schufen die Götter, Gott aber ist ewig
Wissen ist Vermutung, Wahrheit nicht erkennbar |
Aischylos (525–456) |
| ca. 515–445 |
Parmenides |
Denken und Sein sind identisch
Das Seiende ist unvergänglich
Bewegung ist nur eine Illusion |
509–507 Reformen des Kleisthenes
Pindar (518–446) |
| ca. 490–430 |
Zenon von Elea |
Untersuchte das Kontinuum, insbesondere Raum, Zeit und Bewegung
Paradoxien, u.a. Achilles und die Schildkröte und das Pfeil-Paradoxon |
Sophokles (497–406) |
| ca. 490–430 |
Melissos von Elea |
Nur Fragmente erhalten |
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[Bearbeiten] Andere Philosophen
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| ca. 540–480 |
Heraklit |
Das Gemeinsame der Welt ist das sich ewig wandelnde Feuer
Der Logos ist das Eine, das im Wandel des Werdens Bestand hat (Panta rhei)
Der Streit ist der Vater aller Dinge (Dialektik) |
500 Beginn der Perserkriege |
| ca. 499–428 |
Anaxagoras |
Der Weltgeist (Nous) setzt die Welt aus winzigen Elementen zusammen
Die Sonne ist ein rotglühender Stein |
490 Schlacht bei Marathon |
| ca. 494–434 |
Empedokles |
Sein ist der Stoff und das Werden ist die Kraft
Liebe und Hass sind die Urkräfte der vier Elemente |
493–429 Perikles |
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Im weiteren Sinn sind damit alle gemeint, die seither Ideen des Pythagoras aufgegriffen und zu einem wesentlichen Bestandteil ihres Weltbildes gemacht haben.
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| ca. 580–500 |
Pythagoras |
Zahl als universelles Prinzip, z.B. in der Musik
Die Erde hat Kugelgestalt |
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| ca. 500 |
Alkmaion |
Fehlende Harmonie verursacht Krankheit
Das Gehirn ist das Organ der Wahrnehmung |
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| um 500 |
Hippasos von Metapont |
Entdeckte die Inkommensurabilität |
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| ? |
Polyklet der Ältere |
Bildhauer, schrieb ein Werk über ideale Maßverhältnisse, schuf den Doryphoros |
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| ? |
Philolaos von Kroton |
Dokumentierte die Lehre des Pythagoras |
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| ca. 428–347 |
Archytas von Tarent |
Die Zahl ist die Grundlage des Wissens
Begründete die mathematische Mechanik |
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| ca. 400–335 |
Hiketas von Syrakus |
Philosoph und Astronom
Die Erde rotiert um ihre Achse |
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| ? |
Ekphantos von Syrakus |
Skeptiker, die Erde rotiert um ihre Achse von Ost nach West |
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Der Atomismus bezeichnet eine kosmologische Theorie, der zufolge das Universum aus kleinsten Teilchen, den Atomen (griechisch átomos, das Unzerschneidbare, Unteilbare), zusammengesetzt ist. Diese wurden als diskret (d.h. voneinander trennbar), unendlich hart, unveränderlich und ewig gedacht. Spätere Atomisten waren Epikur und Lukrez
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| 5. Jh. |
Leukipp |
Begründer des Atomismus |
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| 460–371 |
Demokrit |
Materie besteht aus unteilbaren Atomen
Auch die Seele ist atomistisch (Materialismus) |
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| 360–320 |
Anaxarch |
Schüler des Demokrit
Begleitete Alexander |
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Als Sophisten (griechisch σοφισταί sophistaí) bezeichnet man eine Gruppe von Philosophen, die als Lehrer der Weisheit und der schönen Rede z. T. gegen Bezahlung die Lehre der Sprechkunst, des Denkens und Prozessierens anboten. In den Hochzeiten der Sophistik haben ihre Vertreter die Menschen auf die Probleme des subjektiven Faktors im Erkennen und Werten hingewiesen, allerdings im Sinne eines Skeptizismus.
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| ca. 490–411 |
Protagoras |
„Der Mensch ist das Maß aller Dinge“
Religion und Staat sind natürliche Bedürfnisse |
480 Schlacht von Salamis |
| 480–411 |
Antiphon |
Verfasser von Gerichtsreden |
477 1. Attischer Seebund |
| ca. 480–380 |
Gorgias |
Berühmter Rhetoriker |
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| ca. 480–380 |
Hippias |
Arbeitete an der Quadratur des Kreises |
Herodot (484–425) |
| ca. 465–399 |
Prodikos |
Stellte die Ethik in den Mittelpunkt |
449 Kalliasfrieden |
| 5. Jhdt. |
Xeniades |
es gibt keine wahren Urteile und alle Aussagen der Menschen sind falsch. |
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| ca. 460–403 |
Kritias |
Athenischer Politiker, Philosoph und Dichter
Moralischer Relativismus |
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| ca. 450 |
Thrasymachos |
„Gerechtigkeit ist der Nutzen des Stärkeren“ (Zitat in Platons Politeia) |
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| ca. 436–338 |
Isokrates |
Betrieb eine Rhetorikschule |
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| Periode |
Philosoph |
Philosophie |
Allgemeine Geschichte |
[Bearbeiten] Griechische Klassik 450–300 v. Chr.
[Bearbeiten] Die drei großen Athener
Die drei großen Athener prägten das gesamte abendländische Denken. Sokrates zeigte durch den kritischen Dialog, dass kein Wissen gesichert ist und gilt durch seine persönliche Haltung als Vorbild eines Philosophen. Platon schuf die neue Gattung des schriftlichen Dialogs und setzte in der Breite seiner Themen in der Metaphysik und in der Erkenntnistheorie, in der Ethik, der Anthropologie, der Staatstheorie, der Kosmologie, der Kunsttheorie und der Sprachphilosophie neue Maßstäbe des Denkens. Im Gegensatz zu Platon sah Aristoteles die Ideen als in den Dingen befindlich und gab der realen Welt so wieder mehr Gewicht. Hierbei hat er u. a. für Biologie und Medizin, aber auch für die politische Empirie und Theorie Enormes geleistet. In seinem enzyklopädischen Wissensdrang als Philosoph beschäftigten ihn zudem u. a. Dynamik (δύναμις), Bewegung (κίνησις), Form und Stoff. Seine Tugendethik und seine Theorie zur Gerechtigkeit reichen bis in die Gegenwart. Aristoteles begründete die klassische Logik mit ihrer Syllogistik, die Wissenschaftssystematik und die Wissenschaftstheorie.
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| 469–399 |
Sokrates
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Sokratische Methode als „Hebammenkunst“ (Mäeutik)
Der Mensch als sittliches Wesen
„Ich weiß, dass ich nicht weiß“
Nahm den Schierlingsbecher aus Treue zum Rechtsstaat |
Thukydides (460–396)
431-404 Peloponnesischer Krieg
404-403Herrschaft der Dreißig |
| 427–347 |
Platon
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Philosophie in der Form von Dialogen
Wissen ist begründetes Meinen
Ideen als das wahrhaft Seiende (Höhlengleichnis)
Dialektik als Klärung des Wortgebrauchs |
Xenophon (430–354)
Vormacht Spartas
Eudoxos von Knidos (410/408 – 355/347) Einflussreicher Mathematiker |
| ca. 384–322 |
Aristoteles|
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Philosophie als Wissenschaft
Lehrer Alexander des Großen
Begründer der formalen Logik
Metaphysik als Lehre von Stoff und Form (Hylemorphismus)
Der „unbewegte Beweger“ als Ursache allen Seins
Der Mensch als Gemeinschaftswesen („zôon politikon“)
Tugendethik, Glück als das oberste Gut (Eudaimonismus) |
Alexander der Große
Euklid (ca. 365-ca. 300) |
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Megariker heißen die Anhänger des Sokrates-Schülers Euklid von Megara, welcher das Seiende als das Gute bestimmte. Wegen ihrer logischen Streitigkeiten und dialektischen Spitzfindigkeiten heißen sie auch Eristiker.
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| ca. 426–366 |
Xenophon |
Geschichtsschreiber
Sokratesschüler und zweite Quelle über Sokrates |
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| ca. 450–380 |
Euklid von Megara |
Sokratesschüler
Begründer der Megarischen Schule |
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| um 400 v. Chr. |
Phaidon von Elis |
Begründer der Elischen Schule, die den Megarikern nahe stand |
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| um 400 v. Chr. |
Eubulides von Milet |
Sokratesschüler
Vertreter der Megarischen Schule |
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| ca. 360–280 |
Stilpon |
Vertreter der Megarischen Schule
Machte die eristische Dialektik populär |
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| ca. 350–278 |
Menedemos von Eretria |
Begründer der Eretrischen Schule als Fortsetzung der Elischen Schule |
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| um 300 v. Chr |
Diodoros Kronos |
Dialektiker der Megarischen Schule
Vorläufer der Stoa |
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| um 300 v. Chr. |
Philon von Megara |
Dialektiker der Megarischen Schule |
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Kernpunkt der Lehre des Kynismus [kyˈnɪsmʊs] (griech. κυνισμός, kynismós wörtlich „die Hundigkeit“ im Sinne von „Bissigkeit“) ist eine philosophische ist die Bedürfnislosigkeit. Scham vor als natürlich empfundenen Gegebenheiten (z. B. Nacktheit) wird verworfen. Oft lebten Kyniker von Almosen.
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| 440–365 |
Antisthenes |
Kyniker, der für eine ursprüngliche Lebensweise eintrat |
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| 399–323 |
Diogenes |
Sagte zu Alexander: „Nimm deinen Schatten von mir.“
Lebte vermutlich nicht in einer Tonne. |
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| ca. 368–285 |
Krates von Theben |
Stammte aus reichem Hause, lebte mit Hipparchia auf Wanderschaft und hatte Einfluss auf die Stoa. |
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| ? |
Monimos |
Skeptiker, „Die Wirklichkeit ist ein Bühnenbild“ |
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| ca. 335–245 |
Bion von Borysthenes |
Schrieb Über die Sklaverei, Über den Zorn |
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| ca. 330–260 |
Menippos von Gadara |
Satiriker |
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Neben einem Subjektivismus wurde wurde in dieser Schule eine frühe Form des Hedonismus, bei der es um das Bewusstsein der Selbstbeherrschung in der Lust geht, gelehrt.
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| ca. 435–355 |
Aristippos von Kyrene |
Begründer der kyrenaischen Philosophenschule |
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| ca. 400–330 |
Arete von Kyrene |
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| ? |
Aristippos der Jüngere |
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| ca. 340–250 |
Theodoros von Kyrene |
„Der Atheist“ |
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| ca. 340–260 |
Euhemeros |
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| um 300 v. Chr |
Hegesias |
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| Periode |
Philosoph |
Philosophie |
Allgemeine Geschichte |
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Im Hellenismus wurden die klassischen Denkansätze weiter fortgeführt. Es entstand in Alexandria die sehr einflussreiche Alexandrinische Schule, während die Peripatetiker die Denkansätze des Aristoteles weiter entwickelten und die platonische Akademie Platon folgte. Am Übergang vom 4. zum 3. Jh. v. Chr. entstanden mit Stoa und Epikureismus zwei philosophische Schulen, die weit hinaus über Zeit und Ort ihrer Entstehung ausstrahlten und ethische Grundpositionen für ein glückendes Leben markierten. In der Spätantike wurde, obgleich es nach wie vor auch Vertreter von Richtungen wie etwa dem Kynismus gab, der Neuplatonismus als philosophische Richtung maßgeblich.
Bei dem Akademeia genannten Hain des attischen Heros Akademos im Nordwesten von Athen kaufte Platon (wohl 387 v. Chr.) ein Grundstück, wo er einen Kultbezirk für die Musen einrichtete und philosophisch-wissenschaftlichen Unterricht zu erteilen begann. Die „ältere Akademie“ stand in unmittelbarer Nachfolge Platons mit einer zunächst mündlichen Auslegung und Kommentierung seiner Schriften. 100 Jahre nach Platons Tod entstand mit Arkesilaos die „jüngere Akademie“, die sich vor allem auch auf die skeptische Weltsicht Sokrates bezog.
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| 408–339 |
Speusippos |
Neffe und Schüler Platons
Haupt der älteren Akademie
Gilt als erster Verfasser einer Enzyklopädie |
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| 396–314 |
Xenokrates |
Unterteilte die Philosophie in Logik, Physik und Ethik |
323–280 Diadochenkämpfe |
| um 390 – nach 322 |
Herakleides Pontikos |
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| gest. 276/275 |
Krantor von Soloi |
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| gest. 266 |
Polemon von Athen |
Formulierte das Ziel eines naturgemäßen Lebens |
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| gest. 265 |
Krates von Athen |
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| 316–241 |
Arkesilaos |
Scholarch der 2. Akademie, der an die sokratische Dialektik anknüpfte
Lehrte die Urteilsenthaltung (skeptischer Ansatz)
Nur Wahrscheinlichkeit ist erreichbar, und das genügt zum Leben |
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| ? |
Lakydes |
Scholarchos |
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| ? |
Telekles |
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| ? |
Euandros |
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| 214–129 |
Karneades |
Begründer der neuen Akademie
Dialektik als Methode
Wahrheit als empirische Evidenz nur mit Wahrscheinlichkeit |
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| um 185 – 110 |
Kleitomachos |
Scholarchos, Akademische Skepsis |
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| gest. ca. 156 |
Hegesinos |
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| gest. ca. 85 v. Chr |
Philon von Larissa |
Lehrer von Antiochos von Askalon |
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| um 120–68 |
Antiochos von Askalon |
Verband Platonismus, Peripatetik und Stoa (Begründung der eklektischen Phase der Akademie)
Lehrer von Cicero |
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| 116–27 |
Marcus Terentius Varro |
Verfasste umfangreiche Literatur
Enzyklopädie in neun Büchern |
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Peripatos (περίπατος "Wandelhalle") ist der Name der philosophischen Schule des Aristoteles. Er lehrte zusammen mit seinem engen Freund und Mitarbeiter Theophrast am Lykeion, einem Park mit einem Gymnasion im Süden Athens. Nach Lykon bricht die doxographische Überlieferung ab. Die Anknüpfung an Aristoteles im ersten Jahrhundert vor Christus durch Andronikos wird als Aristotelismus eingeordnet.
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| ca. 371–287 |
Theophrastos |
Nachfolger des Aristoteles
Betont anstatt der causa finalis (Teleologie) die causa efficiens (Naturkausalität) |
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| ? |
Eudememos |
Konkurrent des Theophrastos um die Schulleitung
Schrieb über Mathematik und Astronomie |
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| um 350 |
Aristoxenos |
Entwickelte eine Musiktheorie anhand von Empfindungen |
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| ? |
Dikaiarchos |
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| ? |
Kritolaos |
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| 340–269 |
Straton von Lampsakos |
Scholarch
Interpretierte Aristoteles materialistisch
Die wirkende Kraft der Form ist in der Materie selbst |
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| 310–230 |
Aristarchos von Samos |
Entwickelte ein heliozentrisches Weltbild
und hielt die Sonne für einen Fixstern |
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| 3. Jh. v. Chr. |
Lykon aus Troas |
leitete von 269 – 226 den Peripatos |
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| 1. Jh. v. Chr.</ |
Andronikos von Rhodos |
Erneuerer der aristotelischen Philosophie
brachte die Schriften von Aristoteles in die heute bekannte Reihenfolge. |
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| 2. Jh. n. Chr. |
Sosigenes der Peripatetiker |
Anreger des Nikolaus Kopernikus bei der Ausarbeitung seines heliozentrischen Systems |
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| 2./3. Jh. n. Chr. |
Alexander von Aphrodisias |
gilt als der bedeutendste und wirkungsmächtigste Aristoteles-Kommentator der Antike |
|
| 5. Jh. n. Chr. |
Martianus Capella |
Definierte den Kanon der sieben freien Künste
Trivium: Grammatik, Rhetorik, Logik
Quadrivium: Arithmetik, Geometrie, Musik, Astronomie |
|
|
Der antike Epikureismus, auch κῆπος (kêpos, “Garten“) genannt, war eine der vier großen philosophischen Schulen der nachklassischen Antike. Er wird auch als Agnostizismus charakterisiert.
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| 341–270 |
Epikur
 |
Versammelte seine Schüler in einem Garten
Materialistische Grundauffassung (Atomist)
strebte nach dem Seelenfrieden (Ataraxía)
Glück ist Lust mit Maß (also kein reiner Hedonismus) |
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| um 340 – um 260 |
Hermarchos |
leitete die Schule nach dem Tode Epikurs |
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| 330–277 |
Metrodoros von Lampsakos |
ein Freund und Schüler Epikurs |
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| 2. Jh. v. Chr. |
Demetrios Lakon |
|
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| ca. 150–70 |
Zenon von Sidon |
Epikureischer Philosoph, Mathematiker und Logiker |
|
| ca. 110–35 |
Philodemos von Gadara |
Epikureischer Philosoph und Dichter |
|
| 99–55 |
Lukrez |
Philosophischer Schriftsteller
Bewusste Anknüpfung an Epikur |
|
|
Stoa (griechisch στοὰ ποικίλη – „bemalte Vorhalle“) bezeichnet eine Säulenhalle auf dem Marktplatz von Athen (Agora), in der Zenon von Kition lehrte. Die Philosophie ist auf die kosmologische, ganzheitliche Welterfassung gerichtet. Der Stoiker gelangt durch die Einübung emotionaler Selbstbeherrschung und mit Hilfe von Gelassenheit und Seelenruhe zur Weisheit.
|
| 336–264 |
Zenon von Kition |
Stellte die Logik an die erste Stelle, um Irrtümer zu beseitigen.
Empfindungen sind Abdrücke einzelner Gegenstände in der Seele (Nominalismus)
Gilt mit der Lehre der Katalepsis (Evidenz) als Begründer des Stoizismus. |
um 300 Euklid |
| 331–251 |
Kleanthes |
Verdiente als ehemaliger Faustkämpfer seinen Lebensunterhalt durch Hilfsarbeiten.
Tugendhaftes Handeln ist nur durch Erkenntnis der Wirklichkeit möglich.
Wandte sich gegen die Naturforscher Demokrit und Aristarch |
ab ca. 250 Aufstieg Roms |
| 276–204 |
Chrysippos |
Schuf mit 705 Büchern die maßgeblichen Grundlagen der Stoa.
Begriffe sind Verallgemeinerungen der in der Wahrnehmung vorhandenen Objekte.
Formulierte das stoische Ideal der Freiheit von Affekten |
Archimedes (280–212) |
| um 250 v. Chr. |
Ariston von Chios |
Lehrer des Eratosthenes |
|
| 3./2. Jh. v. Chr. |
Zenon von Tarsos |
|
|
| ca. 240–150 |
Diogenes von Babylon |
Lehre über das Lebensziel (Telos) und über ethische Grundsätze
Schuf in der Dialektik eine stoische Bedeutungslehre (Semiotik) |
Eratosthenes (280–200) |
| 201–120 |
Polybios |
Verfasste eine Universalgeschichte in 40 Büchern.
Entwickelte die Theorie vom Verfassungskreislauf |
146 Eroberung Karthagos |
| gest. um 137 v.Chr. |
Antipatros von Tarsos |
Verteidigte die Stoa gegen Karneades |
133–121 Reformen der Gracchen |
| geb. um 180 v.Chr. |
Panaitios von Rhodos |
Schrieb ein verloren gegangenes Werk über die Pflicht. |
|
| 135–51 |
Poseidonios |
Affekte werden von vernunftlosen Teilen der Seele verursacht |
82–79 Diktatur Sullas |
| 106–43 |
Cicero
 |
Politiker, Anwalt, Rhetoriker
Vertrat Lehren der Stoa und der neuen Akedemie
Gilt als Inspirator des Humanismus. |
70 Konsulat von Pompeius und Crassus
44 Ermordung Caesars |
| 4 v. Chr.–65 n. Chr. |
Seneca |
Schriftsteller, der sich auch mit praktischen Fragen der Ethik befasste. |
12 v.Chr. Augustus Pontifex Maximus |
| vor 30 – 80 |
Gaius Musonius Rufus |
Zweck der Philosophie ist die Erlangung der Tugend
Lehrer des Epiktet |
|
| um 50 – ca. 138 |
Epiktet |
Schrieb ein Handbuch der Moral.
“Nicht die Dinge beunruhigen den Menschen,
sondern seine Sicht der Dinge" |
54–68 Nero
79 Untergang Pompejis |
| 121–180 |
Mark Aurel |
Mit seinen “Selbstbetrachtungen” schuf er sich Leitlinien für sein praktisches Handeln. |
|
|
Von den meisten Werken der Skeptiker der Antike sind nur Bruchstücke in Form von Zitaten bei anderen Autoren erhalten geblieben; es gibt aber eine große und zusammenhängende Darstellung der Schule („Grundriss der pyrrhonischen Skepsis“) durch ihren letzten bedeutenden Vertreter, Sextus Empiricus.
|
| 360–270 |
Pyrrhon von Elis |
Begründer der Skepsis
Wahrheit ist weder durch Sinneswahrnehmung noch durch Urteile feststellbar. |
|
| um 320–230 |
Timon von Phleius |
Schrieb Spottgedichte über die Dogmatiker. |
|
| 1. Jht. v. Chr. |
Ainesidemos |
Forderte die Urteilsenthaltung (Epoché),
Entwickelte 10 Tropen |
43 v.Chr.–17 n.Chr. Ovid |
| ? |
Agrippa |
Man kann keine Überzeugung rechtfertigen (Münchhausen Trilemma)
Fünf Tropen: 1. Widerstreit, 2. unendlicher Regress, 3. Relativität, 4. unerwiesene Voraussetzung, 5. Diallele |
|
| 200–250 |
Sextus Empiricus |
Schriften gegen die Syllogistik und die Religion |
|
| um 220 |
Diogenes Laertios |
Verfasste eine griechische Geschichte der Philosophie in 10 Büchern. |
|
|
In der Spätantike wurde der Neuplatonismus als philosophische Richtung stärker maßgeblich, der in einem wohl wechselseitig verschränkten Prozess anregend und befruchtend auch auf das Denken der christlichen Kirchenväter einwirkte. Der Drang von Philosophen wie Plotin und später Proklos zur Vereinheitlichung (Suche nach dem Einen, dem Göttlichen) mündete in eine Rückwendung zu Platon und in eine Neuausrichtung der platonischen Ideenlehre. Daraus ergaben sich Verknüpfungsmöglichkeiten zwischen Neuplatonismus und christlicher Religion, die bis in den Beginn der mittelalterlichen Philosophie reichte.
|
| um 15/10 v. Chr. – nach 40 n. Chr. |
Philon von Alexandria |
Gilt als der bedeutendste Denker des hellenistischen Judentums |
|
| um 45–125 |
Plutarch |
Mittelplatoniker
Umfangreiche Schriften zur Ethik
23 Biografien mit Gegenüberstellung je eines Griechen und Römers |
|
| 87–150 |
Claudius Ptolemäus |
Entwickelte das für das Mittelalter maßgebliche geozentrische Weltbild.
Verfasste ein umfangreiches Werk zur Mathematik und Astronomie |
|
| 2. Jh. |
Albinus |
Schrieb eine Einführung in die platonische Philosophie. |
|
| 2. Jh. |
Alkinoos |
Schrieb eine Zusammenfassung platonischer Lehren. |
|
| 2. Jh. |
Numenios von Apameia |
Seine Schriften beeinflussten den späteren Neuplatonismus. |
|
| ca. 125–170 |
Lucius Apuleius |
Schriftsteller und Philosoph |
|
| um 150–200 |
Celsus |
Scharfer Kritiker des Christentums |
|
| 150 – nach 215 |
Clemens |
Die richtigen Lehren erreicht man durch einen auf Wissen beruhenden Glauben
Gott selbst ist unsichtbar und unaussprechlich. |
|
| 185–253/254 |
Origenes |
Allegorische Schriftauslegung
Philosophie hat die Aufgabe der Durchdringung der Schriften |
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| um 180–242 |
Ammonios Sakkas |
Begründer des Neuplatonismus
Lehrer Plotins |
|
| um 205–270 |
Plotin
 |
Erforschte die Philosophie der Perser und Inder
Seine Enneaden wurden von Porphyrios niedergeschrieben
Lehre: Bestehen des unbeschreiblichen Einen und dessen Emanation |
|
| um 212–272 |
Kassios Longinos |
Schüler des Ammonios Sakkas, jedoch selbst noch ein Mittelplatoniker |
|
| ca. 234–304 |
Porphyrios |
Gilt als entschiedener Gegner des Christentums.
Schrieb eine systematische Einführung in die Kategorien des Aristoteles (Isagoge)
Quelle für den Universalienstreit |
|
| ca. 250–330 |
Iamblichos |
Erweiterte die Emanationslehre Plotins |
337 Taufe Konstantins auf dem Sterbelager |
| gest. um 355 |
Aidesios |
Schüler des Iamblichos |
|
| gest. 372 |
Maximus von Ephesos |
Schüler des Aidesios
Lehrer des späteren römischen Kaisers Julian Apostata |
|
| 331–363 |
Julian Apostata |
|
|
| ca. 350–431/433 |
Plutarch von Athen |
Lehrer des Syrianos und des Proklos |
|
| gest. um 437 |
Syrianos |
|
|
| 410–485 |
Proklos |
Leiter der Akademie
Wichtige Quelle für die Scholastik und die Renaissance |
476 Absetzung des Romulus Augustulus
durch Odoaker bedeutet Ende Westroms |
| ca. 490–570 |
Johannes Philoponos |
Frühchristlicher Denker und Naturwissenschaftler
Verfasste Aristoteleskommentare |
|
| 6. Jht. |
Simplikios |
Wanderte nach Schließung der Akademie nach Persien aus
Verfasste Aristoteleskommentare |
|
[Bearbeiten] Frühe Chinesische Philosophie
- Konfuzianismus
|
| ca. 561-479 |
Konfuzius
 |
Fünf Tugenden: Gegenseitige Liebe, Rechtschaffenheit, Gewissenhaftigkeit, Ehrlichkeit, Gegenseitigkeit (Goldene Regel)
Drei soziale Pflichten: Loyalität, Kindliche Pietät, Wahrung von Anstand und Sitte
Fünf Elementarbeziehungen: Vater-Sohn, Herrscher-Untertan, Ehemann-Ehefrau, Älterer-Jüngerer, Freund-Freund
Fünf klassische Bücher: Buch der Wandlungen (enthält die Lehre von Yin und Yang), Buch der Lieder, Buch der Urkunden, Frühlings- und Herbstannalen, Buch der Riten |
|
| 370-290 |
Mengzi |
Die Natur des Menschen ist gut
Der Himmel ist das abstrakte oberste Prinzip alles Seienden |
|
| ca. 298-220 |
Xunzi |
Der Mensch ist von Natur aus böse, kann aber durch Erziehung besser werden. |
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- Legalismus
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| um 280-233 |
Han Fei |
Gesetze müssen für jedermann gelten, der Mensch wird besser nur durch Androhung von Strafen |
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| ca. 280-208 |
Li Si |
Urheber der Bücherverbrennung von 213
Reformator der chinesischen Schrift |
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- Daoismus
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| 6. Jht. |
Laozi |
Verfasse des Daodejing (Dao= Weg oder Sinn, De = Tugend, Jing=Buch) |
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| ca. 365-290 |
Zhuangzi |
Betonung des Yin und Yang
Sitten und Gebräuche sind kein Selbstzweck.
Die Dinge und die Welt sind im ewigen Wandel. |
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- Mohismus
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| ca. 490-380 |
Mozi |
pragmatische Förderung der Wohlfahrt
„Diejenigen, die andere Lieben, werden wieder geliebt werden.“
Allgemeiner Maßstab ist der „Wille des Himmels.“ |
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- Neukonfuzianismus
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| 1017-1073 |
Zhou Dunyi |
Gegensatz von Taiji (dem höchsten Endlichen) und Wuji (dem höchsten Unendlichen) |
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| 1011-1077 |
Shao Yong |
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| 1020-1077 |
Zhang Zai |
Grundbegriff des Qi |
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| 1501-1570 |
I Hwang |
Brachte den Konfuzianismus nach Korea |
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| 1561-1619 |
Fujiwara Seika |
Früher Konfuzianer in Japan |
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[Bearbeiten] Frühe Indische Philosophie
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| ? |
Carvaka |
Materialismus |
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- Upanischaden
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| 2. Jht. n.Chr. |
Gautama Rishi |
Nyaya: Lehre des logischen Schließens |
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| ? |
Kanada |
Vaisheshika: Metaphysik und Naturphilosophie (Atomismus)
Erkenntnis entsteht aus der Untersuchung der Unterschiede |
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| ? |
Kapila |
Samkhya: Bestimmung des Seins durch das Aufzählen seiner Elemente
Dualismus von Prakriti (aktive Urnatur=Materie ohne Bewusstsein) und Purusha (passiver Geist mit Bewusstsein) |
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| ? |
Patanjali |
Yoga als achtgliedrige Übung, die zu einer weltentrückten Erfahrung führt |
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| ca. 788-820 |
Shankara
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Advaita Vedanta |
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- Buddhismus
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| um 563-483 |
Siddhartha Gautama
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Es gilt: „Alles ist“ ebenso wie „Nichts existiert“, alles ist im Werden. |
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| ca. 100-200 |
Nagarjuna
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Der Versuch das Rätsel des Seins zu lösen, ist irrational. (Mahayana)
Die richtige Lösung liegt im Weder-Noch
Lehre von den zwei Wahrheiten, der viefachen Beweisführung (ja, nein, teils, weder-noch) und der achtfachen Verneinung des Werdens. |
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| ca. 250-350 |
Harivarmann |
Nihilismus: lehrte ein System, in dem weder Personen noch äußere Objekte wahrhaft existieren (Hinayana) |
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| ca. 420-500 |
Vasubandhu |
Realismus: Die körperliche Welt ist real, es gibt nur kein dauerhaftes Selbst (Mahayana) |
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| ca. 420-500 |
Asanga |
Idealismus: Wahrheit entsteht weder aus der Bejahung noch aus der Verneinung der Realität
Wahres Sein haben allein die Ideen (Hinayana)
Wechselte später zur Lehre seines Bruders |
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| 7. Jh. n.Chr. |
Dharmakirti |
buddhistischer Logiker |
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| Periode |
Philosoph |
Philosophie |
Allgemeine Geschichte |
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Die Philosophie des Mittelalters umfasst sehr vielfältige Strömungen, die sich seit dem Ende der Antike bis zur Reformation in Europa entwickelt haben. Im abendländischen Kulturkreis wird sie in der Patristik durch das Christentum geprägt und getragen. Als „finstere“ Epoche verkannt, war im mittelalterlichen Denken schon vieles angelegt, was Renaissance, Humanismus und schließlich Aufklärung formulierten. Das Wissen der Antike wurde zunächst in Klöstern bewahrt und weitergegeben. Entscheidender ist für den lateinischen Westen der Wissensschatz, der ihm vermittelt über Übersetzungen arabischer und teils auch jüdischer Philosophen zuwächst. Eine Blüte entsteht Ende des 11. Jahrhunderts begleitet von der Gründung der ersten Universitäten, an denen die Artes liberales gelehrt werden. Im 12. Jahrhundert war die byzantinische und islamische Welt Europa noch kulturell und wissenschaftlich hoch überlegen. Mit Untergang des Byzantinischen Reiches überlieferten Gelehrte dieses Wissen im 15. Jahrhundert vermehrt nach Westeuropa und wirkten so mit an der Entstehung der Renaissance.
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Als Patristik wird in der christlichen Theologie und Philosophie die Wissenschaft bezeichnet, die sich mit der Zeit der Kirchenväter beschäftigt, das heißt mit der Epoche der Alten Kirche vom 1. Jahrhundert bis zum 7. oder spätestens frühen 8. Jahrhundert.
Die Apostolischen Väter verfassten kirchlich bedeutsamen Schriften im späten ersten und in der ersten Hälfte des zweiten Jahrhunderts.
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| um 50-97/101 |
Clemens von Rom |
Erster Clemensbrief |
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| um 150 |
Hermas |
Schrieb kritisch gegen die Philosophie |
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| gest. 107 |
Ignatius |
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64 Brand Roms unter Nero; Märtyrertod von Paulus und Petrus |
| 69–155 |
Polykarp |
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um 70 Entstehung des Markusevangeliums |
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Im Urchristentum gab es einen Pluralismus von theologischen Sichtweisen. Eines der frühen Probleme des Christentums war, sich in der synkretistischen Kultur des Hellenismus gegenüber synkretistischen Religionen wie Gnostizismus und Manichäismus abzugrenzen, die die christlichen Dogmen ganz oder teilweise mit anderen Religionen oder Eigenkonstruktionen vermischten. Gnostische Bewegungen wurden nach ihren Führern oder Gründern als Valentinianer, Simonianer oder Basilidianer benannt.
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| um 125 |
Basilides |
Die Seele ist ein auf der Erde verirrter Fremdling
Die Sphäre Gottes erreicht man durch die Lösung von allem Irdischen |
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| um 150 |
Valentinus |
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| 85–160 |
Marcion von Sinope |
Markionismus |
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| 216–276/277 |
Mani |
Persische Religion des Manichäismus
Erlösung durch den Sieg des Lichtes über die Finsternis |
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Die Apologeten haben die christlichen Apologie, die das Christentum im Römischen Reich als vernünftige Religion aufzeigt, gegen Angriffe anderer Religionen und Philosophien verteidigt.
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| 100–163 |
Justin der Märtyrer |
Die Philosophie führt zu Gott
Aber letzte Fragen beantwortet nur die Schrift |
132–135 Bar Kochba Aufstand mit anschließender Zerstreuung der Juden |
| 130–190 |
Athenagoras |
Bittschrift für die Christen an Kaiser Mark Aurel |
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| ? |
Tatian |
Rede an die Griechen |
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| 120–200 |
Irenäus |
Kämpfte als Bischof von Lyon gegen die Häretiker
gilt als Begründer der kirchlichen Dogmatik |
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| 160–225 |
Tertullian |
Schrieb als erster auf Latein und schuf wichtige Begriffe des Kirchenlatein
Philosophie hat nur eine ergänzende Aufgabe |
um 200 Beginn des Papsttums |
| 200–258 |
Cyprian |
Vertrat die Kindstaufe
Entwickelte die Lehre vom Glauben als der Gnade Gottes |
um 200 erste lateinische Bibel (Itala) |
[Bearbeiten] Theologische Systematisierungen
Erst schrittweise setzten sich die Trinitarier durch, entstand die allegorische Schriftauslegung und eine allmähliche Annäherung des Christentums an den Neuplatonismus.
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| um 260–336 |
Arius von Alexandria |
Bestritt die Dreieinigkeit Gottes
War Ausgangspunkt für den Arianismus |
325 Konzil von Nicäa mit Verdammung des Arianismus |
| 260/264–337/340 |
Eusebius von Caesarea |
Gilt durch seine Chroniken als Begründer der Kirchengeschichte |
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| um 298–373 |
Athanasius |
Lehrte die Trinität
Entschiedener Gegner des Arius |
330 Konstantinopel wird Hauptstadt |
| 315–367 |
Hilarius von Poitiers |
Maßgeblicher Vertreter der Trinitarier |
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| 335–394 |
Gregor von Nyssa |
Kirchenvater für die orthodoxe Kirche
Lehrte die Unendlichkeit Gottes und die Dreifaltigkeit |
391 Christentum als Staatsreligion unter Theodosius |
| 340–397 |
Ambrosius von Mailand |
War ein gemäßigter Trinitarier
Bekehrte Augustinus |
395 Reichsteilung in West- und Ostrom |
| 354–430 |
Augustinus
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Schuf die grundlegende Theologie für fast 1000 Jahre
Gnadenlehre: Erlösung von der Erbsünde durch Gottes Willkür (Prädestination)
Trat im Gottesstaat für eine Trennung von christlichem und weltlichem Staat ein
Philosophie der Zeit und Philosophie des Zweifels |
410 Eroberung Roms durch die Westgoten
429 Vandalen erobern Nordafrika |
| 480–524 |
Boëthius |
Diskutierte im Proklos-Kommentar das Universalienproblem
Schrieb vor seiner Hinrichtung den Trost der Philosophie |
476 Sturz des letzten weströmischen Kaisers durch Odoaker |
| um 500 |
Dionysius Areopagita |
Unbekannter Schreiber
Alles Sichtbare ist nur ein Gleichnis des Unsichtbaren
Den Aufstieg zum Einen erreicht man durch Reinigung, Erleuchtung und Kontemplation |
ca. 600 Ende der Völkerwanderung |
| Periode |
Philosoph |
Philosophie |
Allgemeine Geschichte |
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[Bearbeiten] Frühes Mittelalter
Die Übergangszeit zwischen Patristik und Scholastik hat kein eigenständiges neues Denken hervorgebracht. Allerdings gab es eine Reihe wichtiger Personen, die an der Tradierung der antiken Bildung maßgeblichen Anteil hatten.
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| gest. 636 |
Isidor von Sevilla |
Schrieb eine Enzyklopädie namens Etymologiae |
507 Chlodwig I. erobert Südgallien, Beginn des Frankenreichs |
| gest. 662 |
Maximus Confessor |
Kommentierte Augustinus und Boethius |
568 Langobarden beenden Herrschaft Ostroms in Italien |
| 675–750 |
Johannes von Damaskus |
Byzantinischer Kirchenlehrer |
630 Eroberung Mekkas durch Mohammed
711Mauren in Spanien |
| 730–804 |
Alkuin |
Leitete die Hofschule Karls des Großen (Karolingische Renaissance)
Machte die Sieben Freien Künste (artes liberales) zum verbindlichen Unterrichtsinhalt. |
751 Pippin der Jüngere begründet des Reich der Karolinger
800 Kaiserkrönung Karls des Großen |
| 780–856 |
Rabanus Maurus |
Schrieb die Enzyklopädie de universo |
862 Rurik in Nowgorod |
| 810–877 |
Eriugena
 |
Irischer Naturphilosoph, der die Bedeutung der Vernunft betonte.
Eigenes System mit Gott als Ursache und Ziel alles Seienden
Übernahm die Emanationslehre Plotins und lehnte Augustinus’ Prädestination ab |
871–899 Alfred der Große von England |
| um 950–1022 |
Notker Teutonicus |
Erster Aristoteles Kommentator des Mittelalters |
936–973 Otto I. Deutscher Kaiser (962) |
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Parallel und zeitlich vorausliegend zur christlichen Scholastik gab es im arabischen und jüdischen Lebensbereich hochgelehrte Denker, die auf die griechische Philosophie zurückgriffen. Die arabische Welt hatte viel von dem Wissen der Griechen bewahrt und war im frühen MIttelalter in der Medizin, der Mathematik und der Logik dem westlichen Europa weit voraus, nicht zuletzt weil sie über die vollständigen Schriften des Aristoteles verfügten.
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| 800–870 |
Alkindus
(Al-Kindi ) |
Übersetzte griechische Texte
Befasste sich mit Aristoteles' Naturphilosophie |
um 570-632 Mohammed
749 Beginn der Herrschaft der Abbasiden |
| 864–925 |
Rhazes
(Al-Razi) |
Bedeutender persischer Arzt, Naturwissenschaftler, Philosoph und Schriftsteller |
976-1025 Kaiser Basileios II. von Byzanz
998-1030 Mahmud von Ghazni, der den Islam nach Indien bringt. |
| 870–950 |
Alpharabius
(Al-Farabi) |
Übersetzte griechische Texte
Befasste sich mit Mathematik und Musik |
1071 Seldschuken besiegen Byzanz in der Schlacht von Manzikert und erobern Jerusalem |
| 980–1037 |
Avicenna
(Ibn Sina) |
Buch der Genesung“ als Grundlagenwerk
Konzeptualismus und Emanation |
1085 Toledo wird von den Christen erobert. |
| 1058–1111 |
Algazel
(Al-Ghazali) |
Persischer islamischer Theologe, Philosoph und sufistischer Mystiker |
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| 1126–1198 |
Averroës
(Ibn Ruschd)
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Aristoteleskommentare (Für Thomas: „Der Kommentator“)
Sterbliche Einzelseele, aber der Geist der Menschen ist unsterblich
Religion ist für die Masse, Philosophie braucht aber Vernunft |
Unter Saladin (1137-1193) wird Ägypten wieder sunnitisch.
1187 Saladin schlgt die Kreuzfahrer am See Genezareth |
| 1332–1406 |
Ibn Chaldun |
Islamischer Historiker
Gilt als Vorläufer einer soziologischen Denkweise |
1326 Orhan I. erobert Bursa |
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Die Frühscholastik ist die Zeit der Schulphilosophie, in der herausragende Denker sich nicht mehr auf die klösterliche Kontemplation beschränken, sondern mit Argumenten der Vernunft offensichtliche Widersprüche in den kirchlichen Lehren hinterfragen und diskutieren wollten. Oft brachten solche Diskussionen sie in Gefahr. Sie wurden als Ketzer verurteilt und mussten ihre Thesen widerrufen, wenn sie keine Risiken für Leib und Leben eingehen wollten. Dennoch fanden sich immer wieder freie Geister, die aus Überzeugung für die Vernunft eintraten.
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| gest. 1088 |
Berengar von Tours |
Sah im Abendmahlstreit Brot und Wein nur als sinnbildlich an.
Argumentierte, dass er in der Vernunft nach dem bilde Gottes geschaffen sei . |
987–1328 Kapetinger in Frankreich
1024–1125 Salier in Deutschland |
| 1005–1089 |
Lanfrank von Bec |
Wollte im Abendmahlsstreit nicht der Vernunft, sondern nur den Autoritäten folgen. |
1046 Synode von Sutri
Absetzung dreier rivalisierender Päpste |
| 1006–1072 |
Petrus Damiani |
Kämpfte gegen die Sittenlosigkeit der römischen Geistlichkeit.
Prägte den Spruch von der Philosophie als der Magd der Theologie. |
1054 Trennung (Schisma) Roms von der Ostkirche |
| 1033–1109 |
Anselm von Canterbury |
Wandte die Dialektik als Methode auf die christliche Gotteslehre an.
führte den ontologischen Gottesbeweis
Bekannte mit Augustinus Credo ut intelligam (ich glaube, um zu verstehen). |
1066 Wilhelm der Eroberer siegt bei Hastings und wird zum König von England gekrönt. |
| 1050–1120 |
Roscelinus |
Radikaler Nominalist
Leitete daraus einen Tritheismus ab |
1074 Verfügung des Zölibat durch Papst Gregor VII.
1077 Gang nach Canossa |
| gest. 1121 |
Wilhelm von Champeaux |
Realist im Universalienstreit, der sich gegen Roscelin durchsetzte.
Gründer des Stiftes Saint-Victor |
1096–1099 Erster Kreuzzug mit Eroberung Jerusalems |
| gest. nach 1124 |
Bernhard von Chartres |
War stark vom Platonismus geprägt. |
1119 Gründung des Templerordens |
| 1079–1142 |
Peter Abaelard
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Bedeutendster Philosoph der Frühscholastik
Vermittelte im Universalienstreit mit dem Konzeptualismus
Entwickelte die scholastische Methode fort (sic et non)
Schrieb zum Frieden zwischen den Religionen und entwickelte eine Verantwortungsethik
Hatte ein berühmtes Verhältnis zu Heloisa |
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| 1080–1145 |
Gilbert von Poitiers |
Vertreter des Realismus im Univesalienstreit
Unterschied begrifflich Gott und Gottheit sowie Individualität und Singularität |
1122 Wormser Konkordat beendet Investiturstreit |
| 1097–1147 |
Hugo von Sankt Viktor |
Verband Mystik mit Naturforschung |
um 1125 Erfindung des Bleistifts |
| gest. nach 1150 |
Wilhelm von Conches |
Stark physikalisch geprägtes Weltbild |
1138–1152 Konrad III. erster Staufer |
| gest. 1151 |
Thierry von Chartres |
Moderne Interpretation der Schöpfungsgeschichte |
1152–1190 Friedrich I., Barbarossa |
| 1090–1160 |
Adelard von Bath |
Erkannte beim Studium in Spanien die Überlegenheit der arabischen Wissenschaften
Übersetzte arabische Texte und verbreitete deren Wissen in der Mathematik, Medizin und Astronomie |
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| 1100–1160 |
Petrus Lombardus |
Schrieb die als Lehrwerk lange gültigen Sentenzen. |
1147–1149 Zweiter Kreuzzug wird zum Fehlschlag |
| ca. 1100–1160 |
Hermann von Carinthia |
Philosoph, Astronom, Astrologe, Mathematiker, Übersetzer und Autor |
1154-1189 Heinrich II. von England |
| 1115–1180 |
John of Salisbury |
Konzeptualist, Sekretär von Thomas Becket
Staatstheorie mit der Pflicht zu Sittlichkeit und Tugend für Staatsvertreter |
1170 Ermordung von Thomas Becket
Sturmflut verwüstet Niederlande |
| 1120–1202 |
Alanus ab Insulis |
Entwarf eine axiomatische Theologie ausgehend von der Einheit des Einen. |
1189–1192 Dritter Kreuzzug, Barbarossa ertrinkt im |