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Zeitschriften sind Printmedien, die in regelmäßigen Abständen, meist wöchentlich, 14-täglich oder monatlich, in gleicher, gehefteter oder gebundener, Form erscheinen. Elektronische Publikationen (Elektronische Zeitschriften) sind hinzugekommen. Derzeit erscheinen in Deutschland fast 10.000 Titel mit einer Gesamtauflage von 400 Millionen Exemplaren. Auflagenstärkste Zeitschrift ist die ADACmotorwelt, die Mitgliederzeitschrift des ADAC. Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger ist die Dachorganisation der Zeitschriften-Verleger in Deutschland.
Inhaltsverzeichnis |
Man unterscheidet zwischen Publikumszeitschriften und Fachzeitschriften. Zunehmende Bedeutung erlangen Mitglieder- und Kunden- und Mitarbeiterzeitschriften.
werden unterteilt in
Zu den General-Interest-Zeitschriften gehören zum Beispiel Illustrierte, Nachrichtenmagazin, Wirtschaftsmagazin, Programmzeitschrift, klassische Frauenzeitschriften (Mode, Wellness, Hochglanzmagazine etc.), unterhaltende Frauenzeitschriften („Yellow Press“), klassische Männermagazine, Kinderzeitschriften (wie Bummi) und Jugendzeitschrift (Bravo, Popcorn etc.)
Special-Interest-Zeitschriften sind beispielsweise die Filmzeitschrift, Rätselzeitschrift, Sportzeitschrift, Reisemagazine, Populärwissenschaftliche Zeitschrift, Schwulenmagazin, Satiremagazine,Kulturzeitschrift, Stadtmagazin und Independent-Titel.
sind die titelreichste Gattung. Dazu zählen unter anderem Zeitschriften zu bestimmten Themen wie Computer, Sportarten oder Hobbys, Literaturzeitschriften, Wissenschaftszeitschriften oder Kulturzeitschriften.
Unter Corporate Publishing werden alle unternehmensbezogenen medialen Veröffentlichungen verstanden, darunter auch Zeitschriften. Hierbei sind Mitgliederzeitschriften, Kundenzeitschriften und Mitarbeiterzeitschriften besonders zu betonen. Sie erreichen oft hohe Auflagen.
Außerdem kann man Periodika grundsätzlich nach ihrer Erscheinungsweise einteilen:
Zu den meisten dieser Zeitschriftengattungen existieren eigene ausführliche Wikipedia-Artikel oder sie werden in dem Artikel Publikumszeitschriften ausführlicher dargestellt.
Hauptartikel Pressegeschichte
Der Begriff der „Zeitschrift“ etablierte sich um 1750, zuvor wurde der französische beziehungsweise englische Begriff „Journal“ verwendet. Genauso variationsreich wie das heutige Zeitschriftenspektrum waren auch die Anfänge der Zeitschrift. Sie entwickelte sich aus den unterschiedlichsten Vorläufern: den Flugschriften und Flugblättern, den Streitschriften, den Relationen und Messrelationen, Avisen und Chroniken. Die ersten bekannten Zeitschriften sind das erstmals im Januar 1665 in Paris erschienene Journal des Sçavans und die Londoner Zeitschrift Philosophical Transactions of the Royal Society aus demselben Jahr. Kurioserweise wurden beide schon in den jeweiligen Landessprachen geschrieben, während bis dahin das Lateinische wissenschaftlicher Standard war. Folglich wurde die erste deutsche Zeitschrift Miscellanea curiosa medicophysica ab 1670 in Leipzig in Latein verlegt.
Unter den ersten deutschsprachigen Zeitschriften waren die 1689 begonnenen „monatlichen Unterredungen einiger guter Freunde von allerhand Büchern und anderen annehmlichen Geschichten“ sowie die „Monatsgespräche“ des Christian Thomasius (ab 1688). 1709 erschien dann mit der Neuen Bibliothek eine weitere Zeitschrift in deutscher Sprache. Weitere frühe Zeitschriften des deutschen Sprachraumes waren das Politische Journal nebst Anzeige von gelehrten und anderen Sachen (ab 1781) und die Minerva (ab 1792).
Im 18. Jahrhundert entwickelten sich daraufhin die Gattungen Fachzeitschrift, Frauenzeitschrift und im 19. Jahrhundert die Illustrierten. Wissenschaftliche Zeitschriften spielen eine fundamentale Rolle für den Fachdiskurs innerhalb der Wissenschaften.
Einer der wichtigsten Zeitschriftentheoretiker war Walter Hagemann.
2005 betrug die Gesamtauflage der Publikumszeitschriften, die von der IVW in Deutschland erfasst werden, pro Ausgabe rund 123,1 Millionen Exemplare. Die Titelanzahl der Fachzeitschriften in Deutschland betrug 2005 3.637 mit einer Gesamtauflage von 15,1 Millionen Exemplaren.
Während nur etwa 45 % der Publikumszeitschriften im Abonnement vertrieben werden, sind es bei den Fachzeitschriften etwa 90 %.
Statistisch gesehen hat jeder Deutsche ab dem sechsten Lebensjahr im Jahr 2005 34 Zeitschriften erworben. (Quelle: IVW, 873 gemessene Publikumszeitschriften, ohne unter anderem die Sonderhefte).
Aktuelle Zahlen veröffentlicht regelmäßig der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger e.V..[1]
Nach einer Emnid-Studie vom Verband der Deutschen Fachpresse im Börsenverein des Deutschen Buchhandels wird das Internet gleich stark genutzt wie die Printversionen, allerdings bei einem Umsatzanteil von nur 2 Prozent. Eine Studie des Verbands Deutscher Zeitschriftenverleger nennt 4,6 Prozent und erwartet bis 2009 mehr als eine Verdoppelung.