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Zarrentin am Schaalsee :

femme russe

Zarrentin am Schaalsee

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Zarrentin am Schaalsee
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Zarrentin am Schaalsee hervorgehoben
Koordinaten: 53° 32′ N, 10° 55′ O
Basisdaten
Bundesland: Mecklenburg-Vorpommern
Landkreis: Ludwigslust
Amt: Zarrentin
Höhe: 40 m ü. NN
Fläche: 91,89 km²
Einwohner: 4647 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 51 Einwohner je km²
Postleitzahl: 19246
Vorwahl: 038851
Kfz-Kennzeichen: LWL
Gemeindeschlüssel: 13 0 54 121
Stadtgliederung: 12 Ortsteile
Adresse der Stadtverwaltung: Amtsstraße 5 in 19246
Zarrentin am Schaalsee
Webpräsenz:
Bürgermeister: Klaus Ressel
Lage der Stadt Zarrentin am Schaalsee im Landkreis Ludwigslust
Karte

Zarrentin am Schaalsee ist eine Landstadt im Landkreis Ludwigslust im Westen Mecklenburg-Vorpommerns (Deutschland), an der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein gelegen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Gliederung

Klostergebäude in Zarrentin

Zu Zarrentin am Schaalsee gehören die Ortsteile Bantin, Bernstorf, Bockstanz, Boize, Hakendorf, Neuenkirchen, Neu Zarrentin, Stintenburg, Stintenburger Hütte, Techin, Testorf und die am 13. Juni 2004 eingemeindeten und bis dahin selbständigen Gemeinden Bantin, Lassahn und Neuhof. Am gleichen Tag wurde die Stadt von Zarrentin in Zarrentin am Schaalsee umbenannt.

Die Stadt ist Sitz des Amtes Zarrentin, dem weitere vier Gemeinden angehören.

[Bearbeiten] Geschichte

[Bearbeiten] Name

Im 11. Jahrhundert lag hier die slawische Siedlung „Zarnethin“. Der Name könnte übersetzt heißen „Ort des Bösen“ oder „Ort des Schwarzen“ und deutet auf eine Kultstätte hin.

[Bearbeiten] Mittelalter

Nach der Unterwerfung der Slawen kam Zarrentin um 1139/1143 unter die Herrschaft des Grafen Heinrich von Badewide. Deutsche Bauern – wohl zumeist aus den westlichen Nachbargebieten – siedelten sich an. Als der Ort 1194 erstmalig urkundlich erwähnt wurde, war es schon ein deutsches Pfarrdorf mit einer romanischen Feldsteinkirche im Bistum Ratzeburg. Ort und Kirche Zarrentin werden auch 1230 im Ratzeburger Zehntregister erwähnt, welches die damals zum Bistum Ratzeburg gehörenden Ortschaften geordnet nach Kirchspielen auflistet. Nach der Schlacht bei Bornhöved (1227) kam der Ort an die Grafschaft Schwerin und 1359 an das Herzogtum Mecklenburg.

Um 1250 wurde das Zisterzienserinnenkloster gegründet. Die Pfarrkirche wurde Klosterkirche. 1460 wurde unter Verwendung von Teilen der alten Kirche mit Ablassmitteln das heutige gotische Langhaus errichtet.

Konventsgebäude
Kirche

1555 wurde das Nonnenkloster aufgehoben. Nach 1576 wurden die baufälligen Süd- und Westflügel abgerissen; der Ostflügel aus dem 14. Jahrhundert blieb erhalten. Nunmehr wird das Amt Zarrentin, zu dem noch zwölf weitere Orte gehörten, von Beamten des Herzogtums verwaltet. Aus Geldnot wurde das Amt vom Herzog zwischen 1569 bis 1766, und dann noch mal von 1734 bis 1766 an Hannover verpfändet.

[Bearbeiten] Ab 1600

Im Dreißigjährigen Krieg wurde auch in Zarrentin durch kaiserliche oder schwedische Truppen geplündert, gebrandschatzt und gemordet. Wenige überlebten in Armut. 1672 konnte der Westturm fertiggestellt und die Kirche renoviert werden. 1695, 1729 und 1775 brannte der Ort jeweils fast vollständig nieder.

1834 erfolgte die Zusammenlegung der Ämter von Zarrentin und Wittenburg. 1875 trat der erste gewählte Gemeinderat zusammen.

Das ursprüngliche Straßendorf erweiterte sich im 19. Jahrhundert. In der Küsterschule neben dem Pfarrhaus wurde unterrichtet. 1896 erfolgte der Anschluss an die Eisenbahnlinie Hagenow Land–Bad Oldesloe. Nun siedelten sich eine Fassfabrik, eine Kartoffelflockenfabrik, eine Kalkbrennerei, Bauunternehmer, Korn- und Viehhandlungen an. Das Gaswerk wurde erbaut, Zarrentin wuchs beträchtlich. 1938 – mit erreichten 2000 Einwohnern – erhielt Zarrentin das Stadtrecht. Seither entwickelte es sich auch zum Ausflugs- und Urlaubsort.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Zarrentin eine isolierte Grenzstadt in einem kontrollierten Grenzbezirk der DDR. Selbst der Zugang zum benachbarte Schaalsee wurde verwehrt. Es wurde in dieser Zeit die zentrale Wasserversorgung installiert, eine neue Schule gebaut, das Kinderkombinat entstand und die Straßenzustände verbesserten sich. Das Klostergebäude verfiel jedoch weiter.

Im November 1982 wurde die Transitautobahn Hamburg-Berlin fertiggestellt. Vor den Toren Zarrentins entstand ein weitläufiger Grenzübergang. Nach der Wiedervereinigung wurden die Anlagen zurückgebaut. Auf dem Gelände befindet sich eine Autobahnraststätte und ein großes Gewerbegebiet.

Nach der Wende wurde ab 1991 die Stadt mit Hilfe der Städtebauförderung gründlich saniert. Das verfallene Klostergebäude konnte so gerettet werden und dient nunmehr für Konzerte, Ausstellungen, als Bibliothek und für kulturelle Nutzungen.

Durch ein 260 Hektar großes Gewerbegebiet an der A 24 konnten mehr als 1500 Arbeitsplätze geschaffen werden. Die Stadt wurde an ein Ferngasnetz und an eine zentrale Abwasserversorgung angeschlossen. Auch der „sanfte“ Tourismus erlebte einen deutlichen Aufschwung. 2000 wurde das Biosphärenreservat Schaalsee an der Grenze zu Schleswig-Holstein als Biosphärenreservat ausgewiesen.

2004 wurden die Gemeinden Bantin, Lassahn und Neuhof in die Stadt Zarrentin eingegliedert; gleichzeitig wurde der Stadtname in Zarrentin am Schaalsee geändert.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Wappen

Das Wappen wurde am 13. Mai 1922 durch das Mecklenburg-Schweriner Staatsministerium genehmigt und unter der Nr. 51 der Wappenrolle von Mecklenburg-Vorpommern registriert.

Blasonierung: „Geteilt; oben in Blau zwei silberne Maränen übereinander; unten in Rot ein liegender goldener Äbtissinnenstab mit nach vorn und abwärts gerichteter Krümme.“

Das Wappen wurde von dem Schweriner Otto Menzel gestaltet.

Das Wappen zeigt im oberen blauen Feld zwei Schaalsee-Edelmaränen und im unteren roten Feld den Krummstab als Abtsstab und Hirtenstab als Hinweis auf das Kloster.

[Bearbeiten] Stadtvertretung

Die Stadtvertretung der Stadt Zarrentin am Schaalsee besteht aus 17 Mitgliedern.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten und Kultur

Kirche in Zarrentin
Dorfkirche in Lassahn

[Bearbeiten] Bauwerke

Schaalsee in Lassahn

[Bearbeiten] Natur

[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen

[Bearbeiten] Infrastruktur

Empfangsgebäude am Haltepunkt Bantin der Kaiserbahn

[Bearbeiten] Verkehr

In Zarrentin beginnt die Bundesstraße 195, die in südlicher Richtung über Boizenburg/Elbe und Dömitz nach Wittenberge führt. Über sie ist die Anschlussstelle Zarrentin zur Bundesautobahn 24 zu erreichen. Zarrentin ist seit 1896 an die sogenannte Kaiserbahn angeschlossen, die bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs Hagenow mit Bad Oldesloe verband. Mit der deutschen Teilung und dem Rückbau der grenzüberschreitenden Gleisanlagen wurde Zarrentin Endbahnhof auf ostdeutscher Seite. Im Jahr 2000 wurde der regelmäßige Personenverkehr eingestellt. Lediglich einmal monatlich verkehren seit 2008 zwei Zugpaare der Westmecklenburgischen Eisenbahngesellschaft (WEMEG) vor allem zu touristischen Zwecken auf der Strecke.[1]

[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Schweriner Volkszeitung: Mit dem Uerdinger an den Schaalsee, 3. April 2008

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Zarrentin am Schaalsee – Bilder, Videos und Audiodateien

Zarrentin am Schaalsee - Artikel des Tages

Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva

Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.

Femme russe Zarrentin am Schaalsee - In den Nachrichten

"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."

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