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Zafar (Himjaren)

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einfacher Plan von Zafar, 2006

Zafar (altsüdarabisch ẓfr, griech.: Tapharon, lat. Sapphar, arabischظفار‎ Ẓafār, DMG Zafār) war die Hauptstadt der himjarischen Konföderation (110 v. Chr. – c. 545/570 n. Chr) mit der Königsburg Raydan.

Die Himjaren waren die Stammeskonföderation, die Arabien erstmals unter ihrer Herrschaft vereinte. Zafar, heute ein Dorf mit einer Bevölkerung von nur 400 Menschen, befindet sich zwischen Aden und Sana'a. Das heutige Dorf liegt in 2800 m Höhe etwa 14 Kilometer südöstlich der Provinzstadt Yarim im jemenitischen Hochland, am Westrand einer reichen Agrarebene (der Qa al-Haql) und verdankte seinen ursprünglichen Reichtum dieser Umgebung. Es gibt ein lokales Museum mit Artefakten, die sich vor Ort fanden. Seit 1998 stellt sich die Grabung der Heidelberger Universität als bedeutende Quelle heraus für Reliefplastik.

Relief head of a lady or deity from Zafar
Sasanian sealstone excavated from a grave in Zafar

Die Stadt wird bei römischen und frühchristlichen Autoren genannt, wie z.B. in der Periplus Maris Erythraei, bei Plinius, der sie als eine von sechs Städten in Südarabien bezeichnet oder bei Philostorgios, durch den man erfährt, dass im vierten Jahrhundert den Himjaren eine Kirche angeboten wurde.[1] Zafar war ein Zentrum für Polytheisten, Juden und später Christen und spielt eine wichtige Rolle als Fundstätte für das Formativum monotheistischer Religionen. Der Untergang der Stadt wird um 525 vermutet. Eine Zerstörung um 539-547 ist auch möglich. Zu dieser Zeit diente San'a bereits als Hauptstadt für den König Abraha.

Eine große Inschrift belegt einen Palast, der um 457 n. Chr. bestand. Botschafter mit äthiophischen Namen werden in epigraphischen Texten erwähnt[2]. Vielleicht im Zuge eines Aufstandes wurde die Stadt um 539 zerstört. Bei Ausgrabungen wurden Gräber und ein Tempel freigelegt. Es kommen hinzu zahlreiche Reliefs mit Pflanzenornamenten und Menschenplastik.

Seit 1998 führt der Archäologe Paul Yule von der Universität Heidelberg Grabungen in Zafar durch. Für die Geländeforschung kommen auch Methoden der Geoinformatik zum Einsatz.[3]

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Philostorgios, 3.4
  2. W. Müller: Zafār, S.379.
  3. Rhein-Neckar-Zeitung vom 1. April 2008

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Literatur

digitale Version: http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/propylaeumdok/volltexte/2008/127/
digitale Version: http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/propylaeumdok/volltexte/2008/110/
digitale Version: http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/propylaeumdok/volltexte/2009/204/

14.21389793957144.402874407503Koordinaten: 14° 13′ N, 44° 24′ O

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