| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
|---|---|---|---|---|---|
|
|
|||||
| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt | ||||
| Landkreis: | Anhalt-Bitterfeld | ||||
| Höhe: | 89 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 106,74 km² | ||||
| Einwohner: | 9477 (31. Dez. 2007) | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 89 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 06780 | ||||
| Vorwahl: | 034956 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | ABI | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 15 0 82 440
|
||||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Am Markt 12 06780 Zörbig |
||||
| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Rolf Sonnenberger | ||||
| Lage der Stadt Zörbig im Landkreis Anhalt-Bitterfeld | |||||
![]() |
|||||
Zörbig ist eine Stadt im Landkreis Anhalt-Bitterfeld im Süden von Sachsen-Anhalt zwischen Bitterfeld-Wolfen und der Kreisstadt Köthen (Anhalt).
Inhaltsverzeichnis |
Zörbig und seine Umgebung gehören im weitesten Sinne zum Altmoränengebiet der Norddeutschen Tiefebene, im engeren Sinne zum Ackerland der Köthener Ebene als Lößstandort von hoher Bonität. Klimatisch ist die Landschaft um die Stadt dem Gebiet des stärker kontinental beeinflussten Ostdeutschen Binnenland-Klimas zuzuordnen. Durch den Regenschatten des Harzes bedingt treten sehr geringe Niederschlagsmengen auf.
|
Zörbig hat sich nach 3 Etappen einer Gebietsreform neu gegliedert:
1. Die selbständigen Gemeinden Löberitz, Salzfurtkapelle, Spören, Schrenz, Stumsdorf, Göttnitz und Zörbig haben sich im Rahmen einer Gebietsreform nach Bürgeranhörungen sowie dem Bürgerentscheid in Schrenz und nach dem Beschlüssen der Gemeinderäte aller beteiligten Kommunen mit dem 29. Februar 2004 aufgelöst und sind zum 1. März 2004 in die neue Einheitsgemeinde Stadt Zörbig aufgegangen.
2. Am 2. März 2004 wurde die Gemeinde Großzöberitz in diese neue Stadt Zörbig eingemeindet.
3. Mit Wirkung vom 1. Januar 2005 sind die bis zum 31. Dezember 2004 selbständigen Gemeinden Quetzdölsdorf und Cösitz (vormals Landkreis Köthen) in die Stadt Zörbig eingemeindet worden.
Die Gebietsänderung ist damit vorerst abgeschlossen. Durch bestehendes Ortschaftsrecht haben sich die 17 Ortsteile in 10 Ortschaften gegliedert. Diese Ortschaften unterteilen sich wie folgt: Zörbig (mit den Ortsteilen Zörbig und Mößlitz), Löberitz, Salzfurtkapelle (mit den Ortsteilen Salzfurtkapelle und Wadendorf), Großzöberitz, Quetzdölsdorf, Spören (mit den Ortsteilen Spören und Prussendorf), Schrenz (mit den Ortsteilen Schrenz und Rieda), Stumsdorf (mit den Ortsteilen Stumsdorf und Werben), Göttnitz (mit den Ortsteilen Göttnitz und Löbersdorf) sowie Cösitz (mit den Ortsteilen Cösitz und Priesdorf).
Am 21.09.2008 wurde eine vom Gemeinderat von Schortewitz beschlossene Bürgeranhörung durch geführt. Im Ergebnis dieser hat sich eine deutliche Mehrheit für die Eingemeindung der Gemeinde in die Stadt Zörbig entschieden. Nach dem Willen des Gemeinderates von Schortewitz soll die Eingemeindung bis Ende Februar 2009 abgeschlossen sein, damit Schortewitz bei der anstehenden Kommunalwahl am 07.06.2009 auch bei der Wahl des neuen Stadtrates beteiligen kann.
Eine Besiedlung des Landes zwischen Strengbach und Fuhne kann schon seit mehr als 5000 Jahren nachgewiesen werden. Ackerbauern und Viehzüchter, die nicht in geschlossenen Ortschaften siedelten, bestimmten das Bild des fruchtbaren Landstriches in der Jungsteinzeit. Auwälder grenzten an die ehemals mächtigen Flüsse, die noch bis zur heutigen Zeit ihr Urstromtal aufzeigen. Um 700 n. Chr. drängten die slawischen Wenden die germanischen Stämme in breiter Front Richtung Westen und nahmen unter anderem auch Besitz von der Region um Zörbig. Schon seit Anfang des 9. Jahrhunderts wurden die Slawen nach und nach wieder zurückgedrängt. Im Jahr 839 erfolgte die Eroberung des slawischen Königsburg Cösitz, heute Stadtteil von Zörbig.
Die Slawen prägen jedoch durch ihre Ortsgründungen diesen Landstrich bis zum heutigen Tag. Die Geschichte der jetzigen Gemeinden wie Zörbig, Löberitz oder Quetz verrät schon durch die Namensgebung ihre wendische Herkunft. Zörbig, wendisch Curbici, entwickelte sich um eine Burganlage, die den dort siedelnden Menschen den notwendigen Schutz bot. Mittelpunkt dieser wehrhaften Siedlung war ein runder Bergfried, der nach einigen Umbauten bis zum heutigen Tag erhalten geblieben ist.
Nach Zurückeroberung der Gegend durch deutsch-germanische Stämme, spätestens aber im 11. Jahrhundert, bauten diese die strategisch wichtige Sorbenfeste mit dominierenden Holzbefestigungen in eine den Zeiten trotzende Steinburg um. Die erste urkundliche Erwähnung als Civitas Zurbici stammt vom 29. Juli 961 durch Kaiser Otto I.; damals war die Siedlung schon der Mittelpunkt einer mehr oder weniger großen Dorfgruppe. Die Stadt entwickelte sich im Mittelalter rasant innerhalb der Grenzen einer geschlossenen Stadtmauer, die zusätzlich mit mehreren Türmen, befestigte Tore und Gräben ihre Wehrhaftigkeit dokumentierte.
Von der Stadtmauer ist heute nur noch ein kleines Stück erhalten. Auch der erst letztens renovierte Hallesche Turm ist ein Überbleibsel aus dieser Zeit. Die ehemaligen Stadtgräben und Wallanlagen sind auch heute noch gut erkennbar. Neben der alten Burganlage, die im 17. Jahrhundert unter Herzog August von Sachsen-Merseburg zum Residenzschloss umgebaut wurde, kann die Stadtkirche St. Mauritius als ältestes Bauwerk des Ortes angesehen werden. Aus Vorgängerkirchen hervorgehend, erhielt das die Stadt dominierende Bauwerk zwischen 1518 und 1540 seine heutige Form.
| Jahr | Einwohner | Nach heutigem Gebietsstand | |
|---|---|---|---|
| 1970 | 5.774 | 13.253 | |
| 2005 | 9.766 |
Bürgermeister: Rolf Sonnenberger
Ortsbürgermeister: Jürgen Ebinger
Blasonierung: „Auf damasziertem goldenen Grund zwei blaue Pfähle.“
Die Stadtfarben zeigen Blau - Gold (Gelb).
Die Flagge der Stadt Zörbig ist Blau - Gold (Gelb) längsgestreift.
Zörbig erhielt erst 1897 mit Eröffnung der Nebenbahnlinie Bitterfeld–Stumsdorf Anschluss an das Schienennetz der Bahn. Die Strecke erhielt im Volksmund den Namen „Saftbahn“, weil mit ihr das bekannteste Zörbiger Produkt, Zuckerrübensaft, transportiert wurde. Zuvor existierte bereits eine gebührenpflichtige Kreischaussee zwischen Bitterfeld und Zörbig.
Der Schienenpersonennahverkehr wurde im Jahr 2002 eingestellt und die Bahntrasse von der Deutschen Bahn AG stillgelegt. Die Stadt Zörbig pachtete die Strecke von der Bahn AG, sanierte sie, sodass Unternehmen aus den angrenzenden Gewerbegebieten die Bahnverbindung für den Schienengüterverkehr nutzen können.
Am Bahnhof Stumsdorf halten heute noch Regionalbahnen auf der Strecke Halle (Saale) - Köthen - Magdeburg im Stundentakt.
Zörbig liegt nahe der A 9.
Aken (Elbe) | Altjeßnitz | Bitterfeld-Wolfen | Bobbau | Bornum | Brehna | Buhlendorf | Burgkemnitz | Chörau | Deetz | Diebzig | Dobritz | Dornbock | Drosa | Edderitz | Elsnigk | Fraßdorf | Friedersdorf | Gehrden | Glauzig | Glebitzsch | Gödnitz | Görzig | Gossa | Grimme | Gröbern | Gröbzig | Großbadegast | Großpaschleben | Güterglück | Hinsdorf | Hohenlepte | Jeßnitz (Anhalt) | Jütrichau | Kleinpaschleben | Köthen (Anhalt) | Krina | Leps | Libbesdorf | Libehna | Lindau | Maasdorf | Marke | Meilendorf | Micheln | Moritz | Mühlbeck | Muldenstein | Nedlitz | Nutha | Osternienburg | Petersroda | Piethen | Plodda | Polenzko | Pouch | Prosigk | Quellendorf | Radegast | Raguhn | Reppichau | Retzau | Reuden | Reupzig | Riesdorf | Roitzsch | Rösa | Sandersdorf | Scheuder | Schierau | Schlaitz | Schortewitz | Schwemsal | Steutz | Straguth | Thurland | Tornau vor der Heide | Trebbichau an der Fuhne | Trinum | Walternienburg | Weißandt-Gölzau | Wieskau | Wulfen | Zabitz | Zehbitz | Zerbst/Anhalt | Zernitz | Zörbig
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."