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Yungas

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Dieser Artikel handelt von einer Region in Bolivien. Die Bezeichnung Yunga wird jedoch auch für die Höhenstufe von 500 bis 2500 m beiderseits der Anden oder für den Nebelwald verwendet.
Yunga-Straße zwischen La Paz und Coroico

Die bolivianischen Yungas (span.: los Yungas) sind eine Region aus zwei langgestreckten Tälern, die parallel zum Ostrand der Cordillera Real verlaufen und den Übergang zwischen dem Hochland der Anden (über 4000 m ü.d.M.) und dem tropischen Tiefland mit dem Amazonas-Regenwald (ca. 500 m) bilden. Die Region liegt im Departamento La Paz und ist politisch in die Provinzen Nor Yungas ("Nord-Yungas") und Sud Yungas ("Süd-Yungas") gegliedert.

In den Höhenlagen zwischen 1200 m und 1800 m gedeihen auf Grund des milden Klimas Kaffee, Obst, Zitrusfrüchte und auf weiten Flächen auch Cocasträucher. Die landwirtschaftlichen Erzeugnisse der Yungas sind wichtig für die Versorgung von La Paz.

Die Yungas werden fast das gesamte Jahr über durch die Passatwinde mit Feuchtigkeit aus dem Tiefland versorgt. Die Winter (Juli) sind dabei stets trockener als die Sommer (Januar). Dabei nimmt die Niederschlagshöhe mit der Höhe zu und ab etwa 3000 m befindet man sich oft dauerhaft im Nebel.

Wichtigster Ort in den Yungas ist Coroico mit rund 4000 Einwohnern, das auf 1.750 m liegt und der Hauptort der Provinz Nor Yungas ist.

Spektakulär ist die Fahrt von La Paz über den La Cumbre-Pass (4.650 m) nach Coroico. Auf einer Strecke von nur 60 Kilometern werden ca. 3000 m Höhenunterschied überwunden und vom Schnee und Eis auf Höhe des Passes bis zum Tropischen Regenwald im Tal fast alle Klima- und Ökozonen Südamerikas durchquert. Mittlerweile ist eine gut ausgebaute Straße in einer neuen Trasse fertiggestellt. Die alte Verbindung zwischen La Paz und Coroico heißt „Death Road“ (Carretera de la muerte), vor allem wegen des enormen Höhenunterschiedes zwischen Tal und Berg und insbesondere wegen der vielen Verkehrstoten, die jährlich auf dieser Straße verunglückten. Die alte Strecke wird in vielen Reiseführern als „tödlichste Straße der Welt“ bezeichnet und hat somit den Status einer touristischen Attraktion, unter anderem gibt es auf ihr geführte Mountainbiketouren.

Im Nationalpark Cotapata werden die verschiedenen ökologischen Höhenstufen geschützt. Besonders erwähnenswert ist dabei der Bergnebelwald. Der Park kann über den Inka-Trail von La Paz aus erwandert oder von Coroico über eine Straße erreicht werden.

Anders als in der Unruheregion Chapare dient der Kokaanbau in den Yungas nicht der illegalen Drogenproduktion, sondern überwiegend der traditionellen (und in Bolivien legalen) Versorgung lokaler Märkte mit unbehandelten Kokablättern als traditionelle Medizin, zum Kauen oder zur Zubereitung von Mate-Tee. Trotz strikter Überwachung des Kokaanbaus durch die staatlichen Stellen zur Verhinderung illegaler Drogenproduktion gibt es keine vergleichbaren politischen Spannungen oder Unruhen wie in Chapare.

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks


Straße in die Yungas (4000 m)
tropischer Bergwald (2500 m)
spektakuläre „Straße“
Coroíco

Yungas - Artikel des Tages

Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva

Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.

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