Jerusalem aus Gold (in Iwrit: ירושלים של זהב, Yerushalayim Shel Zahav) ist ein populäres israelisches Lied, welches Naomi Shemer 1967 verfasste.
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Zunächst war Gegenstand des kurz vor dem Sechstagekrieg verfassten Liedes die zweitausendjährige jüdische Sehnsucht nach Jerusalem, dessen Altstadt damals noch für Juden unzugänglich war. In dem Lied heißt es:
Am 15. Mai 1967 - drei Wochen vor Kriegsausbruch - wurde das von der Sängerin Shuly Nathan am Vortag anlässlich eines Festivals vorgetragene Jerusalem aus Gold preisgekrönt[2] als „Lied des Jahres“. Das sehr schnell populär gewordene Lied wurde zu einem Schlachtruf der israelischen Truppen. Fallschirmjäger stimmten es am 7. Juni 1967 vor der an diesem Datum eroberten Klagemauer mit einem spontan erdichteten neuen Text an, der den Text des Refrains - „Jerusalem aus Gold, aus Bronze[3] und aus Licht, siehe, ich bin eine Laute für all Deine Lieder“[1] - auf den Kopf stellte:
„Über Nacht wurde das Lied "Jiruschalajim schel Sahaw" (Jerusalem aus Gold) zum höchsten Ausdruck der Nationalgesinnung, zum Symbol des Sieges, der als Erlösung angesehen wurde.“ (Uri Avnery)[4] Daraufhin wandelte Naomi Shemer ihrerseits eine der Strophen ab, um die Wiedervereinigung Jerusalems zu feiern:
Der israelische Friedensaktivist Uri Avnery, damals Abgeordneter der Knesset, schlug Jerusalem aus Gold als Nationalhymne für den Staat Israel vor. Über diese Eingabe wurde jedoch nie abgestimmt, so blieb es bei der Hatikvah. Avnery spricht dem Lied jedoch den „inoffiziellen Status einer zweiten Nationalhymne“ zu.[4]
Naomi Shemer hinterließ nach ihrem Tod 2004 ein Schreiben, wonach die Melodie nicht von ihr selbst verfasst, sondern - unbewusst - von einem baskischen Wiegenlied namens Pello Joxepe übernommen worden sein soll. Allerdings soll sie zu Lebzeiten Ähnlichkeiten mit diesem Lied immer wieder abgestritten haben.[4][5][6]
Im deutschsprachigen Raum wurde Jerusalem aus Gold vor allem durch die Schlussszene des Filmes Schindlers Liste bekannt. Da das Lied in Israel zeitlich mit dem Sechstagekrieg konnotiert wird, weist die israelische Fassung des Films an dieser Stelle als musikalische Untermalung das Stück "Eli, Eli" (A Walk To Caesarea) auf.
Zur selben Melodie wird das deutschsprachige Neue Geistliche Lied Ihr Mächtigen, ich will nicht singen gesungen. Der Text von Christine Heuser ist in mancher Beziehung, so etwa in Hinblick auf das Sehnsuchts- und Heimkehrmotiv, an Jerusalem aus Gold angelehnt, bezieht sich jedoch nicht auf die Stadt in Israel, sondern auf das „Himmlische Jerusalem“. Der Text stellt keine – auch keine freie – Übersetzung des Originals dar.[7]
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."