Yaqub al-Mansur (arabisch أبو يوسف يعقوب بن يوسف المنصور Abu Yussuf Yaʿqub ibn Yussuf al-Mansur, DMG Abū Yūssuf Yaʿqūb bin Yūssuf al-Manṣūr; † 1199) war ein Kalif der Almohaden (1184-1199).
Yaqub al-Mansur wurde schon unter der Regierung seines Vaters Abu Yaqub Yusuf I. (1163-1184) zum Wesir ernannt und residierte in Sevilla. Nach dem Tod seines Vaters konnte er mit Hilfe des Clans von Abu Hafs Umar seine Herrschaft durchsetzen und die Revolten seiner Brüder und seines Onkels niederschlagen. In Andalusien operierten die Almohaden weiterhin erfolgreich gegen die Christen. So gelang Yaqub al-Mansur am 19. Juli 1195 bei Alarcos ein großer Sieg über Kastilien. 1197 erfolgte ein Vorstoß bis nach Madrid und Guadalajara. Damit wurde für einige Jahre die Expansion der Christen nach Süden gestoppt.
Weniger erfolgreich als in Andalusien war Yaqub al-Mansur bei der Verteidigung des Reiches in Ifriqiya und Tripolitanien, wo es erneut zu Kämpfen mit dem Söldnerführer Qaraqusch kam. Verhängnisvoller war aber der Aufstand der Banu Ghanija in Ifriqiya. Angehörige dieses Stammes waren von den Almoraviden als Statthalter auf den Balearen eingesetzt worden, als welche sie die Herrschaft der Almohaden nicht anerkannten. 1184 landeten diese unter Ali, von den Balearen kommend, mit einem Heer in Bourgie und verbündeten sich mit den Beduinen der Banu Hilal in Ifriqiya. Zwar wurden sie von den Almohaden mehrmals geschlagen, doch konnte der Aufstand nie endgültig unterdrückt werden. Als Yahya 1195 die Führung der Aufständischen übernahm und Qaraqusch beseitigte, begann ein verheerender Kleinkrieg, der Ifriqiya, Tripolitanien und weite Teile Algeriens schwer verwüstete und zum Ruin der Wirtschaft führte.
Auch wenn unter Yaqub al-Mansur der Philosoph Ibn Ruschd/ Averroes wegen häretischer Ansichten zeitweise in die Verbannung geschickt wurde, wurden Kunst und Kultur weiter gefördert. Vor allem wurde eine umfangreiche Bautätigkeit betrieben. So erfolgte neben dem Bau der Qasba von Marrakesch u.a. die Vollendung der Großen Moschee in Sevilla, das zur Residenz der Almohaden in Andalusien ausgebaut wurde. Die Hasan-Moschee in Rabat konnte dagegen nicht vollendet werden.
Yaqub al-Mansur erkrankte während eines Feldzuges in Andalusien und bestimmte vor seinem Tod im Januar 1199 Muhammad an-Nasir (1199-1213) zu seinem Thronfolger. Yaqub al-Mansur wurde in Tinmallal/ Tinmal bestattet.
Abd al-Mumin | Abu Yaqub Yusuf I. | Yaqub al-Mansur | Muhammad an-Nasir | Yusuf II. al-Mustansir | Abdallah al-Adil | Idris I. al-Mamun | Abd al-Wahid II. ar-Rashid | Ali Abul-Hasan as-Said | Umar al-Mustafiq | Abu Dabis
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | al-Mansur, Yaqub |
| KURZBESCHREIBUNG | Kalif der Almohaden (1184–1199) |
| STERBEDATUM | Januar 1199 |
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."