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Xerxes I. :

femme russe

Xerxes I.

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Xerxes I. (persisch خشیارشا‎, altpersisch Hšayāŗšā, aramäisch Aḫšeweruš, griechisch Ξέρξης, lateinisch Xerses; * 519 v. Chr.; † August 465 v. Chr.) regierte von 486 v. Chr. bis 465 v. Chr. als achämenidischer Großkönig und ägyptischer Pharao. Sein Name bedeutet „herrschend über Helden“. Xerxes war verheiratet mit Amestris.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Regentschaft

[Bearbeiten] Feldzüge

Xerxes lässt nach einem fehlgeschlagenen Brückenschlag über die Dardanellen das Meer auspeitschen (Darstellung von 1909)

Nach dem Tod seines Vaters Dareios I. 486 v. Chr., dessen Strafexpedition gegen Griechenland 490 v. Chr. gescheitert war (siehe Schlacht bei Marathon), verwirklichte Xerxes dessen Vorstellungen von einem weiteren Feldzug gegen die Griechen. Nach anfänglichen Erfolgen bei den Thermopylen im Kampf gegen Leonidas und seine Leibwache aus 300 Elitekämpfern, erlitt sein Vielvölkerheer, das von Historikern auf maximal 100.000 Soldaten geschätzt wird,[1] in der Seeschlacht von Salamis gegen die von Themistokles geführte griechische Flotte eine entscheidende Niederlage. Die Annahme von 100.000 Soldaten als Heeresstärke stellt wahrscheinlich einen Überlieferungsfehler dar, da in die Kontingente auch Hilfskräfte, Arbeiter, andere Personen und sogar ganze Bevölkerungsgruppen einberechnet wurden. Diese Personengruppen hatten aber mit der tatsächlichen Schlacht nichts zu tun und müssen deshalb herausgerechnet werden. Auch war es nicht möglich, logistisch 100.000 Soldaten zu versorgen, zumal die hohe Anzahl der Soldaten nicht der damaligen geringen Bevölkerungszahl entsprechen kann.[2] Es ist daher anzunehmen, dass es sich maximal um 20.000 Soldaten handelte, die in die Schlacht zogen. Xerxes zog sich nach der Niederlage von Salamis in seine Hauptstadt Susa zurück und verfolgte die Niederlage seines Landheers bei Plataiai nur noch aus der Ferne, griff aber selbst nicht mehr ins Geschehen ein.

Da Xerxes – im Gegensatz zu seinen Vorfahren – nie im Kampf ein Schwert führte, beauftragte er mit der Kriegsführung fähige Strategen, die mit genügend Erfahrung ausgestattet waren, wie beispielsweise Mardonios, dem er das Landheer beim Zug gegen Griechenland anvertraute, oder seinen Halbbruder Achaimenes, der für ihn 484 v. Chr. einen Aufstand in Ägypten niederschlug.

Zeitgenössische Geschichtsschreiber und Autoren, so zum Beispiel der griechische Dichter Aischylos, führten die Misserfolge des Xerxes unter anderem auf seine mangelnde Besonnenheit und fehlende religiöse Toleranz zurück, deren Ursache nach heutiger Einschätzung vermutlich die Einflussnahme seiner Mutter Atossa und die Erstarkung der Magier waren. Auf seinem Zug nach Griechenland ließ Xerxes I. in Troja haltmachen und sich vom Trojanischen Krieg berichten. Daraufhin sollen – im strengen Gegensatz zur Lehre Zarathustras – 1000 Rinderopfer dargebracht worden sein. Eine Anekdote berichtet davon, dass Xerxes I. bei einem fehlgeschlagenen Brückenbau über die Dardanellen die Meeresenge mit 300 Peitschenhieben bestrafen ließ. Damit wollte er Poseidon dafür bestrafen, dass seine Brücken kurz nach dem Bau durch ein Unwetter zerstört wurden.[3]

[Bearbeiten] Babylons endgültiges Ende

479/478 v. Chr., im 8. Regierungsjahr, ließ Xerxes den Turm von Babylon und die Marduk-Statue zerstören. Damit war das Ergreifen der Hände von Marduk unmöglich geworden, welches zur Ernennung als König von Babylon unabdingbar war. Seither gab es das Königsamt und den Kult des Marduk nicht mehr. Babylons endgültiges Ende wurde damit auch rituell vollzogen.

[Bearbeiten] Bautätigkeit

Xerxes widmete sich der Errichtung von Kolossalbauten in Persepolis und Susa. Nicht nur in den verschiedenen Residenzen war kein Bauauftrag zu kostspielig, auch der nie vollendete Landdurchstich am Berg Athos – der Xerxes-Kanal zur Kriegsvorbereitung 483 bis 480 v. Chr. – zeigt seine Leidenschaft für die Bautätigkeit. Bei der Plünderung Athens 480 v. Chr. ließ er die schönsten Exponate nach Persepolis und Susa überführen und dort aufstellen, darunter die Skulpturen der Tyrannenmörder Harmodios und Aristogeiton.

[Bearbeiten] Sein Tod

Nach inneren Wirren wurde Xerxes I. von seinem Gardebefehlshaber Artabanos ermordet. Dieser lenkte den Verdacht auf den ältesten Sohn des Xerxes, Dareios, welcher daraufhin von seinem jüngeren Bruder Artaxerxes I. ermordet wurde, der dann auch als Nachfolger seines Vaters den Thron bestieg.

[Bearbeiten] Stammbaum des Xerxes I.

 
 
 
Achaimenes
1.König
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Teispes
2.König
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Ariaramna I.
3.König, Regent der Persis
 
Kyros I.
4.König, Regent von Anschan
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Arschama I.
Regionalregent
 
Kambyses I.
5.König, Regent von Anschan
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Hystaspes
Prinz
 
Kyros II.
6. König, Regent von Persien
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Dareios I.
9.König, Regent von Persien
 
Kambyses II.
7.König, Regent von Persien
 
Bardiya
8.König, Regent von Persien (oder Gaumata als Smerdis)
 
Artystone
Prinzessin
 
Atossa
Prinzessin
 
Roxane
Prinzessin
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Xerxes I.
10.König, Regent von Persien
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Artaxerxes I.
11.König, Regent von Persien
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 


[Bearbeiten] Rezeption

Xerxes I. gibt den historischen Hintergrund für die Gestalt des Xerxes in der gleichnamigen Opera seria – bekannt auch unter ihrem italienischen Originaltitel Serse – von Georg Friedrich Händel (Händel-Werke-Verzeichnis 40) ab.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Xerxes I. – Bilder, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Urs Willmann: Der Einweg-Kanal, in: Die Zeit, 48/2001, Zugriff am 25. März 2008
  2. Delbrück GdK 1. Teil , Seite 42: Tatsächliche Bevölkerungszahlen und Heeresstärken
  3. Ruth Stepper: Die Darstellung der Naturkatastrophen bei Herodot in: Eckart Olshausen, Holger Sonnabend (Hrsg.): Stuttgarter Kolloquium zur historischen Geographie des Altertums 6, 1996 - Naturkatastrophen in der antiken Welt, Franz Steiner Verlag, 1998, ISBN 3515072527, S. 94 f.

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