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Wolfsburg

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Dieser Artikel behandelt die Stadt Wolfsburg, weitere Bedeutungen unter Wolfsburg (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Wolfsburg
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Wolfsburg hervorgehoben
Koordinaten: 52° 25′ N, 10° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Kreisfreie Stadt
Höhe: 63 m ü. NN
Fläche: 204,02 km²
Einwohner: 120.009 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 588 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 38400–38448
Vorwahlen: 05361, 05362, 05363, 05365, 05366, 05367, 05308
Kfz-Kennzeichen: WOB
Gemeindeschlüssel: 03 1 03 000
Stadtgliederung: 16 Ortschaften,
40 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Porschestraße 49
38440 Wolfsburg
Webpräsenz:
Oberbürgermeister: Rolf Schnellecke (CDU)

Wolfsburg ist eine kreisfreie Großstadt im Osten des Landes Niedersachsen. Die Stadt ist Sitz des Volkswagen-Konzerns und bildet mit den Städten Braunschweig und Salzgitter eines der neun Oberzentren des Landes. Es ist weiterhin Bestandteil der Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg.

Wolfsburg ist nach Hannover, Braunschweig, Osnabrück, Oldenburg und Göttingen die sechstgrößte Stadt des Landes Niedersachsen. Nächstgelegene größere Städte sind Braunschweig, rund 26 Kilometer südwestlich, Magdeburg, rund 64 Kilometer südöstlich und Hannover, rund 74 Kilometer westlich. Die Einwohnerzahl der Stadt Wolfsburg überschritt 1972 die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde.

Wolfsburg war eine der wenigen neuen Stadtgründungen in Deutschland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Von der Gründung am 1. Juli 1938 bis zum 25. Mai 1945 trug sie den Namen Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben[1][2] und war als Wohnort für die Mitarbeiter des Volkswagenwerkes, das den KdF-Wagen (VW Käfer) produzieren sollte, vorgesehen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Übersicht der Region
Der Mittellandkanal neben dem VW-Werk

Wolfsburg liegt am Südrand des Aller-Urstromtals am Mittellandkanal. Das Stadtgebiet greift im Süden auf die Hochfläche des Ostbraunschweigischen Flachlandes, im Norden auf den Vorsfelder Werder, im Westen auf das Feuchtgebiet Barnbruch und im Osten auf den Naturpark Drömling über.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden/Nachbarkreise

Die nachfolgenden Landkreise, Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Wolfsburg. Sie werden im Uhrzeigersinn, beginnend im Westen, genannt:

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Sicht vom Schillerteich-Center über die Innenstadt
Sicht vom Schillerteich-Center über die Innenstadt

[Bearbeiten] Stadtgliederung

Gliederung der Stadt und Flächennutzung
Gliederung der Stadt Wolfsburg

Das Stadtgebiet von Wolfsburg gliedert sich in 40 Stadtteile. Ein oder mehrere Stadtteile gemeinsam bilden zusammen die insgesamt 16 Ortschaften, die durch Ortsräte vertreten werden. Jeder Ortsrat hat einen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.

Ortsräte wurden zunächst nur in den 1972 nach Wolfsburg eingemeindeten Stadtteilen gebildet. Damals wurden elf Ortsräte eingerichtet. Sie übernahmen teilweise die Funktionen der früheren Stadt- und Gemeinderäte dieser Orte. 1991 wurden für Detmerode, Westhagen und für die Nordstadt, die aus mehreren Stadtteilen besteht, weitere Ortsräte gebildet und 2001 erfolgte die Bildung der Ortsräte für die ebenfalls aus mehreren Stadtteilen bestehende Bereiche Stadtmitte und Mitte-West. Somit gibt es in Wolfsburg heute flächendeckend insgesamt 16 Ortsräte. Diese Gremien werden von den Bürgern direkt gewählt und sind in ihrem Gebiet zu allen wichtigen Angelegenheiten zu hören.

Die 16 Ortschaften (mit Einwohnerzahlen 2004):

Siehe auch: Stadtgliederung Wolfsburg

[Bearbeiten] Der Allerpark

Einen Sonderfall stellt der Allerpark in der Stadtgliederung dar: Obwohl er sich fast mittig im Wolfsburger Stadtgebiet befindet, ist er, wie auch das Gelände des Volkswagen-Werkes, keiner Ortschaft zugeordnet und somit „rechtsfreier Raum“. Ziel der Stadt Wolfsburg ist es, langfristig den Allerpark politisch zuzuordnen. Jedoch beansprucht die Ortschaft „Nordstadt“ ebenso wie die „Stadtmitte“ Besitzansprüche am Allerpark. Der Ostteil des Allersees, der sich im Allerpark befindet, gehört politisch zur Ortschaft „Neuhaus/Reislingen“. Das liegt an den alten Gemarkungsgrenzen, die durch die Gebietsreform 1972 nicht geändert wurden.

[Bearbeiten] Geschichte

Wolfsburg um 1654

1302 wurde die Wolfsburg als Sitz des Adelsgeschlechts derer von Bartensleben erstmals urkundlich erwähnt. Anfangs war dies ein Wohnturm an der Aller, der erst in späteren Jahrhunderten seinen wehrhaften Charakter als Wasserburg erhielt. Eine Vorgängeranlage war vermutlich die um 1200 entstandene Turmhügelburg Rothehof der Rothehöfer Linie des Geschlechts. 1372 folgte die erste urkundliche Erwähnung der Burg Neuhaus. Nach dem Erlöschen des Geschlechts derer von Bartensleben 1742 ging ihr Besitz einschließlich der Wolfsburg durch Erbgang an die Grafen von der Schulenburg über. Das gräfliche Gut war ein bedeutender Arbeitgeber für die der Burg nahe liegenden Siedlungen Rothenfelde und Heßlingen sowie den schulenburgischen Gutsweiler Rothehof.

Einige der heutigen Ortsteile gehörten im 18. Jahrhundert zum Herzogtum Magdeburg und bildeten eine Exklave, die zum Holzkreis gehörte. Andere Ortsteile, wie Vorsfelde, gehörten über Jahrhunderte zum Gebiet des späteren Herzogtums Braunschweig.

Am 26. Mai 1938 wurde der Grundstein für das Volkswagenwerk auf der Nordseite des Mittellandkanals gelegt, wo der KdF-Wagen – später VW Käfer genannt – gebaut wurde. Um die nötigen Arbeiter unterzubringen, sollte in unmittelbarer Nähe eine neue Stadt entstehen. Daher wurde mit Wirkung vom 1. Juli 1938 durch Verordnung des Oberpräsidenten der Regierung zu Lüneburg die „Stadt des KdF-Wagens bei Fallersleben“ im Landkreis Gifhorn durch Vereinigung der Gemeinden Rothehof-Rothenfelde und Heßlingen (einschließlich des Wohnplatzes Wolfsburg) sowie einzelner Grundstücke der Gemeinden Mörse (Gemarkungen Mörse, Hattorf und Barnstorf), Sandkamp, Fallersleben und Hattorf, alle zum Landkreis Gifhorn gehörig, gebildet. Das Zentrum der neuen Stadt sollte auf der Gemarkung Heßlingen entstehen.

Schloss Wolfsburg (Süd-West-Seite)

Während des Zweiten Weltkriegs diente das neu gebaute Autowerk vor allem der Rüstungsindustrie. In den für die Produktion der KdF-Wagen gebauten Hallen wurden, auch unter Einsatz von Zwangsarbeitern, Kübelwagen, Ersatzteile für Panzer und andere Rüstungsgüter wie die Vergeltungswaffe V1, produziert. Die Zwangsarbeiter wohnten in einem angeschlossenen KZ Arbeitsdorf.

Durch den Kriegsausbruch kam es auch nie zur Verwirklichung der ursprünglichen Stadtplanung („Koller-Plan“, benannt nach dem Stadtplaner Peter Koller), die unter anderem eine Residenz für Adolf Hitler auf dem Klieversberg vorsah. Zu den wenigen verwirklichten Bauvorhaben zählt die (heute zum Parkplatz gehörende) Prachtstraße am CongressPark, welche nach der ursprünglichen Planung als Paradestraße für die fulminanten Aufmärsche der NSDAP nach dem Endsieg unter der (geplanten) Residenz des Führers genutzt werden sollte. Koller hatte ab Herbst 1937 zusammen mit dem Garten- und Landschaftsplaner Wilhelm Heintz die Grundzüge der Stadtentwicklung anhand von statistischen Untersuchungen des täglichen Bedarfs der zukünftigen Stadtbewohner und anhand von eingehenden topographischen Untersuchungen des vorhandenen Geländes entwickelt. Von den 6700 Wohnungen des ersten Bauabschnitts wurden bis zur weitgehenden Einstellung der Bauarbeiten im Jahr 1942 lediglich knapp 2900 fertig gestellt; diese lagen in den Stadtteilen Steimker Berg, Wellekamp und Schillerteich.In die bereits vorbereitete Stadtsilhouette wurden an Stelle der fehlenden festen Wohnbebauung Barackensiedlungen eingefügt. Am 11. April 1945 wurde das Werk Ziel von Angriffen der Alliierten und zu zwei Dritteln zerbombt.

Schlossstraße nahe dem Schloss Wolfsburg

Am 25. Mai 1945 wurde auf Weisung der britischen Besatzungsmacht die Stadt in „Wolfsburg“ umbenannt.[3] Damit erhielt sie ihren endgültigen Namen nach dem gleichnamigen Schloss bzw. Wohnplatz an der Aller. Das VW-Werk stand zunächst unter der Leitung des britischen Majors Ivan Hirst, welcher den Abtransport der Fertigungsmaschinen verhinderte, indem er dem Volkswagenwerk Aufträge der britischen Regierung verschaffte. Nur durch diese Aufträge konnte das Volkswagenwerk nach Kriegsende bestehen bleiben und somit das Wachstum der Stadt Wolfsburg auslösen.

Zum 1. Oktober 1951 schied die Stadt aus dem Landkreis Gifhorn aus und wurde eine kreisfreie Stadt.

der einmillionste VW Käfer

1955 lief der einmillionste Käfer in Wolfsburg vom Band. Dieses Ereignis wurde mit einem goldfarbenen Käfer (der Käfer mit der Nummer 1.000.000) gefeiert, bei dem alle Chromteile mit geschliffenen Glasperlen besetzt waren. In den Jahren des Wirtschaftswunders erlebte Wolfsburg einen enormen Zuwachs durch – vor allem italienische – Gastarbeiter.

1958 wurde das Rathaus der Stadt eingeweiht. 1960 wurde die Volkswagenwerk GmbH in eine AG umgewandelt.

Im Zuge der niedersächsischen Kommunalreform von 1972 wurden 20 Orte durch das „Wolfsburg-Gesetz“ nach Wolfsburg eingemeindet (siehe auch unter Eingemeindungen). Dadurch überschritt die Einwohnerzahl die 100.000-Grenze und Wolfsburg erlangte den Status einer Großstadt mit nahezu 131.000 Einwohnern; die Stadtfläche hatte sich von 35 auf 204 Quadratkilometer vergrößert. Für die eingemeindeten Stadtteile wurden elf direkt gewählte Ortsräte mit jeweils einem Ortsbürgermeister eingerichtet. 1973 wurde mit über 135.000 die höchste Einwohnerzahl der Stadt erreicht.

Burg Neuhaus mit Burgteich

Mit Wirkung vom 1. Februar 1978 wurde die Stadt Wolfsburg aus dem Regierungsbezirk Lüneburg ausgegliedert und dem Regierungsbezirk Braunschweig zugeordnet (die Regierungsbezirke wurden in Niedersachsen zum 1. Januar 2005 aufgelöst). 1982 erhielt die Stadt einen direkten Autobahnanschluss (A 39) als Abzweigung von der A 2 Hannover-Berlin, und 1988 wurde Wolfsburg Hochschulstadt (Fachhochschule Braunschweig-Wolfenbüttel).

1991 kamen zu den elf Ortsräten aus dem Jahre 1972 noch weitere drei hinzu (Detmerode, Westhagen und Nordstadt). Schließlich wurden 2001 noch die Ortsräte Stadtmitte und Mitte-West eingerichtet. Damit gibt es derzeit 16 Ortsräte in der Stadt.

In einer Sympathiekundgebung für den neuen VW Golf V hat die Stadt Wolfsburg vom 25. August bis 10. Oktober 2003 im Internet, auf dem Briefpapier der Stadt und auf den Ortsschildern alle Besucher mit dem Namen Golfsburg begrüßt.[4] Diese Aktion fand ein bundesweites Echo in der Presse, in Rundfunk- und Fernsehnachrichten.

[Bearbeiten] Eingemeindungen

Eingemeindungen

Mit Wirkung vom 1. Juli 1938 wurden die Gemeinden Rothehof-Rothenfelde und Heßlingen (einschließlich des Wohnplatzes Wolfsburg) mit insgesamt 857 Einwohnern sowie zahlreiche Flurstücke der Gemeinden Mörse (Gemarkungen Mörse, Hattorf und Barnstorf), Sandkamp, Fallersleben und Hattorf (damals alle Landkreis Gifhorn) zur „Stadt des KdF-Wagens“ vereinigt, 1945 wurde sie in „Stadt Wolfsburg“ umbenannt. 1951 verließ sie den Landkreis Gifhorn und wurde kreisfrei.

Am 1. Juli 1972 wurden eingemeindet:

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Von rund 1000 Einwohnern 1938 stieg die Bevölkerungszahl der Stadt bis 1950 auf 25.000 und verdoppelte sich bis 1958 auf 50.000. Am 1. Juli 1972 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt Wolfsburg auf Grund der Eingemeindung mehrerer Orte die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. 1973 erreichte die Bevölkerungszahl mit 131.971 ihren historischen Höchststand. Ende Juni 2005 lebten in Wolfsburg nach Fortschreibung des Niedersächsischen Landesamtes für Statistik 121.716 Menschen mit Hauptwohnsitz.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Dabei handelt es sich um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen ab 1938 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
31. Dezember 1938 1.144
17. Mai 1939 ¹ 6.797
31. Dezember 1940 14.494
31. Dezember 1945 14.296
29. Oktober 1946 ¹ 18.924
13. September 1950 ¹ 25.422
25. September 1956 ¹ 45.384
31. Dezember 1958 53.793
06. Juni 1961 ¹ 64.560
31. Dezember 1965 84.099
Jahr Einwohner
27. Mai 1970 ¹ 88.655
31. Dezember 1975 126.298
31. Dezember 1980 125.935
31. Dezember 1985 121.703
25. Mai 1987 ¹ 124.896
31. Dezember 1990 128.510
31. Dezember 1995 126.331
31. Dezember 2000 121.805
31. Dezember 2005 121.199

¹ Volkszählungsergebnis

[Bearbeiten] Religionen

Neben den beiden großen Kirchen gibt es auch freikirchliche Gemeinden:

Außerdem finden sich die folgenden christlichen Sondergemeinschaften in der Stadt:

Andere Religionsgemeinschaften:

[Bearbeiten] Politik

An die Spitze der jungen „Stadt des KdF-Wagens“ wurde gemäß Verordnung des Oberpräsidenten der Regierung zu Lüneburg Nr. 145 vom 22. Juni 1938 mit Wirkung vom 1. Juli 1938 Regierungsassessor Dr. Karl Bock als kommissarischer Bürgermeister bestimmt. Auch seine Nachfolger wurden von der Regierung eingesetzt.

Rathaus von Wolfsburg

Im Jahr 1946 führte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. Danach gab es einen vom Volk gewählten Rat. Dieser wählte aus seiner Mitte den Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentant der Stadt, welcher ehrenamtlich tätig war. Daneben gab es ab 1946 einen ebenfalls vom Rat gewählten hauptamtlichen Stadtdirektor bzw. Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 2001 wurde in Wolfsburg die Doppelspitze in der Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch den hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Leiter der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er wird seit 2001 direkt vom Volk gewählt. Es gibt jedoch weiterhin einen eigenen Vorsitzenden des Rates, der nach jeder Kommunalwahl bei der konstituierenden Sitzung des Rates aus dessen Mitte gewählt wird.

[Bearbeiten] Bürgermeister bis zur Trennung der Ämter in der Stadtverwaltung 1938–1946

[Bearbeiten] Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister/in seit 1946

[Bearbeiten] Stadtdirektoren und Oberstadtdirektoren 1946–2001

[Bearbeiten] Rat der Stadt

Sitzverteilung im Rathaus
Oberbürgermeister Rolf Schnellecke

Der Rat der Stadt Wolfsburg wird gebildet aus den einzelnen Fraktionen (47 Sitze) und dem Oberbürgermeister (Derzeit Rolf Schnellecke, CDU) mit einem Sitz. Der Oberbürgermeister ist auch Chef der Verwaltung, also Vorgesetzter aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Dabei unterstützen ihn vier Dezernenten, die auf seinen Vorschlag hin als Wahlbeamte vom Rat gewählt werden. Sie bilden zusammen den Verwaltungsvorstand, in dem wöchentlich die wichtigsten Entscheidungen der Verwaltung beraten werden.

Sitzverteilung der Fraktionen nach der Wahl vom 10. September 2006:[5]

Partei Sitze im Rat Stimmenanteil Stimmenanzahl
CDU 18 39,8% 51.529
SPD 15 32,8% 42.443
PUG 6 13,0% 16.888
Bündnis 90/Die Grünen 3 5,6% 7.249
FDP 2 5,3% 6.893
Wolfsburger Linke 2 3,5% 4.485
Oberbürgermeister 1

Die Wahlbeteilungung lag bei 46,1 %.

[Bearbeiten] Wappen

Stadtflagge

Das Wappen der Stadt Wolfsburg zeigt über grünem Schildfuß, darin silberne Wellenbalken, in Rot eine zweitürmige silberne Burg mit geschlossenem Tor, über den Mauerzinnen schreitend, ein widersehender blau gezungter goldener Wolf. Die Stadtflagge ist grün-weiß.

Das Wappen wurde 1952 durch das Innenministerium des Landes Niedersachsens verliehen, nachdem es bereits 1947 in der Hauptsatzung festgelegt worden war. 1961 wurde es heraldisch verbessert und durch das Regierungspräsidium Lüneburg neu verliehen. Die Symbole Wolf und Burg spiegeln den Namen der Stadt wieder (sog. redendes Wappen) und haben keinen direkten historisch überlieferten Bezug. Die Stadtflagge wurde bereits 1955 eingeführt

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

Die Stadt Wolfsburg unterhält folgende Städtepartnerschaften:

[Bearbeiten] Städtefreundschaften

[Bearbeiten] Konsularische Vertretungen

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Landschaftsverbände

Die Stadt Wolfsburg ist Mitglied im Verband Braunschweigische Landschaft e.V. mit Sitz in Braunschweig sowie im Lüneburgischen Landschaftsverband e.V. mit Sitz in Uelzen. Diese Verbände wurden zur Pflege kultureller Einrichtungen in den Regionen gegründet.

[Bearbeiten] Theater und Veranstaltungszentren

Theater von Hans Scharoun

[Bearbeiten] Museen

Siehe Hauptartikel: Museen in Wolfsburg

[Bearbeiten] Bauwerke und Einkaufsmöglichkeiten

Innenhof Schloss Fallersleben mit Brücke über rekonstruierten Wassergraben
Das Einkaufszentrum „City-Galerie“ in der Stadtmitte
Altstadt im Stadtteil Vorsfelde
Volkswagen Arena
Heilig-Geist-Kirche von Alvar Aalto

[Bearbeiten] Kirchenbau in Wolfsburg

Siehe Hauptartikel: Kirchenbau in Wolfsburg

[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen

[Bearbeiten] Kulinarische Spezialitäten

Die bekannteste Speise aus Wolfsburg ist die VW-Currywurst. Das beliebte Werksessen der Wolfsburger ist die nach einem Rezept der Volkswagen-eigenen Wirtschaftsbetriebe zubereitete Currywurst bzw. die dazugehörige (typischerweise warme) Currysauce. Täglich wandern Tausende davon über die Theken der Kantinen. Die große Beliebtheit von Wurst und Sauce haben mittlerweile dazu geführt, dass man sie auch außerhalb des Volkswagenwerks käuflich erwerben kann.

[Bearbeiten] Vereine und Verbände

Wolfsburg bietet außerordentlich viele und vielfältige Sportvereine. Aber auch sonstige Vereine verschiedenster Art sind in Wolfsburg anzutreffen.

[Bearbeiten] Sonstiges

[Bearbeiten] Freizeit und Sport

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[Bearbeiten] Freizeit

[Bearbeiten] Sport

Nahaufnahme der VW-Arena

Wolfsburg ist in den ersten Ligen unter anderen durch die Herren- und Damen-Fußballteams des VfL Wolfsburg (in der Herren- bzw. Frauen-Fußball-Bundesliga) vertreten. In der Deutschen Eishockey Liga (DEL) spielt die Eishockeymannschaft der Grizzly Adams Wolfsburg.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehrsanbindung

[Bearbeiten] Schienenverkehr

Der Hauptbahnhof liegt an der Schnellfahrstrecke Hannover–Berlin. Der Bahnhof wird von Intercity-Express-Zügen der Linien Berlin – Braunschweig – KasselFrankfurt (Main)MannheimKarlsruheBaselBernInterlaken und Berlin – Hannover – Hamm (Westfalen)Köln (– Bonn) / Düsseldorf (– Köln/Bonn Flughafen) jeweils im Zwei-Stunden-Takt bedient. Außerdem halten hier Intercity auf der Strecke (Stettin –) Berlin – Stendal – Hannover – Münster (Westfalen) bzw. Amsterdam im Zwei-Stunden-Takt. Mit einem CityNightLine können u.a. Zürich, Brüssel und Paris ohne Umstieg erreicht werden.

Im Regionalverkehr halten hier Regionalbahnen in Richtung OebisfeldeStendal (– Rathenow) und Braunschweig im Stunden-Takt sowie in Richtung Oebisfelde – HaldenslebenMagdeburg mindestens im Zwei-Stunden-Takt. Ein Regional-Express stellt stündlich eine Verbindung zur Landeshauptstadt Hannover über Gifhorn her.

Außerdem gibt es den Bahnhof "Wolfsburg-Fallersleben", in dessen Nähe die Bahnstrecke nach Braunschweig (Weddeler Schleife) abzweigt, die auch von ICE-Zügen befahren wird. Der Bahnhof "Fallersleben" soll bald in "Wolfsburg-Fallersleben" umbenannt werden, wobei der Bahnhof "Wolfsburg" in "Wolfsburg Hauptbahnhof" umbenannt werden soll. In Fallersleben halten Regionalzüge in Richtung Braunschweig, Stendal und Hannover.

Die Bahnhöfe Wolfsburg-Vorsfelde an der Stendaler Strecke und (Wolfsburg-)Ehmen an der Braunschweiger Strecke wurden in den 1970er Jahren stillgelegt, ebenso wie die Bahnhöfe (Wolfsburg-)Almke und Wolfsburg-Neindorf an der Bahnstrecke Schandelah–Oebisfelde bei der Gesamtstilllegung dieser Strecke. [6]

[Bearbeiten] Straßenverkehr

Verkehr in der Innenstadt

Durch das westliche Stadtgebiet von Wolfsburg führt die A39, die nördlich der Stadt bei Weyhausen (Landkreis Gifhorn) beginnt und Richtung Süden zur A2 (HannoverBerlin) führt. Die Weiterführung der A39 als direkte Verbindung nach Braunschweig befindet sich im Bau und soll 2009 komplett fertiggestellt werden. Außerdem ist in Planung, die A39 bei Weyhausen weiter bis nach Lüneburg an die A250 heranzubauen.

Ferner führen die B188 IsernhagenFriesack und die B248 NortheimDannenberg, die zum Teil durch die A39 ersetzt und abgestuft wurde, durch die Stadt.

Der „Berliner Ring“ stellt eine Art Stadt-Peripherie dar, die die Innenstadt mit einer vier- (teilweise auch sechs-)spurigen Straße umgibt und zahlreiche, ebenfalls mehrspurige Abzweigungen, z.B. zur Braunschweiger Straße oder zur Heinrich-Nordhoff-Straße, besitzt. Über den Berliner Ring/die Braunschweiger Straße sind alle wichtigen Orte innerhalb Wolfsburgs zu erreichen.

[Bearbeiten] Öffentlicher Personennahverkehr

Den Öffentlichen Personennahverkehr in der Stadt Wolfsburg bedienen zahlreiche Buslinien der Wolfsburger Verkehrs GmbH (WVG) mit einem Fahrgastaufkommen von ca. 12,8 Millionen Fahrgästen pro Jahr.

[Bearbeiten] Schifffahrt

Auf dem Mittellandkanal werden große Mengen Fracht transportiert. In Fallersleben gibt es einen Hafen mit beträchtlichem Warenumschlag.

[Bearbeiten] Flugverkehr

Flughafen Braunschweig-Wolfsburg

Der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg, der sich in Braunschweig-Waggum befindet, wird größtenteils von Privatfliegern und Firmen (Volkswagen) genutzt. Linienflüge gibt es nicht. Er ist der zweitgrößte Forschungsflughafen Europas. Der nächste Verkehrsflughafen ist der Flughafen Hannover-Langenhagen in Langenhagen.

[Bearbeiten] Medien

[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen

[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen

VW-Werk
Brücke über Mittellandkanal zur Autostadt Wolfsburg

Der mit Abstand größte Arbeitgeber ist die Volkswagen AG, die in Verwaltung und Werk rund 50.000 Menschen beschäftigt. Durch das Volkswagenwerk und die vielen Zulieferer in Wolfsburg und der näheren Region ist die Wirtschaft stark auf die Automobilindustrie ausgerichtet. Durch ehrgeizige Vorhaben seitens der Stadt und der Volkswagen AG, Wolfsburg von dieser Monoindustrie wegzubewegen, die bei Krisen im Automobilsektor sehr anfällig ist, wurde 1998 die Wolfsburg AG gegründet. Das Konzept sieht die Entwicklung einer nachhaltigen Wirtschafts- und Beschäftigungsperspektive am Standort Wolfsburg vor.

[Bearbeiten] Bildung und Forschung

Nur Liste
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[Bearbeiten] Bildungseinrichtungen

[Bearbeiten] Hochschulen

[Bearbeiten] Forschung und Institute

Im Jahre 2003 haben über 26.000 Menschen an Wolfsburger Schulen und Instituten gelernt und studiert (Tendenz steigend).

Im Oktober 2003 wurde die Projektgruppe Nachhaltige Mobilität des Fraunhofer ICT gegründet. Vorrangiges Ziel der Projektgruppe ist die Stärkung der angewandten Forschung in den Bereichen Werkstoffe, Produkte und Verfahren.

[Bearbeiten] Ehrenbürger

Folgenden Personen hat die Stadt Wolfsburg das Ehrenbürgerrecht verliehen:

"*" = Diese Ehrenbürger wurden von Gemeinden ernannt, die zu dieser Zeit noch nicht zur Stadt Wolfsburg gehörten sondern selbständig waren.

[Bearbeiten] Persönlichkeiten