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Wolfgang Schuster

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Dieser Artikel bezieht sich auf den Oberbürgermeister der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart. Für den gleichnamigen Landrat des Lahn-Dill-Kreises, siehe Wolfgang Schuster (Landrat)

Wolfgang Schuster (* 5. September 1949 in Ulm) ist seit Januar 1997 Stuttgarter Oberbürgermeister. Er ist der Amtsnachfolger von Manfred Rommel.

Wolfgang Schuster im Herbst 2004
Wolfgang Schuster 2008

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben

Schuster studierte von 1969 bis 1973 in Tübingen, Genf und Freiburg im Breisgau Rechts- und Staatswissenschaften. Während seines Studiums wurde er Mitglied der A.V. Guestfalia Tübingen im CV. Von 1974 bis 1976 verbrachte er seine Referendarzeit in Ulm bis zur Promotion im Zivilrecht. Von 1976 bis 1977 studierte er an der Pariser École nationale d’administration (ENA). Seit 1975 war er für die CDU im Ulmer Gemeinderat und wurde 1985 persönlicher Referent von Manfred Rommel. 1986–1993 war er Oberbürgermeister von Schwäbisch Gmünd, danach bis 1996 Bürgermeister für Kultur, Bildung und Sport der Landeshauptstadt Stuttgart.

In der Wahl zum Oberbürgermeister Stuttgarts konnte er sich im zweiten Wahlgang am 10. November 1996 mit 43,1 % gegen den Kandidaten der Grünen, Rezzo Schlauch (39,3 %) durchsetzen.[1] Am 24. Oktober 2004 wurde Schuster im zweiten Wahlgang mit 53,3 % im Amt bestätigt, seine Mitbewerber waren Boris Palmer (Bündnis 90/Die Grünen), der seine Kandidatur nach dem ersten Wahlgang zurückzog und sich dann indirekt für Schuster aussprach, sowie Ute Kumpf (SPD) mit 45,2 % im zweiten Wahlgang.

Politische Schwerpunkte bemüht er sich vor allem im Bereich der Bauwirtschaft und Industrieförderung zu setzen. Seine Migranten- und Integrationspolitik gilt als vorbildlich. So spricht er von der Notwendigkeit einer „wertschätzenden Willkommenskultur“ gegenüber Ausländern und hält gleichzeitig Formalien wie die Staatsangehörigkeit für irrelevant beim urbanen Zusammenleben.[2] Mit der Einrichtung eines Runden Tischs der Religionen setzte er auch für den interreligiösen Dialog in der Landeshauptstadt Zeichen. Er ist als Vertreter des Städtetags Mitglied des Rundfunkrats des SWR.

Ein weiterer Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist das Vorantreiben des umstrittenen Stadtentwicklungsprojekts Stuttgart 21, das unter anderem den Umbau des Stuttgarter Hauptbahnhofes zu einem unterirdischen Durchgangsbahnhof vorsieht.

[Bearbeiten] Ehrungen und Auszeichnungen

Wolfgang Schuster wurde 2005 die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg verliehen.[3] Er wurde 2008 als Ehrenalumnus in die juristische Vereinigung Phi Delta Phi Richard v. Weizsäcker Inn der Universität Tübingen aufgenommen.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Die Wahl von 1996 wird ausführlich dargestellt in: Markus Hoecker: Die Oberbürgermeisterwahl in Stuttgart 1996. Parteipolitik und Wahlkampfstrategie: die kommunale Persönlichkeitswahl im Spannungsfeld der modernen Parteiendemokratie. Eine Einzelfallstudie. Dissertation. Stuttgart 2005. Digitalisat - abgerufen am 11. Mai 2009
  2. Max Hägler: Der Pass interessiert mich nicht in: taz, die tageszeitung vom 24. Mai 2007
  3. Staatsministerium Baden-Württemberg: Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg. Liste der Ordensträger 1975-2009. Seite 51 - abgerufen am 18. Mai 2009

[Bearbeiten] Weblinks

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