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Wolfgang Büttner

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Wolfgang Büttner (* 1. Juni 1912 in Rostock; † 18. November 1990 in Gauting-Stockdorf bei München) war ein deutscher Schauspieler, Hörspiel- und Synchronsprecher.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Biografie

Der Sohn eines Arztes studierte nach dem Abitur ab 1930 in Rostock und Göttingen zunächst einige Semester Germanistik, Theaterwissenschaft, Romanistik und Anglistik. Doch schon sehr bald erkannte er seine Vorliebe für die Schauspielerei und gab das Studium auf. Er ging zu Max Reinhardt an die Schauspielschule des Deutschen Theaters in Berlin. Nach Abschluss des Examens erhielt er 1934 sein erstes Engagement bei Agnes Straub. Über das Altonaer Stadttheater kam er 1937 ans Theater in Frankfurt am Main. Sein Beruf bewahrte ihn lange Zeit vor einer Einberufung zur Wehrmacht. Doch im letzten Kriegsjahr 1944 wurde er doch noch einberufen. Er war zwar nur relativ kurz an der Front, doch holte er das quasi als Schauspieler, vor allem in den 50er und 60er Jahren, mit zahlreichen Rollen nach. Er war, ähnlich wie sein Kollege Wolfgang Preiss, die Idealbesetzung für „militärische Rollen“. Beide traten 1955 gemeinsam unter der Regie von Falk Harnack in dem Spielfilm Der 20. Juli, der auf das gescheiterte Attentat gegen Adolf Hitler im Sommer 1944 Bezug nimmt, in den Hauptrollen auf. 1959 spielte er zusammen mit Heinz Weiss und Hans Epskamp in der Umgelter-Verfilmung des Romans So weit die Füße tragen den Lagerarzt Dr. Heinz Stauffer, und ein Jahr darauf, ebenfalls bei Fritz Umgelter mit u. a. Utz Richter, Hans Pössenbacher und Anneli Granget, den General Johann Beatus Freiherr von Hach und zu Malserhaiden in Am grünen Strand der Spree. Beide TV-Produktionen waren absolute Straßenfeger des jungen deutschen Fernsehens und trugen sehr zu Büttners Popularität bei. Er überlebte den Krieg übrigens in französischer Gefangenschaft, aus der er 1946 heimkehrte. Er nahm sogleich wieder seine Tätigkeit als Theaterschauspieler auf. Büttner ging nach München und wurde Ende der 40er Jahre Mitglied des Bayerischen Staatsschauspiels. 1960 verließ er das Haus im Streit, nach Unstimmigkeiten mit dem damaligen Intendanten. In den Folgejahren gab er zahlreiche Gastspiele auf vielen großen deutschen Bühnen.

Ab 1950 begann seine Karriere als Filmschauspieler mit dem Spielfilm Kronjuwelen. Doch auch das deutsche Fernsehen wurde schon sehr bald auf den charismatischen Schauspieler mit der markanten Stimme aufmerksam und seit Ende der 50er Jahre arbeitete er, abgesehen vom Theater, vorwiegend für das Fernsehen. Neben vielen Haupt- und Nebenrollen in Fernsehspielen und Theateraufzeichnungen, spielte er auch häufig Gastrollen in bekannten Fernsehserien. In der Science-Fiction-Serie Raumpatrouille spielte er in der Folge Die Raumfalle den auf die Strafkolonie Mura verbannten Wissenschaftler Tourenne, der versucht, mit der Orion VIII zu den „Frogs“ zu entkommen.

Der vielseitige Mime war auch häufig als Synchronsprecher im Einsatz. Unter vielen anderen lieh er Edward G. Robinson (Die Nacht hat tausend Augen), Donald Pleasence (Man lebt nur zweimal, Gesprengte Ketten), Cyril Cusack (Der Spion, der aus der Kälte kam), John Gielgud (Becket) und Laurence Olivier (Peter der Große) seine Stimme. Auch in zahlreichen Hörspielen konnte man die Faszination seiner Stimme erleben.

Büttner war mit der Schauspielerin Eleonore Noelle (1924–2004) verheiratet. Sie hatten zwei Kinder mit Namen Angela und Matthias. Der Sohn verstarb Anfang der 70er Jahre infolge eines Unfalls.

Seine Grabstätte befindet sich auf dem Friedhof in Aising (Gemeinde Rosenheim).

[Bearbeiten] Filmografie

[Bearbeiten] Hörspiele

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