Netencyclo, The wikipedia mirror - Enzyklopädie : Wolfgang Böhmer

- Wolfgang Böhmer -

Wolfgang Böhmer :

femme russe

Wolfgang Böhmer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche

Wolfgang Böhmer (* 27. Januar 1936 in Dürrhennersdorf, Amtshauptmannschaft Löbau, Freistaat Sachsen) ist ein deutscher Politiker (CDU) und Mediziner. Seit 2002 ist er Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben und Beruf

Wolfgang Böhmer wuchs in Dürrhennersdorf in der Oberlausitz auf, wo seine Eltern als Landwirte tätig waren. Nach dem Abitur 1954 am Geschwister-Scholl-Gymnasium Löbau absolvierte Böhmer ein Medizinstudium an der Karl-Marx-Universität Leipzig, das er 1959 mit der Promotion zum Dr. med. abschloss. Seine Arbeit trug den Titel "Über die Dauer ventrikulärer Extrasystolen.

Ab 1960 war er als Arzt an der Frauenklinik in Görlitz tätig und wurde 1966 als Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe anerkannt. 1967 wurde er Erster Oberarzt an der Frauenklinik Görlitz. Von 1974 bis 1991 war er anschließend Chefarzt im Krankenhaus Paul-Gerhardt-Stift in Lutherstadt Wittenberg. 1983 habilitierte er sich an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg mit der Arbeit „Die Entwicklung der individuellen und gesellschaftlichen Belastung durch die menschliche Reproduktion“. Während seiner Wittenberger Zeit beschäftigte er sich umfassend mit der historischen Entwicklung des Gesundheits- und Sozialwesens der Lutherstadt Wittenberg und war dabei Mitautor von vier Bänden der stadtgeschichtlichen Forschungsreihe.

Wolfgang Böhmer ist verwitwet, hat einen Sohn und ist seit 2005 zum zweiten Mal verheiratet.

[Bearbeiten] Partei

In der DDR engagierte sich Böhmer in evangelischen Kirchenkreisen und wurde 1990 Mitglied der CDU der DDR. Von 1998 bis 2004 war er Landesvorsitzender der CDU in Sachsen-Anhalt.

[Bearbeiten] Abgeordneter

Von 1990 bis 2002 und von 2005 bis 2006 war Böhmer Mitglied des Landtages von Sachsen-Anhalt. Hier war er von 1998 bis 2002 Vizepräsident des Landtages und von 2001 bis 2002 außerdem Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion.

[Bearbeiten] Öffentliche Ämter

Böhmer gehörte von 1991 bis 1993 als Minister der Finanzen der von Ministerpräsident Werner Münch geführten Landesregierung von Sachsen-Anhalt an. Nach dessen Rücktritt war er von 1993 bis 1994 Minister für Arbeit und Soziales in dem von Christoph Bergner geleiteten Kabinett. Nachdem die Schwarz-Gelbe Koalition bei der Landtagswahl 1994 ihre Mehrheit verloren hatte, schied Böhmer aus der Landesregierung aus.

Nachdem die von der PDS tolerierte SPD-Regierung von Reinhard Höppner bei der Landtagswahl 2002 abgewählt worden war, bildete Böhmer eine Schwarz-Gelbe Koalition und wurde am 16. Mai 2002 zum Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt gewählt.

Vom 1. November 2002 bis zum 31. Oktober 2003 war er zudem turnusgemäß Präsident des Bundesrates.

Bei der Landtagswahl 2006 konnte die CDU unter seiner Führung mit 36,2 % der Stimmen ihre Stellung als stärkste Partei behaupten. Wegen starker Verluste der FDP war die CDU aber auf einen neuen Regierungspartner angewiesen und koalierte mit der sachsen-anhaltischen SPD. Der neue Landtag trat am 24. April 2006 erstmals zusammen und wählte dabei Böhmer erneut zum Ministerpräsidenten.

Weiterhin war er 1993-2002 Vorstandsmitglied der Stiftung Leucorea, 1994-2000 Mitglied des Hauptausschusses des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen, 1994-2001 Vorstandsmitglied der Paul-Gerhard-Stiftung in Lutherstadt Wittenberg, 1997-2002 Kuratoriumsmitglied der Stiftung Luther-Gedenkstätten in Sachsen-Anhalt und ist noch Mitglied der Sozialkammer der Evangelischen Kirche in Deutschland sowie Mitglied im Präsidium des Wittenberg-Zentrums für globale Ethik e. V.

[Bearbeiten] Kritik

Böhmer äußerte in einem Focus-Interview im Februar 2008, dass Kindstötungen in der DDR und heute in den neuen Bundesländern „für manche ein Mittel der Familienplanung sind“. Für diese Einstellung sei „vor allem“ eine „leichtfertigere Einstellung zum werdenden Leben“ in den neuen Bundesländern verantwortlich.[1][2][3] Die stieß parteiübergreifend auf Kritik. Am 28. Februar 2008 entschuldigte sich Böhmer vor dem Landtag von Sachsen-Anhalt für seine Äußerungen und erklärte, dass eine solch „pauschalisierende Aussage ... nicht gerechtfertigt sei“. Er erläuterte, dass auf Grund eines Fehlers der Staatskanzlei, die das Interview freigegeben hat, ein falscher Eindruck entstanden sei.[4]

[Bearbeiten] Auszeichnungen

[Bearbeiten] Schriften (Auswahl)

Teil 5/I: Von der Stadtfrühzeit bis zum Ende des 17. Jahrhunderts, Wittenberg 1981 (mit Ronny Kabus)
Teil 6/II: Das 18. Jahrhundert, 1983
Teil 7/III: Das 19. Jahrhundert, 1984
Teil 8/IV: Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts, 1988

[Bearbeiten] Quellen

  1. http://www.focus.de/politik/deutschland/periskop-leichtfertigere-einstellung_aid_262643.html
  2. http://www.spiegel.de/dertag/pda/avantgo/artikel/0,1958,537375,00.html
  3. http://www.focus.de/politik/deutschland/abtreibungen-normalste-sache-der-welt_aid_263590.html
  4. http://www.freenet.de/freenet/nachrichten/politik/200802/20080228_9fdb41dd0ce7e6151abea0e47ba10f67.html
  5. Bundesanzeiger Nr. 214 vom 16. November 2007, Seite 8029

[Bearbeiten] Weblinks

Wolfgang Böhmer - Artikel des Tages

Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva

Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.

Femme russe Wolfgang Böhmer - In den Nachrichten

"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."

© 2008 Netencyclo - Netencyclo Hauptseite - Datenschutz - Impressum - Program Policies
Netencyclo, the Wikipedia mirror : the biggest multilingual free-content encyclopedia on the Internet. Diese Artikel wurde zuletzt am 16. Mai 2007 um 23:12 Uhr geändert. Ihr Inhalt steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. All Wikipedia content is licensed under the GNU Free Documentation License (see details). Content on this web site is provided for informational purposes only. We accept no responsibility for any loss, injury or inconvenience sustained by any person resulting from information published on this site. We encourage you to verify any critical information with the relevant authorities.