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| Wappen | Deutschlandkarte | ||
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| Basisdaten | |||
| Bundesland: | Niedersachsen | ||
| Landkreis: | Gifhorn | ||
| Höhe: | 79 m ü. NN | ||
| Fläche: | 225,08 km² | ||
| Einwohner: | 12 084 (31. Dez. 2007) | ||
| Bevölkerungsdichte: | 54 Einwohner je km² | ||
| Postleitzahlen: | 29378, 29379 | ||
| Vorwahl: | 05831 | ||
| Kfz-Kennzeichen: | GF | ||
| Gemeindeschlüssel: | 03 1 51 040
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| Stadtgliederung: | 26 Stadtteile | ||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Bahnhofstr. 35 29378 Wittingen |
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| Webpräsenz: | |||
| Bürgermeister: | Karl Ridder (CDU) | ||
Wittingen ist eine Stadt im Landkreis Gifhorn in Niedersachsen.
Inhaltsverzeichnis |
Wittingen liegt im Nordosten des Landkreises Gifhorn an der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt. Die Stadt liegt zwischen der Lüneburger Heide und der Altmark. Das heutige Gebiet der Stadt Wittingen und der dazugehörigen Dörfer erstreckt sich über eine Fläche von 22509 ha, wovon 7,8 % Siedlungs- und Verkehrsfläche sind.[1] Nächstgelegene Mittelzentren sind Gifhorn (ca. 25 km), Wolfsburg (ca. 30 km), Uelzen (ca. 30 km), Celle (ca. 50 km) und Salzwedel (ca. 35 km) (alle Angaben sind Luftlinien).
Die Stadt Wittingen besteht aus den 26 Ortsteilen:
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Nach dem Niedersächsischen Landesamt für Statistik wohnten 2005 in der Stadt Wittingen 12.291 Menschen in 3745 Gebäuden mit insgesamt 5399 Wohnungen bei einer durchschnittlichen Wohnfläche von 49,9 m² je Person. Seit Gründung der Einheitsgemeinde wuchs die Einwohnerzahl beständig, sowohl durch eine positive natürliche Bevölkerungsentwicklung als auch durch einen positiven Wanderungssaldo. 21,3 % der Bevölkerung waren 2005 unter 18 Jahre alt, 7,1 % zwischen 18 und 25, 27,0 % zwischen 25 und 45, 24,4 % zwischen 45 und 64, und 20,3 % waren 65 Jahre alt oder älter. Die Arbeitslosenquote lag bei durchschnittlich 11,3 % (Männer: 9,4 %, Frauen: 14,0 %). 2.247 Menschen pendeln regelmäßig aus der Stadt heraus, 1745 herein.[1]
Die erste urkundliche Erwähnung Wittingens entstammt einer Urkunde aus dem Jahr 781, in dem die Grenzen des Bistums Hildesheim beschrieben werden. Eine weitere frühe Erwähnung entstammt einer Urkunde Karls des Großen aus dem Jahr 803, in der die Grenzen des neuen Bistums Halberstadt genannt werden. Aus diesen ersten Erwähnungen kann jedoch nicht auf die tatsächliche Gründungszeit des Ortes zurückgeschlossen werden, denn da es zu dieser Zeit bereits ein Gebiet namens Wittingau gab, kann eine frühere Entstehungszeit des Ortes angenommen werden.
Wittingen war im Mittelalter nicht nur Grenzort, sondern lag zudem verkehrsgünstig an der Grenze zur Altmark. Die Stadt war damit Handels- und Rastplatz für den Handel in Ost-West-Richtung. Im 9. Jahrhundert wurde durch das Bistum Halberstadt die Stephanus-Kirche errichtet. Bis zum Beginn des 13. Jahrhunderts hatte Wittingen die Stadtrechte erworben und wurde Miteigentümer der Lüneburger Münze. 1340 gelangte die Stadt aus dem Brandenburgischen in den Besitz der Welfen zu Celle. Während der Hildesheimer Stiftsfehde wurde auch Wittingen im Jahr 1519 fast vollständig zerstört. Als Konsequenz wurde mit dem Bau von Befestigungsanlagen begonnen.
Im Laufe des Dreißigjährigen Krieges wurde auch Wittingen durch Tributzahlungen schwer geschädigt. 1639 quartierten sich zudem zwei schwedische Regimenter in der Stadt ein. Während ihrer Anwesenheit wurde ein Großteil der Häuser durch eine Brandkatastrophe zerstört.
Während des Siebenjährigen Krieges wurde Wittingen von den Franzosen besetzt. Die zweite Besetzung durch Franzosen erfolgte 1803 während der Napoleonischen Krieges.
Dreikönigskapelle des Ortsteils Suderwittingen mit Glasmalereien und geätztem Überfangglas von Charles Crodel (Dreikönigstag 1969).
Der Park Am Junkerhof ist ein zentral gelegener Park am Krankenhaus, mit einem Teich und einem Sportplatz.
Der Park Am Schönungsteich ist in der Nachtweide gelegen, unweit vom Rathaus, vom Heldenhain und von der Stadthalle.
In seiner Frühzeit gehörte Wittingen zu Brandenburg. Erst 1340 kam die Stadt zu Celle und damit zu den Welfen. Nach der Besetzung durch die Franzosen erfolgte 1810 eine neue Ämtereinteilung. Wittingen befand sich im Département Niederelbe im Königreich Westphalen und bildete den 5. Kanton mit 13 Kommunen. Wittingen gehörte von 1885 bis 1932 zum Landkreis Isenhagen, der dann im Landkreis Gifhorn aufging. Im Zuge der Gebiets- und Verwaltungsreformen schlossen sich 1974 die Samtgemeinden Wittingen, Knesebeck, Schneflingen und die Gemeinden Ohrdorf und Radenbeck zur neuen Stadt Wittingen zusammen. Bis zum 31. Januar 1978 gehörte Wittingen zum Regierungsbezirk Lüneburg, bis zum 31. Dezember 2004 dann zum Regierungsbezirk Braunschweig, der in Folge einer Verwaltungsreform mit Ablauf dieses Datums aufgelöst wurde.
Stimmenverteilung der Parteien in Prozent:
| SPD | CDU | FWG | |
| 2001 | ?? | ?? | ?? |
| 2006 | 35,8 | 41,1 | 23,1 |
(Stand: Kommunalwahl am 10. September 2006)
Der Rat der Stadt Wittingen setzt sich aus 31 Ratsmitgliedern (30 Ratsfrauen und Ratsherren und einem direkt gewählten hauptamtlichen Bürgermeister) zusammen. Mandatsverteilung der Ratsfrauen und Ratsherren:
| SPD | CDU | FWG | Gesamt | |
| 2001 | ?? | ?? | ? | 30 Sitze |
| 2006 | 11 | 12 | 7 | 30 Sitze |
(Stand: Kommunalwahl am 10. September 2006)
Wittingen unterhält mit vier Städten bzw. Gemeinden eine Städtepartnerschaft bzw. -freundschaft: Bismark in Sachsen-Anhalt, Deutschland,[2] der Stadt Koknese, Aizkraukles rajons, in Lettland (seit 1996)[3][4] und den österreichischen Städten St. Margarethen, Steiermark[2] und Wiesen, Burgenland.[2]
Die Bundesstraße 244 verläuft von West nach Südost durch Wittingen.
Wittingen liegt an der Bahnstrecke Uelzen–Wittingen–Gifhorn–Braunschweig, Personenverkehr etwa im Zweistundentakt) sowie der Kleinbahn Celle–Wittingen, die von den Osthannoverschen Eisenbahnen, kurz OHE, im Güterverkehr und als Museumsbahn betrieben wird. 1909 wurde die Bahnstrecke Wittingen–Oebisfelde der Kleinbahn Wittingen–Oebisfelde AG eröffnet. Bis 1945 fuhren hier Züge bis Oebisfelde (heute in Sachsen-Anhalt), bis 1974 nach Rühen. Diese Strecke ist nicht mehr in Betrieb und ab Radenbeck offiziell stillgelegt. Um 1990 gab es Überlegungen, die Strecke für eine schnelle Ost-West-Güterbahn (kürzeste Strecke Magdeburg–Hamburg) wiederzubeleben. Von 1909 bis 1945 gab es auch eine Verbindung der Altmärkischen Kleinbahn vom Kleinbahnhof Wittingen-West der OHE über den Haltepunkt Wittingen-Süd nach Diesdorf bzw. Beetzendorf in der Altmark.
Etwa 3,5 km westlich von Wittingen liegt der Elbe-Seitenkanal. Hier befindet sich der Wittinger Hafen.
Der Schriftsteller Hans Pleschinski schreibt in seinen Büchern Ostsucht und Bildnis eines Unsichtbaren über seine Jugend im deutsch-deutschen Grenzland. Dabei bezieht er sich in autobiografischen Passagen auf sein Leben in und um Wittingen.
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