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Westerstede

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Westerstede
Westerstede
Deutschlandkarte, Position der Stadt Westerstede hervorgehoben
53.257.91666666666676Koordinaten: 53° 15′ N, 7° 55′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Ammerland
Höhe: 6 m ü. NN
Fläche: 179 km²
Einwohner: 22 107 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 124 Einwohner je km²
Postleitzahl: 26655
Vorwahlen: 04488, 04409
Kfz-Kennzeichen: WST
Gemeindeschlüssel: 03 4 51 007
Stadtgliederung: 24 Ortsteile
Adresse der Stadtverwaltung: Am Markt 2
26655 Westerstede
Webpräsenz:
Bürgermeister: Klaus Groß (FDP)

Westerstede ist die Kreisstadt des Landkreises Ammerland im Nordwesten Niedersachsens.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

[Bearbeiten] Geographische Lage

Westerstede liegt etwa 20 Kilometer nordwestlich von Oldenburg an der Bundesautobahn 28 und etwa 30 Kilometer von Leer entfernt.

[Bearbeiten] Stadtgliederung

Das Stadtgebiet Westerstede umfasst folgende Ortsteile: Burgforde, Eggeloge, Felde, Fikensolt, Garnholt, Gießelhorst, Halsbek, Halstrup, Hollriede, Hollwege, Hollwegerfeld, Hüllstede, Ihausen, Ihorst, Karlshof, Linswege, Linswegerfeld, Mansie / Lindern, Moorburg, Neuengland, Ocholt, Petersfeld, Tarbarg, Torsholt, Westerloy, Westerloyerfeld, Westerstederfeld

[Bearbeiten] Halsbek

In Halsbek wohnen ca. 800 Einwohner, der Ort ist insbesondere durch Landwirtschaft geprägt. Das Dorf wurde 2004 Landessieger im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden - Unser Dorf hat Zukunft“, und im selben Jahr wurde ihm auf Bundesebene die Silbermedaille verliehen. Dem Ortsteil Westerloy wurde 1998 in diesem Bundeswettbewerb die Goldmedaille verliehen.

[Bearbeiten] Torsholt

siehe Hauptartikel: Torsholt

[Bearbeiten] Felde

Im Ortsteil Felde befindet sich die älteste deutsche Baptistenkirche. Sie ist von einem Friedhof umgeben, der zu den ältesten baptistischen Begräbnisstätten Kontinentaleuropas gehört.

[Bearbeiten] Geschichte

Von den Kriegshandlungen des 30jährigen Krieges wurden das Herzogtum Oldenburg und somit auch Westerstede weitgehend verschont, da der Landesherr, Graf Anton Günther, durch kluge Politik und mit Schenkungen edler Pferde aus seiner berühmten Zucht an die Feldherren die kämpfenden und plündernden Heere außerhalb der Grenzen seines Landes halten konnte.

Dem damaligen Amtmann von Negelein verdankt Westerstede den großzügigen und raschen Wiederaufbau des Ortes nach einem Plan, der die zukünftige Entwicklung entscheidend prägte. Im Mittelpunkt eines teilweise neu angelegten Straßennetzes liegt seither der vergrößerte Marktplatz vor der Kirche.

In Westerstede ging es wirtschaftlich aufwärts: Z.B.: Bau des Wasserturms für die zentrale örtliche Wasserversorgung.

Schon bald nach Kriegsende, verstärkt aber nach der Währungsreform im Juni 1948, begann die kommunalpolitische Aufbauarbeit. Wohnungs- und Schulbau hatten in jenen Jahren eine zentrale Bedeutung.

Mit dem Ausbau der Innenstadt zur Fußgängerzone und dem Anschluss an die Autobahn erlangte der Ort als Mittelzentrum zwischen Oldenburg und Leer das Gepräge einer modernen Kreisstadt mit heute über 21.900 Einwohnern für das Ammerland mit rund 107.000 Bewohnern.

Westerstede gehörte bis zum 31. Dezember 2004 zum Regierungsbezirk Weser-Ems, der in Folge einer Verwaltungsreform mit Ablauf dieses Datums aufgelöst wurde.

[Bearbeiten] Religionen

Bevölkerungsanteil Konfession
65,56% evangelisch
27,27% sonstiges, konfessionslos
7,17% römisch katholisch

[1]

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1998 21.141
1999 21.312
2000 21.335
2001 21.433
2002 21.668
Jahr Einwohner
2003 21.800
2004 21.915
2005 21.906
2006 22.117

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Stadtrat

Sitzverteilung 2006
Sitzverteilung 2001

Bei den letzten Wahlen zum Stadtrat kam es zu folgenden Ergebnissen:

Partei 10. Sept. 2006 9. Sept. 2001 1996
CDU 37,7 % 10.857 13 Sitze 31,5 % 9.058 11 Sitze 14 Sitze
SPD 22,9 % 6.588 8 Sitze 32,9 % 9.464 12 Sitze 11 Sitze
FDP 23,8 % 6.852 8 Sitze 18,5 % 5.312 6 Sitze 3 Sitze
Grüne 6,0 % 1.714 2 Sitze 5,9 % 1.688 2 Sitze 2 Sitze
UWG 9,6 % 2.752 3 Sitze 11,0 % 3.168 4 Sitze 5 Sitze
Wahlbeteiligung 10.031 von 17.610 9.939 von 16.815
57,0 % 59,1 %

[Bearbeiten] Bürgermeister

Amtierender Bürgermeister ist Klaus Groß (FDP).

[Bearbeiten] Wappen

Beschreibung in der Hauptsatzung: „Das Wappen der Stadt Westerstede zeigt in einer weißen (silbernen) Schildfläche einen grünen Eichbaum auf grünem Hügel. Vor dem Eichbaum befindet sich ein spitzer gelber (goldener) Schild mit zwei roten Zick-Zack-Balken.“

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

  • Seit Januar 2004 besteht eine Partnerschaft mit der Stadt Pleszew in Polen.

[Bearbeiten] Gesundheitswesen

Kompetenzzentren:

Brustzentrum seit 2005, Darmzentrum seit 2006, Gefäßzentrum (Gefäßchirurgie und Radiologie) seit 2003, Stroke Unit (Schlaganfallstation) seit 2007.

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

„Herrensitz“ in Westerstede von Norbert Marten
Alter Marktplatz und St. Petri-Kirche
Bethaus Felde - älteste Baptistenkirche Deutschlands
Landschaftsfenster „Rhododendron“
Ausstellung Rhodo 2006

[Bearbeiten] Musik

[Bearbeiten] Theater

  • Verein Kultur-Genuss – die Vortragsvereinigung
  • Freilichttheatergemeinschaft Westerstede e. V.

[Bearbeiten] Kunstwerke

[Bearbeiten] Bauwerke

[Bearbeiten] Parks

  • Stadtpark Thalenweide mit Wasserturm (Turmcafé)
  • Rhododendronpark Linswege
  • Ammerländer Vogel- und Landschaftspark Fikensolt
  • Maxwaldpark Fikensolt

[Bearbeiten] Sport

  • Hössensportzentrum mit

Hallenbad mit Eltern-Kind-Bereich und Wasserrutsche, Freibad, Sportschule (28 Betten) mit Tagungsräumen, Jugendherberge (68 Betten) mit Tagungsräumen, Sporthallen, Fitnesscenter, Sportplätzen, Beachfeld, Skaterplatz

  • Sporthalle Robert-Dannemann-Schule
  • Radwege und Wanderwege

[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen

  • Alle 4 Jahre werden die Rhododendronfesttage („Rhodo“) veranstaltet (siehe unter Rhododendron).
  • Alle 2 Jahre führt die Freilichttheatergemeinschaft Westerstede e.V. auf dem Alten Markt Freilichttheater auf.
  • Frühjahrs- und Herbstmarkt am jeweils ersten Wochenende im Mai bzw. November.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

[Bearbeiten] Verkehr

Autobahn

Durch die Stadt führt die Autobahn A 28, wobei Westerstede über drei Anschlussstellen im Stadtgebiet verfügt. Die Vorzugsvariante der geplanten A 22 zweigt östlich von Westerstede von der A 28 ab.

Eisenbahn

Im Ortsteil Ocholt befindet sich der Bahnhof Westerstede-Ocholt an der Bahnstrecke Oldenburg–Leer.

Am Bahnhof zweigen außerdem zwei weitere, nur noch im Güterverkehr bzw. gar nicht mehr befahrene Strecken ab:

[Bearbeiten] Ansässige Unternehmen

Hauptgeschäftszweig der Stadt ist der Tourismus mit Ferienwohnungen, Campingplätzen und Radwanderwegen sowie einer vielfältigen Gastronomie. Eine große Rolle spielt der Gartenbau; insbesondere Baumschulen und der Blumen- und Zierpflanzenbau.

Einer der größten europäischen Möbelhersteller, die Firmengruppe Steinhoff Moebel, hat in Westerstede ihren Stammsitz. Die Firma wurde im Jahr 1964 vom Unternehmer Bruno Steinhoff gegründet.

Die Dostofarm GmbH, ein weltweit tätiger Hersteller von Futterzusatzstoffen, Ergänzungsfuttermitteln, Pflegeprodukten und Tierarzneimitteln auf natürlicher Basis, ist ebenfalls in Westerstede ansässig.

Die Firma DORMA hat in Ocholt eine Zweigniederlassung.

[Bearbeiten] Erwerbstätigkeit

In der Stadt Westerstede gibt es 7.757 Erwerbstätige. Davon sind

  • 40,12% im öffentlichen Dienst bzw. sonstigen Bereichen tätig.
  • 29,06% im produzierenden Gewerbe tätig.
  • 21,89% in Handel,Verkehr oder Nachrichtenvermittlung tätig.
  • 8,93% in Land- und Forstwirtschaft (einschließlich Gartenbau) tätig.

[Bearbeiten] Bildung

  • Brakenhoffschule (Grundschule) Westerstede
  • Verlässliche Grundschule Hössenschule Westerstede
  • Schule an der Goethestraße (Sonderschule Lernen / Lernförderung) Westerstede
  • Robert-Dannemann-Schule (Haupt- und Realschule) Westerstede
  • Europaschule Gymnasium Westerstede
  • Grundschule Westerstede-Gießelhorst
  • Grundschule Westerstede-Halsbek
  • Volle Halbtagsgrundschule Westerstede-Ocholt
  • Volle Halbtagsgrundschule Westerstede-Westerloy (Integrationsklassen)
  • Carlo Collodi Schule (Staatl. anerk. Förderschule f. soziale und emotionale Entwicklung) Westerstede
  • Eibenhorst-Schule Torsholt (Staatl. anerk. Schule f. Erziehungshilfe) Westerstede-Torsholt
  • Evangelisches Bildungswerk Ammerland (EBA)
  • Kreisvolkshochschule (KVHS)

[Bearbeiten] Personen und Persönlichkeiten

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

[Bearbeiten] mit Westerstede verbunden

  • Anton Friedrich Remmers (1816–1881), Buchbinder und Evangelist, Gründer der Baptistengemeinde Westerstede
  • Robert Dannemann (1902–1965), Politiker, nach ihm wurde die „Robert-Dannemann-Schule“ in Westerstede benannt
  • Sigrid Rakow (* 1951), Politikerin, war Rektorin in Westerstede
  • Norbert Marten (* 1953), Künstler, Westerstede ist Wohnort

[Bearbeiten] Ehrenbürger

  • Albert Post, ehemaliger niedersächsischer Landtagsabgeordneter und Bürgermeister der Gemeinde Westerstede
  • Manfred Hüniken, ehemaliger Bürgermeister der Stadt Westerstede

[Bearbeiten] Literatur

  • D. Zoller: Burgen und Adelssitze im Ammerland, Cloppenburg, 1971
  • Oldenburger Jahrbuch Band 91 (1991), Sonderdruck Westerstede, Oldenburger Landesverein für Geschichte, Natur- und Heimatkunde e.V., aus dem Stadtarchiv der Stadt Westerstede
  • Werner Vahlenkamp: Die Geschichte der Westersteder Juden, Plois-Verlag, Westerstede, 1988

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. [|}http://www.westerstede.info/download/allgemein/zahlenspiegel.pdf]

[Bearbeiten] Weblinks

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