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Wartburg (Pkw)

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Wartburg
Hersteller: Automobilwerk Eisenach
Produktionszeitraum: 1956–1991
Klasse: Mittelklasse
Karosserieversionen: Limousine, Kombi, Kabriolett, Pritschenwagen, Coupé
Vorgängermodell: IFA F9
Nachfolgemodell: keines
Wartburg-Logo

Wartburg (benannt nach der gleichnamigen Burg bei Eisenach) war der Handelsname verschiedener Kraftfahrzeuge, die von 1898 bis 1903 in der Fahrzeugfabrik Eisenach sowie von 1956 bis 1991 im AWE (VEB Automobilwerk Eisenach) gefertigt wurden.

Dieser Artikel beschäftigt sich mit den Fahrzeugen aus der Zeit von 1956 bis 1991, nämlich mit den Typen:

Von 1956 bis 1988 wurde der Wartburg von einem Dreizylinder-Zweitaktmotor angetrieben, ab Mitte Oktober 1988 von einem von der Volkswagen AG entwickelten Vierzylinder-Viertaktmotor.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Vorgeschichte

Das Werk in Eisenach, das den Wartburg entwickelte und herstellte, war ab 1928 ein Zweigwerk der BMW AG und wurde 1946 zunächst der sowjetischen Aktiengesellschaft Awtowelo angegliedert und 1952 verstaatlicht bzw. in einen VEB überführt.

Die von Zwickau nach Eisenach verlagerte Produktion des IFA F9 im Jahre 1953 markierte den Beginn der Zweitakt-Ära in Eisenach. Im Jahr 1955 ging die Produktion der letzten auf BMW-Technik basierenden 6-Zylinder-Wagen mit Viertaktmotor in Eisenach zu Ende.

[Bearbeiten] Wartburg 311, 313 und das Übergangsmodell 312

[Bearbeiten] Entwicklungsgeschichte des Wartburg 311

Wartburg 311
Produktionszeitraum: 1956–1965
Motoren: Zweitakt-Ottomotor: 0,9 bzw. 1.0 l (28-37 KW, 37–45 PS)
Länge: 4300 mm
Breite: 1570 mm
Höhe: 1450 mm
Radstand: 2450 mm
Leergewicht: 960 kg

Der ab 1956 produzierte Wartburg 311 wurde aus dem IFA F9, welcher auf das 1940 entwickelte Modell DKW F9 der Auto Union zurückging, weiterentwickelt: Der Rahmen des aus Zwickau zwangsübernommenen Kleinwagens wurde um 10 cm verlängert und erhielt eine deutlich größere und viertürige Karosserie. Als Handelsnamen wählte man den Namen des ersten 1898 produzierten Motorwagens der Eisenacher Fahrzeugwerke. Die Bezeichnung 311 steht ebenso wie die folgenden (313, 312 ,353 und Prototypen) in BMW-Tradition – alle in Eisenach hergestellten BMWs und EMWs hatten dreistellige Nummern, die sämtlich mit einer „3“ begannen; der F9 wurde in Eisenach übrigens als „309“ geführt[1]

Der Wartburg 311 konnte wegen seiner Rahmenbauweise relativ problemlos in verschiedenen Karosserieausführungen hergestellt werden, siehe unten.

2. Januar 1956 ab FgstNr. 0009/6:

Wartburg 311/0 Baujahr 1956–1959, Bremsen und Räder jünger
Wartburg (311) 1000 1962–1965
Wartburg 311 Kombi
Wartburg 312/5 Campinglimousine Baujahr ab 1965
Wartburg Sportwagen 313/1
Wartburg 311-1 Luxus LimousineBaujahr Februar 1959 schon mit neuem Grill

1962: 1000 cm³ – Motor mit 45 PS: „Wartburg 1000“

1. September 1965: Wartburg 312 mit neuem Rahmen und Fahrwerk, siehe 353.

[Bearbeiten] Modellpalette Wartburg 311 & 313 sowie 312


[Bearbeiten] Wartburg 353 und 353W

[Bearbeiten] Geschichte des Wartburg 353 (1965–1988)

Wartburg 353

Wartburg 353; bis Baujahr 1985

Produktionszeitraum: 1965–1988
Motoren: Zweitakt-Ottomotor: 1,0 l (37 kW)
Länge: 4220–4380 mm
Breite: 1640 mm
Höhe: 1495 mm
Radstand: 2450 mm
Leergewicht: 920–960 kg
Fahrgestell des Wartburg 312/353 bis 1975
Wartburg 353 W Tourist; ab Baujahr 1977
Wartburg 353; ab Baujahr 1985
Wartburg 353-400 Trans Baujahr 1986

Der 1966 eingeführte Wartburg 353 folgte in seiner Grundkonzeption (2-Takt-Motor, Frontantrieb, Kastenrahmen) seinem Vorgänger, erhielt aber ein wesentlich modernisiertes Fahrwerk mit 13"-Rädern, Einzelradaufhängung und Schraubenfedern rundum und eine neue, damals durchaus dem internationalen Standard entsprechende Karosserie mit einem Kofferraumvolumen von über 500 Litern, die, wie auch schon die des 311, der Eisenacher Designer Hans Fleischer gezeichnet hatte, unterstützt von den Formgestaltern Clauss Dietel und Lutz Rudolph.

1. September 1965 ab FgstNr. 65.533: Einführung des Übergangsmodells 312: (Rahmen des 353 mit Karosserie des 311)

1. Juni 1966 ab FgstNr. 01.30 001: neue Karosserie, Änderung der Typbezeichnung in „353“

1. Juli 1966 ab FgstNr. 02.14 001: neues Getriebe (Typ 353)

1968 Einführung des Wartburg Tourist mit Karosserie des VEB Karosseriewerke Halle/Saale (mit noch geschlossener C-Säule). Heckklappe und hintere Kotflügel sind aus GFK.

6. Mai 1969 ab FgstNr. 04.10 474: Einführung des neuen Motors Typ 353-1 mit 36,8 kW

1970 Einführung der Zwangsentlüftung auch beim Tourist (Luftauslässe in der C-Säule).

3. März 1975 ab FgstNr. 10.06 948: Einführung des Wartburg 353 W mit Scheibenbremsen vorne und vielen Detailänderungen. Die Karosserie bleibt unverändert.

14. Juni 1982 ab FgstNr. 17.20 932: Einführung des Registervergasers Jikov 32 SEDR mit Ansauggemischvorwärmung (von der Umrüstung älterer Modelle wird abgeraten). Neue Bremstrommeln hinten und H4-Scheinwerfer.

2. Januar 1984 ab FgstNr. 19.00 401: Einführung der Ausführung „S“ statt der bisherigen Ausführung „de luxe“. Kennzeichen der Sonderausführung:

Zudem werden bei allen Modellen die bis dahin verchromten Karosserieteile schwarz plastpulverbeschichtet. (Ein Zeichen der Rohstoffknappheit der DDR-Wirtschaft und ein Versuch, mit dem Zeitgeschmack Schritt zu halten.)

30. Juni 1985 ab FgstNr. 20.24 100: Verlagerung des bis dahin bei allen Vorgängern (einschließlich DKW) hinter dem Motor eingebauten Kühlers nach vorn, deshalb neues Frontmittelteil ohne gesonderten „Grill“ mit geänderten Scheinwerfern.

[Bearbeiten] Modellpalette Wartburg 353

[Bearbeiten] Technische Daten: Wartburg 353 W

[Bearbeiten] Produktionszahlen (1966–1988)

[Bearbeiten] Wartburg 1.3 (1988–1991)

Wartburg 1.3
Produktionszeitraum: 1988–1991
Motoren: Viertakt-Ottomotor: 1,3 l (43 kW)
Länge: 4216–4276 mm
Breite: 1644 mm
Höhe: 1495–1695 mm
Radstand: 2450 mm
Leergewicht: 900–960 kg

[Bearbeiten] Vorgeschichte des 1.3 (Wirtschaftliche Hintergründe in der DDR)

Bereits Anfang der 1960er-Jahre hatte man bei AWE begonnen, einen Viertaktmotor zu entwickeln, was aber weder vom ZK noch vom Politbüro gern gesehen wurde. Eigentlich war 1972 der Motor fertig, er durfte aber wegen der sozialistischen Planwirtschaft innerhalb des RGW nicht verwendet werden. Der Wartburgmotor AWE 1600 (Arbeitsname: 400) war ein Vierzylinder-Viertaktreihenmotor mit 1,6 Liter Hubraum und 82 PS und hätte mit relativ geringen Anpassungen des 353 in den Wagen eingebaut werden können.

1974 verbot Großbritannien die Einfuhr des dort als Wartburg Knight (übersetzt ins Deutsche: Wartburg-Ritter) bezeichneten Wagens wegen des als nicht mehr zeitgemäß empfundenen Zweitaktmotors. Übrig blieben die westlichen Exportländer auf der iberischen Halbinsel, Spanien und Portugal, in Skandinavien, dort hauptsächlich Dänemark sowie Belgien und Griechenland.

Als der Absatz in den wichtigsten westlichen Exportländern Belgien und Dänemark (und damit die für die Volkswirtschaft der DDR wichtige Erzielung frei konvertierbarer Devisen) zurückging, hatte das AWE keinen auf modernem Stand entwickelten Motor mehr zur Verfügung.

Der Volkswagen-Motor, den das AWE und das Barkas-Werk in Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) daraufhin durch einen selbst nach DDR-Recht nicht autorisierten Vertrag des ZK-Sekretärs der SED für Wirtschaftsfragen, Günter Mittag, mit der Volkswagen AG zugewiesen bekamen, war zu groß für den Motorraum des Wartburg 353. Ein Längseinbau wurde beim 1.3-Prototyp versucht, aber aus Gründen der Ästhetik und einer Vorgabe der Barkas-Werke (Quereinbau) verworfen. Dieser Quereinbau machte eine aufwändige Umkonstruktion des Vorderwagens und des Antriebes und damit eine erheblich größere Investition, als sie für den eigenentwickelten Motor nötig gewesen wäre, erforderlich.

[Bearbeiten] Technische Entwicklung und Änderungen in der Serienfertigung

Am 12. Oktober 1988 begann die Serienfertigung der Limousine Wartburg 1.3 in Eisenach mit VW-Motor. Dieser 43 KW (58 PS) starke Motor wurde ursprünglich für den VW Polo 86c entwickelt und in der DDR für VW und für den Eigenbedarf hergestellt. Neben dem neuen Motor und einem neuem 4-Gang-Getriebe gab es gegenüber dem Wartburg 353 einen geringfügig veränderten Innenraum. Der Karosseriegrundkörper und das Fahrzeugkonzept mit separatem Kastenprofilrahmen und aufgesetzter Trapezform-Karosserie wurden beibehalten. Wie beim Trabant 1.1 ist auch beim Wartburg 1.3 der optische Unterschied zum Vorgänger nicht allzu groß, aber im Vergleich mit dem neuen Trabant 1.1 deutlicher erkennbar.

Zuerst sollte der neue Eisenacher Wagen „1300“ heißen und in der S-Ausführung ein Armaturenbrett wie im Polo 2 (Bj. 1981–1994) und ein Fünfganggetriebe erhalten. Der 1.3 Tourist wurde zwar schon 1988 zusammen mit der Limousine auf der Leipziger Herbstmesse gezeigt, aber erst im Februar 1989 lief die Serienfertigung des 1.3 Tourist N/S an. Es gab also einen Zeitraum von ungefähr vier Monaten, in dem die 353 W Tourist/353 W Trans noch parallel zur 1.3-Limousine fabriziert wurden.

10. April 1991:

Einstellung der Produktion. Der letzte Wartburg läuft an diesem Tag nach über 90 Jahren AWE vom Band.

Die Investitionen von ca. 9 Milliarden DDR-Mark (mit Getriebe) hatten sich nicht gelohnt; eine komplette Eigenentwicklung hätte nur ca. 4 bis 5 Milliarden Mark (inkl. Werkserneuerung in Eisenach) gekostet. Der VW-Motor war eben eine Vorgabe aus Berlin, nicht aus Eisenach.[2]

[Bearbeiten] Modellpalette Wartburg 1.3

[Bearbeiten] Technische Daten: Wartburg 1.3

[Bearbeiten] Produktionszeitraum und -zahlen (1988–1991)

[Bearbeiten] Preise für den Wartburg 1.3 und zugrundeliegende Kalkulation

Preiskalkulation Wartburg 1.3 normale Limousine:

[Bearbeiten] Wirtschaftliche Folgen innerhalb der DDR

Mit dem Modellwechsel vom 353 zum 1.3 war eine erhebliche Preissteigerung von ca. 30 % verbunden. Der Grundpreis von etwa 20.000 bis 22.000 Mark für den Wartburg 353 wurde auf über 30.000 Mark für den Wartburg 1.3 erhöht. Für viele DDR-Bürger, die jahrelang auf einen neuen Wartburg gespart hatten und den Preis als – wie in der DDR bei Konsumgütern allgemein üblich – wenigstens einigermaßen verlässliche Größe einkalkuliert hatten (Preissteigerungen erfolgten eher schleichend), ergab sich plötzlich ein unvorhergesehenes Finanzierungsproblem. Ratenkauf oder Kreditaufnahme waren beim Neuwagenkauf nicht vorgesehen (obwohl sonst durchaus üblich) und Leasing war in der DDR unbekannt; das Fahrzeug war zum Zeitpunkt der Abholung immer bar oder mit Scheck zu bezahlen. Ein Aufschub des PKW-Kaufes war theoretisch möglich, aber problematisch; bei Nichtkauf des Fahrzeuges wurde die Berechtigung, für den Einzelnen unberechenbar, um Monate bis Jahre zurückgestellt[3].

Dieser Preissprung beim langersehnten Viertakt-Wartburg sorgte bei der Bevölkerung für eine Desillusionierung über die künftigen Produkte des DDR-Automobilbaus. Deren Preis glich jetzt in etwa den bis dahin aus Frankreich importierten Citroën GSA bei allerdings über dreißig Jahre altem Design und geringerer Ausstattung.

[Bearbeiten] Prototypen und Versuchsmuster

Zahllose Prototypen, die sich heute in Museen (zum Beispiel AWE-Museum Eisenach, Sächsisches Fahrzeugmuseum Klaffenbach) befinden, belegen, dass es anders hätte sein können. Teils aus ideologischen Gründen, teils aus materiellen Gründen (die Investitionen für eine komplette Fertigungsumstellung schien für die ostdeutsche Wirtschaft nicht zu verkraften) erreichten diese Prototypen nie die Serienfertigung. Nicht zuletzt kostete die geplante, aber nie realisierte Entwicklung eines RGW-Autos (unter anderem zusammen mit Škoda) wichtige Entwicklungsjahre.

Auch wurden die Prototypen Wartburg 360 (1974) und 610 M (1978) mit selbsttragender Karosserie nie in Serie gebaut, wobei der Wartburg 360 Ähnlichkeiten mit dem Audi 80 und dem Audi 100 hat.

[Bearbeiten] Wartburg 1.3 „New-Line“ (1990)

Wartburg Typ 1.3 „New-Line“ 1990 – SNE353200L0

Mitte 1990 stellte das AWE den modernisierten Wartburg 1.3 „New-Line“ vor. Dieses Fahrzeug entstand in Zusammenarbeit mit Opels Haus-und-Hof-Tuner Irmscher (Irmscher-Wartburg) und war der letzte Versuch, den Wartburg am Markt zu halten. Nach Herstellung zweier Prototypen wurde dieses Unterfangen jedoch aufgegeben. Neuerungen gab es an der Karosse und an der Technik:

Karosserie

Das Karosserie-Kit umfasste neue Stoßstangen (im Stil des Opel Kadett), Seitenschweller und eine neue Heckschürze. Neu waren auch geänderte Außenspiegel von Engelmann im Tropfendesign; Irmscher Alufelgen (Lochkreis 4/ 160 in 6×14" mit 185/60er Bereifung) gehörten ebenfalls zum neuen Erscheinungsbild.

Innenraum

Sportsitze aus dem Opelregal und neuer Stoffbezug in den Türen.

Motor / Getriebe / Fahrwerk

Vierganggetriebe von Wartburg mit Gleichlaufgelenkwellen (vgl. Trabant). Von Bilstein wurde ein Sportfahrwerk beigesteuert, das etwas härter gefedert ist als das Serienfahrwerk.

Fazit

Es blieb bei nur zwei Prototypen. Von Irmscher konnten Raid-Lenkrad und die Alufelgen eine Zeit lang erworben werden. Engelmann bot später zwei Varianten der Spiegel an: die Sportspiegel im Tropfendesign und die Monitorspiegel, welche etwas größer als die Serienspiegel sind. Dieser neue Wartburg hätte durchaus das Potential für eine Serienfertigung gehabt, allerdings wollte niemand mehr für ein „altes“ Ostauto den relativ hohen Preis bezahlen, der der veralteten und unrationellen Fertigungstechnik im AWE zuzuschreiben war.

[Bearbeiten] Konzeptstudie Wartburg 1.3 Tourist L (1990)

Konzeptstudie des Wartburg 1.3 Tourist L – SNE353209L0

Vom Wohnwagen- und Cabriohersteller Karmann aus Osnabrück wurde analog zum Wartburg 1.3 „New-Line“ auch der Tourist überarbeitet. Zu den Neuerungen zählten: Glashubdach, Dachreling, schwarz abgesetzter Fensterbereich, Schweller, Nummernschildheckblende, Türstreifen, Kühlergrill, Teppichboden, neue Stoffe, aufgepolsterte Sitze, Türverkleidung, Ablage in der Fahrertür, Verkleidung der Schalttafel, Kofferraumabdeckung, Radzierblenden und Verkleidung der C-Säule. Das genannte Zubehör konnte eine Zeit lang separat erworben werden.

Die Dachlast dieses Unikates konnte trotz des eingebauten Glashubdaches bei 60 kg belassen werden – im Normalfall waren nach dem Einbau eines Glashubdaches in einen Tourist nur 40 kg zulässig.

[Bearbeiten] Varia

[Bearbeiten] Produktionsstandorte

[Bearbeiten] Wartburg – Endfertigung in den verschiedenen Betrieben

Im Laufe der Jahre (ab 1966) wurden neben dem AWE Eisenach vier weitere Betriebe in die Produktion einbezogen: Dies waren das Karosseriewerk in Halle (KWH, ehemals Kathe & Sohn, das Karosseriewerk in Dresden/Radeberg (KWD, ehem. Gläser-Karosserie GmbH) und ein Betriebsteil des Lastwagenwerkes Ludwigsfelde, das hauptsächlich die LKW W50 und L60 fertigte, sowie ab 1982/83 der VEB Waggonbau Gotha.

In Ludwigsfelde wurden verschiedene Blechteile für den Wartburg gepresst, u. a. auch für den Trans. In Gotha wurden die Fahrgestelle für den Wartburg 353w und 1.3 gefertigt.

Die Rahmen wurden ohne Fahrgestellnummer in die einzelnen Werke geliefert. Dort wurden dann zu der Nummer SNE353 die Kennziffern für Tourist oder Trans hinzugefügt, beim Tourist war dies für die Normalversion die Nummer 209. Zu der nun karossenabhängigen Rahmennummer kam nun noch die spezifische Fahrgestellnummer/Rahmennummer.

das Nummernschema zwischen 1986 und April 1988
SNE 353 00x G2y zzzzz
x: 0=Limousine, 4=Trans, 9=Tourist
y: 1=1986, 2=1987, 3=1988
z: lfd. Nummer, wobei erste Stelle: 0…6=Limousine, 7=Trans, 8+9=Tourist
ab April 1988
SNE 353 x0y zzz aaaaa
x: 0=2-Takter, 2=4-Takter
y: 0=limo, 4=Trans, 9=Tourist
zzz: J8=1988, K9=1989, L0=1990, M0=1991
aaaaa: lfd. Nummer

Für die Produktion des Tourist in Halle und Dresden wurden Teile (Mechanik, Rahmen und Karosserieteile, die denen der Limousine glichen) zugeliefert, die Wagen dann mit der vor Ort gefertigten Kombi-Karosserie endmontiert.

[Bearbeiten] Details zum Bremskraftregler

Die Kombis/Camping bzw später Tourist/Trans hatten im Vergleich zu den Limousinen eine verstärkte hintere Federung. Die lastabhängigen Druckübersetzer (LAD) für die Hinterradbremsen wurde 1975 mit dem modernisierten Fahrwerk des 353W eingeführt. Sie hatten je nach Aufbau (Limousine, Tourist, Trans) eine andere Kennlinie. In der Bauform ähnelten sie aber denen der Limousine und sind daher bedingt austauschbar.

LAD-Typen
Limousine: 17 kp ≡ 11,7 kg Farbliche Kennzeichnung: Blau
Tourist: 31 kp ≡ 30,6 kg Farbliche Kennzeichnung: Gelb
Trans: 15 kp ≡ 11,8 kg Farbliche Kennzeichnung: Grün

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Wartburg – Bilder, Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. 309 Ersatzteilenummern, beispielsweise auf Getrieben auch der frühen Baujahre des 311
  2. MDR-Fernsehen, Die Wartburg-Story, 1. Mai 2006 (22:00 Uhr)
  3. persönliche Mitteilung eines 1958 geborenen DDR-Bürgers an den Verfasser/Bearbeiter Verfasser/Bearbeiter am 11. Mai 2008

[Bearbeiten] Literatur

rencontre

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