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Wandersmann-Süd-Tunnel

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Der Wandersmann-Süd-Tunnel (auch: Tunnel Wandersmann Süd) ist ein 795 m[1] langer Tunnel der Schnellfahrstrecke Köln–Rhein/Main am südlichen Rand von Wallau (Gemeinde Hofheim am Taunus).

Er liegt im nordöstlichen Bereich der 13 km[2] langen Strecke, die die Landeshauptstadt Wiesbaden an die Schnellfahrstrecke Richtung Köln anbindet. Dabei unterfährt, in der Nähe von Wiesbaden, auch die Bundesautobahn 66, in nordöstlicher Richtung.

Der Tunnel nimmt zwei Gleise mit Linienzugbeeinflussung auf, die planmäßig mit 160 km/h befahren werden können.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Namensgebung

Die Röhren tragen den Namen Wandersmann nach einem Sandsteinobelisk, der als Denkmal an die unter Friedrich Augustus Herzog von Nassau zwischen Wiesbaden und Frankfurt 1813 erbaute Straße erinnert. Nachdem während der Bauphase eine Bauhütte an diesem Standort gelegen war, wurde danach ein Wirtshaus eröffnet, das 1850 in Zum Wandersmann umbenannt worden war. Das Gebäude wurde 1958 abgerissen. Der Obelisk Wandersmann liegt heute, nachdem er zweimal (zuletzt 1982) versetzt worden war, zwischen der A66 und A3 auf der Wallauer Seite.[3]

[Bearbeiten] Verlauf

Das Ostportal liegt bei Strecken-Kilometer 1,9 (50° 3′ N, 8° 23′ O50.0579798.379618), das Westportal bei 2,7 (50° 3′ N, 8° 22′ O50.0544218.370407). An beiden Seiten schließen sich Trogbauwerke an die Röhre an. Die Überdeckung bei Unterfahrung der Autobahn 66 liegt bei 5,2 m[4] Die Unterfahrung der Autobahn erfolgt ziemlich genau an der Stelle östlich des Wickerbachs, an der das erwähnte Wirtshaus Zum Wandersmann gestanden hatte. Von daher ist der Name des Tunnels besonders treffend.

Nordöstlich schließt sich der Wandersmann-Nord-Tunnel an die Röhre an, an dessen Nordportal die Verbindungsstrecke über Weichen in die Hochgeschwindigkeitsstrecke eingeht.

[Bearbeiten] Bau

Der Tunnel wurde in offener Bauweise erstellt.[4]

Die Baugrube wurde zur Hälfte, in wasserführenden Schichten von steifem Ton, an abgeböschten Seitenwänden in wasserführenden Schichten, angelegt. Straßen und Wasserläufe wurden im Schutz einer Bohrpfahlwand unterfahren. Der Grundwasserpegel wurde teilweise durch Spundwände abgeschottet, teils entspannt. Ausschalung und Betonage erfolgten in Blocklängen von zehn Metern.[4]

Das flachgegründete Bauwerk wurde zur Aufftriebssicherung mit Spornen versehen.[4]

Während der Bauphase wurden die Fahrspuren der A 66 sowie der Landesstraße L 3017 mehrfach verändert.[4]

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Ohne Autor: Berg- und Talfahrt auf neuer Trasse. In: Eisenbahn Journal, Sonderausgabe 3/2002, ISBN 3-89610-095-5, S. 67–77
  2. Deutsche Bahn AG: Trassenpreissoftware 2007: 13.039 m Streckenlänge zwischen Breckenheim und Wiesbaden Hbf.
  3. Adolf Metzler: Aus der Geschichte des Dorfes Wallau/Taunus, 1982
  4. a b c d e G. Blaasch: Die Neubaustrecke zwischen Köln und Frankfurt. In: Tiefbau, 2000, Heft 7, S. 396–406 (PDF-Datei, 6,6 MB)
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