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Walzbachtal :

femme russe

Walzbachtal

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Walzbachtal
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Walzbachtal hervorgehoben
49.0116666666678.6075193Koordinaten: 49° 1′ N, 8° 36′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Karlsruhe
Höhe: 193 m ü. NN
Fläche: 36,72 km²
Einwohner: 9033 (31. Dez. 2007)[1]
Bevölkerungsdichte: 246 Einwohner je km²
Postleitzahl: 75045 (alt: 7519)
Vorwahl: 07203
Kfz-Kennzeichen: KA
Gemeindeschlüssel: 08 2 15 089
Adresse der Gemeindeverwaltung: Wössinger Straße 26-28
75045 Walzbachtal
Webpräsenz:
Bürgermeister: Karl-Heinz Burgey (CDU)

Walzbachtal ist eine Gemeinde im Nordwesten von Baden-Württemberg bei Karlsruhe.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

[Bearbeiten] Geografische Lage

Die im Kraichgau gelegene Gemeinde Walzbachtal entstand in den 1970er Jahren durch die Zusammenlegung der bis dahin selbständigen Gemeinden Jöhlingen und Wössingen. Namens gebend war der durch das Gemeindegebiet fließende Walzbach. Dieser transportiert – wie viele andere Flüsse, die aus dem Kraichgau kommen – große Mengen an Sediment, worauf der früher gebräuchliche Name "Dreckwalz" hinweist.

Die nächsten größeren Städte sind Karlsruhe (Westen), Bretten (Osten), Bruchsal (Norden) und Pforzheim (Süden). Nachbargemeinden sind Weingarten (Baden), Königsbach-Stein, Bretten, Pfinztal und Bruchsal.

[Bearbeiten] Gemeindegliederung

Die Gemeinde Walzbachtal besteht aus den beiden ehemaligen Gemeinden Jöhlingen (5.333 Einwohner im Juni 2008[2]) und Wössingen (3.836 Einwohner), zu denen jeweils nur die gleichnamigen Dörfer gehören. Im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Jöhlingen liegen die Wüstungen Binsheim, Neselingen und Buwertheim. Im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Wössingen liegt die Wüstung Saulingen.[3]

[Bearbeiten] Geschichte

Beide Ortsteile bezeugen mit der Namensendung -ingen einen Siedlungsbeginn in der Merowingerzeit.

[Bearbeiten] Wössingen

Wössingen wurde erstmals in einer Urkunde aus dem Jahre 1024 als Wesingcheimero erwähnt. Die Schreibweise hat sich seit ihrer ersten urkundlichen Erwähnung im Laufe der Jahrhunderte des Öfteren geändert: 1150 Wesingung; 1161 Vesingen; 1287 Wesingin; 1310 Weselingen; 1314 Wesingen; 1509 Wessingen; 1512 Weszingen; 1678 Wossingen (auch Wasseringen); seit 1821 Wössingen. Im Jahre 1770 kaufte der Markgraf von Baden-Durlach dem Bistum Speyer Wössingen ab.

[Bearbeiten] Jöhlingen

Jöhlingen (damals Johannington) kam um 650 an die Hochkirche zu Speyer. Grabungsbefunde aus der Kirche St. Martin in Jöhlingen lieferten auch den Beleg einer frühen Kirche des 7. Jahrhunderts. Durch Otto den Grossen kam Johannington um 945 an Graf Konrad den Roten. Sein Urenkel Kaiser Konrad II. schenkte den Ort 1024 dem Hochstift Speyer. Im Jahre 1803 wurde auch Jöhlingen badisch.

[Bearbeiten] Religionen

Während Wössingen in der Reformation evangelisch wurde, blieb Jöhlingen durch die Zugehörigkeit zum Hochstift Speyer römisch-katholisch. Heute ist das religiöse Leben breit gefächert. Neben evangelischen Pfarrämtern in beiden Teilorten und einer in Jöhlingen ansässigen katholischen Gemeinde, sind auch die Neuapostolische Kirche, die pietistische Liebenzeller Gemeinschaft und eine mennonitische Gemeinde im Ort vertreten.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Wössingens Kirche im Weinbrenner-Stil

[Bearbeiten] Bauwerke

Im Ortsteil Wössingen findet sich eine Kirche im Weinbrenner-Stil (gemäß den Formvorstellungen von Friedrich Weinbrenner). Erbaut von Friedrich Theodor Fischer im Jahre 1817-22 zählt sie zu den schönsten Kirchen des Klassizismus in Baden. Reizvoll liegt sie am oberen Ende einer langen Freitreppe, deshalb auch dominant im Siedlungskörper. Typischerweise strebt der Kirchturm kraftvoll aus der Vorderseite des Langhauses in die Höhe. Der Eingang liegt in einer hohen, als Triumphbogen konzipierten Nische. Die Wössinger Weinbrenner-Kirche ist so gebaut worden, wie es mehrere Weinbrenner-Kirchen hätten werden sollen. Läuft man nämlich vom Hauptportal der Kirche aus immer gerade die Treppen hinab steht man irgendwann auf direktem Weg vor der Haustür des Pfarrhauses. Dies ist eine der größten Besonderheiten dieser Kirche.

Im Ortsteil Jöhlingen steht der Speyerer Hof. Der Speyerer Hof ist die einzige vollständig erhaltene Fränkische Hofanlage (so genannter Dreiseithof) Walzbachtals aus dem Jahre 1577. 1983-87 wurde er von der Gemeinde saniert und in originaler Art restauriert. Der Speyerer Hof beherbergt die Gemeindebücherei und ist Sitz der örtlichen Verwaltungsstelle.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Im Gemeinderat (Gewählt bei der Kommunalwahl Baden-Württemberg 2004) sind neben dem Bürgermeister folgende Fraktionen vertreten:

[Bearbeiten] Bürgermeister

Bürgermeister der Gemeinde Walzbachtal ist Karl-Heinz Burgey. Er wurde am 6. Mai 2003 auf acht Jahre gewählt.

[Bearbeiten] Partnerschaften

Walzbachtal ist befreundet mit der ungarischen Gemeinde Bacsbokod.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Überführung der Kraichgaubahn über die Landstrasse in Jöhlingen nach der Fertigstellung 1879

[Bearbeiten] Verkehr

Walzbachtal liegt an der Kraichgaubahn (Karlsruhe-Heilbronn), auf der auch S4 des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV) verkehrt. Die S4 verkehrt tagsüber im 20-Minuten-Takt.

Sowohl Jöhlingen als auch Wössingen liegen an der Bundesstraße B 293 (Heilbronn-Pfinztal), wobei diese als Umgehungsstraße an Wössingen vorbei, jedoch durch Jöhlingen hindurch führt. Jöhlingen und Berghausen (Gemeinde Pfinztal) streiten nicht mehr für den Bau einer gemeinsamen Ortsumgehung.

[Bearbeiten] Öffentliche Einrichtungen

Verwaltungssitz der Gemeinde ist Wössingen, jedoch gibt es in Jöhlingen eine Verwaltungsstelle. Walzbachtal besitzt viele gemeindeigene Veranstaltungsräume, so z. B. Böhnlichhalle, Heinrich-Wagner-Halle, Wössinger Hof und Speyerer Hof.

[Bearbeiten] Bildung

In Wössingen gibt es eine Grundschule, in Jöhlingen eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule. Daneben gibt es zwei kommunale und je einen römisch-katholischen und evangelischen Kindergarten.

[Bearbeiten] Unterschiede zwischen den beiden Ortsteilen

Die im Zuge der Gemeindereform in den 1970er Jahren forcierte Vereinigung von Wössingen, Jöhlingen und dem zu Jöhlingen gehörenden Weiler Binsheim führte in mancher Hinsicht zu einem Konkurrenzdenken zwischen den beiden Ortsteilen. Dabei sind die beiden Ortsteile auch sehr unterschiedlich: Wössingen ist überwiegend evangelisch, Jöhlingen dagegen vorwiegend katholisch. Die beiden Teilorte und die kleine Siedlung Binsheim waren aber dennoch seit Jahrhunderten in vielerlei Hinsicht miteinander verbunden. Der erste gemeinsame schriftliche Nachweis Jöhlingens und Wössingens stammt aus dem hohen Mittelalter, dem Jahr 1024.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Einwohnerzahlen
  2. „Walzbachtal - Zahlen & Daten“
  3. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2. S. 130–132

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Walzbachtal – Bilder, Videos und Audiodateien

Walzbachtal - Artikel des Tages

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