Walter Wolf (* 5. Oktober 1939 in Graz-Liebenau) ist ein austro-kanadischer Unternehmer und ehemaliger Rennstallbesitzer.
Walter Wolf kam in der Steiermark als Sohn eines schwäbischen Maurers aus Reutlingen zur Welt.[1] Seine Kindheit war von den Entbehrungen der Nachkriegszeit gekennzeichnet − seine Eltern waren nahezu mittellos. Wolf finanzierte sich seine Schulkarriere mit dem Verkauf alter Metallteile selbst. Im Alter von 21 Jahren entschied er sich 1960, nach Kanada zu immigrieren, um dort sein Lebensglück zu versuchen. Der Sage nach hatte er bei seiner Überfahrt mit einem Dampfschiff von Bremerhaven aus lediglich zehn Dollar in der Tasche.[2] In Kanada machte Wolf zunächst sportliche Karriere: 1964 nahm er als Teil der kanadischen Abfahrtsequipe an den Olympischen Winterspielen in Innsbruck teil. Daneben startete Wolf eine Karriere als Bauunternehmer, um anschließend ins Ölgeschäft einzusteigen. Dort lieferte er anfangs Bohrköpfe für Ölförderanlagen und beschäftigte zeitweise über 300 Taucher, um nach neuen Ölvorkommen zu suchen. Später stieg er selbst in den Verkauf von Rohöl ein, was ihm − begünstigt durch die Ölkrise in den Jahren 1973 und 1974 − erheblichen Reichtum einbrachte. Wolf kultivierte hervorragende Beziehungen zur arabischen (Öl-)Wirtschaft und unterhielt enge Kontakte zu politischen Größen weltweit.
Aufmerksamkeit erregte Wolf durch sein Engagament in der Formel 1 Mitte der Siebziger, als er 1976 das unterfinanzierte Team des Enthusiasten Frank Williams aufkaufte und in Walter Wolf Racing umbenannte. Williams gründete sein Team daraufhin neu, während Wolf ab 1977 mit dem Südafrikaner Jody Scheckter an der Formel-1-Weltmeisterschaft teilnahm. Dem Team gelang der Paukenschlag: Scheckter gewann gleich den ersten Grand Prix des jungen Rennstalls in Argentinien. Nach zwei weiteren Siegen und einigen Podestplatzierungen wurde Scheckter hinter dem Österreicher Niki Lauda Vize-Weltmeister.
Nachdem das Team an diesen frühen Erfolg nicht mehr anknüpfen konnte, verlor Wolf die Lust an seinem „Spielzeug“ und verkaufte sein Team kurzerhand an den zweifachen brasilianischen Weltmeister Emerson Fittipaldi, der es mit seinem eigenen Team Copersucar fusionierte, um sich die Vorteile des Standortes England zu sichern.
Der Rückzug aus dem Motorsport bedeutete für Wolf auch den Rückzug aus dem öffentlichen Leben. Erst im Jahr 2005 tauchte sein Name wieder in den Medien auf − im Zusammenhang mit einer Anklage gegen ihn wegen eines möglichen Kreditbetruges in Höhe von fast 900.000 Euro, von dem er allerdings freigesprochen wurde.[3]
Der Name des Austro-Kanadiers steht Pate für die kroatische Zigarettenmarke Walter Wolf.[4]
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Wolf, Walter |
| KURZBESCHREIBUNG | kanadischer Geschäftsmann |
| GEBURTSDATUM | 5. Oktober 1939 |
| GEBURTSORT | Slowenien |
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."