Netencyclo, The wikipedia mirror - Enzyklopädie : Walter Sickert

- Walter Sickert -

Walter Sickert :

femme russe

Walter Sickert

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wikipedia:Hauptseite
Dieser Artikel beschreibt den englischen Maler; zum deutschen Politiker gleichen Namens siehe Walter Sickert (Politiker).
Walter Sickert

Walter Richard Sickert (* 31. Mai 1860 in München; † 22. Januar 1942 in Bath) war ein in Deutschland geborener englischer Maler. Er gilt als exzentrische, aber einflussreiche Figur des Überganges vom Impressionismus zum Modernismus. Er wird auch mit den Jack-the-Ripper-Morden in Verbindung gebracht.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Leben und Werk

Sickert entstammte einer Familie, der zahlreiche Maler angehört hatten. Sein Vater Oswald war dänisch-deutscher und seine Mutter Eleanor anglo-irischer Abstammung. 1868 ließ sich die Familie in England nieder. Mit 17 Jahren verließ Walter die Schule. Seine Schwester Helena Swanwick wurde Feministin und Pazifistin und war in der Suffragettenbewegung aktiv.

Da sein Vater der Malerei eher ablehnend gegenüber stand, wurde er zunächst Schauspieler. Er übernahm kleinere Rollen in Sir Henry Irvings Company, bevor er als Assistent in die Werkstatt von James McNeill Whistler eintrat. Später studierte er in Paris Malerei mit Edgar Degas.

Sickert war ein Kosmopolit, der „normale“ Leute und Schauplätze als Themen für seine Bilder bevorzugte. In vielen Musikhallen- oder Theaterszenen zeigte sich der Einfluss Degas' und Whistlers. Nach seiner ersten Ausstellung 1884 nannte man ihn in Fachkreisen einen „Schüler Whistlers“.

1885 heiratete er Ellen Cobden, die Tochter eines liberalen Politikers. Er fertigte zahlreiche Bilder und Skizzen der Londoner Musikhallen und ihres Publikums an und hielt auch Abendkurse.

Viele seiner Arbeiten wurden im „New English Art Club“ (dem Gegenpart zur Royal Academy) ausgestellt. 1894/95 wurden seine Zeichnungen in Aubrey Beardsleys berühmten „Yellow Books“ abgedruckt.

1899 wurde Sickerts Ehe geschieden. Anschließend lebte er in Venedig, Dieppe und Paris. 1905 kehrte er nach London zurück und ließ sich in Soho nieder. Er unterrichtete am Westminster Institut. 1907 war er gemeinsam mit Harold Gilman Gründungsmitglied der Fitzroy Street Group und gründete wiederum mit Gilman 1911 die Camden Town Gruppe der britischen Maler.

Kurz vor dem Ersten Weltkrieg setzte er sich für die Modernisten Lucien Pissarro, Jacob Epstein, Augustus John und Wyndham Lewis ein.

Degas hatte ihn inspiriert, Fotografien als Grundlage für seine Bilder zu benutzen. In seiner Spätphase verwendete Sickert fast ausschließlich Fotografien und Nachbearbeitungen viktorianischer Bilder. Auch schrieb und unterrichtete er viel. 1924 wurde Sickert Mitglied der „Royal Academy“. 1941 wurde er mit einer großen Einzelausstellung in der National Gallery geehrt. Im folgenden Jahr starb er in Bath.

Einer von Sickerts besten Freunden und Förderern war der Zeitungsbaron Lord Beaverbrook, der die größte Einzelsammlung von Sickerts Werken zusammentrug. Diese Sammlung zusammen mit der privaten Korrespondenz zwischen Sickert und Beaverbook befindet sich in Kanada, in der Beaverbrook Kunstgalerie in Fredericton, Neubraunschweig.

Sickert war auch mit dem Maler Charles Isaac Ginner bekannt.

[Bearbeiten] Sickert und die Jack-the-Ripper-Theorien

Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der Diskussionsseite angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

In den Theorien um die Identität des Serienmörders Jack the Ripper ist in den letzten Jahren mehrmals der Name Sickerts genannt worden. Die unterschiedlichen Behauptungen werden jedoch von den meisten Fachleuten und Hobbyforschern (Ripperologen) aber auch von Scotland Yard abgelehnt.

Erstmalig 1976 in Stephen Knights: Jack the Ripper, The Final Solution (Neuauflage 1984, nur in Englisch). Knight behauptet, die Morde hätten begonnen, als eine gewisse Mary Jane Kelly aus dem Elendsviertel Whitechapel Erpresserbriefe schrieb. Sie war eine Bekannte von Sickert und zuvor Kindermädchen von Alice Margaret Crook, der Tochter einer illegitimen Verbindung zwischen dem präsumtiven Thronfolger, Prinz Albert Victor, Herzog von Clarence, gen. Prinz Eddie und Annie Crook.

Knight behauptete, Sickert habe Prinz Eddie und Annie Crook miteinander bekannt gemacht. Da Sickert von Anfang an in diese Situation involviert war, sei er gezwungen worden, an den Jack-the-Ripper-Morden teilzunehmen. Er habe Dr. William Gull und den Kutscher John Netley beim Aufspüren und Töten der Frauen unterstützt, die an dem Erpressungversuch beteiligt waren. Unstimmig sind hier die Daten: Mary Jane Kelly wurde am 9. November 1888 ermordet, der erste dem Ripper zugeschriebene Mord ereignete sich aber an Mary Ann „Polly“ Nicholls am 31. August 1888.

Auch Jean Overton Fuller postulierte in Sickert and the Ripper Crimes: 1888 Ripper Murders and the Artist Walter Richard Sickert (nur in Englisch 1990), dass Sickert der Mörder gewesen sei. Die Meinungen Knights und Fullers sind allerdings bei den sogenannten Ripperologen sehr umstritten.

Im Jahr 2002 brachte die bekannte amerikanische Krimiautorin Patricia Cornwell ein umfangreiches Buch heraus, in dem sie nachzuweisen versucht, dass Walter Sickert für die Serienmorde in Whitechapel und viele andere Morde verantwortlich war. Sie begründet ihre Behauptungen u.a. mit DNA-Vergleichen und Interpretationen von Sickerts Bildern und Skizzen. Die Betonung liegt allerdings auf dem Versuch. Diese Literatur kann oder sollte mit dem Wissen um eine Unterhaltungsliteratur gelesen werden. Es stehen zwar gewisse Indizien zur Verfügung, die jedoch größtenteils immer noch auf Ungenauigkeiten, persönliche Meinungen und Interpretationen beruhen.

Sie vermutet, dass Sickert auf Grund einer Penisdeformation unfähig zu normalem Sexualverkehr war.

Cornwell kaufte 31 Bilder Sickerts. Es wird behauptet, dass sie eines oder mehrere davon zerstört habe, um an Sickerts DNA-Material zu kommen, so wurde Cornwell „Patricia the Ripper“ genannt. Dies wurde nach Protesten aus der Kunstwelt von der Schriftstellerin dementiert.

Cornwell führte Schriftvergleiche durch und überprüfte zahlreiche Briefumschläge auf DNA-Spuren. Die meisten Umschläge wiesen allerdings keine DNA-Spuren auf, was angesichts ihre Alters und ihrer unsachgemäßen Aufbewahrung nicht verwundert. Cornwell berichtet dennoch, dass in einem Fall die mitochondrische DNA, die sie auf einem Ripper-Brief fand, der vermeintlichen Sickert-DNA gleicht. Cornwell stellt aber auch fest, dass ein Vergleich auf Basis einer mitochondrischen DNA nur ein Indiz sein kann. Die untersuchten Fragmente mitochondrischer DNA sind bei 1% bis 10% der Bevölkerung identisch.

Die sogenannten Ripper-Briefe wurden durch zahlreiche Ripperologen und dem Scotland Yard als Fälschungen von Trittbrettfahrern abgetan. Diesen Ansätzen ist insofern zu widersprechen, da diverse Untersuchungen zu dem Schluss gekommen sind, dass es sich um authentische Schriftstücke handelt, die in einer Vielzahl von Punkten mit dem Schriftbild von Sickert übereinstimmen.

Auch Cornwells These über Sickerts Unfähigkeit zu normalem Sexualverkehr ist nicht bewiesen. Es ist vielmehr bekannt, dass der Künstler Frauen und Geliebte und auch Kinder hatte, so z.B. Joseph Sickert, der Knight auf die „königliche Verschwörungstheorie“ aufmerksam machte.

Weiterhin war der Arzt, den Sickert wegen seiner Fistelprobleme besuchte, Enddarmspezialist (Proktologe), nicht Urologe, den man normalerweise bei einem Penisproblem aufsuchen würde.

Am problematischsten an Cornwells Theorien ist, dass Sickert eine Anzahl Briefe aus seinem Urlaubsort in Frankreich genau zu der Zeit verschickte, als die Ripper-Morde begangen wurden. Cornwell behauptet, dass er per Schiff nach London und zurück gereist sei, kann das aber nicht belegen.

Andererseits kann aber auch nicht belegt werden, dass die Theorien Cornwells grundsätzlich falsch sind. Insbesondere die vielen gewalttätigen Motive seiner Gemälde und seine Neigung den Großteil seiner künstlerischen Tätigkeit zu verschleiern (Sickert hatte nachweislich mehrere geheime Ateliers), rücken Sickert in ein zweifelhaftes Licht und zeugen von morbidem Interesse.

Bei Untersuchung der Morde von Jack-the-Ripper und deren Verdächtigen in der Fernsehsendung Galileo wurde ein Schriftvergleich zwischen einem Schreiben des Rippers und einem Brief von Walter Sickert durchgeführt. Die Handschriften zeigten so deutliche Unterschiede, dass man annehmen kann, dass Sickert nicht Jack the Ripper war.

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Maler

[Bearbeiten] Beiträge zum Verdacht bzl. Jack-the-Ripper

Walter Sickert - Artikel des Tages

Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva

Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.

Femme russe Walter Sickert - In den Nachrichten

"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."

© 2008 Netencyclo - Netencyclo Hauptseite - Datenschutz - Impressum - Program Policies
Netencyclo, the Wikipedia mirror : the biggest multilingual free-content encyclopedia on the Internet. Diese Artikel wurde zuletzt am 16. Mai 2007 um 23:12 Uhr geändert. Ihr Inhalt steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. All Wikipedia content is licensed under the GNU Free Documentation License (see details). Content on this web site is provided for informational purposes only. We accept no responsibility for any loss, injury or inconvenience sustained by any person resulting from information published on this site. We encourage you to verify any critical information with the relevant authorities.