Walter Riml (* 23. September 1905 in Innsbruck; † 21. Juni 1994 in Steinach am Brenner) war ein österreichischer Kameramann und Filmschauspieler.
Inhaltsverzeichnis |
Der 2,05 m große Tiroler besuchte eine Kunstgewerbeschule und arbeitete in den zwanziger Jahren als Zimmermann und Innenarchitekt. Als passionierter Skifahrer kam er 1926 in Kontakt mit dem Bergfilm-Pionier Arnold Fanck. Riml wurde Kameraassistent bei Hans Schneeberger und Richard Angst und konnte als Darsteller mehrfach sein skifahrerisches Können und komödiantisches Talent zeigen. Fast legendär sein Part als Hamburger Zimmermann an der Seite von Guzzi Lantschner in den Filmen Der weiße Rausch und Nordpol - Ahoi!. Die Beiden galten als deutsche Antwort auf das dänische Komikerduo Pat & Patachon. Nach Nordpol - Ahoi! gab es keinen Film mehr mit diesem komödiantischen Duo. Walter Riml erzählte später, dass dies auf Anweisung Goebbels geschah, der meinte, „dies ist kein deutscher Humor“. Verständlich wird die „Anweisung“, wenn man weiß, dass die Figuren der Hamburger Zimmerleute Tetje & Fietje vermutlich auf die jüdischen Vaudevillekünstler, die Gebrüder Wolf, zurückgehen.
Leni Riefenstahl engagierte Walter Riml 1930 als zweiten Kameramann und Standfotografen für ihren Film Das blaue Licht. Riefenstahl und Riml kannten sich aus der Zusammenarbeit mit Arnold Fanck. Die weltweit wohl berühmtesten Bilder von Leni Riefenstahl aus diesem Film stammen von Walter Riml. Danach wurde er von Leni Riefenstahl als einer von insgesamt 19 Kameraleuten für ihrem Film Triumph des Willens verpflichtet. 1935 beauftragte sie Walter Riml für ihren geplanten Film Tiefland mit der Motivsuche in Spanien. Riml blieb noch längere Zeit Spezialist für Berg- und Dokumentarfilme, dem zum Beispiel in den Luis Trenker-Filmen Der Berg ruft und Liebesbriefe aus dem Engadin dank seiner Bergsteiger- und Skifahrerqualitäten mit dem damals noch sehr sperrigen Gerät spektakuläre Aufnahmen gelangen.
Während des Zweiten Weltkrieges filmte er als Kriegsberichterstatter und stand für einige Kurz-Dokumentarfilme hinter der Kamera. Nach Kriegsende drehte er den ersten österreichischen Farbfilm Das Kind der Donau mit Marika Rökk und zahlreiche zeittypische Heimatfilme. Außerdem war er, gemeinsam mit Regisseur Eduard Wieser und Hubert Koffou am Aufbau des bis heute einzigen Tiroler Filmateliers (1946–1952) in Thiersee beteiligt. Bei sechs von den insgesamt 18 in Thiersee gedrehten Spielfilmen stand Riml hinter der Kamera.
Als einer der ersten westlichen Kameramänner fuhr er 1957 gemeinsam mit drei weiteren europäischen Kollegen in die Sowjetunion. Es entstand die Russland-Dokumentation Wir sahen mit unseren Augen - Russland heute. Sein großes Können als Bergfilmspezialist wurde 1969 beim James-Bond-Film Im Geheimdienst Ihrer Majestät nochmals nachgefragt. Seine letzte Arbeit war 1970 eine Dokumentation für das US-Fernsehen zum Film The Last Valley mit Michael Caine und Omar Sharif.
|
|
|
|
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Riml, Walter |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Kameramann und Schauspieler |
| GEBURTSDATUM | 23. September 1905 |
| GEBURTSORT | Innsbruck |
| STERBEDATUM | 21. Juni 1994 |
| STERBEORT | Steinach am Brenner |
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."