| Région wallonne Wallonische Region |
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|---|---|
| Basisdaten | |
| Hauptstadt | Namur |
| Ministerpräsident | Rudy Demotte |
| Fläche | 16.844 km² |
| Einwohner | 3.395.942 (1. Januar 2005) |
| Bevölkerungsdichte | 202 Einw./km² |
| Nationalhymne | Le Chant des Wallons |
| Website | www.wallonie.be |
| Karte | |
Die Wallonische Region (Französisch Région wallonne, niederländisch Waals Gewest), oft nur die Wallonie (Wallonisch Waloneye, Französisch Wallonie, Niederländisch Wallonië), zuweilen auch Wallonien genannt, ist eine der drei Regionen Belgiens. Die Bevölkerung spricht vorwiegend Französisch, im äußersten Osten Deutsch. Die Hauptstadt ist Namur, größte Stadt ist Charleroi, das eigentliche kulturelle und wirtschaftliche Zentrum aber ist Lüttich. Weitere wichtige Städte sind Mons, Tournai, Arlon, Bastogne, Wavre, Verviers, Dinant und die ehemals preußischen Städte Eupen und Malmedy. Die Wallonie umfasst geografisch die südliche Hälfte Belgiens.
Inhaltsverzeichnis |
Amtssprache in der Wallonischen Region ist Französisch. Amtssprache im äußersten Osten, im Gebiet der sogenannten Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, die der Wallonischen Region politisch angeschlossen ist, ist Deutsch. Aufgrund der Größe der Bevölkerungsgruppen dominiert in Parlament und Regierung der Wallonischen Region zwar das Französische, alle Regionalgesetze müssen aber auch in einer deutschsprachigen Version veröffentlicht werden und Schreiben an deutschsprachige Bürger müssen auf Deutsch verfasst sein.
Im westlichen Teil der Wallonie werden die dem Französischen verwandten picardischen Mundarten gesprochen. Ihre Sprecher betrachten sie als eigenständige Sprache. Als Regionalsprache genießt sie eine begrenzte (offizielle) Anerkennung.
Neben Französisch und Deutsch wird in der Wallonie und ihren Randgebieten von einer Minderheit Niederländisch gesprochen. In den Gemeinden Comines-Warneton (Komen-Waasten), Enghien (Edingen), Flobecq (Vloesberg) und Mouscron (Moeskroen) gibt es gewisse sprachliche Erleichterungen für die niederländischsprachigen Einwohner (s. Fazilitäten-Gemeinde). Die "platdütschen" Gemeinden Baelen (Balen), Plombières (Bleyberg/Bleiberg) und Welkenraedt (Welkenrath/Welkenraat) haben für ihre niederländischsprachigen Einwohner 1966 diese Möglichkeit gleichfalls bekommen, jedoch bis heute davon in der Verwaltung keinen Gebrauch gemacht.
Die Wallonie besitzt ein direkt gewähltes Parlament (Parlement wallon, früher Conseil Régional wallon) mit 75 Abgeordneten und eine diesem gegenüber verantwortliche Regierung.
Angelegenheiten von Kultur, Bildung und Sprache fallen in Belgien nicht in die Zuständigkeit der Regionen, sondern in diejenige der Gemeinschaften. Für den größten Teil der Wallonie ist die Französische Gemeinschaft zuständig, für das deutschsprachige Gebiet rund um Eupen und Sankt Vith hingegen die Deutschsprachige Gemeinschaft.
| Name | Beginn der Amtszeit | Ende der Amtszeit | Partei |
|---|---|---|---|
| Jean-Maurice Dehousse (erstes Mal) | 22. Dezember 1981 | 26. Januar 1982 | PS |
| André Damseaux | 26. Januar 1982 | 25. Oktober 1982 | PRL |
| Jean-Maurice Dehousse (zweites Mal) | 25. Oktober 1982 | 11. Dezember 1985 | PS |
| Melchior Wathelet | 11. Dezember 1985 | 3. Februar 1988 | PSC |
| Guy Coëme | 3. Februar 1988 | 9. Mai 1988 | PS |
| Bernard Anselme | 11. Mai 1988 | 7. Januar 1992 | PS |
| Guy Spitaels | 7. Januar 1992 | 25. Januar 1994 | PS |
| Robert Collignon | 25. Januar 1994 | 15. Juli 1999 | PS |
| Elio Di Rupo (erstes Mal) | 15. Juli 1999 | 4. April 2000 | PS |
| Jean-Claude Van Cauwenberghe | 4. April 2000 | 30. September 2005 | PS |
| André Antoine (kommissarisch) | 30. September 2005 | 6. Oktober 2005 | CDH |
| Elio Di Rupo (zweites Mal) | 6. Oktober 2005 | 20. Juli 2007 | PS |
| Rudy Demotte | 20. Juli 2007 | amtierend | PS |
Rudy Demotte ist gleichzeitig Ministerpräsident der Französischen Gemeinschaft.
| Partei | Sitze |
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| • | Sozialistische Partei (PS) | 34 |
| Reformbewegung (MR) | 20 | |
| • | Humanistisch-Demokratisches Zentrum (CDH) | 14 |
| Nationale Front (FN) | 4 | |
| Ecolo | 3 | |
| Total |
75 | |
Regierungsparteien sind mit einem Punkt gekennzeichnet (•)
Wallonien ist in fünf Provinzen gegliedert:
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Die Wirtschaft wurde, begünstigt durch Kohlevorkommen nahe Charleroi, Mons und Lüttich, bis in das 20. Jahrhundert hinein weitgehend von Schwerindustrie bestimmt. Tatsächlich war die Wallonie die erste Region Kontinentaleuropas, die von einer durchgreifenden Industrialisierung erfasst wurde. Bereits 1720 hatte in Lüttich die erste Dampfmaschine auf dem europäischen Festland, ein Modell von Thomas Newcomen, ihren Betrieb aufgenommen.[1]
Nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Niedergang dieser Industriezweige verlor die Wallonie jedoch ihre Funktion als wirtschaftliche Antriebskraft Belgiens an die nördliche Nachbarregion Flandern.
Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreicht die Wallonie einen Index von 85.0 (EU-25:100) (2003), deutlich niedriger als der belgische Durchschnitt von 118.1.[2]
Gemeinschaften: Deutschsprachige Gemeinschaft | Flämische Gemeinschaft | Französische Gemeinschaft
Regionen: Brüssel-Hauptstadt | Flandern | Wallonie
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."