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| Wallersee | |||
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| Wallersee vom Gaisberg | |||
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| Daten | |||
| Koordinaten | 47° 54′ 50″ N, 13° 10′ 30″ O47.91388888888913.175505Koordinaten: 47° 54′ 50″ N, 13° 10′ 30″ O | ||
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| Höhe über Meeresspiegel | 505 m ü. A. | ||
| Fläche | 6,4 km² | ||
| Seelänge | 5.700 m | ||
| Seebreite | 1.900 m | ||
| Volumen | bei Mittelwasser: 76,1 Mio m³ | ||
| Maximale Tiefe | 23,3 m | ||
| Besonderheiten |
Einzugsgebiet inkl. See: 109,5 km² |
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Der Wallersee ist ein See im Flachgau des Salzburger Landes und zählt auch zum Salzburger Seengebiet. Mit seiner sechs Quadratkilometer großen Wasserfläche ist er der größte See des Flachgaus.
Der Name des Sees rührt nicht von den auch im See vorhandenen Wallern (= Welsen) her, sondern von dem mittelhochdeutschen Walchen, was Fremde bedeutete. So waren alle romanischen Völker (auch die z.T. romanisierte Bevölkerung der Alpen) südlich von Bayern für die Einheimischen Welsche oder eben Walche.
Inhaltsverzeichnis |
Der Wallersee liegt in einem von den Endmoränen des Würmgletschers umgrenzten Zweigbecken des Salzachgletschers im Salzburger Alpenvorland. Im Spätglazial vor 18.500 Jahren floss der See bei einer Spiegellage von 550 m über die Straßwalchen/Mattighofenener Furche nach Norden ab. Durch etappenweises Absinken auf 520 m bis etwa 17.500 v. h. erfolgte der Abfluss durch das Einschneiden der Fischach bis auf den Flyschsockel südwärts in das Salzburger Becken. 1883 wurde der See künstlich um zwei Meter abgesenkt. Dadurch wurden ausgedehnte Randgebiete trockengelegt. Durch die geringe Seetiefe und die flachen Ufer entstand ein breiter Schilfgürtel. Durch Verlandung entstand ein Moor im Westen und Norden, das bis zu fünf Meter mächtig ist. 1955 bis 1965 wurde der Wallersee noch einmal um einen Meter abgesenkt und die Fischach begradigt und gesenkt. Erst in den letzten Jahren wurde der natürliche Seespiegel wieder angehoben und Hochwasserschutzmaßnahmen gesetzt.
Große Teile des Köstendorfer Anteils am See entfallen auf das Naturschutzgebiet Wenger Moor. Auch die Schilfgürtel entlang des Sees stehen unter Naturschutz. Graureiher, Kiebitz, Brachvögel, Enten, Fasane, Haubentaucher, Blässhühner, Eichelhäher, Schwäne und Lachmöwen zählen zu den Bewohnern des Schilfgürtels und des Sees, der auch reich an Fischarten ist: Waller, Brachse, Hechte, Karpfen, Aale, Forellen und Schleie tummeln sich im Gewässer.
Am Wallersee gibt es keine Berufsschifffahrt. Jedoch gibt es kleinere Jachten mit bis zu 30 Fuss.
Der Wallersee als Quelle literarischer Inspiration: Ende des 19. Jahrhunderts begann man nach und nach die Vorzüge des Sees und der Landschaft als Quelle der Erholung und des Naturerlebnisses zu schätzen. Nach Anfängen eines bescheidenen Ausflugsverkehrs setzte erst in der Zwischenkriegszeit die wirkliche „Entdeckung" der Wallersee-Ufer ein. Auch die Kunst machte sich auf den Weg zu den inspirierenden Wallersee-Ufern - sie lockten zahlreiche Künstler und Literaten an, ihre Präsenz machte z. B. Henndorf zu einem Kulturtreffpunkt und steigerte damit die Bekanntheit der kleinen Gemeinde. Doch viele wirkten im Verborgenen - erst in den letzten Jahrzehnten wurde man sich dieser Schätze wieder bewusst - hier die Liste der bekanntesten der Literaten, die sich ihre Inspiration an den Ufern des Wallersees holten - und wann sie hier wirkten:
Zur Fortführung dieser künstlerischen Tradition, zum Nachfühlen der dichterischen Atmosphäre vergibt der Kulturverein „KunstBox“ jährlich zwei Aufenthalts-Stipendien an deutschsprachige Autoren und Autorinnen aus dem EU-Raum, die zumindest ein Werk in einem Verlag veröffentlicht haben. Unter dem Titel „Auf der Suche nach der Inspiration des Ufers“ schreiben jedes Jahr zwei deutschsprachige Autoren und Autorinnen direkt am Ufer des Wallersees (drei bis vier Wochen im Oktober/November).
Die erste Wallersee-Anthologie erschien 2008 in der Edition KunstBox im Otto Müller Verlag. Sie enthält die am Ufer entstandenen Aufzeichnungen, Gedanken, Gedichte oben genannter Stipendiaten, die bei ihrem Wallersee-Aufenthalten entstanden sind. Titel: "Auf der Suche nach der Inspiration des Ufers". Begleitet werden die Texte von Fotografien, die versuchen, die Atmosphäre des Wallersees und seiner Uferbereiche einzufangen und bildlich zu dokumentieren.
In Zusammenarbeit mit der Leselampe Salzburg initiierte der Kulturverein Kunstbox Seekirchen außerdem die Dokumentation und Aufbereitung der literarischen Vergangenheit des Salzburger Seenlandes für Bürger und Touristen – einen Literaturführer (verfasst von Silvia Bengesser), der zusammen mit dem oben beschriebenen Förderungsprojekt die Weiterführung der literarischen Tradition und die Sicherstellung der Nachhaltigkeit zum Ziel hat.