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Wallenhorst

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Wallenhorst
Wallenhorst
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wallenhorst hervorgehoben
52.358.016666666666788Koordinaten: 52° 21′ N, 8° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Osnabrück
Höhe: 88 m ü. NN
Fläche: 47,18 km²
Einwohner: 23 886 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 506 Einwohner je km²
Postleitzahl: 49134
Vorwahl: 05407
Kfz-Kennzeichen: OS
Gemeindeschlüssel: 03 4 59 033
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der Gemeindeverwaltung: Rathausallee 1
49134 Wallenhorst
Webpräsenz:
Bürgermeister: Ulrich Belde (SPD)
Lage der Gemeinde Wallenhorst im Landkreis Osnabrück
Niederlande Hamburg Nordsee Bremen Landkreis Osnabrück Niedersachsen Landkreis Vechta Landkreis Cloppenburg Landkreis Diepholz Landkreis Emsland Nordrhein-Westfalen Osnabrück Bad Laer Georgsmarienhütte Hilter am Teutoburger Wald Glandorf Bad Iburg Dissen am Teutoburger Wald Bad Rothenfelde Hagen am Teutoburger Wald Hasbergen Melle Bissendorf Bad Essen Bohmte Ostercappeln Belm Wallenhorst Rieste Bramsche Alfhausen Gehrde Ankum Bersenbrück Neuenkirchen Merzen Voltlage Fürstenau Bippen Eggermühlen Kettenkamp Nortrup Badbergen Berge Menslage QuakenbrückKarte
Über dieses Bild
Die Alte St.-Alexander-Kirche in Wallenhorst
Die gotische Annakapelle
Nivellementpunkt an der neuen
St.-Alexander-Kirche in Wallenhorst

Wallenhorst ist eine Gemeinde im Landkreis Osnabrück. Aufgrund der Gebietsreform im Jahr 1972 wurde durch den Zusammenschluss der bis dahin selbständigen Gemeinden Wallenhorst, Hollage, Rulle und Lechtingen die heutige Gemeinde gebildet.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Wallenhorst gehört zum Einzugsgebiet der südlich angrenzenden Stadt Osnabrück und ist etwa 7 km von dessen Stadtzentrum entfernt. Weitere, zu Niedersachsen gehörende Nachbargemeinden sind Bramsche im Norden, Belm im Osten sowie das nordrhein-westfälische Lotte im Westen.

Die Bezugshöhe Normalhöhennull ist an einem Höhenfestpunkt an der Neuen St.-Alexander-Kirche festgemacht. Die geopotentielle Höhe dieses Punktes wurde 1986 im Rahmen des europäischen Nivellementnetzes (UELN) ermittelt und bildet die Basis für alle Höhenmessungen in Deutschland.

[Bearbeiten] Geschichte

Im Ortsteil Rulle legen die Helmichsteine, ein Großsteingrab der Megalithkultur, Zeugnis ab von den ältesten Besiedlungsspuren. In Rulle befindet sich auch die Wittekindsburg. Sie war eine frühmittelalterliche Befestigungsanlage.

Im ältesten Teil Wallenhorsts, dem östlich des heutigen Zentrums gelegenen Alten Dorf, befand sich wahrscheinlich ein vorchristliches Heiligtum aus dem 8. Jahrhundert. Es lag auf dem Gelände des Meyerhofs, in dessen Nachbarschaft sich weitere Bauernhöfe befanden. Das Fundament des Heiligtums wurde um 800 teilweise für den Bau der Alten St.-Alexander-Kirche genutzt. Erstmalig erwähnt wurde Wallenhorst in der lateinischen Legende De miraculis sancti Alexandri als Walonhurst, wo im Jahre 851 der seines Augenlichts beraubte Wetrih dem christlichen Märtyrer Alexander von Rom entgegenlief und durch ein Wunder seine Sehkraft wiedererlangte: Alter vero vir nomine Weltrih oculorum lumine privatus in eodem itinere in villa Walonhurst sancto martyri Alexandro occurrit meritisque eius adiuvantibus visum recepit. Der „Hörnschen Hof“, der urkundlich seit 1223 nachgewiesen ist, aber vermutlich etwa 200 Jahre älter ist, war ebenfalls ein Meierhof. Der nördlich des Alten Dorfs in Richtung Pente gelegene Hof ist seit 1910/11 nicht mehr im Besitz der nach ihm benannten Sippe Hörnschemeyer.[1]

Das Zentrum Wallenhorsts verlagerte sich nach der Fertigstellung der Neuen St.-Alexander-Kirche gegen Ende des 19. Jahrhunderts nach Westen zum Neuen Dorf. Die neue Kirche wurde nahe der gotischen Annakapelle aus dem 15. Jahrhundert auf dem Bokholt errichtet. Der Bokholt war der Versammlungsplatz der Stiftsstände des Fürstbistums Osnabrück im 15. und 16. Jahrhundert. Das Alte Dorf östlich der Bundesstraße 68 behielt seinen ländlichen Charakter.

[Bearbeiten] Kultur, Religion

Wallenhorst ist überwiegend katholisch geprägt, was sich im Gemeindewappen in Form eines Kreuzes widerspiegelt, die vier Rauten deuten die vier Ortsteile an. Rund 15.000 Katholiken gehören den drei Gemeinden St. Alexander (Wallenhorst, Lechtingen und Hollage-Ost), St. Josef (Hollage) und St. Johannes (Rulle) an. Neben den katholischen gibt es zwei evangelisch-lutherische Gemeinden: die Andreasgemeinde (Hollage und Alt-Wallenhorst) und die Paul-Gerhardt-Gemeinde (Lechtingen, Rulle sowie der Osnabrücker Stadtteil Haste) mit gut 5.000 Mitgliedern.

Im Ortsteil Rulle bestand von 1246/47 bis 1803 das Kloster Rulle, eine Abtei der Zisterzienserinnen.

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Gemeinderat

Der Gemeinderat setzt sich infolge der Kommunalwahl vom 10. September 2006 wie folgt zusammen:

[Bearbeiten] Partnergemeinden

Wallenhorst unterhält seit Juni 2002 eine Partnerschaft zu der Gemeinde Stawiguda, (Stabigotten) in Polen und seit März 2008 zur italienischen Gemeinde Priverno in der Provinz Latium.

[Bearbeiten] Schulen

Im Ortsteil Wallenhorst gibt es eine Realschule, eine Hauptschule und eine Grundschule, in den Ortsteilen Rulle und Lechtingen noch je eine und in Hollage zwei Grundschulen.

[Bearbeiten] Ehrungen

Seit 2001 wird in Wallenhorst der „Stein des Anstoßes“ an Menschen verliehen, die sich in einem Ehrenamt verdient gemacht haben. Über das Thema und die zu Ehrenden entscheidet eine Jury, der Ehrenamtliche aus allen Bereichen des Gemeindelebens angehören.[2] Der Preis wird am „Tag des Anstoßes“ in einer Abendveranstaltung übergeben.

Preisträger:

Das Motto für das Jahr 2009 lautet: Zwischen Erfolg und Ehrenamt: Wirtschaft in Wallenhorst.

[Bearbeiten] Söhne und Töchter Wallenhorsts

[Bearbeiten] Persönlichkeiten, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Georg von der Haar: Die Geschichte des Hofes und der Sippe der Hörnschemeyer zu Wallenhorst, ein Beitrag zur Siedlungs- und Heimatgeschichte des Osnabrücker Raumes. Georgsmarienhütte 1971
  2. Der Tag des Anstoßes
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