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| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | ||||
| Regierungsbezirk: | Karlsruhe | ||||
| Landkreis: | Rhein-Neckar-Kreis | ||||
| Höhe: | 110 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 19,91 km² | ||||
| Einwohner: | 14 774 (31. Dez. 2007)[1] | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 742 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 69190 | ||||
| Vorwahl: | 06227 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | HD | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 08 2 26 095
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| Adresse der Stadtverwaltung: | Nußlocher Straße 45 69190 Walldorf |
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| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeister: | Heinz Merklinger (CDU) | ||||
| Lage der Stadt Walldorf im Rhein-Neckar-Kreis | |||||
Walldorf ist eine Stadt im Süden des Rhein-Neckar-Kreises in Baden-Württemberg. Überregional bekannt ist sie durch das gleichnamige Autobahnkreuz und den Hauptsitz des Softwareunternehmens SAP. Mit der Nachbarstadt Wiesloch bildet sie ein Mittelzentrum mit einem Einzugsbereich von etwa 60.000 Menschen. Walldorf gilt als eine der reichsten Städte Europas und wurde schon häufig als wirtschaftlich attraktivste Gemeinde Deutschlands ausgezeichnet.
Über den Walldorfer Auswanderer Johann Jakob Astor ist die Stadt indirekter Namensgeber der Hotels Waldorf-Astoria, des Waldorfsalats, der Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrik und somit auch der Waldorfschulen.
Inhaltsverzeichnis |
Folgende Gemeinden grenzen an Walldorf:
Sandhausen, Leimen, Nußloch, Wiesloch, St. Leon-Rot und Reilingen.
Walldorf wurde am 20. Oktober 770 in einer Schenkungsurkunde des Klosters Lorsch als Waltdorf erstmals urkundlich erwähnt. Funde aus früher Zeit belegen allerdings, dass schon seit langem Menschen an dem Platz siedelten, an dem das spätere Dorf im Wald entstand.
Im Jahr 1230 erhielten die Pfalzgrafen Walldorf als Reichslehen. In den deutschen Bauernkriegen und im 30-jährigen Krieg wurde Walldorf Schauplatz von Kämpfen und Plünderungen. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg von 1689 wurde es sogar vollständig zerstört und erst einige Jahre später wieder besiedelt. Wie in der ganzen damaligen Kurpfalz kamen vor allem Neusiedler bzw. Glaubensflüchtlinge aus der Schweiz, unter ihnen auch die Familie Astor.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts gelangte Walldorf zu Baden. Durch den Bau der Rheintalbahn von Mannheim nach Karlsruhe 1843 erlebte der Ort im 19. Jahrhundert einen wirtschaftlichen Aufschwung. 1901 verlieh Großherzog Friedrich I. Walldorf die Stadtrechte. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es zur Ansiedlung der Heidelberger Druckmaschinen und in den 70er Jahren der Enterprise Resource Planning-Softwarefirma SAP, die Walldorf zu einer der attraktivsten und wohlhabendsten Gemeinden der Region machten.
Walldorf war während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 Gastgeber der Nationalmannschaft Costa Ricas (9. Juni bis 21. Juni).
| Gemeinderat 2009 | Veränd. zu 2004 | |||
| Partei | Sitze | Stimmen | Sitze | Stimmen |
| CDU | 7 | 33,0 % | - 1 | -2,5 % |
| FDP | 6 | 25,1 % | + 2 | +4,4 % |
| SPD | 5 | 23,4 % | +0,2 % | |
| GRÜNE | 4 | 18,5 % | - 1 | -2,0 % |
(vorläufiges Ergebnis der Kommunalwahl vom 7. Juni 2009)
Heinz Merklinger (CDU) ist seit 1998 Bürgermeister.
Die Blasonierung des Wappens lautet: In Rot auf grünem Boden ein silberner Eichbaum mit Eicheln. Es geht zurück auf ein Siegel, das erstmals in der Mitte des 16. Jahrhunderts auftauchte. Es zeigt eine Eiche, die wahrscheinlich wegen des Ortsnamens Wald-Dorf gewählt wurde. Das Wappen, das Walldorf seit 1900 führte, zeigte eine Eichenstaude. Nach langen Bemühungen um eine Änderung, wurde schließlich 1967 wieder ein Wappen mit Eichbaum verliehen. Die Flagge Walldorfs ist Weiß-Rot.
Die Stadt Walldorf unterhält partnerschaftliche Beziehungen zu:
Johann Jakob Astor hinterließ mit seinem Tod im Jahre 1848 für seine Heimatstadt Walldorf 50.000 Mark als Spende für die Armen. Damit wurde das Astorhaus errichtet, welches von 1854 bis 1937 als Armenhaus diente. Seit 1970 wird das Gebäude als Heimatmuseum genutzt mit einer 400 m² großen Ausstellungsfläche. Das Gebäude dient außerdem als Standesamt und Schülerhort.
Das im wörtlichen Sinne „überragende“ Baudenkmal der Stadt ist die Evangelische Kirche. Sie wurde in den Jahren 1858/61 in neugotischem Stil als dreischiffige, sechsjochige Hallenkirche erbaut. Seit Ende 2008 wird die Kirchturmspitze nachts mit wechselnden Farben bestrahlt und erhält somit zusätzliche Wirkung. Im Inneren der Kirche sind noch Teile der originalen, zeitgenössischen Ausstattung zu sehen. Besonders bemerkenswert ist ein Altarbild mit Christus am Kreuz von Joseph Anton Nikolaus Settegast.
Noch älter ist die Katholische Kirche. Der heutige, spätbarocke Bau wurde in den Jahren 1787/91 unter der Verwendung alter Mauerteile erbaut. Sehenswert sind die aus dem 15. Jahrhundert stammenden Fresken im alten Glockenturm, die die vier Apostel Lukas, Markus, Matthäus und Johannes darstellen, außerdem das prunkvolle Wappen des 1716 bis 1742 regierenden Kurfürsten Carl Philipp.
Ein historisches Kleinod ist auch die Laurentiuskapelle aus dem Jahr 1783. Sie ist wohl der Nachfolgebau einer 1764 abgerissenen gotischen Schlosskapelle und gehört zu den wenigen noch vorhandenen Resten der ehemaligen Hofanlage der Herren von Sickingen. Die daneben stehende Börse, ein Fachwerkbau des 18. Jahrhunderts, ist der Hauptbau der Sickingeschen Besitzungen. Möglicherweise rühren die großen Kelleranlagen noch von der mittelalterlichen Burg her.
Nur wenige Meter entfernt im Oberdorf findet man die Synagoge, die 1716 als reformierte Kirche erstellt wurde. Nach der Fertigstellung der Evangelischen Kirche diente das Gebäude 1861 bis zur Verwüstung durch SA-Männer beim Novemberpogrom 1938 der Jüdischen Gemeinde als Synagoge. Seit 1954 nutzt die Neuapostolische Gemeinde den Bau.
Die erste Handballabteilung gab es bereits im Jahre 1924. Die A-Jugend wurde in der Spielrunde 1969/70 Deutscher Feldhandball-Meister, die Herrenmannschaft spielte ab 1972 in der Badischen Oberliga und errang 1975/76 den Titel des Badischen Meisters im Hallenhandball. In der Mitte der 1980er Jahre war der sportliche Höhepunkt das Erreichen der Landesliga. Die B-Jugend erreichte 1990/91 die Badenliga, gleiches galt für die A-Jugend in der Spielrunde 1997/98. 1991, 1997 und 1998 gewann die erste Herrenmannschaft den Kreispokal.
Das „starke Geschlecht“ im Walldorfer Handball sind allerdings die Damen: 1982 Meister der Oberliga Baden, 1984, 2001 und 2002 Badischer Pokalsieger, 1977, 1990, 1994 und 1996 Badischer Jugend-Meister sowie 2005 Aufsteiger in die Baden-Württemberg-Oberliga, der sie zwei Jahre angehörten. In der Saison 2007/08 belegten sie in der Badenliga (ehemals Oberliga Baden) Platz vier, während die Herren in die zweite Division (2. Kreisliga) abgestiegen sind.
Die Heimspiele wurden seit 1961 in der vereinseigenen Astoria-Halle ausgetragen. Seit 2008 finden die Spiele der Walldorfer Handballer in der neuen Walldorfer Sport- und Mehrzweckhalle statt.
Der 1995 durch den Zusammenschluss des 1. FC 08 Walldorf und der Fußballabteilung der SG Walldorf Astoria 02 entstandene reine Fußballverein FC-Astoria Walldorf gewann 2007 die Meisterschaft der Verbandsliga Nordbaden und stieg damit in die Oberliga Baden-Württemberg auf.
Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war Walldorf ein Bauerndorf. Hopfen, Tabak und auch Spargel wurden angebaut. Dann wandelte sich der Charakter des Ortes langsam zu einem Handelsplatz für Agrarprodukte. Spargel wird allerdings noch heute angebaut und von vielen Spargelbauern auch direkt vermarktet.
Heute gibt es in Walldorf etwa so viele Arbeitsplätze wie Einwohner, nämlich mehr als 14.500. Damit ist die Stadt ein Magnet für das gesamte Umland. Die wichtigsten Branchen sind Informationstechnologie (SAP), Druckindustrie (HDM), Einrichtungsartikel (Ikea), Umwelttechnologie, Farben und Lacke, Schmierstofftechnik, Baugewerbe, Dienstleister und Musikbedarf.
Größter Arbeitgeber der Stadt ist das international tätige Softwareunternehmen SAP, das hier seinen Hauptsitz hat. Ein weiterer großer Arbeitgeber ist die Heidelberger Druckmaschinen, die mit ihrem Werk Wiesloch und über 5.600 Mitarbeitern im Industriegebiet Walldorf/Wiesloch ansässig ist. Direkt an der Autobahn A 5 befindet sich eine Ikea-Filiale. Weiter hat die Firma Realtech ihren Hauptsitz in Walldorf. Auch der internationale E-Health-Spezialist InterComponentWare (ICW) hat in Walldorf seinen Hauptsitz. Die Walldorfer Firmenumgebung ist geprägt von Software-, Hardware- und Maschinenbau.
Walldorf liegt an der Autobahn A 5 (Anschlussstelle Walldorf/Wiesloch) und unweit der A 6 (Anschlussstelle Wiesloch/Rauenberg) und hat somit direkten Anschluss an die europäischen Fernstraßen E 35 und E 60.
Die Bundesstraßen B 39 und B 291 verlaufen durch die Stadt. Die Entfernung nach Heidelberg beträgt 15 km und nach Mannheim 30 km.
Walldorf verfügt über ein umfangreiches ÖPNV-Angebot.
Der Bahnhof Wiesloch-Walldorf liegt am Ostrand des Walldorfer Industriegebiets an der Baden-Kurpfalz-Bahn Heidelberg–Karlsruhe. Es halten Züge des IC- und Regionalverkehrs. Der Regionalzug von Wiesloch/Walldorf braucht eine Stunde und 20 Minuten bis nach Stuttgart und verkehrt nur im zwei Stunden Takt. Der IC hält sogar noch seltener in Wiesloch/Walldorf. Der Bahnhof ist außerdem in das S-Bahn-Netz der S-Bahn RheinNeckar integriert, die Linien S3 und S4 stellen halbstündliche Verbindungen in Richtung Heidelberg/Mannheim und Bruchsal/Karlsruhe her.
Innerörtliche Anschlüsse bietet das gemeinsam mit der Nachbarstadt Wiesloch betriebene Stadtbusnetz mit dreizehn Stadt- und Regionalbuslinien. Ab 1902 stellte eine Pferdebahn die Verbindung vom Bahnhof zur Stadt her. 1907 elektrifiziert, war die Städtische Straßenbahn Walldorf bis 1. August 1954 in Betrieb.
Der Nahverkehr im Stadtgebiet und der näheren Umgebung ist in den Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) eingebunden, südlich von Bad Schönborn gelten hingegen die Tarifbestimmungen des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV).
Der Allgemeine Friedhof dient allen Konfessionen wie auch nichtkonfessionell gebundenen Bürgern als Begräbnisstätte. Seit 1985 erinnern Gedenktafeln bei der Friedhofshalle an das Schicksal der früheren jüdischen Einwohner.[2]
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