| Walensee | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
|
|||||||||
| Daten | |||||||||
| Koordinaten | (734765 / 220520)Koordinaten: 47° 7′ 19″ N, 9° 12′ 53″ O; CH1903: (734765 / 220520) | ||||||||
| Höhe über Meeresspiegel | 419 m ü. M. | ||||||||
| Fläche | 24 km² | ||||||||
| Maximale Tiefe | 151 m | ||||||||
| Besonderheiten | BFS-Nr.: 9267 | ||||||||
Der Walensee ist ein See in der Ostschweiz in den Kantonen St. Gallen und Glarus.
Der Name bedeutet See der Welschen, da im Frühmittelalter der Walensee die Sprachgrenze zwischen den im Westen siedelnden Alamannen und den Rätoromanen, den Welschen, im Osten bildete. 1851 ging auf ihm das Dampfboot Delphin unter; das war bis 1854 der einzige Fall, bei dem auf einem europäischen Landsee ein Dampfboot unterging.[1]
Der See liegt auf 419 m ü. M. und hat eine Oberfläche von 24 km². Seine grösste Tiefe beträgt 151 m. Durch seine besondere Lage (inmitten eines Tals und auf beiden Seiten bis zu 1000 Meter hohe Steilhänge) ist die Wassertemperatur des Walensees um einige Grad kälter als diejenige benachbarter Seen. Er wird im Sommer selten über 20 °C warm.
Der Hauptzufluss war ursprünglich die Seez. Seit der Linthkorrektion in den Jahren 1807 bis 1811 ist die Glarner Linth durch den Escherkanal der Hauptzufluss. Die Linth tangierte vorher den Walensee gar nicht und floss vom Glarnerland aus direkt in Richtung Zürichsee. Die Verbindung zwischen Linth und Walensee wurde durch die Maag hergestellt, die sich bei Ziegelbrücke mit der Linth vereinigte.
Ortschaften am Walensee sind Walenstadt, Mols, Unterterzen, Murg, Mühlehorn, und Weesen sowie am Nordufer die Dörfer Betlis und Quinten. Bei Touristen am beliebtesten ist die autofreie Ortschaft Quinten, welche nur durch Schiff oder durch eine mehrstündige Wanderung zu erreichen ist und ein Mittelmeerklima bietet. Nördlich befindet sich das auf einer Terrasse hoch über dem See gelegene Amden und die Bergkette der Churfirsten. Südlich des Sees liegen die Winter- und Sommer-Tourismusregionen Flumserberg und Kerenzerberg.
Durch die Linthkorrektion sank der Wasserspiegel um 5,5 m. Bei Hochwasser erlangt der See jeweils sein früheres Aussehen.
Verkehrstechnisch war der Walensee seit der Antike eine grosse Herausforderung, da es dort kaum Ebenen gibt. So trassieren die Bahnstrecke Ziegelbrücke-Chur resp. die ehemalige Südostbahn Sargans-Rapperschwyl wie auch die Autobahn A3 den Walensee durch Galerien und Tunnels. Bis zur Eröffnung der Walenseestrasse war auf dem Landweg die Passage zwischen der Linthebene und Walenstadt nur über den Kerenzerberg zwischen Mollis und Quarten möglich. Bis in die frühe Neuzeit wurde der Warenverkehr zwischen Zürich und Chur deshalb per Schiff auf dem Walensee befördert. Seit der Errichtung des Linthkanals konnten Güter sogar direkt per Schiff von Walenstadt nach Zürich befördert werden.
1974 wurde in der Linthebene die vierspurige Autobahn A 3 eröffnet. Zwischen Weesen und Mühlehorn wurde aus ihr eine zweispurige Schnellstrasse, die sog. Walenseestrasse. Sie bestand im Wesentlichen aus der Hauptstrasse durch die Dörfer Mühlehorn, Murg, Unterterzen und Mols. Bei Walenstadt begann die Fortsetzung der N3. Nach der Vollendung der sogenannten Walenseeautobahn ist es auf dieser Hauptstrasse viel ruhiger geworden.
Die Hauptstrasse hatte zwar gewöhnliche Verbindungen und Fussgängerstreifen, war aber dennoch einem hohen Verkehrsaufkommen ausgesetzt. Der Walensee erhielt durch diesen Engpass einen schweizweiten Ruf als Nadelöhr für den Verkehr, da sich bei hohem Verkehrsaufkommen und den damit verbundenen häufigen schweren Verkehrsunfällen jeweils kilometerlange Staus in der Linthebene bildeten. Jahrelang war die Meldung «Stau am Walensee» in der Ostschweiz so geläufig, dass die Kabarettisten des in den achtziger Jahren populären Trio Eugster dem Walensee den Beinamen Qualensee verlieh. Zur gleichen Zeit wurde die heutige Walenseeautobahn in Arbeitsgemeinschaft verschiedener Bauunternehmungen gebaut. Die Bauleitung übernahm das Bauingenieurbüro Locher & Cie. AG in Zürich.
|
Sicht auf den Walensee und Walenstadt vom Selun aus |
Blick auf den Walensee vom Leistchamm aus |
||
Schweizer Seen mit einer Fläche von über 1 km² (ohne Speicherseen):
Ägerisee | Baldeggersee | Bielersee (Lac de Bienne) | Bodensee | Brienzersee | Genfersee (Lac Léman) | Greifensee | Hallwilersee | Langensee (Lago Maggiore) | Lauerzersee | Luganersee (Lago di Lugano) | Murtensee (Lac de Morat) | Neuenburgersee (Lac de Neuchâtel) | Oeschinensee | Pfäffikersee | Sarnersee | Sempachersee | Silsersee (Lej da Segl) | Silvaplanersee (Lej da Silvaplauna) | Thunersee | Vierwaldstättersee | Walensee | Zugersee | Zürichsee
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."