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Waldreben

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Waldreben
Clematis 'Nelly Moser'

Clematis 'Nelly Moser'

Systematik
Unterklasse: Hahnenfußähnliche (Ranunculidae)
Ordnung: Hahnenfußartige (Ranunculales)
Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)
Unterfamilie: Ranunculoideae
Tribus: Anemoneae
Gattung: Waldreben
Wissenschaftlicher Name
Clematis
L.

Die Waldreben (Clematis), auch Klematis genannt, sind eine Pflanzengattung mit etwa 300 Arten aus der Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae). Sie kommt überwiegend in den gemäßigten Klimazonen Asiens, Amerikas und Europas vor. In der Schweiz nennt man die Waldrebe auch Niele. Der volkstümliche Name Judenstrick stammt von Jutenstrick.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Merkmale

Waldreben sind hauptsächlich verholzende, manchmal krautige Kletterpflanzen, selten auch nichtkletternde krautige Pflanzen, als Ausnahmen gibt es einjährige Arten. Die mittel- und starkwüchsigen Lianen erreichen Wuchshöhen von 2 bis 6 Metern. Sie sind immergrün oder laubabwerfend. Die gegenständigen, langgestielten Laubblätter sind gefiedert, außer bei der Ganzblatt-Waldrebe (Clematis integrifolia).

Die Blüten stehen selten einzeln, meist in end- oder achselständigen Blütenständen. Die radiärsymmetrischen Blüten sind zwittrig oder funktionell männlich. Die Waldreben sind gekennzeichnet durch ihre bei Naturformen meist vier oder fünf, selten bis acht, freien kronblattartigen Kelchblätter. Die Kronblätter fehlend. Es sind viele freie Staubblätter vorhanden, sie sind entweder alle fertil oder ein Teil ist zu (kronblattartigen) Staminodien umgewandelt. Es sind viele freie oberständige Fruchtblätter vorhanden. Die behaarten Griffel enden in einer erkennbaren Narbe. Waldreben blühen zwischen Juni und September.

Die einsamigen Nussfrüchte besitzen lange, federartige Borsten (es sind die verlängerten Griffel).

[Bearbeiten] Verwendung als Zierpflanze

Die Stängel winden und ranken sich an Nachbarpflanzen oder anderen Stützen empor. Im Garten wird die Waldrebe deshalb häufig zum Beranken von Spalieren, Obelisken, Rosenbögen, Zäunen, Hecken, Bäumen und Sträuchern verwendet.

Es gibt eine Vielzahl an Sorten mit unterschiedlich großen, weiß, rosa, rot, blau oder violett gefärbten Blüten, die stern- oder schalenförmig sind und einen Durchmesser von bis zu 20 Zentimetern erreichen können.

[Bearbeiten] Krankheit

Eine für die Pflanze gefährliche Krankheit ist die Clematiswelke, eine Pilzkrankheit, bei der die Triebe von der Spitze her absterben. Die Hybriden sind anfällig für Bodentrockenheit, weshalb der Fuß der Clematis immer beschattet werden sollte.

[Bearbeiten] Systematik und Verbreitung

Es gibt etwa 300 Clematis-Arten. Sie kommen weltweit vor. Die meisten Arten gedeihen in den Gemäßigten Breiten, jeweils wenige Arten in subarktischen Gebieten, in subalpinen Höhenlagen oder in den Tropen. Alleine in China kommen 147 Arten vor, davon sind 93 dort endemisch. In Nordamerika sind 32 Arten heimisch.

[Bearbeiten] Arten (Auswahl)

[Bearbeiten] Hybriden

Die Clematis-Hybriden verwendet man vorwiegend an Haus- oder Garagenwänden, kleinen Bäumen, Rosen oder anderen Sträuchern. Eine Platzierung an einer Pergola ist genauso möglich wie z. B. an einem Obelisken, der in einem Staudenbeet oder frei im Garten steht. Es gibt eine große Zahl von Clematis-Hybriden (Auswahl):

Eine ausgesprochen lange Blütezeit in den Sommermonaten Juni bis August, z. T. sogar bis September, und die unübertroffene Blütenfülle sind nicht die einzigen Vorteile, die die Viticella-Gruppe bietet. Clematis viticella und Clematis campaniflora sind außerdem sehr winterhart und eigenen sich für nahezu sämtliche Standorte. Sogar an vollsonnigen, warmen Plätzen verschönern diese Clematis mit Blüten in verschiedenen Größen (3 bis 4 cm Durchmesser bis 10 bis 12 cm Durchmesser) und nahezu sämtlichen Farben die Gärten. Dadurch eignen sie sich hervorragend als Rosenbegleiter. Krankheiten, vor allem die vielgefürchtete Clematiswelke, kommen an diesen Sorten äußerst selten vor. Clematis viticella sind als Kreuzungspartner an sehr vielen der heutigen Hybriden beteiligt.

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Weiterführende Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

Commons Commons: Waldreben – Bilder, Videos und Audiodateien
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