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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Bad Kreuznach | |
| Verbandsgemeinde: | Stromberg | |
| Höhe: | 208 m ü. NN | |
| Fläche: | 8,05 km² | |
| Einwohner: | 804 (31. Dez. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 100 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 55444 | |
| Vorwahl: | 06707 | |
| Kfz-Kennzeichen: | KH | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 1 33 108 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Warmsrother Grund 2 55442 Stromberg |
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| Webpräsenz: | ||
| Ortsbürgermeister: | Rainer Schmitt (SPD) | |
Waldlaubersheim ist eine Fremdenverkehrsgemeinde in der Verbandsgemeinde Stromberg im Landkreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz (Deutschland).
Inhaltsverzeichnis |
Der Ort liegt im Hunsrück südwestlich des Rheins. Im Norden befindet sich Waldalgesheim, im Osten Rümmelsheim, im Süden Windesheim und westlich liegt Schweppenhausen.
Waldlaubersheim wurde im Jahr 767 im Lorscher Codex erstmals erwähnt.
Die Strukturveränderungen in vielen Lebensbereichen haben auch vor der Gemeinde nicht Halt gemacht. Der früher rein weinbau- und landwirtschaftlich orientierte Ort weist mit Hilfe der Verbandsgemeinde Stromberg einen ca. 80 Hektar großen Gewerbepark aus, um neue Arbeitsplätze anzusiedeln.
Waldlaubersheim gehörte zu den ältesten Weinbaugemeinden in der Naheregion, wie aus einer Urkunde des Klosters Lorsch aus dem Jahre 767 ersichtlich ist. In dieser Urkunde ist von einer Schenkung eines Wingerts und 20 Eimern Weinertrag die Rede.
In einer anderen Urkunde von 771 schenkte Richlindis all ihr Gut an Weinbergen, Äckern und Wiesen in Leibersheim (Waldlaubersheim) am Bach Therminbizia (Hahnenbach) ebenfalls dem Kloster Lorch.
1190 ist im Bolandschen Lehenverzeichnis eine Kirche zu Leibersheim (Waldlaubersheim) erwähnt. In der Folge wechselten die Herrschaften. Die Grafen von Lon in Mainz, die Ritter von Bolanden, die Herren von Schonenburg, die Grafen von Nassau-Zweibrücken und die Grafen von Degenfeld.
Im Gemeindewappen sind Symbole früherer Herrschaften, also derer von Bolanden (auf blauen Grund ein silbernes Rad) und derer von Schonenburg (auf silbernem Untergrund ein schwarzer Herzschild, der mit einem goldenen Glevenrand belegt darüber) eingearbeitet.
Der Gemeinderat setzt sich aus zwölf Mitgliedern zusammen. Bei der Wahl 2004 gab es folgendes Ergebnis:
Das Wappen verweist auf ehemalige Herrschaften. Das Herzschild mit goldenen Glevenrand erinnert an die Herren von Schonenburg, das silberne Rad an die Ritter von Bonlanden.
Evangelische Kirche Waldlaubersheim Kreis: Bad Kreuznach, Kirchengemeinde: Evangelische Kirchengemeinde Stromberg, Kirchenkreis: An Nahe und Glan Baubeginn: 1862, Einweihung: 4. Oktober 1863, Architekt: C. Conradi, (Bad) Kreuznach Platzzahl: 290 In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde die Reformation in Waldlaubersheim eingeführt. Die mittelalterlichen Pfarrkirche blieb dauerhaft im Besitz der evangelischen Gemeinde. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts zum letzten Mal erneuert, musste das dreischiffige Langhaus aufgrund von Bauschäden 1862 voll- ständig abgetragen und durch einen Neubau nach Plänen des Kreuznacher Bauinspektors Conradi ersetzt werden. Erhalten blieb dagegen der im Kern aus dem 12. Jahrhundert stammende Glockenturm mit seinem spätgotischen Steilhelm, der von vier Ecktürmchen begleitet wurde. Ebenfalls erhalten blieben die beiden netzgewölbten seitlichen Turmanbauten aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. An die Westseite des Turms schloss Conradi ein rechteckiges Langhaus an. Im Gegensatz zur bisherigen Kirche besaß der Neubau keine Schiffteilung. Die Ostseite des Glockenturms ergänzte er durch eine halbrunde Apsis. Für das aufgehende Mauerwerk fanden Bruchsteine Verwendung. Trotz der Aufnahme einzelner romanischer Zitate, offenbar mit Rücksicht auf den mittelalterlichen Glockenturm, spiegelten die neuerbauten Teile doch deutlich den Einfluss des Rundbogenstils wider. Im Innern der Kirche zeigte die gewölbte und dreifach durchfensterte Apsis eine 3/8-Segmentierung. Durch das sich anschließende Turmerdgeschoss entstand ein tiefer Chorraum für den Altar. Die beiden den Turm begleitenden Anbauten er- hielten neue Funktionen. Der südliche Nebenraum wurde Sakristei, der nördliche nahm den Aufgang zu der seitlich im Kirchenraum stehenden Kanzel auf. Das Gemeindegestühl setzte sich aus zwei Blöcken gerader Querbänke rechts und links eines Mittelganges zusammen. Eine flache Holzdecke schloss das Langhaus nach oben hin ab. Die aus dem Vorgängerbau übernommene Orgel fand auf der Westquerempore Aufstellung. Weitere Emporeneinbauten waren nicht vorhanden. Von nennenswerten Kriegsschäden blieb die evangelische Kirche Waldlaubersheim verschont. 1962 beschloss die Gemeinde, den bereits 1925 renovierten Turmhelm aufgrund neuer Bauschäden, die zu einer gefährlichen Seitenneigung führten, endgültig abzutragen. Glücklicherweise wurde dieser Plan jedoch später zugunsten einer durchgreifenden Sanierung wieder aufgegeben. Von der ursprünglichen Ausstattung sind noch die Prinzipalstücke und das Gestühl sowie die Stumm-Orgel von 1741 erhalten geblieben. Nach Verlegung der Sakristei dient der südliche Turmanbau heute als Feier- und Ausstellungsraum.
AdEKiR, 5-0rtsakten Waldlaubersheim: 14 (Bauten), Bd.1 (1902-1962), Bd.2 (1963-1971), Beiakte Provinzialkirchliches Bauamt (1905-1942), Bauberichte Vom 31. Januar 1914, August 1922, 1. Oktober 1936; Archiv der evangelischen Kirchengemeinde Waldlaubersheim (Depositum im Archiv des Kirchenkreises An Nahe und Glan, Bad Kreuznach): Bauangelegenheiten. PKS Kreuznach (1861), S. 13, (1862), S. 19, (1963), S. 19, (1864), S. 13; KA 5 (1864), S: 7. Rk I, S.405; We/Ma, S.38 (Eintrag Conradi, keine Nennung der evangelischen Kirche Waldlaubersheim), 223. Clemen, Paul mg.): Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz. Bd. 18.1: Die Kunstdenkmäler des Kreises Kreuznach. Düsseldorf 1935, S. 413 -415; Reimann, Heinz: Über 1200 Jahre Waldlaubersheim. Beschreibung einer Landgemeinde. 0.0. 1979, S. 76- 80.
Steinkreuz auf Wanderschaft
Bis 1937 befand sich das Original dieses Steinkreuzes wahrscheinlich an der Gemarkungsgrenze Waldlaubersheim-Roth-Warmsroth (Heute Gewerbe-Park Waldlaubersheim). Während einer Umlegung wurde das Kreuz auf dem Hof des Waldlaubersheimer Bürgermeisters Gräff sichergestellt. Der zweite Weltkrieg und der Tod des Bürgermeisters durchkreuzten die Pläne zur Neuaufstellung. Genheimer Bürger stellten es schließlich an der Landstraße Genheim/Schweppenhausen auf. Nachdem der Standort nochmals wechselt, erklärte sich Bürgermeister Rothenbach aus Genheim am 25. November 1954 bereit das Kreuz wieder an Waldlaubersheim zurückzugeben. 1955 begutachtete der Landeskonservator das Kreuz und datierte es aufgrund verschiedener Merkmale in die Barockzeit. Das Interesse an dem Kreuz schwand und 1968 wurde es in einer Böschung wieder gefunden wurde. Ortsbürgermeister Reimann übergab das Kreuz dem Karl-Geib-Heimatmuseum in Bad Kreuznach. Von dort aus fand es seinen letztendlichen Standplatz im Freilichtmuseum Bad Sobernheim. Der Versuch in den 1980er Jahren, das Original-Kreuz wieder nach Waldlaubersheim zurückzuholen gelang nicht. Ortsbürgermeister Bäder ließ daraufhin, mit großer Unterstützung aus der Gemeinde, diese Replik anfertigen. Das Originalkreuz stand auf einem beschrifteten Sockel. Zwei Varianten der Inschrift sind überliefert: „Wilhelm heiss ich, Ein Kriegsmann war ich, Jerusalem hab ich zweimal gewonn, Die Altenburg hat mir das Leben genommen.“
„Kilian heiß ich. Ein Kriegesmann bin ich, dies weiß ich! Jerusalem hab ich zweimal gewonnen, Die Stadt Altenburg hat mir das Leben genommen.“
Beide Inschriften lassen einen Zusammenhang zwischen den Kreuzfahrten im 13. Jahrhundert vermuten. Die genannte Altenburg könnte die Erhebung oberhalb von Waldlaubersheim sein, die heute noch den Gemarkungsnamen „Altenburg“ trägt.
Synagoge der jüdischen Gemeinde Waldlaubersheim
Erbaut: 1853; Genutzt bis: 1918
Das Gebetshaus wurde im Jahr 1853 erbaut, als in Waldlaubersheim noch etwa 30 jüdische Bürger wohnten. Zuvor mussten die gläubigen Juden in der Synagoge nach Windesheim gehen. Dazu heißt in einem Beschluss des Gemeinderats Waldlaubersheim: „Die Juden im Dorfe wollen für 1000 Thaler eine Synagoge bauen. Dazu gibt die Gemeinde den Betrag von 300 Thalern, damit die Juden nicht bei Wind und Wetter nach Windesheim zu laufen brauchen.“
Da aber bereits vor dem 1. Weltkrieg mehrere Juden abwanderten oder verstarben, Neuzuzüge nicht zu verzeichnen waren, sank die Zahl der männlichen Mitglieder der Synagogengemeinde Waldlaubersheim unter zehn und die Synagoge musste verkauft werden. Nach der Profanierung besuchten die noch verbliebenen jüdischen Bürger Waldlaubersheims (es waren etwa 8 bis 10 Personen) die Synagoge in Windesheim.
Bei der Synagoge handelt es sich um ein Bruchsteingebäude mit Satteldach, das früher einseitig frei stand. Die Frontseite zeigt nur noch Reste von Rundbögen, während sich auf der Rückseite noch zwei relativ gut erhaltene Rundbogenfenster befinden. Die Rundbogenfenster und der Fenstersims sind aus Sandstein gefertigt.
Jüdische Kultusgemeinde Bad Kreuznach Ortsgemeinde Waldlaubersheim, Juli 2005
Orgelbauer Johann Schlaad (1822-1892)
Ein bedeutender Sohn der Gemeinde Waldlaubersheim. Der Originalgrabstein war vor rund 20 Jahren bei Sanierungs-arbeiten irrtümlich entfernt worden. Auf Anregung des früheren Ortsbürgermeisters Hans Bäder fertigte „Kultur vor Ort e.V.“ eine Replik des Grabsteins an. Die Waldlaubersheimer zeigen mit der Aufstellung der Replik des Schlaad-Grabsteines erneut ihr Traditionsbewusstsein. In unmittelbarer Nähe hatten im Juli 1999 Freiwillige eine für 5.175 D-Mark angefertigte und durch Spenden finanzierte Replik des legendären Altenburg-Steinkreuzes aufgestellt. Das Original steht auf der rechten Seite des Weges zum Bad Sobernheimer Freilichtmuseum. Es soll in der Zeit der Kreuzzüge entstanden sein. Johann (Martin) Schlaad wurde am 11. November 1822 in Kestert am Rhein geboren. Als Orgelbauer in der Waldlaubersheimer Werkstatt ist er erstmals 1844 nachweisbar. Am 31. Dezember 1850 heiratete der Katholik Schlaad in Windesheim Anna Maria, die Tochter des Protestanten Friedrich Engers. Um 1854 zog sich Friedrich Engers aus der Werkstatt zurück. Schlaad führte sie nun unter alleiniger Verantwortung. Das Wohn- und Werkstattgebäude (Windesheimer Str. 6 und 8) ist heute noch zu besichtigen (Weingut mit Straußwirtschaft Paulus).
Johann Schlaad starb am 16. November 1892, wenige Tage nach seinem 70. Geburtstag. Unter der Führung von Johann Schlaad gelangte die Waldlaubersheimer Werkstatt zu ihrer Blütezeit. Das Arbeits- und Verbreitungsgebiet vergrößerte sich wesentlich. Es deckte sich etwa mit dem Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz und des Saarlandes. Zwei Orgeln wurden an Auswanderergemeinden in Brasilien geliefert. Eines der Instrumente spielt noch heute in Porto Alegre. In der Waldlaubersheimer Werkstatt wurden ausschließlich Orgelwerke mit mechanischen Schleifladen gebaut. Auch gegen Ende seiner Schaffenszeit, als vielfach schon andere Windladensysteme „modern“ waren, blieb Schlaad diesem System treu, das nahezu den gesamten Orgelbau des 15. bis 18. Jahrhunderts sowie den heutigen Orgelbau beherrscht.
76 Neubauten sind für Johann Schlaad belegbar. Alleine zwischen 1860 und 1870 entstanden über 20 neue Orgelwerke. Durch die solide Bauweise der Orgeln und die Qualität der verwendeten Materialien haben sich 40 Werke der Waldlaubersheimer Orgelbauer erhalten.
Am 19. November 1892 wurde er als erster Katholik auf dem Friedhof in Waldlaubersheim beigesetzt.
Anlässlich der Anbringung der Gedenktafel am 11. März 2006 an der Martins-Kirche in Waldlaubersheim, bedankt sich die Ortsgemeinde Waldlaubersheim bei den Spendern (Kultur vor Ort e.V., evangelische Kirche, Weingut Paulus und Einzelspenden).
Waldlaubersheim, Mai 2006, Rainer Schmitt, Ortsbürgermeister
Im Südwesten verläuft die Bundesautobahn 61.
Der Gewerbepark Waldlaubersheim
Der Gewerbepark Waldlaubersheim zeichnet sich durch seine günstige zentrale Lage in Europa und eine gute Verkehrsanbindung aus. Drei wichtige Autobahnen liegen in nächster Nähe und garantieren eine schnelle Erreichbarkeit mehrerer Oberzentren: die A 61, die an den Gewerbepark angrenzt (Koblenz 60 km, Ludwigshafen 65 km); das Kreuz Nahetal A 61/A 60 mit der Verbindung zum nahegelegenen Rhein-Main-Raum (Mainz 35 km, Frankfurt/Main 60 km) und dem Anschluss an die Naheachse B 41; das Kreuz Alzey A 61/A 63 als Anbindung zum saarländischen Raum und Frankreich. Nahegelegene Flughäfen: Rhein-Main-Flughafen Frankfurt, 60 km; Hahn, 50 km. Bahnstation und Rheinhafen: Bingen, 10 km.
Verfügbares, qualifiziertes Arbeitskräftepotential: Derzeit werden oft lange Pendelwege von den Arbeitskräften in Kauf genommen werden.
Alles in einer Hand: Die Vermarktung der erworbenen Grundstücke erfolgt durch die GGS.
Die Region zeichnet sich durch einen hohen Wohn- und Freizeitwert aus: Gesunder und natürlicher Lebensraum mit attraktiven Freizeitangeboten, gute Infrastruktur, kurze Wege zum Angebot nahegelegener Kulturzentren. Zwischen Rhein und Nahe gelegen, bietet das Stromberger Land mehr als Wein, Wald und Wandern. Neben attraktiven Sportangeboten wie Golf, Tennis, Ballonfahrten, Jogging-Parcours, Angeln, einem beheizten Höhenfreibad und anspruchsvollen Rad- und Wanderwegen tauchen Sie ein in die deutsche Geschichte und Sagenwelt. In den schmucken Winzerorten an der Naheweinstraße wächst an den Südhängen ein herzhafter Wein für Genießer heran.
Ein erster Teilabschnitt des Gewerbeparks wurde von der GGS erworben. Die Verfügbarkeit der übrigen Flächen ist durch Options-Kaufverträge der GGS mit den Grundstückseigentümern bereits größtenteils abgesichert.
Der Gewerbepark Waldlaubersheim, ein Gemeinschaftsprojekt der Ortsgemeinde Waldlaubersheim und der Verbandsgemeinde Stromberg, ist ein neuer Gewerbestandort außerhalb von bestehenden Ballungszentren, dessen Entwicklung die Landesregierung Rheinland-Pfalz im Rahmen des Landesentwicklungsprogramms III unterstützt. Die gezielte Entwicklung des Gewerbeparks findet unter der professionellen Betreuung der Gesellschaft für Gewerbeansiedlung(GGS) statt.
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