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Waldangelbach

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Waldangelbach
Waldangelbach an der Bachbrücke Rotenberg

Waldangelbach an der Bachbrücke Rotenberg

Daten
Lage Rhein-Neckar-Kreis, Baden-Württemberg, Deutschland
Länge 15 kmdep1
Quelle im Sinsheimer Ortsteil WaldangellochVorlage:Infobox Fluss/QUELLKOORDINATE_fehlt
Mündung in Wiesloch in den LeimbachVorlage:Infobox Fluss/MÜNDUNGSKOORDINATE_fehlt
Flusssystem LeimbachRhein

Der Waldangelbach ist ein Bach im Rhein-Neckar-Kreis (Baden-Württemberg).

Er entspringt im Sinsheimer Ortsteil Waldangelloch und fließt durch Angelbachtal, Mühlhausen, Rotenberg und Rauenberg und mündet schließlich nach 15 km in Wiesloch in den Leimbach.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Naturschutzgebiet Landschaft am Waldangelbach

Das Naturschutzgebiet Landschaft am Waldangelbach gehört zu den Gemarkungen Rauenberg und Wiesloch. Es hat eine Größe von rund 11,5 ha und umfasst ehemalige Flächen der Tongrube und Teile des Waldangelbach mit Wiesen und Waldbeständen. Es schützt den letzten Teil des Bachbettes des Waldangelbachs vor seiner Einmündung in den Leimbach. Das Tal ist sehr weit, der rechte Hang sanft und mit Wein bestanden. Der linke fehlt ganz, und seine Aue, früher reines Wiesenland, ist heute fast vollständig beackert.

Der kleine Waldangelbach hat sich in den Schwemmlöß an zahlreichen Stellen tief eingegraben und auf seinen beiden Steilufern stockt ein schöner, meist geschlossener und naturnaher Schwarzerlen-Eschen-Auenwald. Da in dieser Gegend fast überall verwertbare Lehme und Tone auftreten, meist aus dem Oligozän, waren Teile des heutigen Naturschutzgebietes als Tagebaue in Nutzung.

Bereits 1987 entstand hier in Eigenarbeit des Naturschutzvereins Rauenberg ein Sekundärbiotop unter anderem mit künstlich angelegten Tümpeln im bruchartigen Auenwald und verbesserten die Laichmöglichkeiten dort vorhandener Amphibien, vor allem der Gelbbauchunke.

Da auch einige Wiesenflächen mit unter Schutz kamen, lassen sich für die Pflanzenwelt hier verschiedene Feuchtgesellschaften des Grünlandes, der Bruchwälder und Wegränder studieren. Überwiegend finden sich dabei Arten, die hohen Stickstoffgehalt vertragen oder sogar benötigen, der aus der landwirtschaftlichen Nutzung, aber auch aus Überschwemmungen kommt.

Am Ufer und an Wegen ist das zum Beispiel die Pestwurz, die mit ihren riesigen Blättern ganze Fluren bildet: ein heute seltener Anblick. Im Unterholz des Auewaldes sind solche Anzeiger der Schwarze Holunder und Brombeeren, auf den Wiesen der blaue Wiesen-Storchschnabel und der weiße Wiesenkerbel und Bärenklau. Typische Pflanzen sehr feuchter Standorte sind die schon im Frühjahr blühenden Sumpfdotterblumen mit deren Saft der Blütenblätter früher die Butter gelb gemacht wurde und den Met süßte man mit Stauden des Mädesüß. Auch weniger auffällige Gräser, nämlich zahlreiche Seggen und Binsen lassen sich entdecken.

Im Naturschutzgebiet sind auch zahlreiche Vogelarten heimisch. An die 50 Arten Brutvögel sind bis heute festgestellt worden, darunter so wertvolle Arten wie Pirol, Sumpf- und Weidenmeise, Nachtigall und Neuntöter. Gelegentlich versucht es auch der Eisvogel an den Steilwänden des Bachufers mit Erfolg.

[Bearbeiten] Obst- und Weinlehrpfad

Der Obst- und Weinlehrpfad grenzt an das Naturschutzgebiet Landschaft am Waldangelbach und wurde 1992 durch die Stadt Wiesloch in Zusammenarbeit mit dem Winzerkeller Wiesloch, der Winzergenossenschaft, dem Obst- und Gartenbauverein, der Obstbaugenossenschaf Wiesloch sowie der Flurbereinigungsbehörde geschaffen. Anliegen dieses Lehrpfades ist es über Bedeutung und Vielfalt des Wein- und Obstbaus in Wiesloch zu informieren und auf die Erfordernisse des Natur- und Landschaftsschutzes hinzuweisen.

Der Obst- und Weinlehrpfad Wiesloch ist Teil des Weinwanderweges Badische Bergstraße/Kraichgau. Die Gesamtwegelänge beträgt 2,4 km, wobei der Wanderweg von insgesamt 21 erläuternden Schautafel gesäumt wird, welche über folgende Themenfelder informieren:

  1. Orientierungstafel
  2. Winzerkeller Wiesloch
  3. Entstehung des Weinbaus in Wiesloch
  4. Champagner-Bratbirne
  5. Gellerts Butterbirne
  6. Naturschutzgebiet Landschaft am Waldangelbach
  7. Finkenwerder Prinzenapfel
  8. Nancy-Mirabelle
  9. Ökologie und Umwelt
  10. Blick über Kraichgau, Rheinebene und Odenwald
  11. Bürgerwingert
  12. Spätburgunder
  13. Riesling
  14. Müller-Thurgau
  15. Weißer Burgunder
  16. Ruländer oder Grauer Burgunder
  17. Wein und geologischer Untergrund
  18. Johann Philipp Bronner (Wieslocher Weinbau-Pionier)
  19. Pastorenbirne
  20. Apfel und Birne
  21. Walnuss

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Quellen

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