Der Wahlkreis 14 Rahlstedt ist ein Wahlkreis zur Wahl der Hamburgischen Bürgerschaft und der Bezirksversammlung im Bezirk Wandsbek. Er ist nach dem Hamburger Wahlrecht ein Mehrmandatswahlkreis, in dem vier Bürgerschaftsabgeordnete in Direktwahl oder nach Wahlkreislisten gewählt werden.[1]
| Wahlkreis 14: Rahlstedt | |
|---|---|
| Land | Deutschland |
| Bundesland | Hamburg |
| Bezirk | Wandsbek |
| Wahlkreisnummer | 14 |
| Einwohner | 86.413 |
| Wahlberechtigte | 64.801 |
| Abgeordnete | |
|
|
Die Grenzen des Wahlkreises sind mit den Stadtteilgrenzen Rahlstedts identisch.[1] Der Wahlkreis liegt im Osten Hamburgs an der Landesgrenze zu Schleswig-Holstein. Benachbarte Wahlkreise sind Alstertal-Walddörfer im Norden, Bramfeld-Farmsen-Berne im Osten und Wandsbek im Südosten.
Inhaltsverzeichnis |
Der Wahlkreis Rahlstedt hat gut 86.000 Einwohner. Mit knapp 65.000 Wahlberechtigten gehört er zu den mittleren Wahlkreisen. Die Wahlbeteiligung lag bei den vergangenen Bürgerschaftswahlen 2008 mit 62,6 Prozent, 2004 mit 68,6 Prozent und 2001 mit 72,8 Prozent auf Höhe der Gesamtbeteiligung in Hamburg mit 63,5 Prozent, 68,7 Prozent und 71,0 Prozent.
Die Bevölkerungsdichte im Wahlkreis beträgt 3252 Einwohner/km² und liegt damit über dem Durchschnitt Hamburgs mit 2294 Einwohner/km². Die unter 18-Jährigen bilden einen Anteil von 17,4 Prozent an der Gesamtbevölkerung (Hamburg 15,7 Prozent), die über 65-Jährigen 22,5 Prozent (18,8 Prozent). Der Ausländeranteil liegt mit 9,0 Prozent im Wahlkreis unter dem Hamburger Durchschnitt von 14,8 Prozent. Der Anteil ausländischer Schüler beträgt 9,4 Prozent gegenüber durchschnittlich 15,6 Prozent in Hamburg.
In der Sozialstruktur weicht der Wahlkreis nicht wesentlich ab. 16,3 Prozent aller Wohnungen sind Sozialwohnungen (Hamburg 13,2 Prozent). Jedem Einwohner steht eine Wohnfläche von 37,1 Quadratmetern zur Verfügung (Hamburg 36,5 Quadratmeter), die Wohnungen sind mit 77,3 Quadratmetern überdurchschnittlich groß (71,8 Quadratmeter). Der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten lag im Jahre 2006 mit 48,4 Prozent auf dem Durchschnitt Hamburgs von 47,3 Prozent. Die Arbeitslosenquote lag im September 2006 bei 7,3 Prozent und damit leicht unter der Quote von 7,8 Prozent in ganz Hamburg. Ein großer Teil der Arbeitslosen erhält Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (Hartz IV), im Gebiet des Wahlkreises waren es im Juni desselben Jahres 5,1 Prozent der Bevölkerung, in Hamburg durchschnittlich 5,7 Prozent. 11,7 Prozent der Gesamtbevölkerung im Wahlkreis erhielten im September 2006 Hartz-IV-Leistungen. Das entspricht dem Durchschnitt von 11,9 Prozent in Hamburg.
Die Kriminalitätsrate liegt unter dem Hamburger Durchschnitt. Die Zahl der gesamten Straftaten je 1000 Einwohner beträgt 83 (Hamburg 137 je 1000 Einwohner), die Zahl der Gewaltdelikte vier (Hamburg fünf) und die Zahl der Diebstähle 41 je 1000 Einwohner (Hamburg 63).
Zur Bürgerschaftswahl in Hamburg 2008 traten im Wahlkreis Rahlstedt sieben Parteien mit eigenen Wahlkreislisten und insgesamt 33 Kandidaten an.[2]
64.801 Personen waren wahlberechtigt. Jeder Wähler hatte eine Stimme für die Landesliste und fünf Stimmen für die Wahlkreislisten. Diese fünf Stimmen konnten beliebig auf die Kandidaten und Gesamtlisten der Parteien verteilt werden. Die Wahlbeteiligung betrug bei der Landesliste 62,6 Prozent und bei den Wahlkreislisten 62,9 Prozent. 0,9 Prozent der abgegebenen Stimmzettel für die Landesliste sowie 3 Prozent der Stimmzettel für die Wahlkreislisten waren ungültig. Für die Landesliste wurden 40.199 gültige Stimmen abgegeben, für die Wahlkreislisten insgesamt 194.640.
Gewählte Abgeordnete:
| Partei | Landesliste in Prozent |
Wahlkreisliste Parteistimmen[3] in Prozent |
Landesliste | Wahlkreisliste Parteistimmen |
Wahlkreisliste Listenstimmen |
Wahlkreisliste Persönlichkeitsstimmen |
|---|---|---|---|---|---|---|
| CDU | 48,6 | 45,0 | 19.554 | 87.547 | 58.716 | 28.831 |
| SPD | 32,2 | 33,2 | 12.929 | 64.697 | 33.685 | 31.012 |
| GAL | 6,2 | 8,6 | 2.505 | 16.682 | 8.137 | 8.545 |
| FDP | 4,8 | 5,5 | 1.920 | 10.651 | 6.340 | 4.311 |
| Die Linke | 5,5 | 6,4 | 2.201 | 12.405 | 6.010 | 6.395 |
| Zentrum | 0,1 | 0,3 | 47 | 600 | 233 | 367 |
| HeimatHamburg | 0,5 | 1,1 | 213 | 2.058 | 1.599 | 459 |
Auf die Landeslisten der Parteien ohne eigene Wahlkreislisten entfielen 2,0 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen.
Zur Wahl der Bezirksversammlung Wandsbek traten im Wahlkreis Rahlstedt sieben Parteien mit eigenen Wahlkreislisten und insgesamt 43 Kandidaten an.[2]
Zur Wahl der Bezirksversammlung waren auch Staatsangehörige der Mitgliedstaaten der Europäischen Union wahlberechtigt.[4] Die Anzahl der Wahlberechtigten war mit 67.057 Personen deshalb größer als bei der Bürgerschaftswahl. Jeder Wähler hatte eine Stimme für die Landesliste und fünf Stimmen für die Wahlkreislisten. Diese fünf Stimmen konnten beliebig auf die Kandidaten und Gesamtlisten der Parteien verteilt werden. Die Wahlbeteiligung bei den Wahlkreislisten betrug 60,8 Prozent. 3,7 Prozent der abgegebenen Stimmzettel für die Wahlkreislisten waren ungültig. Insgesamt wurden 193.574 gültige Stimmen abgegeben.
| Partei | Sitze | Wahlkreisliste Parteistimmen[3] in Prozent |
Wahlkreisliste Parteistimmen |
Wahlkreisliste Listenstimmen |
Wahlkreisliste Persönlichkeitsstimmen |
|---|---|---|---|---|---|
| CDU | 3 | 44,5 | 86.161 | 59.246 | 26.915 |
| SPD | 3 | 33,1 | 64.006 | 34.307 | 29.699 |
| GAL | 1 | 9,4 | 18.190 | 9.479 | 8.711 |
| FDP | 0 | 5,1 | 9.964 | 6.126 | 3.838 |
| Die Linke | 0 | 6,4 | 12.432 | 6.320 | 6.112 |
| Zentrum | 0 | 0,3 | 667 | 301 | 366 |
| HeimatHamburg | 0 | 1,1 | 2.154 | 1.459 | 695 |
Die Bürgerschaftswahlen waren bis einschließlich 2004 reine Listenwahlen ohne Wahlkreise. Dargestellt werden deshalb im Zeitraum von 1966 bis 2004 (6.–18. Wahlperiode) die Wahlergebnisse im Stadtteil Rahlstedt. Für das Jahr 2008 (19. Wahlperiode) ist das Ergebnis der Landesliste, das für die Mehrheitsverhältnisse in der Bürgerschaft entscheidend ist, angegeben. Es werden nur die Parteien aufgeführt, die im dargestellten Zeitraum in mindestens einem Stadtteil einmal mehr als fünf Prozent der abgegebenen gültigen Wählerstimmen auf sich vereinen konnten. In der Summe kann das Ergebnis einer Wahl deshalb kleiner 100 Prozent sein. Alle Ergebnisse sind in Prozent angegeben.
| Partei | 1966 | 1970 | 1974 | 1978 | 6/1982 | 12/1982 | 1986 | 1987 | 1991 | 1993 | 1997 | 2001 | 2004 | 2008 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| CDU | 32,2 | 35,3 | 43,8 | 40,3 | 46,7 | 42,1 | 46,4 | 43,4 | 38,5 | 27,5 | 34,0 | 28,7 | 51,7 | 48,6 |
| SPD | 54,9 | 52,3 | 41,0 | 49,1 | 40,0 | 49,4 | 40,1 | 44,3 | 47,0 | 39,9 | 36,7 | 36,6 | 30,5 | 32,2 |
| GAL | 6,6 | 6,1 | 7,7 | 4,6 | 5,6 | 10,3 | 9,3 | 4,9 | 7,8 | 6,2 | ||||
| Die Linke | 5,5 | |||||||||||||
| FDP | 7,8 | 7,7 | 11,9 | 5,3 | 5,4 | 2,9 | 4,9 | 6,8 | 5,4 | 4,0 | 3,0 | 4,9 | 3,1 | 4,8 |
| DVU | 2,9 | 6,6 | 1,2 | 1,1 | ||||||||||
| Schill/Offensive D | 21,2 | 0,3 | ||||||||||||
| STATT | 6,6 | 4,4 | 0,4 | |||||||||||
| REP | 1,2 | 5,5 | 1,5 | 0,0 |
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Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."