Das Wacken Open Air (W:O:A) ist laut Angaben des Veranstalters das größte Metal-Festival der Welt und nach Rock am Ring auf dem Nürburgring das zweitgrößte jährlich stattfindende Open-Air-Festival Deutschlands. Es findet jährlich am ersten Augustwochenende in Wacken in Schleswig-Holstein statt. Im Jahr 2008 hatte das Festival offiziell 65.000 zahlende Besucher, insgesamt waren über 75.000 Teilnehmer auf dem Open-Air.
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Das Festival entstand 1990 und hatte anfangs kaum 800 Besucher. Die auftretenden Bands kamen alle aus Deutschland, in der Gruppe Skyline spielte Thomas Jensen, bis heute einer der Veranstalter, selbst E-Bass.
Heute kommen etwa ein Drittel der Besucher, die teilweise schon einige Zeit vor dem offiziellen Festivalbeginn anreisen, und der Großteil der Bands aus dem Ausland. Trotz der Größe des Festivals traten in der Vergangenheit keine relevanten Sicherheitsprobleme auf. Wie bei Festivals in dieser Größenordnung üblich, geraten jedoch die hygienischen Verhältnisse, die Preise, die Ordner und Überfüllung in die Kritik.
Jedoch versuchte man diese Kritikpunkte am Festival zu verbessern: So finden sich viele mobile Toilettenkabinen auf dem Festivalgelände. Auf den Campingbereichen sind neben Duschmöglichkeiten, wassergespülten Toiletten und Trinkwassertanks auch kleine in Zelten betriebene Supermärkte vorhanden.
Das gesamte Gelände hat mittlerweile eine Größe von knapp 200 Hektar erreicht, was der Größe von etwa 270 Fußballfeldern entspricht.
Das Festival stellt innerhalb der Metalszene einen der Höhepunkte des Jahres dar. Wie geschätzt das Open Air ist, zeigt die Tatsache, dass bereits viele namhafte Bands, wie etwa Saxon, Grave Digger oder Helloween, vor Ort Live-DVDs aufnahmen. Ferner begannen die Böhsen Onkelz ihre Abschiedstournee mit einem extra langen Auftritt auf dem W:O:A 2004.
Fand das Festival ursprünglich nur an zwei Tagen statt, so finden die Auftritte heute von Donnerstag bis Samstag, also an drei Tagen, statt. Der Donnerstag etablierte sich als „Night to Remember“, an ihm treten vornehmlich „klassische“ Hardrock-Bands auf, zum Beispiel im Jahr 2006 die Scorpions. 2007 gab es erstmals am Donnerstag die „Hellfest Stage“. Auf der eigentlichen Party Stage sollten jüngere und modernere Bands spielen, als Kontrastprogramm zur „Night to Remember“. Darüber hinaus wird die Veranstaltung von einem reichhaltigen Rahmenprogramm begleitet, neben einer – für Musikfestivals obligatorischen – Händlermeile wird seit 2000 ein Biergarten betrieben, in dem der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Wacken (Wacken Firefighters) das Festival bereits vor dem offiziellen Start eröffnet.
Um weniger mobile Fans bei passendem Rahmenprogramm in das norddeutsche Dorf zu bringen, fährt seit 2002 ein Sonderzug, der sogenannte „Metal Train“, jeweils zu Festivalbeginn und -ende von Zürich über viele große Städte nach Wacken und wieder zurück. Aus den skandinavischen Ländern, vor allem Schweden, aber auch aus Österreich werden jährlich Bustouren organisiert, die von mehreren Hunderten von Fans genutzt werden.
Im Jahr 2005 kam es erstmals zu einem schwerwiegenden Zwischenfall, als ein stark alkoholisierter 37-jähriger Familienvater rückwärts an die Seite eines Rettungswagens prallte und sich sehr schwere Kopfverletzungen zuzog, denen er später im Krankenhaus erlag.[1] Daraufhin organisierten die W:O:A-Organisatoren ein Spendenkonto und Benefizaktionen zur finanziellen Unterstützung der Familie des Unfallopfers. Auf dem W:O:A 2006 legten Zehntausende von Besuchern des Festivals eine Schweigeminute für den tödlich Verunglückten ein.
Die Campingflächen bestehen aus abgemähten Feldern, die bei ortsansässigen Bauern angemietet werden. Größeren Gruppen ist es möglich, eigene Campingflächen bereits im Vorfeld zu reservieren. Hierzu kann seit 2007 auch noch eine eigene Toilettenkabine bestellt werden.
Als Festivalmotto hat sich neben Faster, Harder, Louder der Satz See you in Wacken - Rain or Shine etabliert. Beide wurden bereits in den 1980er Jahren in ähnlicher Form auf dem Roskilde-Festival benutzt und von dort übernommen.
Um das Festival herum hat der Veranstalter ein breites Merchandising entwickelt. Neben festivaleigenen T-Shirts und einem breiten CD- bzw. DVD-Angebot wurden ebenfalls das Festival flankierende Printmedien herausgegeben. Im W:O:A-Historybook ist die Geschichte des Open Airs bis 2005 nachzulesen. Das vom Satiriker Till Burgwächter in Zusammenarbeit mit dem Comiczeichner Jan Oidium verfasste Buch Die Wahrheit über Wacken (Oidium Verlag) hingegen, das zudem als drei CDs umfassendes Hörbuch erhältlich ist, beleuchtet das Festival humorvoller. Wie weit das Merchandising mittlerweile gefasst wird, zeigt das Erscheinen eines Metal-Kochbuchs.
Jährlich erscheint der Wacken Metal Dream Girls-Kalender, dessen Models, unter denen auch Männer vertreten sind, online direkt von Metalfans gewählt werden können. Der Kalender grenzt ein Jahr allerdings nicht zwischen Januar und Dezember ein, sondern zwischen jeweils zwei Wacken Open Airs. Im Jahr 2005 wurde erstmals eine „eigene“ Biersorte, das Wacken Premium-Pils, angeboten. Es wurde in der bayerischen Maximiliansbrauerei hergestellt. Auf den folgenden W:O:As war dieses Bier ebenfalls erhältlich, stammte aber fortan aus der Flensburger-Brauerei. Zunächst gab es das Bier bis 2007 in Bügelverschlussflaschen, jedoch zwang die große Anzahl Glasscherben die Veranstalter zu einem Umstieg auf 0,5-Liter-Dosen. Die immer umfangreicher werdende Merchandising-Palette führte zu vermehrter Kritik, da es u.a. als rein profitorientiertes Handeln der Verantwortlichen betrachtet wird.
Neben den Aktivitäten im Merchandising Bereich, wurde 2008 erstmals versucht, das W:O:A Branding auf ein anderes Festival auszudehnen. Am 5. Juli fand in Aurich das "Wacken rocks Seaside" statt, das nach Veranstalterangaben im nächsten Jahr erneut stattfinden soll. Des Weiteren ist vom 16. bis 17. Mai 2009 ein „Wacken Rocks Brazil“ in São Paulo geplant.
Die folgende Grafik zeigt die vom Veranstalter veröffentlichte Entwicklung von Preisen, Besucherzahlen und die Bandanzahl der vergangenen Festivals.
Um auch unbekannte Metalbands zu fördern, findet jährlich vielerorts das „Metal Battle“ statt, für den sich junge Bands bewerben können und zunächst in kleineren Clubs gegen andere lokale Bands musikalisch antreten. Die von einer Fachjury ausgewählten Bands erhalten die Chance, auf dem W:O:A erstmals vor einem großen Publikum zu spielen. Bereits etablierte Bands touren in den Wintermonaten dagegen mit der „W:O:A-Roadshow“ durch die Welt, um außerhalb des Festivals in normalen Konzerthallen aufzutreten. Das Festival hat seit 2006 auch einen Internetradiosender, der rund um die Uhr senden soll.
2006 wurde ein neuer Besucherrekord aufgestellt, laut offiziellen Angaben besuchten 62.500 Menschen das Festival, womit laut Veranstalter „die Grenze des Machbaren erreicht sein sollte“. Dennoch hat der Veranstalter 2007 Veränderungen an der Struktur des Festivalgeländes vorgenommen, indem einer Nebenbühne, der „Party Stage“, eine größere Fläche zugewiesen wurde. Zudem soll es nicht mehr möglich sein, Eintrittskarten direkt am Festivalgelände zu erwerben, um so die Anzahl der spontanen bzw. kartenlosen Besucher einzudämmen. Die Teilnehmerzahlen konnten 2008 dennoch noch einmal auf diesmal 75.000 Teilnehmer, darunter 65.000 zahlende Gäste, steigen.
Bei der Preisverleihung am 11. März 2008 erhielt das W:O:A den Live Entertainment Award (LEA) für das Beste Festival des Jahres 2007.
Seit 1999 entstanden verschiedene Dokumentarfilme über das W:O:A. Anlässlich des 10-jährigen Bestehens wurde der Film „Metalheads“ auf DVD veröffentlicht, zum 15. W:O:A der Film „Nordland“ gedreht. Beide stammen von Thomas Greiner.
Der in den Jahren 2005 und 2006 entstandene Film „Full Metal Village“ von Regisseurin Sung-Hyung Cho portraitiert den Umgang der Wackener Bevölkerung mit dem Festival. Er wurde 2006 mit dem Hauptpreis des Hessischen Filmpreises und mit dem Schleswig-Holstein Filmpreis „Beste Dokumentation“ ausgezeichnet. 2007 bekam „Full Metal Village“ als erster Dokumentarfilm überhaupt den Max Ophüls Preis für Nachwuchsfilmemacher. Der WDR-Rockpalast portraitierte das Festival 2006 und 2007 in einer jeweils zweistündigen Dokumentation. Auch der Sender DMAX war mit einem Kamerateam dabei und brachte eine einstündige Dokumentation über den Aufbau des W:O:A 2007.
Das ZDF drehte über das Wacken Open Air 2008 die halbstündige Reportage „Ein Dorf und 100.000 Rockfans“.[2]
Allen Filmen gemeinsam ist, dass sie inhaltlich fast identisch sind, sie lassen die Besucher, Organisatoren und die Bürger von Wacken zu Wort kommen und stellen das Festival durchweg positiv dar. Nur in den beiden Rockpalast-Dokumentationen liegt der Schwerpunkt mehr auf Interviews mit den Musikern und den Auftritten der Bands.
Koordinaten: 54° 1' 42" N 9° 21' 22" O
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."