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| Wappen | Deutschlandkarte | ||
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| Basisdaten | |||
| Bundesland: | Hessen | ||
| Regierungsbezirk: | Darmstadt | ||
| Landkreis: | Wetteraukreis | ||
| Höhe: | 142 m ü. NN | ||
| Fläche: | 43,15 km² | ||
| Einwohner: | 9887 (31. Dez. 2007) | ||
| Bevölkerungsdichte: | 229 Einwohner je km² | ||
| Postleitzahl: | 61200 | ||
| Vorwahl: | 06036 | ||
| Kfz-Kennzeichen: | FB | ||
| Gemeindeschlüssel: | 06 4 40 024
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| Gemeindegliederung: | 5 Ortsteile | ||
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Hauptstr. 60 61200 Wölfersheim |
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| Webpräsenz: | |||
| Bürgermeister: | Rouven Kötter (SPD) | ||
Wölfersheim ist eine Gemeinde im Wetteraukreis in Hessen, Deutschland.
Inhaltsverzeichnis |
Wölfersheim liegt 40 km nördlich von Frankfurt am Main in der Wetterau, unweit der Städte Bad Nauheim und Friedberg (Hessen). Die Gemeinde liegt verkehrsgünstig an der A 45 mit eigener Ausfahrt „Wölfersheim“. Die Naherholungsgebiete Niddastausee und Vogelsberg liegen direkt vor der Haustür.
Wölfersheim grenzt im Norden an die Städte Münzenberg und Hungen (Landkreis Gießen), im Osten an die Gemeinden Nidda und Echzell, im Süden an die Städte Reichelsheim und Friedberg (Hessen), sowie im Westen an die Stadt Bad Nauheim und die Gemeinde Rockenberg (alle im Wetteraukreis).
Wölfersheim schloss sich durch die hessische Gebietsreform Ende der 70er Jahre aus den Ortsteilen Berstadt, Melbach, Södel, Wölfersheim und Wohnbach zusammen. Derzeit leben knapp 10.000 Menschen in der Großgemeinde.
Auf blauen Felde befindet sich eine Mauer mit drei Zinnentürmen. Aus dem Zinnekranz wächst ein Falke ohne Krallen über dem dann zwei nebeneinander gestellte Schilder schweben. Links das Trierer Kreuz, rechts der geteilte Falkensteinische-Münzenbergische Schild in rot-gelb (entgegen anderer Deutungen). [C 1]
Das Trierer Kreuz bezieht sich auf den letzten Ortsherrn aus dem Falkensteinischen Geschlecht, Werner von Falkenstein, der zugleich Erzbischof von Trier war. Er starb 1418 kinderlos. [C 2] Das Wölfersheimer Wappen ist umschriftet mit den Worten „Silligium opidi Wolffersheim“ (Die Stadt Wölfersheim). [C 3]
Das Wölfersheimer Wappen wurde am 28. März 1973 vom Hessischen Ministerium des Innern in Wiesbaden genehmigt und wird im „Hessischen Wappenbuch“ unter Nr. 594 und auch im Sammelwerk „Deutsche Wappen Bundesrepublik Deutschland“ geführt. [C 4]
Das Wappen des Ortsteils Wölfersheim wurde, nach der Eingemeindung von Södel, Melbach, Wohnbach und Berstadt durch die hessische Gebietsreform, für die gleichnamige Gemeinde übernommen und die Berechtigung zur Führung von Wappen, Dienstsiegeln und eventuellen Fahnen der anderen Ortsteile ist erloschen. [C 5]
Wölfersheim, der größte Ortsteil der gleichnamigen Gemeinde wurde erstmals im Jahre 1128 erwähnt. [C 6] Nach der Vollendung der Ortsbefestigung im Jahre 1408[1] bekam Wölfersheim unter der Regierung des letzten Falkensteiners, Werner von Falkenstein, die Stadtrechte und wurde somit zur Minderstadt. Zwar ist keine Entwicklung zur wirklichen Stadt erfolgt aber Wölfersheim wurde nun als Marktflecken, Befestigung, Oppidum oder „Schloss“ bezeichnet. Die Ringmauer um den heutigen Wölfersheimer Ortskern war 794 m lang und hatte vier Wehrtürme, nämlich den Weißen Turm, den Schwarzen Turm, den heutigen Kirchturm und den Narrenturm. Letzterer ist heute ein Turmstumpf und von einer Scheune auf einem Privatgrundstück umgeben, also nicht mehr von außen sichtbar. Es werden noch weitere Wehrtürme vermutet, jedoch ist die Existenz nicht nachweisbar. Umgeben von der Mauer war Wölfersheim damals vier Hektar groß. [2] Die gute Erhaltung der Wehrtürme lässt sich wohl aus der weiteren Nutzung begründen. Der Schwarze Turm wurde erst als Glockenturm für die Antoniuskapelle mitbenutzt, und wurde gleichzeitig bis heute ein Wohnturm. Der Weiße Turm wurde erst als Gefängnis, später als Armenhaus weiterverwendet. Einen anderen Wehrturm verwendete man als Glockenturm für die Evangelisch-reformierte Kirche weiter.
An der Südwestecke des kleinen Waldes „Bergheimer Wäldchen“ oder auch „Komthurberg“ stand einst das im Mittelalter mehrfach erwähnte Dorf Bergheim. Unklar ist, ob dieses Dorf vor oder während des Dreißigjährigen Krieges untergegangen ist.
Eine von Friedberg kommende Römerstraße zieht durch das Wölfersheimer und Wohnbacher Feld auf das Römerkastell Alteburg bei Arnsburg-Lich zu. Eine andere verläuft vom Kastell Echzell (zum Teil Echzeller Weg) kommend, fast unmittelbar an der Westseite des Dorfes vorüber und vereinigt sich zwischen Wohnbach und Münzenberg mit der ersten. Das Mittelstück der Straße Echzell–Arnsburg ist noch leicht an der Straße zwischen Wohnbach und Wölfersheim zu erkennen, ist aber im Laufe der Jahrhunderte durch die Flurbereinigung völlig verschwunden.Die Landstraße von Wohnbach nach Münzenberg bis zum Waldeingang hin ist ein Rest der Römerstraße. Dann geht sie weiter durch den Wald bis zur Gabelung mit der ersten. Ein mittelalterlicher Grenzstein markiert diesen Punkt.
In der Gemarkung Hinterwald, nur wenige Minuten westlich von der zuerst genannten Römerstraße entfernt befinden sich Reste eines römischen Gutshofes, der das steinerne Haus im Volksmund genannt wird. Diese Reste bestehen aus einem niedrigen annähernd quadratischen Wall in einer Breite von etwa 160 Schritten, der Mauerwerk in sich birgt, an der Ostseite, nach der Römerstraße zu, den Eingang noch jetzt erkennen lässt und in der Nähe der Westseite die Fundamente zweier quadratischer, etwa zwanzig Schritt breiter Bauwerke in sich fasst.
Auch findet man heute noch die Ruine eines römischen Signalturms an der Römerstraße circa 800 Meter nordwestlich vom Gutshof entfernt.Der Turm diente zur Signalübermittlung des Limes Systems und hatte auf Grund seiner hohen Lage wahrscheinlich Sichtkontakt zu den umliegenden Kastellen.Eine ähnliche Signalturmruine gibt es auf dem Johannisberg in Bad Nauheim.
Beim Bau der Autobahn A45 im Jahre 1976 wurden circa einen Kilometer westlich von Wohnbach am Waldrand zahlreiche Mauerreste entdeckt. Nach Einschaltung von Bodendenkmalpflegern wurde eine Villa rustica, ein römischer Gutshof, freigelegt, die seit Ende des letzten Krieges bekannt war. Die Entdeckung sprach sich sehr schnell herum und es fanden sich zahlreiche Besucher aus dem Dorf und der Umgebung ein, die die antiken Mauern, die noch bis zu einem Meter standen, bewundern konnten. Aus Zeitmangel konnte nicht alles freigelegt werden, weil der Bau der Autobahn fortgeführt werden musste und die Gebäude des Anwesens wurden wieder zugeschüttet. Die A45 Gießen-Hanau führt heute direkt über die Ruinen. Der Rest des Anwesens, das noch über 80 Meter über die Autobahnstraße hinaus reichte, wurde bei Feldregulierungsarbeiten völlig zerstört.
Ein weiterer, nicht an der Oberfläche sichtbarer römischer Gutshof „Auf dem Gleichen“, befindet sich in der nähe der Römerstraße Friedberg-Arnsburg bei der Sandkaute von Wölfersheim. Bei einer Befliegung der Luftbildarchäologie wurde entschieden den Brunnen des Anwesens zur Gewinnung von Vegetationsresten freizulegen da das Herrenhaus schon eine Länge von 50 Metern aufwies. Des Weiteren wurden einige Gräber des dazugehörigen Gräberfeldes ausgegraben. Das Grabmal einer wohlhabenden römischen Frau vom Gutshof Wohnbach gibt es im Wetterau-Museum in Friedberg zu bewundern.
Lange Jahre war Wölfersheim und das Umland geprägt vom Braunkohleabbau durch die PreussenElektra. Rund um Wölfersheim wurde in Tiefbaubetrieben und später auch im Tagebau Braunkohle gewonnen und im Braunkohlekraftwerk, welches lange Jahre das Wahrzeichen von Wölfersheim war, verarbeitet. 1804 entstand das erste Bergwerk, das das Vorkommen an Braunkohle, das sich über ein Gebiet von ca. 15 km erstreckte, im Tiefbau ausbeutete. Zunächst wurde Heizmaterial gewonnen. 1913 errichtete der hessische Staat ein Kraftwerk, um aus der Braunkohle Strom zu erzeugen. 1929 wurde es von der Preussenelektra übernommen, die ein Schwelkraftwerk errichtete. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es von einem Blockkraftwerk abgelöst. Anfang der 60er Jahre ging man zum Tagebau über. 1991 wurde die letzte Braunkohle verheizt, das Kraftwerk stillgelegt und später abgerissen. Heute zeugen noch Reste der Kühlanlage im Wölfersheimer See von dieser Zeit. Am Wölfersheimer Bahnhof sind sowohl ein Kohlezug, als auch ein Aschezug als Museumsstücke aufgestellt. Gegenüber dem Bahnhof wurde am 12. März 2006 im ehemaligen Umspannwerk das Bergbaumuseum Wölfersheim eröffnet, welches Sonntags von 15–18 Uhr geöffnet ist und den Besuchern einen Einblick in die Geschichte des Wölfersheimer Bergbaues gibt.
In Wölfersheim liegt an der Bundesautobahn 45 mit dem Autobahnanschluss Wölfersheim sowie den Bundesstraßen 455 und 489. Bahnhöfe der Strecke Friedberg–Wölfersheim/Södel ehemalige Bahnstrecke Friedberg–Mücke befinden sich derzeit noch in den Ortsteilen Melbach und Wölfersheim, früher auch in Berstadt Richtung Wohnbach.
Die Gemeinde liegt im Einzugsgebiet der Wetterauer Zeitung. Informationen über aktuelle Ereignisse und amtliche Bekanntmachungen beinhaltet der Gemeindespiegel, der jeden Freitag erscheint.
In Wölfersheim befindet sich die Singbergschule Wölfersheim. Diese ist eine Haupt- und Realschule mit Förderstufe und mit dem Schwerpunkt Musik. Sie wird ab dem neuen Schuljahr 2009/2010 durch die Einrichtung eines gymnasialen Zweiges ab der Klasse 5 eine Kooperative Gesamtschule.
In Södel befindet sich die Jim-Knopf-Schule. Diese ist eine Grundschule. Im Jahre 2004 wurde sie fertig gestellt und bietet nun über 400 Schülern aus allen Ortsteilen in zwanzig Grundschulklassen und vier Klassen pro Jahrgang, sowie einer Vorklasse Platz zum Lernen.
Wölfersheim bietet einen Hochseilgarten am Wölfersheimer See an, der im Sommer 2008 fertig gestellt wurde und auch einen Niedrigseilparcour enthält.
Fun- und Bolzplätze:
Die Kommunalwahl am 26. März 2006 lieferte folgendes Ergebnis:
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2006 |
Sitze 2006 |
% 2001 |
Sitze 2001 |
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| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 20,4 | 6 | 22,7 | 7 |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 53,3 | 17 | 52,5 | 16 |
| GRÜNE | Bündnis 90/Die Grünen | 8,2 | 3 | 5,8 | 2 |
| NPD | Nationaldemokratische Partei Deutschlands | 10,4 | 3 | 12,1 | 4 |
| FWG | Freie Wählergemeinschaft Wölfersheim | 7,8 | 2 | 6,9 | 2 |
| Gesamt | 100,0 | 31 | 100,0 | 31 | |
| Wahlbeteiligung in % | 47,9 | 56,9 | |||
Die vergangenen Bürgermeisterwahlen lieferten folgende Ergebnisse:
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Da der seit 1994 amtierende Bürgermeister Joachim Arnold (SPD) im Jahr 2008 zum Landrat des Wetteraukreises gewählt wurde, fanden am 25. Mai 2008 Neuwahlen statt. Aus diesen ging Rouven Kötter (SPD) mit 69,5 % als neuer Bürgermeister hervor. Die Wahlbeteiligung lag bei 58,4%.

Die Evangelisch-reformierte Kirche ist das Gotteshaus der evangelisch-reformierten Gemeinde in Wölfersheim. Sie gehört zu den größten barocken Saalkirchen Deutschlands und wurde in den Jahren 1717 bis 1740 erbaut. [5]
Der untere Teil des heutigen Kirchturms war früher ein Wehrturm der mittelalterlichen Ortsbefestigung. [6]
→ siehe Hauptartikel: Weißer Turm (Wölfersheim)
Der Weiße Turm ist das markanteste Wahrzeichen von Wölfersheim und mit seiner Höhe von 27 Metern war er das größte Bauwerk der im Jahre 1408 vollendeten Befestigungsanlage von Wölfersheim. Die Fertigstellung des Turmes erfolgte im Jahre 1408. So feierte man im Jubiläumsjahr 2008 mit mehreren Veranstaltungen und einem Festwochenende „600 Jahre Weißer Turm“. Der ursprüngliche Eingang ist auf der Höhe der ehemaligen Stadtmauer und wird demnächst wieder zugänglich gemacht.
→ siehe Hauptartikel: Schwarzer Turm (Wölfersheim)
Auch der viereckige Schwarze Turm war Teil der Stadtmauer. Früher hatte er ursprünglich vier runde Ecktürmchen und ein höheres Dach ohne Ziegel.
Der ehemalig amtierende Großherzogliche Bürgermeister Andreas Allwohn und der Gemeinderat beschlossen 1855 das vorher steinige, unebene und wüste Stück Land urbar zu machen. Heute ist aus dem Singberg ein schöner Park mit 18 Baumarten und ungefähr 10 Straucharten geworden, darunter sind auch seltene Sträucher und Bäume.
in Wölfersheim:
in Södel:
in Melbach:
in Wohnbach:
in Berstadt:
Chronik Wölfersheim Band I von 1128 bis 1900, herausgegeben im Jahre 1976
Sonstige
Altenstadt | Bad Nauheim | Bad Vilbel | Büdingen | Butzbach | Echzell | Florstadt | Friedberg (Hessen) | Gedern | Glauburg | Hirzenhain | Karben | Kefenrod | Limeshain | Münzenberg | Nidda | Niddatal | Ober-Mörlen | Ortenberg | Ranstadt | Reichelsheim (Wetterau) | Rockenberg | Rosbach v.d. Höhe | Wölfersheim | Wöllstadt