Netencyclo, The wikipedia mirror - Enzyklopädie : Würzburg

- Würzburg -

Würzburg :

femme russe

Würzburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Würzburg
Markierung
Deutschlandkarte, Position von Würzburg hervorgehoben
Koordinaten: 49° 48′ N, 9° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Kreisfreie Stadt
Höhe: 177 m ü. NN
Fläche: 87,63 km²
Einwohner: 135.212 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 1543 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 97070–97084 (alt: 8700)
Vorwahl: 0931
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindeschlüssel: 09 6 63 000
Stadtgliederung: 13 Stadtbezirke
mit 25 Stadtteilen
Adresse der Stadtverwaltung: Rückermainstraße 2
97070 Würzburg
Webpräsenz:
Oberbürgermeister: Georg Rosenthal (SPD)
Festung Marienberg mit „alter Mainbrücke“ im Vordergrund
Kiliansdom und Rathaus

Würzburg ist eine kreisfreie Stadt im bayerischen Regierungsbezirk Unterfranken mit Sitz der Regierung von Unterfranken, des Bezirks Unterfranken und des Landratsamtes Würzburg. Gegenwärtig hat die Stadt am Main, die eines der 23 Oberzentren des Freistaates Bayern ist, über 134.000 Einwohner und steht damit hinter München, Nürnberg und Augsburg an vierter Stelle unter den bayerischen Großstädten.

Die Stadt ist Bischofssitz der katholischen Diözese Würzburg. Die nächstgelegenen größeren Städte sind Frankfurt am Main, rund 120 Kilometer nordwestlich, Nürnberg 115 Kilometer südöstlich, Stuttgart 140 Kilometer südwestlich und Mannheim 177 Kilometer westlich. Im Jahr 2004 konnte Würzburg das 1300-jährige Stadtjubiläum feiern. Die weltberühmte Würzburger Residenz mit Hofgarten und Residenzplatz wurde 1981 in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geographie

Würzburg liegt zu beiden Seiten des Mains im mittleren Maintal (Maindreieck). Die Stadt wird überragt von der Festung auf dem Marienberg auf der westlichen Höhe einer Muschelkalkplatte, in die sich der Main eingesenkt hat.

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Würzburg. Sie werden im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden, genannt und gehören alle zum Landkreis Würzburg:

Veitshöchheim, Güntersleben, Rimpar, Estenfeld, Rottendorf, Gerbrunn, Randersacker, Eibelstadt, Reichenberg, Eisingen, Höchberg, Waldbrunn, Waldbüttelbrunn und Zell am Main

Nr. Stadtbezirk Bevölkerung
(31. Dezember 2006)
01 Altstadt 18.924
06 Frauenland 18.007
07 Sanderau 14.150
02 Zellerau 11.243
12 Lengfeld 11.234
08 Heidingsfeld 10.195
04 Grombühl 9.696
09 Heuchelhof 9.076
11 Versbach 6.921
03 Dürrbachtal 6.840
05 Lindleinsmühle 6.283
10 Steinbachtal 4.763
13 Rottenbauer 3.314
  Würzburg 131.320

[Bearbeiten] Stadtgliederung

Die folgenden ehemals selbständigen Städte und Gemeinden wurden nach Würzburg eingemeindet:

Das Stadtgebiet von Würzburg ist heute in 13 Stadtbezirke eingeteilt, die sich weiter in insgesamt 25 Stadtteile gliedern. Die Stadtbezirke und Stadtteile sind fortlaufend nummeriert. Bei der folgenden Übersicht sind die Stadtteile mit ihren Nummern den 13 Stadtbezirken zugeordnet:

Karte der Bezirke

01 Altstadt

  • Dom (01)
  • Neumünster (02)
  • Peter (03)
  • Innere Pleich (04)
  • Haug (05)
  • Äußere Pleich (06)
  • Rennweg (09)
  • Mainviertel (17)

02 Zellerau

03 Dürrbachtal

  • Dürrbachau (07)
  • Unterdürrbach (22)
  • Oberdürrbach (23)

04 Grombühl

05 Lindleinsmühle

06 Frauenland

07 Sanderau

08 Heidingsfeld

09 Heuchelhof

10 Steinbachtal

  • Steinbachtal (15)
  • Nikolausberg (16)

11 Versbach

12 Lengfeld

13 Rottenbauer


[Bearbeiten] Raumordnung

Würzburg ist das Oberzentrum der Planungsregion Würzburg, zu der die kreisfreie Stadt Würzburg und die Landkreise Kitzingen, Main-Spessart und Würzburg gehören. Dem Oberzentrum Würzburg sind folgende Mittelzentren zugeordnet: Kitzingen, Karlstadt, Lohr am Main, Marktheidenfeld und Ochsenfurt.

Klimadiagramm von Würzburg[1]

[Bearbeiten] Klima

Die mittlere Januar-Temperatur beträgt +0,6 °C, im Juli liegt die mittlere Temperatur bei +18,4 °C. Über das gesamte Jahr gesehen ergibt sich eine mittlere Temperatur von +9,2 °C. Die höchste je gemessene Temperatur stellen +38,5 °C am 28. Juli 1921 dar, die maximale Tiefsttemperatur waren −24,0 °C am 10. Februar 1956.

[Bearbeiten] Hochwasserstände

Alter Kranen

Der Wasserstand wird mit dem Messstab am Alten Kranen. gemessen: Normalstände an der Ufermauer des Mains, Hochwasserstände am Mauerwerk des Gebäudes Alter Kranen.

Extreme Hochwasserstände des 14. bis 19. Jahrhunderts sind am rechten Türpfosten am Eingang zum Grafeneckart markiert: das Jahrtausendhochwasser am Magdalenentag des 21. Juli 1342, weitere am 29. Februar 1784, am 27. Januar 1682 und am 30. März 1845.

Hochwasserstände des 20. Jahrhunderts sind an der Mauer des Alten Kranens dokumentiert: am 7. Februar 1909, 16. Januar 1920 und am 25. Februar 1970 (Wasserpegel 670 cm). Siehe auch Hochwasser in Würzburg.

[Bearbeiten] Geschichte

Würzburg um 1550 nach Sebastian Münster
Würzburg um 1650 in einem Stich Merians
Mainbrücke (um 1900)
Marienkapelle auf dem Würzburger Marktplatz
Altes Rathaus Grafeneckart

[Bearbeiten] Gründung und frühe Geschichte

Für die Zeit um 1000 v. Chr. ist eine keltische Fliehburg auf dem Marienberg nachgewiesen. Nach der Völkerwanderungszeit lassen sich die Franken in der Region nieder. Ab etwa 650 ist Würzburg fränkischer Herzogsitz. Im Jahr 689 missionierten die iro-schottischen Missionare Kilian, Kolonat und Totnan die Gegend. Die erste urkundliche Erwähnung datiert auf den 1. Mai 704.

[Bearbeiten] Mittelalter und Neuzeit

Nur Liste
Dieser Artikel oder Abschnitt besteht hauptsächlich aus Listen, an deren Stelle besser Fließtext stehen sollte.

Im 11. Jahrhundert gelangte eine Silbermünze aus Würzburg bis auf die Färöer, wie der Münzfund von Sandur belegt. Das erste Ritterturnier auf deutschem Boden wurde im Jahr 1127 in der Stadt am Main ausgetragen.

[Bearbeiten] Einwohnerentwicklung

Bevölkerungsentwicklung

Im Jahre 1880 hatte Würzburg 50.000 Einwohner. 1934 überschritt die Einwohnerzahl die Grenze von 100.000, wodurch sie zur Großstadt wurde. Durch die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges verlor die Stadt zwischen 1939 (108.000 Einwohner) und 1945 (53.000 Einwohner) rund die Hälfte (55.000) ihrer Bewohner. 1957 hatte die Bevölkerungszahl wieder den Vorkriegsstand erreicht. Ende Dezember 2004 lebten in Würzburg nach Fortschreibung des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung 133.539 Menschen mit Hauptwohnsitz – historischer Höchststand. Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse¹ oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die ortsanwesende Bevölkerung, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung. Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr Einwohner
1200 5.000
1512 5.365
1571 8.590
1621 9.782
1703 13.883
1787 18.070
1813 19.925
1. Juni 1830 ¹ 21.672
3. Dezember 1846 ¹ 22.650
3. Dezember 1852 ¹ 29.848
3. Dezember 1855 ¹ 32.598
3. Dezember 1861 ¹ 36.119
3. Dezember 1864 ¹ 41.575
3. Dezember 1867 ¹ 42.185
1. Dezember 1871 ¹ 40.005
Jahr Einwohner
1. Dezember 1875 ¹ 44.975
1. Dezember 1880 ¹ 51.014
1. Dezember 1885 ¹ 55.010
1. Dezember 1890 ¹ 61.039
2. Dezember 1895 ¹ 68.747
1. Dezember 1900 ¹ 75.499
1. Dezember 1905 ¹ 80.327
1. Dezember 1910 ¹ 84.496
1. Dezember 1916 ¹ 71.044
5. Dezember 1917 ¹ 70.923
8. Oktober 1919 ¹ 86.571
16. Juni 1925 ¹ 89.910
16. Juni 1933 ¹ 101.003
17. Mai 1939 ¹ 107.515
31. Dezember 1945 52.999
Jahr Einwohner
29. Oktober 1946 ¹ 55.604
13. September 1950 ¹ 78.443
25. September 1956 ¹ 102.950
6. Juni 1961 ¹ 116.883
31. Dezember 1965 122.067
27. Mai 1970 ¹ 117.147
31. Dezember 1975 112.584
31. Dezember 1980 128.652
31. Dezember 1985 127.997
25. Mai 1987 ¹ 123.378
31. Dezember 1990 127.777
31. Dezember 1995 127.295
31. Dezember 2000 127.966
31. Dezember 2005 129.628
31. Dezember 2006 131.320

¹ Volkszählungsergebnis

[Bearbeiten] Religion

2006 im Zuge der äußerlichen Restaurierung freigelegte Westfassade des Kiliansdomes

[Bearbeiten] Christentum

Würzburg wurde 741/742 Sitz eines Bistums, das sich neben seinem geistlichen Gebiet bald auch ein weltliches Herrschaftsgebiet schaffen konnte (Fürstbistum ab 1168 beziehungsweise Hochstift Würzburg). Oberster Herr dieses Territoriums war der Bischof, später der Fürstbischof.

Die Reformation konnte im Bistum zunächst Fuß fassen, wurde dann aber vor allem durch die Gegenreformation ab 1586 stark unterdrückt. Die Anhänger des Luthertums wurden aus der Stadt verbannt. Während der schwedischen Besatzung konnten die Protestanten vorübergehend wieder Fuß fassen. 1633 wurde ihnen für ein Jahr sogar der Dom zur Benutzung eingeräumt. Doch brachte erst das bayerische Religionsedikt von 1803 eine Gleichbehandlung beider Konfessionen. Im selben Jahr erhielten die Protestanten die Kirche des säkularisierten St.-Stephans-Klosters. Später wurden weitere Gemeinden gegründet. Alle Gemeinden gehören von Anfang an zur Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und sind Teil des Dekanats Würzburg innerhalb des Kirchenkreises Ansbach-Würzburg. Heute haben auch verschiedene Freikirchen in Würzburg ihre Gemeinden gegründet; die meisten sind in der Evangelischen Allianz zusammengeschlossen. Das 1803 säkularisierte Fürstbistum Würzburg wurde 1821 als eigenständiges Bistum innerhalb der Kirchenprovinz Bamberg neu umschrieben. Innerhalb dieses Bistums gehören heute die Pfarrgemeinden der Stadt zum Dekanat Würzburg Stadt

[Bearbeiten] Jüdische Gemeinde

Würzburg ist Sitz einer alten jüdischen Gemeinde, die erstmals 1147 erwähnt wurde. Ihre Blütezeit hatte sie im 12. und 13. Jahrhundert. 1298, 1336/1337 und 1349 kam es zu Pogromen gegen die jüdischen Einwohner der Stadt und auch des Umlandes. Vom 15. bis zum 17. Jahrhundert wurden die Juden immer wieder aus der Stadt verwiesen. 1803 konnte sich nach mehr als 150 Jahren wieder eine jüdische Familie in Würzburg niederlassen. Am 2. August 1819 war Würzburg der Ausgangspunkt der Hep-Hep-Unruhen, die sich gegen jüdische Bürger richteten. Um 1900 erreichte die jüdische Gemeinde mit annähernd 2.500 Mitgliedern ihren höchsten Stand. Bei den Novemberpogromen 1938 starben in Würzburg mindestens vier Menschen. Im November 1941 begann die Deportation der verbliebenen Würzburger Juden in Konzentrationslager. Die jüdische Gemeinde hörte 1943 auf zu existieren. Bereits wenige Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde in Würzburg eine neue jüdische Gemeinde gegründet, die im Jahr 1970 eine neue Synagoge erhielt. Bis zur Shoa gab es sieben Synagogen in Würzburg. Am 23. Oktober 2006 wurde nach fünfjähriger Bauzeit das neue jüdische Gemeinde- und Kulturzentrum eröffnet, das den Namen Shalom Europa trägt. Die Zahl der Gemeindemitglieder ist durch Kontingentflüchtlinge auf ca. 1.100 gestiegen. Seit August 2001 gibt es wieder einen Rabbiner in Würzburg.

[Bearbeiten] Islam

An der Edith-Stein-Straße befindet sich die 2005 von der Ahmadiyya-Gemeinde erbaute Moschee Baitul Alim (Haus der Gelehrten).

[Bearbeiten] Andere Religionsgemeinschaften

Würzburg ist der Hauptsitz der Glaubensgemeinschaft Universelles Leben.

[Bearbeiten] Politik

Die Stadt wurde schon seit ihrer Gründung vom Rat und vom Bürgermeister verwaltet. Der Rat ist seit 1256 bezeugt. An dessen Spitze stand der Schultheiß. Später gab es einen „Alten Rat“ und einen „Neuen Rat“. Der Alte Rat, auch Oberrat genannt, war die bischöfliche Aufsichtsbehörde, der neue Rat hatte kaum Befugnisse. Nach den Bauernkriegen wurden die bürgerlichen Freiheiten nahezu ganz eingeschränkt. Ein Denkmal in den Grünanlagen unterhalb der Residenz erinnert an die Bauernkriege. An der Spitze der Stadt stand fortan der vom Bischof eingesetzte Stadtschultheiß. Anfang des 18. Jahrhunderts wurden der innere und der äußere Rat zu einem Kollegium vereinigt. 1818 erhielt die Stadt jedoch durch das Bayerische Gemeindeedikt wieder ihre Selbstverwaltung. An der Spitze der Stadt stand fortan der Erste Bürgermeister, der ab 1920 den Titel Oberbürgermeister erhielt.

Die Regierenden Würzburgs seit 1797:

  • 1797–1820: Georg Ignaz Brock
  • 1821–1832: Wilhelm Josef Behr
  • 1835–1840: Sebastian Benkert
  • 1840–1852: Matthäus Johann Bermuth
  • 1853–1859: Josef Friedrich Treppner
  • 1859–1862: Ludwig Weis
  • 1862–1865: Jakob Hopfenstätter
  • 1866–1884: Georg Zürn
  • 1884–1899: Johann Georg Ritter von Steidle
  • 1900–1913: Philipp Ritter von Michel
  • 1913–1917: Max Ringelmann
  • 1918–1920: Andreas Grieser
  • 1921–1935: Hans Löffler
  • 1935–1945: Theo Memmel
  • 1945–1946: Gustav Pinkenburg
  • 1946: Michael Meisner
  • 1946–1948: Hans Löffler
  • 1948–1949: Karl Grünewald
  • 1949–1956: Franz Stadelmayer
  • 1956–1968: Helmuth Zimmerer, FWG
  • 1968–1989: Klaus Zeitler, SPD
  • 1990–2002: Jürgen Weber, WL
  • 2002–2008: Pia Beckmann, CSU
  • seit 1. Mai 2008: Georg Rosenthal, SPD

Bei der Oberbürgermeisterwahl 2008 kam es zwischen der Amtsinhaberin Pia Beckmann (41,3 %) und ihrem SPD-Herausforderer Georg Rosenthal (24,7 %) zur Stichwahl. Weitere Kandidaten waren Matthias Pilz (GRÜNE, 16,3 %), Benedikt Kuttenkeuler (Würzburger Liste, 14,6 %) und Uwe Dolata (ÖDP, 3,0 %).

In der Stichwahl konnte der SPD-Kandidat sich dann überraschend gegen Amtsinhaberin Pia Beckmann mit 52,5 % gegen 47,5 % durchsetzen. Die Wahlbeteiligung betrug dabei lediglich 41,0 %. Am niedrigsten fiel sie in Grombühl mit 30,0 %, am höchsten in Rottenbauer mit 52,6 % aus. Die CSU-Kandidatin setzte sich zwar in Heidingsfeld, am Heuchelhof- mit 56,9 % ihr bestes Ergebnis- und Rottenbauer durch, verlor aber in allen anderen Stadtteilen. Georg Rosenthal erzielte sein bestes Ergebnis in der Zellerau mit 59,4 %, sein schlechtestes am Heuchelhof mit 43,1 %.

Ort Wahlbeteiligung in % Pia Beckmann, CSU, in % Georg Rosenthal, SPD, in %
Altstadt 37,3 46,5 53,5
Dürrbachtal 50,5 47,5 52,5
Frauenland 43,7 46,4 53,6
Grombühl 30,0 43,0 57,0
Heidingsfeld 45,9 51,2 48,8
Heuchelhof 33,5 56,9 43,1
Lengfeld 45,0 48,8 50,2
Lindleinsmühle 38,4 46,6 53,4
Rottenbauer 52,6 54,6 45,4
Sanderau 40,0 47,6 52,4
Steinbachtal 50,8 45,7 54,3
Versbach 47,5 46,8 53,2
Zellerau 36,3 40,6 59,4
GESAMT 41,0 47,5 52,4

[Bearbeiten] Wappen

Das Wappen der Stadt Würzburg zeigt in Schwarz eine schräg gestellte, eingekerbte, von Rot und Gold gevierte Fahne an silberner Lanzenstange. Die Stadtflagge ist Rot-Gelb mit aufgelegtem Wappen.

Die Fahne als Ortswappen taucht seit dem zweiten Drittel des 16. Jahrhunderts auf. Es handelt sich um die Fahne des alten Herzogtums Franken, jedoch in anderer Farbgebung. Ferner war die Fahne des Herzogtums nicht geviert. Seit 1570 wird die Fahne auch ausnahmslos in den Siegeln der Stadt verwendet.

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

Der Mwanza-Weg im Stadtteil Heuchelhof

Die Stadt Würzburg unterhält mit folgenden Städten, nach denen im Stadtteil Heuchelhof auch einige Straßen benannt sind, eine Städtepartnerschaft:

Frankreich Caen (Frankreich), seit 1962
Vereinigtes Königreich Dundee (Vereinigtes Königreich), seit 1962
USA Rochester (Vereinigte Staaten), seit 1964
Tansania Mwanza (Tansania), seit 1966
Japan Ōtsu (Japan), seit 1979
Spanien Salamanca (Spanien), seit 1980
Deutschland Suhl (Deutschland), seit 1988
Schweden Umeå (Schweden), seit 1992
Irland Bray (Irland), seit 2000

[Bearbeiten] Patenschaft

Patenschaft für die aus der Stadt und dem Kreis Trautenau (Tschechische Republik) vertriebenen Sudetendeutschen, seit 1956.

[Bearbeiten] Sport

Würzburg beheimatet den Schwimmverein SV Würzburg 05. Dessen Wasserballmannschaft ist fünfmaliger deutscher Meister und spielt in der deutschen Wasserball-Liga DWL (Saison 2006/2007). Mit Annika Lurz und Thomas Lurz stellt der SVW 05 zwei Ausnahmeathleten der deutschen Schwimmszene.

Würzburg ist im Tischtennis durch die Müller Würzburger Hofbräu in der Tischtennis-Bundesliga vertreten. Die 1. Herren Mannschaft wurde am 19. Juni 2005 erstmals Deutscher Meister.

Basketball wurde in Würzburg lange Jahre in der 1. Basketball-Bundesliga (BBL) gespielt. Im Würzburger Basketball wurden der jetzige NBA-Spieler Dirk Nowitzki und die deutschen Nationalmannschafts-Spieler Robert Garrett und Demond Greene „groß“. Das damalige Erstligateam musste nach sieben erfolgreichen BBL-Jahren in der Saison 2004/2005 sportlich und wirtschaftlich Insolvenz anmelden. Der nachfolgende Versuch des USC Mainfranken Basket, in der 2. Basketball-Bundesliga Fuß zu fassen, scheiterte noch in derselben Saison. Nach einem Jahr Pause im höherklassigen Basketball steht in der Saison 2007/2008 mit den SC Heuchelhof Würzburg Baskets ein von zwei passionierten Managern in Kooperation mit dem örtlichen Verein SC Heuchelhof geführtes Projekt in der 1. Regionalliga in den Startlöchern auf dem Weg zurück in den Profibasketball.

Beim Fußball sind vor allem die traditionsreichen Rivalen Würzburger FV und Würzburger Kickers hervorzuheben, die beide bereits in der 2. Fußball-Bundesliga gespielt haben.

In und um Würzburg wird erfolgreich Ju-Jutsu betrieben. So werden in Heidingsfeld erfolgreich Wettkämpfe bestritten, die Ju-Jutsu-Abteilung des Sportverein Oberdürrbach hat gar zwei Weltmeister und einen Vizeweltmeister hervorgebracht.

Der Radsport wird von der Radsportgemeinschaft Würzburg gefördert. Neben einer regulären Radtourenfahrt, der „Mainfrankentour“ wird jährlich noch die Kiliani Radeltour ausgerichtet, die vor allem Gelegenheitsfahrer ansprechen soll. Ansonsten zeichnet sich der Verein durch regelmäßige, öffentliche Trainingstreffs für Rennrad, sowie für Mountainbike aus.

Die Abteilung Rhönrad der Turngemeinde Würzburg ist seit Jahren sehr aktiv. Neben zahlreichen Erfolgen bei Landes- und Bundesklassewettkämpfen konnten sich die TGWler auch international behaupten. Claudia Renz wurde 1997 Weltmeisterin im Geradeturnen mit Musik. Isabell Gramß schafft es in der Jugendklasse sich auf den 3. Platz der Rhönrad-Weltmeisterschaft 2005 zu turnen.

Alljährlich im Frühjahr locken zwei etablierte Laufveranstaltungen jeweils mehrere tausend Läufer in die Stadt. Der Würzburger Residenzlauf findet regelmäßig im April statt und führt auf 10 Kilometern in vier Runden um die Residenz. Im Mai findet der Würzburg-Marathon statt. Die Marathondistanz führt in zwei unterschiedlichen Runden durch die Stadt.

Zur Fußball-WM 2006 in Deutschland war Würzburg Gastgeber des Nationalteams von Ghana.

Des Weiteren hat der am Hubland sesshafte Hockey und Tennis Club Würzburg (HTCW), die Chance mit der 1.Herrenmannschaft in die 2.Regionalliga aufzusteigen. Die Jugendmannschaften des Vereins haben in den letzten Jahren viele regionale und deutschlandweite Titel gewonnen. Die Jugendmannschaft des Jahrgangs 1990 und 1991 zum Beispiel, hat schon vier bayerische und eine süddeutsche Meisterschaft gewonnen.

[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur

Würzburger Altstadt von der Festung Marienberg aus

Die Stadt ist durch ihre Hochschulen, die Julius-Maximilians-Universität, die Musikhochschule und die Fachhochschule geprägt, die über 5.500 wissenschaftliche und technische Angestellte und Beamte sowie Versorgungs- und Verwaltungspersonal beschäftigen (Stand: 2003). Nächstgrößter Arbeitgeber mit etwa 5.000 Angestellten und Beamten ist die Stadt Würzburg selbst. Größter industrieller Arbeitgeber ist die Koenig & Bauer AG (KBA), einer der größten Hersteller von Druckmaschinen weltweit. Würzburg ist ebenso der Produktions- und Verwaltungsstandort von NOELL, einem der führenden deutschen Brückenkranhersteller. Weiterhin hat die Firma MERO, bekannt für die Raumfachwerke und Stahl-Glaskonstruktionen, ihren Hauptsitz in Würzburg. Mit der Würzburger Hofbräu ist eine weitere börsennotierte Aktiengesellschaft ansässig. Als größeres Handelsunternehmen ist die Duttenhofer Gruppe zu nennen. Die Vogel Medien Gruppe hat ihren Hauptsitz in Würzburg.

Industrie und Gewerbe sind zumeist kleine und mittelständische Betriebe in den Industriegebieten Hafen, Aumühle und Würzburg-Ost.

Anders als im benachbarten Bereich Schweinfurt, wo eher Großindustrie und Maschinenbau sesshaft wurden, ist Würzburg das Dienstleistungszentrum der Region. Die Arbeitslosenquote lag im Juni 2008 bei 5,5 Prozent.

[Bearbeiten] Beschäftigungsstruktur

Wirtschaftszweig Sozial-
versicherungs-
pflichtig
Beschäftigte
Anteil an den
Gesamt-
Beschäftigten
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei 300 0,4 %
Bergbau; Gew. von Steinen und Erden 0 0,0 %
Verarbeitendes Gewerbe 13.732 19,8 %
Energie- und Wasserversorgung 692 1,0 %
Baugewerbe 2.966 4,3 %
Handel; Inst., Rep. von Kfz. und Gebrauchsg. 14.078 20,3 %
Gastgewerbe 2.459 3,6 %
Verkehr und Nachrichtenübermittlung 3.941 5,7 %
Kredit- und Versicherungsgewerbe 3.099 4,5 %
Dienstleistungen für Unternehmen, Immobilien 21.593 31,1 %
Öffentl. Verwaltung u. ä. 6.433 9,3 %
Summe 69.293 100,0 %

Stadtgebiet Würzburg-Beschäftigte 2002;[6]

[Bearbeiten] Verkehr

Würzburg ist historisch ein bedeutender Knotenpunkt für den Verkehr. Diese ursprünglich durch den Main hervorgerufene verkehrszentrale Lage wird heute durch die Autobahnen und die Deutsche Bahn bestimmt.

[Bearbeiten] Straßenverkehr

A 3 Grenze NiederlandeRuhrgebietFrankfurt am MainWürzburgNürnbergRegensburgPassau - Grenze Österreich
A 7 Grenze DänemarkHamburgHannoverKasselWürzburgUlmFüssen - Grenze Österreich
A 81 WürzburgHeilbronnStuttgartSingen (Hohentwiel)
B 8 Grenze NiederlandeRuhrgebietFrankfurt am MainWürzburgNürnbergRegensburgGrenze Österreich
B 13 WürzburgAnsbachEichstättIngolstadtUnterschleißheimMünchenBad TölzSylvensteinstausee
B 19 EisenachMellrichstadtWürzburgUlmOberstdorfGrenze Österreich
B 22 Würzburg (Mainfrankenpark)BambergBayreuthWeiden in der OberpfalzCham
B 27 BlankenburgGöttingenFuldaWürzburgLudwigsburgStuttgartTübingenDonaueschingenGrenze Schweiz

Einige größere Projekte stehen auf der Warteliste: Zum einen die geplante B 26n von der A 3 Anschlussstelle-Helmstadt über Karlstadt, Arnstein bis zur A 7 Autobahnkreuz-Werneck. Ein neuer Anschlussknoten an der B 19 im Stadtteil Lengfeld, an welchem ein IKEA-Kaufhaus angesiedelt wird, ist im Bau.

Blick auf den alten Hafen
Gleistrassen des Hauptbahnhofes in Würzburg
Blick auf Main, alten Hafen sowie „Brücke der Deutschen Einheit“

[Bearbeiten] Öffentlicher Personennahverkehr

Hauptartikel: Straßenbahn Würzburg, Omnibusverkehr im Raum Würzburg

Das Stadtgebiet von Würzburg ist ebenso wie der Landkreis in den Verkehrsverbund Mainfranken eingegliedert. Innerhalb dieses Tarifverbundes können alle Linien des öffentlichen Personennahverkehrs zu einheitlichen Preisen genutzt werden. Eine Ausdehnung des Verkehrsverbundes auf benachbarte Landkreise ist beabsichtigt, jedoch noch nicht konkretisiert. Es besteht eine Übergangsregelung mit dem Verkehrsverbund Rhein-Neckar(VRN).

Das Rückgrat des ÖPNV in Würzburg sind fünf Straßenbahnlinien, die ein Streckennetz von 19,7 Kilometern Länge bedienen. Zuletzt wurde 1989 eine Neubaustrecke in den Stadtteil Heuchelhof eröffnet sowie 1996 deren Fortsetzung in den Stadtteil Rottenbauer. Eine verbesserte Straßenbahnanbindung des Universitätsklinikums soll mittels einer weiteren Neubaustrecke in absehbarer Zeit erfolgen, über die Anbindung weiterer Stadtteile und Umlandgemeinden wird ebenfalls nachgedacht, konkrete Planungen bestehen für eine neue Linie zum Hubland. Betreiber des Straßenbahnnetzes ist die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH.

Weiterhin verkehren in Würzburg zahlreiche Stadt- und Regionalbuslinien, die von der Omnibus-Betriebsgesellschaft (NVG), einem Tochterunternehmen der WSB, der Omnibusverkehr Franken GmbH sowie einer Reihe weiterer privater Omnibusunternehmen versorgt werden. Hauptknotenpunkt des Omnibusverkehrs ist der Busbahnhof am Hauptbahnhof.

[Bearbeiten] Schienenverkehr

Würzburg ist überregionaler Knotenpunkt im Personenverkehr der Deutschen Bahn. Es kreuzen sich eine Nord-Süd-Verbindung von Hamburg, Bremen, Hannover und Kassel nach Nürnberg und München sowie die von Nordwest nach Südost verlaufende Trasse aus dem Ruhrgebiet, dem Rheinland und Frankfurt am Main nach Regensburg, Passau, Wien und weiter nach Budapest. Richtung Norden, Westen und Osten bestehen mindestens stündliche Verbindungen im Fernverkehr. Am Hauptbahnhof bestehen pro Stunde zwei Taktknoten mit Anschlüssen in alle Richtungen.

Das Empfangsgebäude des Hauptbahnhofes stammt aus den 1950er Jahren und wurde seitdem nur geringfügig verändert. Eine Modernisierung ist demzufolge vonnöten und wird von der Stadt bereits seit den 1990er Jahren geplant, konnte bislang jedoch nicht verwirklicht werden. Neben dem Hauptbahnhof existieren in Würzburg noch die Stationen Süd und Zell, die allerdings nur eine untergeordnete Bedeutung haben und lediglich im Regionalverkehr bedient werden.

Im Güterzugverkehr hat Würzburg seine frühere Knotenpunktfunktion mit der Stilllegung seines Rangierbahnhofes im Februar 2005 vollständig verloren.

[Bearbeiten] Luftverkehr

Sportflieger starten und landen auf dem 3,5 Kilometer nordwestlich vom Stadtzentrum gelegenen Flugplatz Würzburg-Schenkenturm oder dem 5 km entfernten Sonderlandeplatz Hettstadt, der von der „Fluggruppe Hermann Köhl e. V.“ betrieben wird. Geschäftsreisejets können den Flugplatz Giebelstadt im Landkreis Würzburg anfliegen. Dieser Fluglatz wurde bis vor kurzem von den US-Streitkräften genutzt. Er soll von einer privaten Betreibergesellschaft u.a. unter Beteiligung der Firma Knauf betrieben werden..

[Bearbeiten] Medien

In Würzburg unterhält der Bayerische Rundfunk (BR) das Regionalstudio Mainfranken des Studio Franken und auf der Frankenwarte eine Sendeanlage für UKW, Mittelwelle und DVB-T mit einem gegen Erde isolierten, abgespannten 111 m hohen Stahlfachwerkmast. Das Regionalstudio beherbergt jeweils ein Hörfunk- und Fernsehstudio. Von Montag bis Freitag wird von dort für Unterfranken das Regionalprogramm „Mittags in Mainfranken“ für Bayern 1 produziert. Dienstags und Donnerstags kommt aus Würzburg der „Heimatspiegel“ für die „Nordkette“ Franken von Bayern 2. Weitere Berichte aus der Region werden nach Bedarf von Würzburg nach Nürnberg oder München für die weiteren Hörfunkprogramme zugeliefert. Zudem liefert das mainfränkische Fernsehstudio des BR Bilder für die ARD.

Bis 1999 wurde für den Mittelwellensender die Sendefrequenz 520 kHz genutzt. Diese Frequenz liegt nicht im offiziellen Mittelwellenband und somit konnte der nur 200 Watt starke Würzburger Sender, der zusammen mit dem gleich starken Sender in Hof im Gleichwellenbetrieb betrieben wurde, gut zum Test der Ausbreitungsbedingungen im Mittelwellenbereich genutzt werden. Da viele moderne Radios die Frequenz 520 kHz nicht mehr empfangen konnten, erfolgte 1999 eine Frequenzänderung auf 729 kHz.

Ferner besteht dort die private Funkhaus-Würzburg-Studiobetriebs-GmbH, welche die beiden Hörfunkprogramme 106,9 Radio Gong sowie Charivari.fm mit „Radio Opera“ veranstaltet. Sie versorgen die Region Mainfranken mit regionalen Informationen.

Seit 1987 gibt es noch einen lokalen Fernsehsender namens TV Touring, der nicht nur im regionalen Kabelnetz, sondern auch über Franken-SAT zu empfangen ist. Ehemals waren es sogar zwei Sender, die Würzburg abwechselnd mit Lokalfernsehen versorgten. In den Anfangsjahren war auch noch die RTU (Radio Television Unterfranken) zu sehen, deren Gesellschafter die Zeitungsgruppe Main-Post war.

Als Rundfunksender der amerikanischen Streitkräfte sendet AFN (American Forces Network) ebenfalls in Würzburg von einem kleinen, gegen Erde isolierten, abgespannten Stahlfachwerkmast, auf dem Areal der US-Streitkräfte auf Mittelwelle und UKW.

Bis 1992 gab es in Würzburg auch noch einen dritten Lokalsender mit dem Namen Radio W1. Er startete am 8. Mai 1987 und teilte sich die UKW-Frequenz mit Main-Radio (heute: Radio Charivari) und Radio Mainland (heute: Radio Gong).Eine beliebte Rubrik war der wöchentliche Szenebericht „Kai war dabei“. Dieser Sender bekam später die eigenständige Frequenz 95,8 MHz zugewiesen. Der Sendebetrieb wurde zum 1. Oktober 1992 unter anderem aus finanziellen Gründen eingestellt. Zunächst war auf dieser Frequenz bis zum 31. März 2008 das 24 Stunden-Volksmusikprogramm Radio Melodie zu hören. Am 21. November 2008 startete das Jugendradio egoFM.

Zusätzlich ist Klassik Radio in Würzburg auf 92,1 MHz terrestrisch empfangbar.

Als Tageszeitungen erscheinen die Main-Post und das katholische Volksblatt (welches aber nur eine Auflage von etwa 12.000 hat), vertrieben durch die Main-Post-Verlagsgruppe (gehört zur Verlagsgruppe Holtzbrinck) mit Sitz in Würzburg/Heuchelhof. Aus diesem Hause erschien am 29. Januar 2004 auch die erste lokale Wochenzeitung Europas im Tabloid-Format, Boulevard Würzburg, die am 1. März 2007 in neun7 umbenannt wurde. Die Main-Post-Verlagsgruppe gibt auch markt, das größte Verbrauchermagazin in Unterfranken mit einer Gesamtauflage von über 625.000 Exemplaren, das jeden Mittwoch kostenlos an alle mainfränkischen Haushalte verteilt wird, heraus.

Weitere kostenlose Anzeigenblätter sind wob (mittwochs in Stadt und Landkreis Würzburg) und primaSonntag (sonntags nur im Stadtgebiet).

Über kulturelle Veranstaltungen im Raum Mainfranken informiert monatlich das Magazin Leporello. Ferner gibt es FRIZZ – Das Magazin (seit 2003), das mit einer IVW-geprüften Auflage monatlich erscheint. Für den Leser ist es kostenlos und liegt an rund 700 Auslagestellen in und um die Stadt aus. Es ist Mitglied im Bewegungsmelderverbund und informiert über sämtliche Veranstaltungen aus den Bereichen Lifestyle, Kultur, Musik usw. und enthält unter anderem den offiziellen Mensaplan der Uni-Mensa. Daneben erscheint noch Xity, das seit dem 25. Januar 2007 mit einem kostenlosen TV-Programm erscheint. Es informiert die Leser auch über Events, News und Angebote über die Stadt und bietet für sie zudem noch eine kostenlose Heftreservierung an.

Vier Mal pro Jahr (Januar, April, Juli und Oktober) erscheint kostenlos für Mitarbeiter, Studierende und die Öffentlichkeit Blick, die Zeitschrift der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, die unter anderem über Themen aus der Forschung informiert. Bis Juli 2006 wurde die Hochschulzeitung Julius kostenlos verteilt, jedoch ist dieses Projekt nach zwei Jahren, unter Protest der Studierenden, aus finanziellen Gründen eingestellt worden. Nachfolgerin dieser Hochschulzeitung wurde im Dezember 2006 gewürzt, die sich nun als „Erste Würzburger Studentenzeitung“ bezeichnet und sich mittlerweile Max & Julius nennt. Wie ihre Vorgängerin informiert sie die Würzburger Studenten auch regelmäßig über das Hochschulgeschehen und andere wichtige Themen in der Stadt.

Für die Hochschulen in Würzburg erscheint auch monatlich die Unizeitung Sprachrohr und viermal pro Jahr das Hochschulmagazin UnimaxX (Auflage 10.000) sowie einmal pro Semester der Uniguide (Auflage 15.000) von Frizz – Das Magazin. Für den international Kultur interessierten Würzburger erscheint monatlich die Kulturzeitung „StuporMundi“ in einem mehrsprachigen Layout mit Themen aus Kunst, Kultur, Wissenschaft und Politik für den Bohemian des 21 Jahrhunderts.

[Bearbeiten] Bildung und Forschung

Turm der Neubaukirche, dient als Aula und Festsaal der Julius-Maximilians-Universität

Seit Ende der 90er Jahre kommt es in der Schullandschaft zu größeren Veränderungen, zum einen durch den gesellschaftlichen Wandel (sinkende Schülerzahlen an Grund- und Hauptschulen), zum anderen durch den schrittweisen Rückzug der Stadt Würzburg als Schulträger aufgrund zu hoher finanzieller Belastungen durch den Schulbetrieb.

[Bearbeiten] US-Streitkräfte

In Würzburg war eine große Garnison der US-Streitkräfte. Es existierten vier Kasernen, die Faulenberg-Kaserne, Emery Barracks, Hindenburg-Kaserne und die Leighton Barracks, in denen bis zum Jahr 2006 circa 6.000 Soldaten mit 3.000 Familienangehörigen angesiedelt waren. Die Leighton Barracks waren der Sitz des Hauptquartiers der 1. US-Infanteriedivision, der „Big Red One“, einem gepanzerten Großverband in Stärke von vier Brigaden, von denen zuletzt drei in Franken und der Oberpfalz (u. a. Schweinfurt, Kitzingen, Vilseck) und die 4. Brigade in Fort Riley in Kansas stationiert waren.

Weitere Verbände und Dienststellen, die in den beiden Kasernen in Würzburg stationiert waren:

Im Rahmen der Reorganisierung der amerikanischen Landstreitkräfte kam es auch zu tiefgreifenden Änderungen in Würzburg. Die Umstrukturierungen betrafen vor allem die 1. US-Infanteriedivision, die zu einem großen Teil in die Heimat zurückverlegt wird. Infolge dessen wird die Faulenberg-Kaserne (Nürnberger Straße) geschlossen und Ende 2006 eine Rückgabe der Liegenschaft an Deutschland erfolgen. Offiziell erfolgte der Abzug am 6. Juli 2006 mit einem Appell. Die Streitkräfte der US-Armee ziehen sich bis September 2008 vollständig aus Würzburg zurück. Die Verabschiedung fand am 13. Mai 2008 mit dem Einholen der amerikanischen Flagge statt. Über die weitere Nutzung des Geländes von der Größe der Altstadt soll es einen Ideenwettbewerb geben. Seit Oktober 2007 ist das Gelände im Besitz der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben.

Weiterhin gab es bis Oktober 2007 ein Krankenhaus der US Army, das Würzburg Hospital, das eines der drei Hospitäler im Verantwortungsbereich des US Army European Command war. Das Gebäude befindet sich nur zehn Gehminuten von den Leighton Barracks entfernt.

Da die Soldaten mit ihren Familien ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sind und das Militär auch als ein nicht unbedeutender Arbeitgeber fungiert, wird die Schließung von der Stadt mit großer Sorge vor allem im Hinblick auf die mittelständischen Betriebe betrachtet. Nicht zu vergessen sind jedoch auch die unzähligen persönlichen Kontakte zwischen US-Soldaten und der Würzburger Bevölkerung, wodurch bei den Betroffenen durch den Abzug eine große Lücke entstehen könnte.

Ähnlich wie in Kitzingen finden auch in Würzburg bereits konkrete Überlegungen für eine sinnvolle Konversion der Liegenschaften statt (Gewerbe, Wohnen, Startup-Firmen, Universität etc.).

[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten

[Bearbeiten] Theater und Bühnen

Das Mainfranken Theater besitzt als Dreispartenhaus ein Schauspiel-, ein Musiktheater- und ein Ballettensemble. Diesen stehen mit dem „Großen Haus“ und den „Kammerspielen“ zwei Auftrittsorte zur Verfügung, die beide im Gebäude des Mainfrankentheaters in der Würzburger Altstadt liegen.

Im Kulturspeicher, einem ehemaligen Hafengebäude am Rande der Altstadt, sind neben einem Museum auch das „Bockshorn“ und der „tanzSpeicher“ zu finden. Ersteres hat sich vor allem den Bereichen Kabarett, Chanson und Musik verschrieben, wobei sich die meisten der hier auftretenden Künstler schon zuvor durch Fernsehauftritte oder diverse Auszeichnungen einen Bekanntheitsgrad erarbeitet haben. Der tanzSpeicher dient als Veranstaltungsort sowohl für externe Tanzvorführungen als auch für Auftritte des eigenen Ensembles.

Das Boulevardtheater „Chambinzky“ liegt im Frauenland und präsentiert vor allem Komödien, Volksstücke und Musicals, in eigenen Produktionen. Für diese Zwecke stehen eine große und eine kleine Bühne zur Verfügung. Darüber hinaus ist das Chambinzky auch eine Musikkneipe – dieses Gastronomiekonzept hat sich seit der Gründung 1983 bewährt.

Dem Experimentaltheater haben sich sowohl das „Theater am Neunerplatz“ als auch das „theater ensemble“ verschrieben, wobei beide daneben auch noch einige andere Sparten bieten: Das Theater am Neunerplatz, in der Zellerau gelegen, präsentiert außerdem politische und satirische Stücke sowie Kindertheater. Das theater ensemble befindet sich ebenfalls in der Zellerau und widmet sich ferner dem Absurden Theater, Dramen und Komödien und bietet außerdem Theaterkurse für jedermann an.

Entsprechend seiner historischen und kulturellen Bedeutung besitzt Würzburg eine Vielzahl weiterer Bühnen, die sich mit den verschiedensten Sparten des Theaters beschäftigen. Im Einzelnen sind dies das Kinder- und Jugendtheater „Spielberg“, die „Werkstattbühne“, das „Plastische Theater Hobbit“, das „Würzburger Kasperhaus“, das Tanztheater „blackboX“, das Theater „Augenblick“ der Mainfränkischen Werkstätten und der „Kunstkeller Würzburg“.

[Bearbeiten] Museen und Galerien

[Bearbeiten] Chöre