Würdenhain ist ein Dorf im Landkreis Elbe-Elster und gehörte bis zur Kreisgebietsreform in Brandenburg 1993 zum Landkreis Bad Liebenwerda.
Der kleine Ort ist ein Ortsteil der Gemeinde Röderland im südöstlichen Teil Brandenburgs im Landkreis Elbe-Elster. Der Ort hat heute 140 Einwohner (2006)[1]. Er liegt an der Grenze zum Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft.
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Würdenhain liegt an der Mündung der großen Röder in die schwarze Elster. Der Ort liegt etwa 90 km östlich von Leipzig, ca. 50 km nordwestlich von Dresden, ca. 130 km südlich von Berlin und ca. 80 km südwestlich von Cottbus.
Würdenhain wurde zum ersten Mal 1346 [2] urkundlich erwähnt. Es wird angenommen, das der Ort bedeutend älter ist. Bodenfunde zeigen, dass bereits steinzeitliche Jäger und Sammler hier ihre Feuersteinwaffen und Werkzeuge bearbeitet haben.
Die Schreibweise leitet sich von Werder (Insel) und Hain (Wald) ab und bedeutet danach bewaldete Insel.
1346 Werdenhayn, 1405 Werdinhain, Wirdenhain, 1410 Werdenhain, 1486 Wirdenhain, 1529 Werdenhayn, 1577 Wirdenhan, 1617 Wirdenhain, Werdenhain, 1675 Würdenhain
Eine befestigte Anlage in Form einer Burg oder eines Schlosses hat es in Würdenhain nachweislich gegeben und entstand vermutlich auf einer alten slawischen Wehranlage im ersten Viertel des 11. Jahrhunderts.
Würdenhain war Eckpunkt des Gaues Nizizi bzw. der Ostmark und dürfte von Belgern aus angelegt worden sein. Die Vasallen lebten von der Arbeit ihrer Bauern, die um 1200 die Dörfer Würdenhain, Reichenhain und Haida gegründet und die alten Sorbendörfer Prieschka, Oschätzchen, Kröbeln und Kosilenzien ausgebaut hatten.
Zur Herrschaft Würdenhain gehörten die Gemeinden Prieschka, Haida, Würdenhain, Reichenhain und Oschätzchen und ursprünglich wohl auch Kosilenzien und Kröbeln. Das Kernstück der Herrschaft bildete der sogenannte Oppach.
Im Jahr 1405 wird das „Schloss“ Würdenhain ausdrücklich als solches in einer Verpfändungsurkunde bezeugt.
Später ging die Herrschaft im Amt Mühlberg auf, wohin Steuern und Frondienste erbracht werden mussten.
Nach Angaben des Chronisten Hasche aus dem Jahre 1784 und der Liebenwerdaer Chronik von 1837 soll es auf Befehl des Kurfürsten Albrecht im Jahre 1410 bzw. 1420 zerstört worden sein. Als Grund wird angegeben: Weil sich der Besitzer gegen eine Hofdame der zu Liebenwerda residierenden Kurfürstin Margarethe ungebührlich erzeiget. Zuverlässiger als diese Nachricht sind zwei Urkunden des Dresdner Landesarchives. Kurfürst Friedrich der Sanftmütige hatte danach den Würdenhainer Schlossherrn Hans Marschall ins Gefängnis werfen lassen, das Lehngut Würdenhain mit Zubehör eingezogen, das Schloss selbst zerstören lassen und befohlen, daß es niemals wieder errichtet werden solle.
Durch den Frieden von Tangermünde kam das Land zwischen Elbe und Elster 1312 an Brandenburg.
Nach weiteren Gebietswirren fiel die Herrschaft Würdenhain 1370 zusammen mit den Herrschaften Mühlberg, Elsterwerda, Mückenberg und Ortrand an die böhmische Krone, gegen 1400 wieder an Meißen und 1433 wieder an Böhmen.
In den folgenden Jahrhunderten kam es in dieser Gegend immer wieder zu Gebietskonflikten und kämpferischen Auseinandersetzungen.
Die Kirche ist ca. 1450 aus den alten Steinen des zerstörten Schlosses entstanden.[3]
Sie ist das älteste aller heute im Orte stehenden Gebäude. Im Mittelalter war sie der Heiligen Katharina geweiht.
1564 setzte der Würdenhainer Kretzschmann Hans Bräunig als Wortführer der Bauern in Würdenhain und den Nachbardörfern (Haida, Reichenhain und Prieschka einen Aufruhr gegen den Mühlberger Amtsvogt Fuchs ins Werk.
Sie setzten ihre Beschwerden in einem Schriftstück auf, ist und die überschrift trägt "Die 10 Klageartikel der Dorfschaften Werdenhayn und Heide". Sie leiteten es über den Amtmann nach Dresden. Da sie aber dem Dienstweg wohl nicht trauten, schickten sie eine zweite Ausfertigung direkt an den Kurfürsten „zu seinen selbstigen Händen“. Sie beschwerten sich u a. über Beeinträchtigung der Fischerei und der Forstnutzungsrechte, über geschmälerten Lohn beim Schlossbau in Mühlberg.
Dresden ordnete daraufhin zunächst Nachforschungen nach den "Rehdelsführern" an, sah also das Vorgehen der Bauern auf alle Fälle als gefährlich und strafwürdig an. Hans Breunig, welcher zunächst verhaftet wurde, und einige andere Bauern wurden später mit Gerichtsbußen belegt.
Um 1590 werden die Kinder von Martinus Thiemig, einem Schneider, im Katechismus und ein wenig im Lesen, Schreiben und Rechnen unterrichtet. Auch die Kinder der eingepfarrten Gemeinde Haida besuchten die Schule in Würdenhain und mussten dafür extra mit dem Kahn über die Elster gebracht werden.
1598 wird berichtet, dass in Würdenhain an den Festen unordentliche Tänze abgehalten werden, bei denen die jungen Burschen unverschämt in Hose und Wams tanzen und die Mägde im Verdrehen schwenken, wobei die Kleider „bis wie hoch“ aufspringen, und es helfe dagegen keine öffentliche Kanzel- und Privatmahnung.
Ca.1700 ließ sich der Besitzer des Freigutes Prieschka Obrist-Wachtmeister Andreas Gottfried von Kirchbach in der Kirche zu Würdenhain einen Herrschaftsstuhl einrichten. Zum eigenen Schankgut erwarb er noch das Schankgut Würdenhain. Das Gut Prieschka hatte damals eigene Winzer in Prieschka und Haida. Die Weinberge befanden sich in Haida. [4]
Im Oktober 1757 rückten in Würdenhain 500 Kroaten als kaiserliche Hilfsvölker gegen die Preußen ein und blieben hier drei Tage. Sie waren überaus bescheiden und zechten nur von ihrem eigenen Geld. Der Generalmajor war in der Pfarre eingemietet.
M. Eberhard Wilhelm Friedrich Wittel, aus Dresden kam 1809 als Pastor nach Würdenhain, er war 1795 Feldprediger bei dem sächs. Reichs-Contingent am Rhein und zog 1796 nach Großerkmannsdorf.
1835 [5] gibt es in Würdenhain 28 Wohnhäuser, 174 Einwohner -davon 62 Verheiratete, 19 Pferde, 157 Stück Rindvieh, 6 Ziegen und 17 Schweine.
1852/53 erfolgte der Bau des heutigen Elsterbettes.
1874 wurde in Saathain ein Standesamt eingerichtet, welches den Ort selbst, Stolzenhain, Reichenhain, Prieschka, Haida und Würdenhain umfasste.
1906/07 wurde die Steinbrücke über die Elster erbaut.
1916 erfolgte die Regulierung der Röder durch Kriegsgefangene.
Am 22. April 1945 wurde die Elsterbrücke durch Kriegsereignisse zerstört.
1971/72 sind die Röderdämme nach außen gerückt, verbreitert und erhöht worden.
Koordinaten: 51° 28' 30" N, 13° 27' 30" O
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."