| Wappen | Deutschlandkarte | ||||
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| Basisdaten | |||||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | ||||
| Regierungsbezirk: | Düsseldorf | ||||
| Kreis: | Mettmann | ||||
| Höhe: | 262 m ü. NN | ||||
| Fläche: | 32,23 km² | ||||
| Einwohner: | 21.612 (31. Dez. 2007)[1] | ||||
| Bevölkerungsdichte: | 671 Einwohner je km² | ||||
| Postleitzahl: | 42489 (alt: 5603) | ||||
| Vorwahl: | 02058 | ||||
| Kfz-Kennzeichen: | ME | ||||
| Gemeindeschlüssel: | 05 1 58 036
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| Stadtgliederung: | 8 Stadtteile | ||||
| Adresse der Stadtverwaltung: | Am Rathaus 1 42489 Wülfrath |
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| Webpräsenz: | |||||
| Bürgermeisterin: | Barbara Lorenz-Allendorff (parteilos) | ||||
| Lage der Stadt Wülfrath im Kreis Mettmann | |||||
Wülfrath ist eine deutsche Stadt im Niederbergischen Land und ist das kleinste Mittelzentrum des Kreises Mettmann.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt liegt an den Ausläufern des Bergischen Landes zwischen Rhein, Ruhr und Wupper. Der alte Ortskern liegt in einem kleinen Tal, das vom Flüsschen Angerbach durchflossen wird. An den Hängen des Tales breiten sich die neueren Ortsteile aus.
Das Wülfrather Stadtgebiet grenzt an die kreisfreie Stadt Wuppertal sowie an die Städte Velbert, Heiligenhaus, Mettmann und Ratingen (alle Kreis Mettmann).
Neben dem Zentrum gibt es die vorgelagerten Stadtteile Flandersbach, Rohdenhaus, Kocherscheidt, Schlupkothen und Düssel (von Nordwesten nach Süden im Uhrzeigerserinn) sowie mehrere Außenbürgerschaften.
Wülfrath war eine der ersten Rodungssiedlungen im großen frühmittelalterlichen Reichsforst. Die Grenzen wurden in einer Schenkungsurkunde Kaiser Heinrichs IV. vom 16. Oktober 1165 mit den Flussläufen Rhein, Ruhr und Düssel (Tussella) eingegrenzt. Die Ostgrenze war der alte Höhenweg der „Kölnischen Straße“ (strata colonensis). Dieser verlief von der Werdener Ruhrbrücke über Velbert und Wülfrath entlang der Düssel weiter in Richtung Köln. Das Zentrum des mittelalterlichen Dorfes war ein Herrenhof (Mollmershof), der im Zusammenhang mit der Herrschaft Hardenberg an den Grafen von Berg verkauft wurde. Mit dem Besitz des Hofes, zu dem ein ausgedehnter Hofverband mit vielen Einzelhöfen gehörte, insbesondere in den Honnschaften Erbach und Püttbach, war das Recht verbunden, den Pfarrer zu bestimmen.
Das Dorf Wülfrath wurde gegen Ende des 11. Jahrhunderts als Wolverothe (= Rodung des Ansiedlers namens Wolf) erstmals schriftlich in einem Pergament des Stiftes Kaiserswerth erwähnt. Die Ursprünge liegen viel weiter zurück. Ausgehend von der Sage um den von seiner Sippe ausgestoßenen Siedler Wolf, der an der Stelle der heutigen Stadtmitte den damals reichlich vorhandenen Wald gerodet haben soll, um sich dort niederzulassen, lässt sich die Stadtgeschichte bis etwa in das Jahr 713 zurück verfolgen.
Zu diesem Zeitpunkt könnte bereits der erste Kirchenbau (eine kleine, frühmittelalterliche Saalkirche mit Rechteckchor) an der Stelle des heutigen Kirchplatzes gestanden haben. Dort steht seit dem 11. Jahrhundert eine romanische Kirche, die im 15. Jahrhundert durch gotische Elemente erweitert wurde. Mitte des 15. Jahrhunderts wird sie als St. Corneliuskirche bezeichnet. Turm und nördliches Seitenschiff mit Scheidemauer zum Mittelschiff sind romanisch und wahrscheinlich aus dem 12. Jahrhundert. Das Mittelschiff ist gotisch aus dem 14. Jahrhundert. Das südliche Kirchenschiff in spätgotischem Stil wurde laut Schlussstein 1524 vollendet. Die Kirche ist mit Wohnhäusern und Geschäften ringförmig umbaut und Mittelpunkt eines in seiner Geschlossenheit einmalig schönen altbergischen Kirchplatzes. Diese Wohnhäuser bestehen zum größten Teil heute noch im Originalzustand und stehen unter Denkmalschutz, andere wurden wieder aufgebaut. Jedes dieser Häuser hatte (und hat auch heute noch) neben der Hausnummer einen Namen: Auf'm Keller (1678), Hamels (1678), Melanders (1678), Op der Ley (etwa 1600 – ausgebaut 1911), Auf'm Haus (1678), Großer Klaus (1686 – wiederaufgebaut 1964), Kleiner Klaus (1678), Scholle (1678), Hinter'm Turm (1678), Jostenhaus (erbaut etwa 1738), Hechtsteinhaus (1678), Op de Trapp (1678) und Leonhards (wiederaufgebaut 1955).
875 werden die Honnschaften und heutigen Stadtteile Flandersbach (Flatmarasbeki = der Bach, an dem Flattmar sich niederließ) und Rützkausen (Hrotsteninghuson = bei den Häusern der Sippe des Hrotsen) in der Beschreibung des Zehntbezirks des Klosters Werden an der Ruhr genannt. 1256 wird die katholische Kirche St. Maximin in Düssel (Dussela) erwähnt, doch lassen sich die ältesten Teile der romanischen Pfeilerbasilika in das frühe 12. Jahrhundert datieren. Um das Jahr 1100 findet sich schließlich erstmals der Ortsname Wülfrath (Wolverothe) in einem von Mönchshand geschriebenen Pergament des Stiftes Kaiserswerth.
Bereits für das Jahr 1265 lässt sich anhand der Steuer- und Zinsregister ein Schmied bezeugen. Das Gut Püttbach in der gleichnamigen Wülfrather Honnschaft ist im Jahr 1392 im Besitz des Deutschen Ritterordens. Es wurde der Oberhof für den Streubesitz des Ordens, in dem alljährlich auch das Hofgericht abgehalten wurde.
1578 kam es im Dorf zu einem Großbrand, der die Siedlung in Asche legte und das Dach mitsamt dem Turmhelm der Kirche in Flammen aufgehen ließ. Um den schwer geschädigten Einwohnern zu helfen, erließ der Landesfürst, Herzog Wilhelm V. von Jülich-Kleve-Berg, genannt Wilhelm der Reiche, im Jahr 1579 einen Marktbrief welcher seinem „Dorff und Kirspel Wulfrod“ vier freie Jahrmärkte verlieh. Doch kaum war dieser Brand vergessen, wurde das Dorf genau einhundert Jahre später wieder von einem Großbrand verwüstet. Der gesamte Ortskern mit über 70 Häusern wurde in ein Trümmerfeld verwandelt.
Nach dem Übergang des Herzogtums Berg 1806 an die Franzosen und der Ausrufung des Großherzogtums Berg wurde 1808 aus den Honnschaften Erbach, Püttbach, Obschwarzbach, Niederschwarzbach (vorher alle Amt Mettmann), Flandersbach, Rützkausen (vorher Amt Angermund) und Oberdüssel (vorher Herrschaft Schöller) die Munizipalität (Mairie) Wülfrath gebildet. 1809 wurden Obschwarzbach und Niederschwarzbach Mettmann angegliedert. Dafür kam die Honnschaft Unterdüssel mit dem Dorf Düssel nach Wülfrath.
Nach den Befreiungskriegen kam der Ort – als Teil der neugebildeten Rheinprovinz – 1815 zu Preußen. Durch Verordnung wurde Wülfrath 1827 zur Vertretung im Stande der Städte in den Rheinischen Provinziallandtag berufen. 1856 erhielt es durch die Verleihung der Städteordnung für die Rheinprovinz endgültig die vollen Stadtrechte.
Im Jahre 2001 wurde ein Teil der historischen Altstadt wieder ein Raub der Flammen. In der Nacht zum 21. Januar brach im Kern der Altstadt ein Feuer aus, dem drei alte Fachwerkhäuser zum Opfer fielen. Die völlig zerstörten Häuser mussten abgerissen werden und wurden mittlerweile durch moderne Neubauten ersetzt.
Die kommunale Neugliederung im Jahr 1975 bescherte der Stadt einen großen Gebiets- und Bevölkerungsverlust. Die Einwohnerzahl sank um über 5.000. Gebietsteile der Oberen Flandersbach mussten nach Velbert, Gebietsteile der Düsseler Höhe und Hahnenfurth sowie der Ortsteil Dornap nach Wuppertal abgegeben werden.
| Bevölkerung am 31.12. nach Staatsangehörigkeit |
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| Jahr | insgesamt | Deutsche | Nichtdeutsche | |
| 1987 | 20.769 | 18.949 | 1.820 | |
| 1988 | 21.115 | 19.129 | 1.986 | |
| 1989 | 21.460 | 19.421 | 2.039 | |
| 1990 | 21.987 | 19.839 | 2.148 | |
| 1991 | 22.098 | 19.843 | 2.255 | |
| 1992 | 22.272 | 19.790 | 2.482 | |
| 1993 | 22.236 | 19.759 | 2.477 | |
| 1994 | 22.127 | 19.655 | 2.472 | |
| 1995 | 22.046 | 19.600 | 2.446 | |
| 1996 | 22.210 | 19.682 | 2.528 | |
| 1997 | 22.399 | 19.861 | 2.538 | |
| 1998 | 22.545 | 19.978 | 2.567 | |
| 1999 | 22.574 | 20.020 | 2.554 | |
| 2000 | 22.531 | 20.025 | 2.506 | |
| 2001 | 22.669 | 20.163 | 2.506 | |
| 2002 | 22.618 | 20.184 | 2.434 | |
| 2003 | 22.479 | 20.049 | 2.430 | |
Siehe Tabelle auf der rechten Seite.
| Zusammensetzung des Rates (36 Sitze) | ||||
|---|---|---|---|---|
| Partei | 1999 | Sitze | 2004 | Sitze |
| Christlich-Demokratische Union (CDU) | 44,9% | 16 | 39,4% | 14 |
| Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) | 32,4% | 12 | 27,1% | 10 |
| Demokratische Linke Wülfrath ([1]DLW) | 10,9% | 4 | 16,8% | 6 |
| Bündnis Grüne/Wülfrather Wählergemeinschaft (Grüne/WWG) | 6,5% | 2 | 9,1% | 3 |
| Freie Demokratische Partei (FDP) | 5,3% | 2 | 7,5% | 3 |
Die parteilose Barbara Lorenz-Allendorff wurde am 27. Juli 1955 in Braunlage geboren, wuchs in Aachen auf und heiratete 1985 Otto Allendorff. Sie war von 1996 bis 2004 Leiterin des VHS-Zweckverbandes Mettmann-Wülfrath. Nominiert wurde sie von der CDU, von den Grünen/WWG erhielt sie eine Wahlempfehlung.
Im Juli 2007 startete die CDU-Fraktion im Stadtrat einen Abwahlantrag gegen Barbrara Lorenz-Allendorff.[2] Vorausgegangen waren langjährige Probleme der CDU-Fraktion und anderer Parteien im Stadtrat mit der Bürgermeisterin. Mehrere Fraktionen warfen ihr insbesondere Führungsschwäche und mangelnde Initiative vor.[3] Der Abwahlantrag scheiterte jedoch. Da die anderen Fraktionen den Antrag nicht unterstützten, kam die für eine Abwahl erfordliche Stimmenzahl nicht zusammen.
Barbara Lorenz-Allendorff war bei den Kommunalwahlen im September 2004 mit einer Mehrheit von 58,1% zur neuen Hauptamtlichen Bürgermeisterin gewählt worden. Ihr Vorgänger Ulrich Eilebrecht (parteilos) war aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Wahl angetreten.
Das Wülfrather Stadtwappen, das sich nach 1840 aus einem alten Kirchsiegel der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde entwickelte, wurde durch den Düsseldorfer Heraldiker und Kunstmaler Wolfgang Pagenstecher im Jahre 1938 neu gestaltet und durch den Oberpräsidenten der Rheinprovinz offiziell anerkannt. Es zeigt einen Hirten, der einem ihn angreifenden Wolf seinen Stecken (Stab) in den Rachen stößt. Diese Darstellung soll einerseits den Sieg des Guten über das Böse symbolisieren und andererseits auf das entstehen des Ortskernes verweisen. An den Siedler Wolf, von dem angenommen wird, dass er der Begründer der Stadt ist, erinnert sie allerdings kaum.
Die Stadt Wülfrath unterhält folgende Partnerschaften:
Des weiteren hatte die Stadt Wülfrath folgende Patenschaft übernommen:
(Im Januar 2007 wurde der Orchesterverbund des Heeresmusikkorps 7 aufgelöst.)
Wülfrath besitzt einen sehenswerten historischen Kirchplatz und eine ebenso schöne Altstadt mit Fussgängerzone. Das Wohngebiet „Düsseler Tor“ mit Kindergarten in der Formensprache Friedensreich Hundertwassers sollte genau so auf einer Besichtigungstour stehen wie das Naturerlebnis Steinbruch Schlupkothen mit Lehr- und Erlebnispfad (EUROGA 2002 plus) und der Radwander- und Kunstweg (EUROGA 2002 plus). Außerhalb der Stadt befindet sich das Kaiser-Wilhelm-Denkmal.
Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts hatten sich mehr als 100 Handels- und Gewerbebetriebe niedergelassen. Es handelte sich hierbei um größere Hausbetriebe – meistens Heimwebereien. Nach 1850 wurden die ersten größeren Betriebe mit Dampfkraft gegründet. Trotz der damaligen starken Industrialisierung ging der landwirtschaftliche Charakter nicht ganz verloren. Heute bestehen nur noch vereinzelte landwirtschaftliche Betriebe. Prägend für Wülfrath war die Gründung der Rheinisch-Westfälischen Kalkwerke Dornap im Jahre 1887 und der Rheinischen Kalksteinwerke Wülfrath im Jahre 1903 (heute gemeinsam als Rheinkalk zur belgischen Lhoist-Gruppe gehörig). Das Rheinkalk-Werk Flandersbach bildet als größter Kalksteinbruch Europas bis heute den Schwerpunkt der Wülfrather Industrie. Daneben gab es noch zahlreiche Webereien, Lederverarbeitungsbetriebe, einen ausgegliederten Zweigbetrieb der Ford-Werke Köln, das aus dem 1889 gegründeten Karosseriewerk Josef Hebmueller Söhne hervorging und auch heute noch existiert (tedrive Steering GmbH) und viele Kleinbetriebe.
Wülfrath hat im Ortstteil Aprath Anschluss an die S9 auf der Bahnstrecke Wuppertal-Vohwinkel–Essen-Überruhr.
Das einzige Krankenhaus der Stadt, das Ev. Krankenhaus Herminghaus-Stift, wurde nach Übernahme durch die Kliniken St. Antonius Ende 2006 geschlossen und zu einem „Gesundheitszentrum“ umgewandelt, eine Notfallambulanz (tagsüber) jedoch zunächst fortgeführt. Eine Versorgung ist durch nahe gelegene Kliniken in Wuppertal, Velbert und Mettmann gewährleistet. Seit April 2008 sind wieder sieben Ärzte in diesem Gesundheitszentrum an bestimmten Tagen zu sprechen. Die Ärzte kommen aus den benachbarten Städten.
Erkrath | Haan | Heiligenhaus | Hilden | Langenfeld (Rheinland) | Mettmann | Monheim am Rhein | Ratingen | Velbert | Wülfrath
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."