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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen-Anhalt | |
| Landkreis: | Wittenberg | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Wörlitzer Winkel | |
| Höhe: | 59 m ü. NN | |
| Fläche: | 18,97 km² | |
| Einwohner: | 1659 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 87 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 06786 | |
| Vorwahl: | 034905 | |
| Kfz-Kennzeichen: | WB | |
| Gemeindeschlüssel: | 15 0 91 365 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Franzstraße 1 06785 Oranienbaum |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeisterin: | Renate Luckmann (parteilos) | |
Vockerode ist eine Gemeinde an der Elbe im Landkreis Wittenberg in Sachsen-Anhalt (Deutschland). Die Gemeinde ist Teil der Verwaltungsgemeinschaft Wörlitzer Winkel mit Sitz in der Stadt Oranienbaum.
Inhaltsverzeichnis |
Die Gemeinde Vockerode liegt unmittelbar am südlichen Elbe-Ufer etwa 4 km von Dessau-Roßlau entfernt. Vockerode liegt einerseits in der Mitte des Dessau-Wörlitzer Gartenreiches, das in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts unter der Regentschaft von Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau geschaffen wurde und ist andererseits in das Biosphärenreservat Mittelelbe eingebettet. Das Gartenreich sowie das Biosphärenreservat sind von der UNESCO in das Verzeichnis des Weltkulturerbes aufgenommen worden.
Die Stadt Dessau-Roßlau, die Städte Wörlitz, Oranienbaum und die Gemeinde Griesen der Verwaltungsgemeinschaft Wörlitzer Winkel sowie die Stadt Coswig (Anhalt), die sich nördlich der Elbe befindet, grenzen an die Gemeinde Vockerode.
Nach der Elbbegradigung 1928 entstand eine jetzt nördlich der Elbe gelegene Fläche nahe Klieken.
Vockerode wird erstmalig 1400 als Vogkenrode erwähnt. In einer Urkunde aus Jahr 1480 wird der Ort als Vockenröd erwähnt der zu dieser Zeit zum ehemaligen Kloster Nienburg gehörte.[1] Die nachslawische Ortsgründung wird auf flämische Siedler zurückgeführt. Der Ort wurde ursprünglich als Straßendorf angelegt erhielt aber mit der Erweiterung nach Norden den Charakter eines Haufendorfes. Bereits seit 1594 ist das Fischereigewerbe urkundlich nachgewiesen. 1810/12 wurde unter der Leitung Hesekiels die Dorfkirche als frühes Beispiel neugotischer Sakralarchitektur als Backsteinbau mit doppeltürmiger Westfront und Chorpolygon in Schiffsbreite errichtet. Die erste Schule entsteht 1794.
Bis zum Bau der Autobahnbrücke 1937 besaß Vockerode eine Fährstelle. Mit Baubeginn des Großkraftwerkes 1937 wandelte sich das Ortsbild von einem Bauern- und Fischerdorf hin zum Industriestandort.
Vockerode war fast 60 Jahre lang Kraftwerksstandort. Die über Jahrzehnte prägenden vier großen Schornsteine des inzwischen stillgelegten Braunkohlekraftwerkes Vockerode wurden im Jahr 2001 gesprengt.
2007 wurde die Gemeinde Vockerode aufgrund einer Kreisgebietsreform vom ehemaligen Landkreis Anhalt-Zerbst in den Landkreis Wittenberg eingegliedert.
Das Denkmal zum Gedenken an die gefallenen Einwohner der Gemeinde Vockerode aus dem Ersten Weltkrieg besteht aus einem großen Findling, der auf einem sehr einfachen Betonfundament ruht. Das Fundament wird von mehreren kleineren Findlingen umrahmt.
Mittlerweile befindet sich das Denkmal wieder an seinem ursprünglichen Platz auf dem Elbwall in Vockerode („Nelsonhügel“), nachdem es zwischendurch auf den Friedhof neben der Kirche aufgestellt worden war. Als einziger Schmuck ist ein eisernes Kreuz über dem Gedenkspruch eingemeißelt. Die Inschrift enthält zehn Namen ohne weitere Daten.
Der Standort Nelsonhügel hat seinen Namen 1805 erhalten, als Fürst Franz hier für den englischen Nationalhelden Horatio Viscount of Nelson ein Denkmal plante. Durch die Befreiungskriege kam es allerdings nicht zur Ausführung. Der Hügel wurde in den späten 1950er Jahren im Zuge des Kraftwerksausbaues abgetragen und das Kriegerdenkmal auf den Friedhof verlegt.[2]
Von Griesen führt die Landesstraße 133 über Vockerode nach Dessau-Roßlau. Der Autobahnanschluss Vockerode der BAB 9 befindet sich ein Kilometer nordwestlich des Ortes. Der nächste Bahnhof befindet sich in Dessau-Roßlau. Die Trasse der ehemaligen Grubenbahn wird nur noch für touristische Draisinen-Fahrten genutzt.
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