| Verdun | ||
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| Staat | Frankreich | |
| Region | Lothringen | |
| Département | Meuse | |
| Arrondissement | Verdun (Unterpräfektur) | |
| Kanton | Hauptort von 3 Kantonen | |
| Koordinaten | 49° 10′ N, 5° 23′ OKoordinaten: 49° 10′ N, 5° 23′ O | |
| Höhe | 194 bis 330 m | |
| Fläche | 31,03 km² | |
| Einwohner – mit Hauptwohnsitz – Bevölkerungsdichte |
(2005) 19.300 Einwohner 622 Einw./km² |
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| Postleitzahl | 55100 | |
| INSEE-Code | 55545 | |
| Website | http://www.ville-verdun.fr/ | |
Verdun (deutsch mittelalterlich Wirten, zeitweise auch deutsch Verden (Maas)) ist eine Stadt an der Maas (frz. la Meuse) im Nordosten Frankreichs mit etwa 23.000 Einwohnern. Verdun ist Sitz einer Sous-Prefecture im Département Meuse (55) und gehört zur Region Lothringen (frz. Lorraine). Paris ist 260 km entfernt, Metz 80 km, Nancy 90 km. Die Stadt wird auch vom Schifffahrtskanal Canal de la Meuse (früher: Canal de l'Est, branche Nord) erschlossen, der durch die kanalisierte Maas gebildet wird. Verdun war auch ein Schauplatz im 1. Weltkrieg in der Schlacht um Verdun.
Inhaltsverzeichnis |
Verdun, lateinisch Virodunum, ist seit dem 4. Jahrhundert Bischofssitz. Im Jahr 843 wurde durch den Vertrag von Verdun die Teilung des Frankenreichs beschlossen. Im frühen und auch noch im hohen Mittelalter war Verdun eine blühende Fernhandelsstadt, der Reichtum seiner Kaufleute war sprichwörtlich. Im frühen 11. Jahrhundert erlebte die Stadt einen außerordentlichen wirtschaftlichen Aufschwung. In dieser Zeit wurde Nikolaus von Verdun geboren, einer der berühmtesten Goldschmiede des Mittelalters. Spätestens im 13. Jahrhundert setzte ihr Niedergang ein. Die Klöster und Stifte, einst Motor der Urbanisierung, waren nunmehr zu Kräften des Beharrens geworden.
Verdun gehörte zu Lothringen und somit seit 925 zum Ostfrankenreich, aus dem das Heilige Römische Reich Deutscher Nation hervorging. Als Freie Reichsstadt fiel es aber 1552 durch den Vertrag von Chambord mit den Trois-Évêchés als Protektorat und 1648, durch den Westfälischen Frieden, endgültig an Frankreich. Im Vertrag von Chambord steht, dass die Bewohner von Verdun „nicht deutscher Sprache” waren und die Stadt wurde von den in Opposition zum römisch-deutschen Kaiser stehenden protestantischen Fürsten dem französischen König überlassen, um dessen Unterstützung im Kampf gegen den Kaiser zu erhalten.
1552 beauftragte Generalmajor François de Scépeaux, comte de Durtal, den Sieur de Saint-Rémy mit der Befestigung von Verdun. Im 17. Jahrhundert wurde die Stadt weiter stark befestigt. Nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 und dem deutschen Wiedererwerb der 1681 von Ludwig XIV. annektierten Gebiete, des Elsaß und Teilen Lothringens im Frieden von Frankfurt, wurde auf französischer Seite entlang der neuen Grenze durch Serre de Riviere ein Festungsstreifen errichtet. Diese Barriere de fer genannte Festungslinie war zunächst nur ein Festungsgürtel um Paris, wurde jedoch in den 1870/80er Jahren bedeutend ausgebaut. Da Verdun an einer der Hauptstraßen nach Paris liegt, wurde auch diese verhältnismäßig kleine Stadt sehr stark befestigt. Die Festungsanlagen auf den Anhöhen um Verdun wurden dann nochmals um die Jahrhundertwende modernisiert und ausgebaut. Als sich das europäische Wettrüsten im Vorfeld des ersten Weltkrieges weiter zuspitzte, wurden die Anlagen abermals modernisiert, teilweise gänzlich umgebaut und auch neue Verteidigungslinien mit Ouvrages angelegt. In der letzten Ausbaustufe war Verdun dann von 39 mehr oder weniger großen Forts und Ouvrages umgeben, die durch ein dichtes Netz von Infanteriebunkern, Artilleriestellungen und MG-Posten (u.a. Casematte Pamard) verwoben und verbunden waren. Die Stadt und ihre Festungsringe erlangten im Ersten Weltkrieg traurige Berühmtheit, als im Kampf um die Anhöhen der Stadt die blutigste Schlacht an der Westfront (neben der Schlacht an der Somme) zwischen Franzosen und Deutschen begann.
Die Schlacht um Verdun dauerte vom Februar bis zum Dezember 1916. Sie wurde von General der Infanterie Erich von Falkenhayn, dem deutschen Generalstabschef des Heeres, lanciert, um „den Gegner auszubluten“. Durch den massiven Angriff sollten Kräfte der Entente gebunden werden, damit diese dann an der Marne und Somme fehlten. Es stellte sich jedoch bald heraus, dass die Festung Verdun zäher war als gedacht, und den Deutschen in der Materialschlacht der Nachschub große Probleme bereitete. Der deutsche Vorstoß kam laut Zeitzeugen auf dem rechten Maasufer im Trichterfeld zwischen der zerstörten Ortschaft Fleury, der Feste Souville und der Nez de Souville (Souvillenase) zum Stehen. Der erbitterte Kampf war auf beiden Seiten extrem verlustreich. Der französische Nachschub hing ebenso wie der deutsche am seidenen Faden, der ganze Entsatz kam über die heute als „la voie sacrée“ bekannte Straße von/nach Bar le Duc (rund acht Kilometer Luftlinie hinter der Front). Auch bei der deutschen Offensive auf dem linken Maasufer erlitten beide Seiten große, blutige Verluste, ohne jeglichen Gewinn zu erzielen. Allerdings konnten die Franzosen die voie sacrée halten. Letztlich brachte die Schlacht keiner kriegführenden Seite strategische Vorteile, kostete aber etwa 170.000 französischen und 150.000 deutschen Soldaten das Leben, Hunderttausende wurden verwundet. Verdun wurde so zum Sinnbild der Schrecken des modernen Krieges, in dem Menschen nur noch als Material angesehen und sinnlos geopfert werden.
Heute lebt die Stadt vor allem vom Dienstleistungssektor: Tourismus, Verwaltung, Bistum. Hauptsehenswürdigkeiten sind neben den Soldatenfriedhöfen und Museen der Umgebung, das ehemalige Schlachtfeld, das jüngst renovierte Stadtzentrum mit dem Kai an der Maas sowie die Kathedrale mit dem Weltfriedenszentrum im Bischofspalast.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."