| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Brandenburg | |
| Landkreis: | Oberhavel | |
| Höhe: | 33 m ü. NN | |
| Fläche: | 23,39 km² | |
| Einwohner: | 11.502 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 492 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 16727 (alt: 1420) | |
| Vorwahl: | 03304 | |
| Kfz-Kennzeichen: | OHV | |
| Gemeindeschlüssel: | 12 0 65 332 | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausstraße 10 16727 Velten |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Heiko Manthey (CDU) | |
| Lage der Stadt Velten im Landkreis Oberhavel | ||
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Velten ist eine Stadt nördlich von Berlin im Landkreis Oberhavel in Brandenburg.
Inhaltsverzeichnis |
Die erste urkundliche Erwähnung findet sich im Jahr 1355. Der ursprüngliche Charakter des Ortes war ein 1000 m langes Angerdorf. 1828 begann die Geschichte der Veltener Ofen- und Kachelindustrie. Grundlage dafür waren die westlich des Ortes gelegenen Tonvorkommen. 1835 wurde die erste Ofenkachelfabrik erbaut, 1878 wurden in 22 Ofenkachel-Fabriken etwa 22.000 Öfen hergestellt. 1894 waren es schon 35 Fabriken mit 2.000 Beschäftigten, bis zum Jahr 1903 kamen noch 18 Unternehmen dazu, Velten zählte somit zu diesem Zeitpunkt 43 Ofenfabriken und keramische Werkstätten.
1905 war der wirtschaftliche Höhepunkt mit einer jährlichen Produktion von 100.000 Kachelöfen erreicht. Durch die Erfindung der weißen Schmelzglasur wurde die Veltener Kachel ein Weltbegriff. 1893 wurde Velten an das Eisenbahnnetz angeschlossen und 1911 ein Hafen mit Verbindungskanal zur Havel in Betrieb genommen. Verschiedene Firmen, wie Eisenfabriken, Gießereien, Steingutfabriken, chemische Werke und Sägewerke siedelten im umliegenden Industriegebiet an. Durch die zunehmende Industrialisierung des Ortes wuchs die Einwohnerzahl stark an, so dass Velten 1935 das Stadtrecht verliehen wurde.
Zu Beginn der Zeit des Nationalsozialismus wurde im Meisnershof im Forstbezirk Hohenschöpping ein frühes KZ eingerichtet, das zur Verschleierung des brutalen Umgangs mit den dort inhaftierten politischen Gefangenen als "Fahrschule der SA" bezeichnet wurde. Ende 1933 wurde es aufgelöst - wie alle frühen KZ - und die Gefangenen in das KZ Oranienburg überführt. Während des Zweiten Weltkrieges mussten Frauen und Männer aus den von Deutschland besetzten Ländern Zwangsarbeit verrichten: in den Firmen Felix Deichmann Feuerwerkslaboratorium, Borsig, Bergmann und Ikaria. Laut Totenliste ruhen auf dem Friedhof 75 Todesopfer der Zwangsarbeit mit einem hohen Anteil aus der Sowjetunion und Polen, sowie Rumänien, Bulgarien und Frankreich. Nach anderen Angaben wurden sogar über 100 ausländische Tote dort bei Kriegsende bestattet. Neben dem Zwangsarbeiterlager gab es seit März 1943 (nach anderen Angaben seit Oktober 1944) ein Außenlager des KZ Ravensbrück für 500 bis 800 Frauen, die in der Rüstungsproduktion der Veltener Maschinenbau GmbH Ikaria bzw. in der Havelschmelzwerk GmbH in der Berliner Straße 8 Flugzeugteile montieren mussten. Über ihre Evakuierung oder Befreiung bei Kriegsende gibt es unterschiedliche Informationen, die zu gründlicher Recherche auffordern.
Die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Velten besteht aus 23 Stadtverordneten und dem hauptamtlichen Bürgermeister.
(Stand: Kommunalwahl am 26. Oktober 2003)
Das Wappen der Stadt zeigt einen grünen Kachelofen auf silbernem Grund.
Seit 1968 besteht mit der französischen Stadt Grand Couronne eine Partnerschaft.
Das Ofen- und Keramikmuseum Velten ist das einzige seiner Art in Deutschland. Es befindet sich in zwei Etagen einer noch produzierenden Ofenfabrik, die 1872 gegründet wurde. Das Museum zeigt Öfen vom 16. bis zu 20. Jahrhundert sowie Keramik von Künstlern der Mark Brandenburg: Arbeiten von Hedwig Bollhagen, der Steingutfabriken Velten-Vordamm, Hael u. a. Vier bis fünf Sonderausstellungen im Jahr ergänzen die ständige Ausstellung.
In den frühen Jahren des 20. Jahrhunderts entstand durch die Förderung von Kies nordöstlich der Stadt ein etwa 12 Hektar großer See. Heute wird dieser See als Badesee genutzt. Hier befindet auch eine für die Region einzigartige Wasserski- und Wakeboardanlage. Zum 1. Januar 2008 wurde der Bernsteinsee im Rahmen eines Gebietsaustauschs in die Stadt Velten eingegliedert. Zuvor gehörte er zu Hohen Neuendorf[1]
In Velten gibt es den Ökumenischen Chor und den Freien Chor Velten 1887 e.V und in der Breiten Straße die „Musikschule Velten“ auf dem Gelände der johannischen Kirche. Außerdem finden in der „Ofenstadt-Halle“ gelegentlich Konzerte u. ä. statt.
Velten ist über die Autobahnanschlussstelle Hennigsdorf an der A 111, die L 20, die L 172 und die nahe gelegene Bundesstraße 96 zu erreichen. Die Anschlussstelle „Velten“ an der Bundesautobahn 10, direkt am Bernsteinsee gelegen, wurde trotz heftiger Bürgerproteste geschlossen.
Der nächstgelegene Flughafen ist Berlin-Tegel mit einer Fahrzeit von ca. 20 min.
Velten liegt an der Kremmener Bahn und war Anfangspunkt der 1969 stillgelegten und mittlerweile abgebauten Nebenbahnstrecke nach dem Oranienburger Ortsteil Eden mit Anschluss an die Umgehungsbahn. Zudem war Velten bis 1963 ein Endpunkt der Osthavelländischen Eisenbahn. Dieses Teilstück der früheren Privatbahnstrecke existiert ebenfalls nicht mehr. Bis 1998 existierte im Veltener Ortsteil Hohenschöpping an der Kremmener Bahn ein weiterer Haltepunkt.
Die in Velten haltenden Züge (Regionalzüge RB55 und RE6 der DB Regio AG) verkehren nach Hennigsdorf und Berlin-Spandau bzw. über Kremmen, Neuruppin, Wittstock nach Wittenberge. Bis 1983 war Velten ein Endpunkt einer Berliner S-Bahn-Linie, die lediglich bis Hennigsdorf fuhr. Bis zum Mauerbau 1961 führte der Zugumlauf auch direkt über die Kremmener Bahn in das Berliner Stadtzentrum.
Derzeit wird über die Verlängerung der S-Bahn-Linie von Hennigsdorf bis nach Velten diskutiert.
Außer mit der Bahn ist Velten mit der Buslinie 824 der Oberhavel-Verkehrsgesellschaft (OVG) im 20 Minuten-Takt von Hennigsdorf und Oranienburg aus erreichbar. Die Linie 807 pendelt zwischen Hennigsdorf Bahnhof und Velten-Parkstadt. Mit der Linie 816 gelangt man vom Bahnhof Velten zum S-Bahnhof in Borgsdorf. Die Linie 807 verkehrt jedoch nur von Montag bis Freitag.
In den Veltener Industriegebieten existieren mehrere bekannte Firmen, so zum Beispiel die Walter Rau Lebensmittelwerke (Margarineherstellung, das Werk wurde aus wirtschaftlichen Gründen 2007 aufgegeben), der Klöckner-Stahlhandel, eine Filiale der Hornbach (Baumarkt) AG, Alba Glas-Recycling auf dem Gelände einer ehemaligen Ofenfabrik, die Rhenus-Lageranlagen oder die Wall AG sowie die Freudenberg Schwingungstechnik GmbH & Co. KG. Neben den Industriegebieten hat Velten auch einen Industriehafen.
In Velten gibt es derzeit vier Schulen. Davon sind zwei Grundschulen (Löwenzahn Grundschule Velten-Süd, Linden-Grundschule Velten), eine Oberschule (1. Oberschule Velten, ehemals Realschule, unter Einschluss von Lehrern der ehemaligen Gesamtschule) und ein Gymnasium (Hedwig-Bollhagen-Gymnasium Velten).
Birkenwerder | Fürstenberg/Havel | Glienicke/Nordbahn | Gransee | Großwoltersdorf | Hennigsdorf | Hohen Neuendorf | Kremmen | Leegebruch | Liebenwalde | Löwenberger Land | Mühlenbecker Land | Oberkrämer | Oranienburg | Schönermark | Sonnenberg | Stechlin | Velten | Zehdenick
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."