Velleius Paterculus (* um 20 v. Chr., † nach 30) war ein römischer Historiker. Obwohl sein Vornamen von Priscian mit Marcus angegeben wird, identifizieren ihn manche modernen Gelehrten mit Gaius Velleius Paterculus, dessen Name in einer Inschrift auf einem nordafrikanischen Meilenstein erscheint.[1]
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Velleius Paterculus gehörte einer kampanischen Familie aus dem ordo equester an. Sein Großvater war bereits Praefectus fabrum unter T. Claudius Nero, sein Vater war ebenfalls Offizier. Er trat in jungen Jahren in die Armee ein und diente als Militärtribun unter Publius Vinicius in Thrakien, Makedonienund Griechenland. 1 v. Chr. diente er unter Gaius Caesar im Osten und war im Jahr 2 n. Chr. Augenzeuge des Treffens zwischen ihm und dem parthischen König am Euphrat. Ab 4 diente er als Reiterpräfekt und legatus acht Jahre lang in Germanien und Pannonien unter Tiberius. Für seine Dienste wurde er im Jahr 6 Quästor und im Jahr 15, zusammen mit seinem Bruder, Prätor. Er lebte noch im Jahr 30, da sein Werk viele Hinweise auf das Konsulat des Marcus Vinicius in diesem Jahr enthält.
Sein Kompendium der römischen Geschichte besteht aus zwei Büchern, die Vinicius gewidmet sind, und deckt die Zeit vom Ende des Trojanischen Kriegs bis zum Tod der Livia im Jahr 29 ab. Vom ersten Buch, das bis zur Zerstörung Karthagos 146 v. Chr. reicht, sind Teile einschließlich des Anfangs verloren. Die spätere Geschichte, besonders die Zeit von Caesars Tod (44 v. Chr.) bis zum Tod des Augustus (14) wird weitaus ausführlicher behandelt. Kurze Notizen sind der griechischen und römischen Literatur gewidmet, in der jedoch Plautus, Horaz und Properz nicht erwähnt werden. Er kann als erster Panegyricus des Prinzipats angesehen werden. Seine Chronologie ist nicht konsistent. Caesar, Augustus und Tiberius nehmen den größten Teil der Historia ein.
Der Stil des Werks zeichnet sich durch Sentenzen, Hyperbeln und Antithesen aus. Die teils pointierte Art weist auf die Silbernen Latinität hin, die sich in Seneca und Sueton fortsetzt. Velleius Paterculus beabsichtigte, eine vollständige Geschichte der späteren Zeit zu schreiben, einschließlich der Bürgerkriege zwischen Caesar und Pompeius und der Kriege des Tiberius; überliefert ist davon nichts, vielleicht hat er sein literarisches Werk auch nicht fortgesetzt. Seine Hauptquellen waren Catos Origines, die Annalen des Hortensius Hortalus, Pompeius Trogus, Cornelius Nepos und Livius.
Velleius Paterculus war im Altertum wenig bekannt. Er scheint von Lucan gelesen und Sulpicius Severus nachgeahmt worden zu sein, wird allerdings nur von Lucans Scholiasten und einmal von Priscian erwähnt. Der Text, der nur in einem einzigen, schlecht geschrieben und verstümmelten Manuskript erhalten blieb, das Beatus Rhenanus 1515 in der Abtei von Murbach im Elsass entdeckte und das heute als verloren gilt, ist sehr schlecht lesbar.
Die Editio princeps, die aufgrund des Verlustes der einzigen Handschrift den wichtigsten Textzeugen darstellt, ist von 1520; frühe Ausgaben gibt es von Justus Lipsius, Jan Gruter, Nikolaes Heinsius dem Älteren und Pieter Burmann dem Älteren.
Aktuelle Ausgaben:
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Velleius Paterculus |
| KURZBESCHREIBUNG | römischer Historiker |
| GEBURTSDATUM | um 19 v. Chr. |
| STERBEDATUM | um 31 |
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."