Die Varietät (lat. varietas) wurde von Carl von Linné als Untereinheit der Art eingeführt. Er bezeichnete damit Varianten, also jegliche Abweichungen vom „Typus“ einer Art, ohne jedoch „Abweichung“ qualitativ oder quantitativ näher zu bestimmen. In der Folge herrschte in der frühen Taxonomie ein heterogenes Durcheinander verschiedenster individueller Definitionen von Varietäten oder auch Rassen. Als Ergebnis dieser Verwirrung gerieten diese Termini bei den Taxonomen in Misskredit und wichen ab dem 19. Jahrhundert allmählich der Unterart (Subspezies).
Aus der Zoologie ist der Begriff ganz verschwunden, in der Botanik wird er nur noch selten verwendet, z.B. für notwendige Unterteilungen von Unterarten oder für noch ungenügend bekannte infraspezifische Sippen. Die Abkürzung ist var. oder v. von dem lateinischem varietas. In der Botanik werden von den natürlichen Varietäten Kulturvarietäten (cvar. oder cv.) meist explizit unterschieden. In der Pflanzenzucht werden diese als Sorten bezeichnet. Niederrangiger als die Varietät ist das Taxon der Form (forma, f), mit dem besonders auffällige Biotypen oder Mutationen taxonomisch gekennzeichnet werden können.
Ferner gibt es in der Botanik die Rangstufe der Nothovarietät, wobei es sich um eine Varietätenhybride handelt. Die Abkürzung ist nothovar. und leitet sich vom Griechischen nothós = unecht, unehelich ab.
In Rassentheorien und alter Literatur wird der Begriff auch synonym mit den Begriffen race oder Rasse verwandt.
Eine Übersicht der wichtigsten taxonomischen Rangstufen findet sich in:
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."