| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Saarland | |
| Landkreis: | Regionalverband Saarbrücken | |
| Höhe: | 182–328 m ü. NN | |
| Fläche: | 67,06 km² | |
| Einwohner: | 40.181 (31. Dez. 2007) | |
| Bevölkerungsdichte: | 599 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 66301–66333 | |
| Vorwahlen: | 06898, 06802 | |
| Kfz-Kennzeichen: | VK | |
| Gemeindeschlüssel: | 10 0 41 519 | |
| Stadtgliederung: | 10 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Rathausplatz 66333 Völklingen |
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| Webpräsenz: | ||
| Oberbürgermeister: | Klaus Lorig (CDU) | |
Völklingen ist eine Stadt im Regionalverband Saarbrücken (Saarland) mit 40.000 Einwohnern. Sie ist nach Saarbrücken, Neunkirchen und Homburg die viertgrößte Stadt des Saarlands und hat den Status einer Mittelstadt.
Inhaltsverzeichnis |
Völklingen liegt am Ufer der Saar und ist wenige Kilometer von der Landeshauptstadt Saarbrücken entfernt. Die Stadtteile links der Saar gehören zur Warndt-Region und grenzen an Frankreich. Im Stadtteil Wehrden mündet die Rossel, in Völklingen der Köllerbach in die Saar.
| Ortsteil | Einwohner |
|---|---|
| Fenne | 939 |
| Fürstenhausen | 2.210 |
| Geislautern | 3.063 |
| Heidstock | 4.626 |
| Hermann-Röchling-Höhe | 1.459 |
| Lauterbach | 2.672 |
| Ludweiler | 6.248 |
| Luisenthal | 1.757 |
| Stadtmitte | 12.509 |
| Wehrden | 5.484 |
| Stand: 31. Oktober 2005 | |
Fenne ist flächenmäßig der kleinste Stadtteil mit alteingesessener Bevölkerung, alter Bausubstanz und einem hohen Ausländeranteil. Bekannt wurde dieser Ortsteil durch seine dort 1812 gegründete Glashütte und das 1967 in Betrieb gegangene 163 MW-Kohlekraftwerk.
Fürstenhausen hat mit einem schweren Image zu kämpfen. Der Stadtteil leidet unter schweren Einwirkungen von Bergschäden. Viele Gebäude mussten abgerissen werden. Mit Neuansiedlungen ist erst zu rechnen, wenn der Bergbau eingestellt ist und die Erdbewegungen aufgehört haben.
Geislautern ist Nachbar zu Wehrden. Zu bieten hat dieser Stadtteil einen schönen Staatsforst. Der Rehbruchweiher und seine Umgebung sind ein beliebtes Naherholungsgebiet.
Heidstock zählt zu den bevorzugten Wohngegenden der Stadt. Die Besiedlung des Heidstocks ist noch relativ jungen Datums. Erst mit der Industrialisierung des Völklinger Raumes im 19. Jahrhundert entstanden entlang der heutigen Gerhardstraße Werkswohnungen für Bergleute. Diese Straße, die immer noch den Kern des Stadtteiles darstellt, hieß ursprünglich Judenpfad und war eine alte Verbindungsstraße von Völklingen zur Ritterstraße auf Püttlinger Bann.
Hermann-Röchling-Höhe oder auch früher „Bouser Höh“ gehört mit zu den kleinsten Stadtteilen und entstand in den 30er Jahren aus einer Werkssiedlung der Röchling'schen Eisen- und Stahlwerke.
Lauterbach ist ein ehemaliges Straßendorf. Die neu besiedelten Gebiete der letzten Jahrzehnte haben sich zu einer beliebten Wohngegend Völklingens entwickelt. Lauterbach grenzt an Ludweiler, Karlsbrunn und Frankreich.
Ludweiler ist nach der Stadtmitte der größte Stadtteil Völklingens mit einer gesunden Infrastruktur und einem ausgeprägten Gemeinschaftssinn der Bevölkerung. Die Gründung geht, wie auch bei Lauterbach auf die Hugenotten zurück.
Luisenthal liegt direkt an der Grenze zu Altenkessel (Saarbrücken). Luisenthal ist ein vom Bergbau geprägter Stadtteil mit alter Bausubstanz und alteingesessener Bevölkerung. (→ Grubenunglück von Luisenthal)
Die Innenstadt von Völklingen ist die viertgrößte Innenstadt des Saarlandes. Leerstehende Läden und ungepflegte Fassaden prägen hier schon lange Zeit das Bild. Die Revitalisierung der Innenstadt ist ein Dauerthema in Völklingen und die dahinführenden Bemühungen der letzten Jahre beginnen ganz allmählich Wirkung zu zeigen.
Wehrden war schon immer ein prädestinierter Saarübergang. Durch die hier mündende Rossel wurde viel Geröll abgelagert, das die Saar hier flach werden ließ. Wehrden war in seiner Geschichte vorwiegend Wohngegend für die Produktionsstätten auf der anderen Saarseite. Von den 1990 6.470 Einwohnern sind 4.900 Katholiken, 900 Protestanten und 670 anderer Glaubensrichtungen. Erst 1977 entwickelt der Ortsteil mit dem Vordersten Berg ein eigenes Industrie- und Gewerbezentrum.
Völklingen wurde am 27. Oktober 822 als „Fulcolingas“ erstmals urkundlich erwähnt und war in den folgenden Jahrhunderten eine bäuerliche Siedlung, die der Hochgerichtsbarkeit der Grafen von Saarbrücken unterstand. Im Übergang zur Neuzeit gehörte die „hof und frie hofstadt folckelingen“ zu den wohlhabenderen Dörfern in der Grafschaft Nassau-Saarbrücken. Eisen- und Kohlefunde führten zu einer frühen Industrialisierung. So entstand im heutigen Geislautern 1572 die älteste Eisenschmelze des Landes. Im Jahr 1616 errichteten die Bewohner des heutigen Stadtteils Ludweiler in Ihrem Dorf eine erste Glashütte. 1621 begann die Steinkohlegewinnung im Tagebau.
Während des Dreißigjährigen Krieges (1618–1648) dezimierte sich die Bevölkerung Völklingens um fast 84 Prozent. Der französische König Ludwig XIV. hielt die gesamte Grafschaft Saarbrücken von 1679 bis 1697 besetzt. 1697 wurde der Graf von Saarbrücken durch den Frieden von Ryswick wieder in seine alten Rechte eingesetzt. Der inzwischen katholischen Bevölkerungsmehrheit wurde aber die freie Religionsausübung gestattet. 1797 fielen im Frieden von Campo Formio die gesamten linksrheinischen Gebiete des Reiches der französischen Republik zu. Völklingen war seit 1799 eine Mairie im Arrondissement Saarbrücken und profitierte von der im französischen Kaiserreich systematisch betriebenen Förderung von Technik und Forschung. In Geislautern entstand aufgrund einer Anordnung Napoleons aus dem Jahre 1802 die École Pratique des Mines, eine von zwei Berg- und Hüttenschulen des Kaiserreiches. Nach der Niederlage Napoleons bei Waterloo fiel das Gebiet 1815 an Preußen.
1881 kam es zur Übernahme der 1873 gegründeten Völklinger Eisenhütte durch die Gebrüder Röchling, deren Hütte über ein Jahrhundert lang die Stadtentwicklung bestimmte. 1918 wurde Völklingen von französischen Truppen besetzt. Bei der Saarabstimmung am 13. Januar 1935 stimmten die Völklinger mit 89,8 Prozent für die Rückkehr zum Deutschen Reich. Am 1. April 1937 erhielt die bisherige Bürgermeisterei Völklingen die Stadtrechte. 1945 wurde die Stadt von alliierten Truppen besetzt und kam unter französische Verwaltung. 1955 stimmte das Saarland wieder für den Anschluss nach Deutschland. 1962 kam es durch eine Schlagwetterexplosion in der Grube Luisenthal zu einem Grubenunglück, das 299 Menschenleben forderte. 1965 wurde Völklingen der Status einer Mittelstadt verliehen.
1974 wurden die Gemeinden Ludweiler und Lauterbach durch die Gebiets- und Verwaltungsreform eingemeindet. Im Juli 1986 wurde die Völklinger Eisenhütte geschlossen. 1993 kam es dann auch zum Konkurs der Saarstahl AG. 1995 wurde die Alte Völklinger Hütte in die Liste der Kulturdenkmäler der UNESCO als Weltkulturerbe aufgenommen.
Die Kernstadt tut sich schwer, ihren Ruf als hässlichste Stadt Deutschlands[1] loszuwerden, was auch von vielen Bewohnern selbst eingestanden wird, da viele Geschäfte leer stehen. In einigen Bereichen um den Saarhafen und die alte Völklinger Hütte wurde inzwischen jedoch in ein schöneres Stadtbild investiert. Auch der Bereich Stadtmitte wird derzeit einer größeren Umstrukturierung im Rahmen des Forschungsvorhabens „Stadtumbau West“ unterzogen. Völklingen wurde in der ARD-Sendung „Kontraste“ scharf dafür kritisiert, Adolf Hitler und den wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilten Hermann Röchling als Ehrenbürger zu führen und nach letzterem einen Stadtteil zu benennen.[2] Die Stadt wurde wegen des Rekordergebnisses der NPD bei den Stadtratswahlen 2004 im Verfassungsschutzbericht von NRW des gleichen Jahres erwähnt.[3]
Die evangelische Bevölkerung der Stadt gehörte seit der Zwangsuniierung von Lutheranern und Reformierten in Preußen 1817 zur Evangelischen Kirche in Preußen (EKiP). Seit deren Auflösung 1947 gehört sie zur Evangelischen Kirche im Rheinland, die zuvor eine Kirchenprovinz der EKiP war. Die Evangelische Akademie im Saarland hat ihren Sitz in Völklingen. Zu den Freikirchen in Vöklingen gehört u. a. die Apostolische Gemeinschaft. Außerdem gibt es 2 Gemeinden der Zeugen Jehovas, mit insgesamt ca. 150 Mitgliedern. Völklingen-Süd und -Nord sind als Körperschaft des öffentlichen Rechts eingetragen.
Die katholische Bevölkerung der Stadt gehört zum Dekanat Völklingen im Bistum Trier.
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1822 | 2.001 |
| 1890 | 13.528 |
| 1900 | 19.792 |
| 1916 | 30.149 |
| 1939 | 35.150 |
| 1951 | 40.840 |
| 1970 | 39.461 |
| 1974 | 48.412 |
| 1980 | 44.872 |
| 1990 | 43.560 |
| 2004 | 41.329 |
Dem Ergebnis der Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 zu Folge wird Völklingen mit einer absoluten Mehrheit von der CDU regiert.
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Völklingen pflegt mit den drei französischen Städten Les Lilas, Forbach und Ars-sur-Moselle Partnerschaften.
→ Liste der Baudenkmäler in Völklingen
In den 70er-Jahren spielte der SV Röchling Völklingen 06 in der Aufstiegsrunde zur 1. Fußball-Bundesliga mit, derzeit spielt der Verein in der Verbandsliga Saar.
Der Verein trägt seine Spiele im heimischen Hermann-Neuberger-Stadion aus. Die Kapazität betrug bis 2007 etwa 16.000, das heißt, es war neben dem Saarbrücker Ludwigsparkststadion, dem Neunkircher Ellenfeldstadion und dem Homburger Waldstadion das viertgrößte saarländische Stadion. Mittlerweile wurde es auf 10.000 Plätze zurückgebaut, hat dafür allerdings jetzt eine Flutlichtanlage.
Folgende Sportstätten gibt es in Völklingen:
Völklingen ist Sitz der u.a. aus dem ortsansässigen Röchling'schen Stahlwerk hervorgegangen Saarstahl AG (Stahlherstellung und Weiterverarbeitung (Montanindustrie)).
Bei Völklingen ist das Kraftwerk Völklingen/Fenne gelegen.
Völklingen verfügt über ein Amtsgericht, das zum Landgerichts- und OLG-Bezirk Saarbrücken gehört.
Als wöchentliche Zeitung erscheint der Wochenspiegel Völklingen, der auch amtliches Bekanntmachungsblatt der Stadt ist. Die Saarbrücker Zeitung gibt für Völklingen und den Warndt einen separaten Lokalteil heraus. Einmal im Monat erscheint in Teilen der Stadt die Völklinger Stadtbrille. Im Stadtteil Wehrden erscheint unregelmäßig die Stadtteilzeitung Wehrdener Saar-Echo. Und auch die alle zwei Wochen erscheinende Saar-Zeitung enthält viele Beiträge über die Hüttenstadt. In den Stadtteilen Lauterbach, Ludweiler und Geislautern erscheint 14tägig die Zeitung Warndt aktuell.
Völklingen verfügt neben den allgemeinen Grundschulen auch über weiterführende Schulen größeren Ranges.
Zudem beheimatet Völklingen ein großes Berufsbildungszentrum mit verschiedenen Schulenformen: TGSBBZ Völklingen
(*) Für diese Schulformen ist das TGSBBZ Völklingen der einzige Standort im Saarland
Weitere Schulen in Völklingen sind:
Völklingen ist durch die Bundesautobahn A 620 (Saarlouis–Saarbrücken) und die Bundesstraße B 51 (Bremen–Saargemünd) an das überregionale Straßennetz angebunden. Beide Straßen verlaufen in Höhe von Völklingen parallel zum Fluss in Nord-Südrichtung.
Die Deutsche Bahn unterhält an der Strecke Saarbrücken–Trier einen Bahnhof, an dem zurzeit alle Züge (RE und RB) halten. Somit besteht mindestens halbstündlich Verbindung in beide Richtungen.
Der ÖPNV wird heute durch Busse, hauptsächlich der Völklinger Verkehrsbetriebe, gewährleistet. Es bestehen Verbindungen z. B. in den angrenzenden Warndt, nach Lebach, Püttlingen und Bous. Die frühere städtische Straßenbahn wurde bereits 1959 stillgelegt.
Friedrichsthal (Saar) | Großrosseln | Heusweiler | Kleinblittersdorf | Püttlingen | Quierschied | Riegelsberg | Saarbrücken | Sulzbach/Saar | Völklingen
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."