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Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

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Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
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Motto Semper Apertus Immer offen
Gründung 1386
Ort Heidelberg
Bundesland Baden-Württemberg
Staat Deutschland
Studenten 24.825 (WS 2007/08)[1]
Jahresetat 461,106 Mio. €
Website www.uni-heidelberg.de

Die Ruprecht-Karls-Universität ist eine der ältesten europäischen Universitäten und die älteste des heutigen Deutschlands. (Die älteste Universität Deutschlands ist genauer genommen die Prager Karls-Universität, da Prag zu deren Gründungszeit dem mittelalterlichen Deutschen Reich angehörte.) Die Ruprecht-Karls-Universität ist eine Universität des Landes Baden-Württemberg in Heidelberg. Am 23. Oktober 1385 erhielt Heidelberg das Gründungsprivileg von Papst Urban VI. Seit ihrer Gründung im Jahr 1386 durch den pfälzischen Kurfürsten bestand sie über Jahrhunderte aus vier Fakultäten (Theologie, Recht, Medizin, Philosophie). Erst 1890 kamen die Naturwissenschaften als fünfte eigenständige Fakultät hinzu. 1969 wurde sie in 16 fachspezifischere Fakultäten aufgegliedert. Nach einer Neuordnung im Jahr 2002 gibt es gegenwärtig 12 Fakultäten.

Die Universität ist Mitglied der League of European Research Universities (LERU) und der Coimbra Group.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Aula der alten Universität
Aula der alten Universität

Die Universität war die dritte Universitätsgründung im Heiligen Römischen Reich nach Wien und Prag (der ältesten deutschsprachigen Universität).

Gegründet wurde sie von Kurfürst Ruprecht I. mit päpstlicher Genehmigung im Jahre 1386, um seinem stark zergliederten Territorium, der Pfalz am Rhein, einen geistigen Mittelpunkt zu geben, Fremde anzuziehen und Kirchen- und Staatsdiener im eigenen Lande auszubilden. Ihre ersten Professoren kamen aus Paris und Prag und flüchteten vor Kirchenspaltung und Nationalitätenkämpfen in ihrer Heimat ins damals sichere Heidelberg. Gründungsrektor war Marsilius von Inghen. Im 14. Jahrhundert wurde die Peterskirche Universitätskirche.

Die Kurfürsten sorgten für ihre Universität, griffen aber auch in ihre Autonomie ein, wo es ihnen notwendig schien. So schufen sie neuen geistigen Strömungen, wie dem Humanismus, Raum.

[Bearbeiten] Reformation

Von der Reformation blieb die Universität trotz Martin Luthers Auftreten in Heidelberg 1518 lange Zeit unberührt. Erst Kurfürst Ottheinrich wandelte sie 1556 in eine evangelische Landeshochschule um. In der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts wurde Heidelberg durch Kurfürst Friedrich III. zu einem Zentrum europäischer Wissenschaft und Kultur und erhielt einen besonderen Charakter als calvinistische Hochschule. Heidelberg wurde zum deutschen Genf, also einem Zentrum der calvinistischen Gelehrsamkeit, dessen internationale Ausstrahlung Professoren und Studenten aus ganz Europa hierher zog. Unter Mitwirkung der theologischen Fakultät entstand 1563 der berühmte Heidelberger Katechismus. Neben den Calvinismus trat gegen Ende des 16. Jahrhunderts der Späthumanismus. In dieser Epoche wirkten hier unter anderem Paul Schede, Jan Gruter, Martin Opitz, Julius Wilhelm Zincgref oder Matthäus Merian.

[Bearbeiten] Dreißigjähriger Krieg

Die Blütezeit dauerte bis 1618. Der Dreißigjährige Krieg traf die Universität schwer. Mehrfach wurde der Lehrbetrieb unterbrochen, 1622 die weltberühmte Bibliotheca Palatina nach Rom verschleppt. Den mühsamen Neuanfang nach dem Krieg zerschlug die völlige Zerstörung Heidelbergs durch die Truppen Ludwigs XIV. 1693. Erneut blieb die Universität mehrere Jahre geschlossen.

[Bearbeiten] 18. Jahrhundert

Historisches Bild der alten Universität von 1735, heute Sitz des Rektorats
Historisches Bild der alten Universität von 1735, heute Sitz des Rektorats

Im 18. Jahrhundert herrschte in Heidelberg wie an fast allen Hochschulen intellektuelle Mittelmäßigkeit vor. Der bis dahin unangefochten evangelische Charakter ging durch eine verspätete Gegenreformation verloren. Finanzielle Misswirtschaft und die Revolutionskriege Ende des 18. Jahrhunderts brachten die Universität um ihren Besitz und ihre eigenständigen Einkünfte.

1735 entstand am Uniplatz mit der Domus Wilhelmina, heute als Alte Universität bekannt, ein neues Hauptgebäude.

[Bearbeiten] 19. Jahrhundert

Studentenkarzer
Studentenkarzer

Der Übergang Heidelbergs an Baden im Jahr 1802 führte einen Neuanfang herbei. Die Universität wurde reorganisiert und zur staatlich finanzierten Lehranstalt. Den Namen des ersten badischen Großherzogs Karl Friedrich fügte die Universität dem Namen ihres Stifters hinzu und nennt sich seither Ruprecht-Karls-Universität.

Geistig wurde die Universität vom Neuhumanismus geprägt, aber auch die Romantiker fanden Anhänger unter Professoren und Studenten. Zwei Jahre lehrte Georg Wilhelm Friedrich Hegel in Heidelberg, Schlosser begründete eine eigene Heidelberger Schule der politischen Geschichtswissenschaft, der Mediziner Maximilian Joseph von Chelius zog Patienten aus ganz Europa an. Heidelberger Professoren gehörten zu den Trägern des Vormärz-Liberalismus, mehrere von ihnen waren 1848 Mitglieder der Frankfurter Nationalversammlung. Nach der Revolution wurde Ludwig Häusser Sprecher der liberal-nationalstaatlichen Gesinnung in Südwestdeutschland. Während die Naturwissenschaften im Zusammenwirken von Robert Bunsen, Gustav Kirchhoff und Hermann von Helmholtz eine Sternstunde erlebten, war Heidelberg im 19. Jahrhundert weithin bekannt als Juristenuniversität.

1886 feierte die Universität ihr 500-Jahr-Jubiläum.

[Bearbeiten] 20. Jahrhundert

Am Anfang des Jahrhunderts lehrten die beiden wichtigsten Vertreter der Südwestdeutschen Schule in Heidelberg, Wilhelm Windelband und Heinrich Rickert. Heidelberg war eine weltoffene und liberale Universität. Das zeigte sich nicht nur an den zahlreichen ausländischen Studenten, sondern seit der Jahrhundertwende am spezifischen Heidelberger Geist, dem interdisziplinären Gespräch, das inspiriert wurde von Max Weber mit seinen Freunden, vor allem dem Theologen Ernst Troeltsch, und einem Kreis junger Gelehrter.

[Bearbeiten] Weimarer Republik

Dem lebendigen Geist. Sitzende Minerva von Karl Albiker (1931)
Dem lebendigen Geist. Sitzende Minerva von Karl Albiker (1931)

In der Weimarer Republik galt Heidelberg als eine Hochburg des demokratischen Geistes, geprägt durch Professorengestalten wie Karl Jaspers, Gustav Radbruch, Martin Dibelius, Alfred Weber. Die aus amerikanischen Spenden erbaute Neue Universität erhielt die von Friedrich Gundolf formulierte Widmung Dem lebendigen Geist. Bei diesem hatte auch der spätere Exponent des Nationalsozialismus, Joseph Goebbels, Literaturvorlesungen gehört. Gleichwohl blieben Schatten: Die Studentenschaft radikalisierte sich, der Pazifist Emil Gumbel musste die Universität verlassen. Wissenschaftlich prägten vor allem die Philosophische und Juristische Fakultät in jener Zeit das Bild Heidelbergs. Neue Wege ging aber auch Ludolf von Krehl mit dem Konzept einer ganzheitlichen Medizin. Auch der Physiker Philipp Lenard, parteipolitisch ein Unterstützer der Nationalsozialisten, wirkte hier viele Jahre.

[Bearbeiten] Drittes Reich

Das Dritte Reich führte in Heidelberg zur Entlassung einer großen Zahl von Dozenten und zum Ausschluss von Studenten aus politischen und rassischen Gründen. Viele mussten emigrieren, zwei Professoren wurden unmittelbar Opfer des Terrors. An der Bücherverbrennung auf dem Uniplatz nahmen vor allem Universitätsmitglieder aktiven Anteil (Bücherverbrennung 1933 in Deutschland). Durch das Wirken profilierter Regimeanhänger war Heidelberg als braune Universität verrufen. Die Widmung der Portalfigur am Gebäude der Neuen Universität wurde von „Dem lebendigen Geist“ in „Dem deutschen Geist“ geändert und viele, auch in der Professorenschaft, huldigten dem neuen Motto.

[Bearbeiten] Bundesrepublik

Am Ende des Zweiten Weltkriegs war die Universität äußerlich unzerstört, bedurfte aber der geistigen Erneuerung. Unter Federführung des Philosophen Karl Jaspers wurde eine neue Satzung ausgearbeitet, in der sich die Universität verpflichtete, „dem lebendigen Geist der Wahrheit, Gerechtigkeit und Humanität zu dienen.“ Erster Rektor der Nachkriegszeit war der Chirurg Karl Heinrich Bauer. Im Zuge des Ausbaus und der Expansion wurde die Universität räumlich geteilt: Für die Naturwissenschaften und einen Teil der Medizin entstand im Neuenheimer Feld eine Campus-Universität, während die Geisteswissenschaften ihr angestammtes Quartier in der Altstadt behielten. Das Altklinikum in Bergheim wurde weiter ausgebaut.

Reformen veränderten die bisherigen Strukturen: Bestand die Universität seit ihrer Gründung nur aus vier Fakultäten (Theologie, Recht, Medizin, Philosophie), zu denen erst 1890 die Naturwissenschaften als fünfte Fakultät hinzugekommen war, wurde sie 1969 in 16 Fakultäten aufgegliedert. Die Zahl der Studenten wuchs kontinuierlich an – im Jubiläumsjahr 1986 (600-Jahr-Feier) waren 27.000 Studierende in Heidelberg immatrikuliert. Sie stellten einen beachtlichen Teil der Heidelberger Gesamtbevölkerung.

Auch der traditionell große Anteil von Ausländern hat sich nach dem Krieg wieder eingestellt. Dass trotz der hohen Zahlen Lehre und Forschung auch heute noch als einheitliche Aufgabe verstanden werden, sieht die Universität in allen ihren Gliedern als Herausforderung und Verpflichtung an.

[Bearbeiten] Studentenbewegung

Die Studentenbewegung erfasste Heidelberg erst relativ spät. Es ging zunächst um Straßenbahn-Preise (1965, 1969 mit Roter-Punkt-Aktion), die Notstandsgesetze, den Tod von Benno Ohnesorg, das Erstarken der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) und um die Beteiligung der Studentenschaft an der inneren Universitätsverwaltung. Auch der Vietnam-Krieg wurde in Heidelberg deutlich abgelehnt. In vielen Versammlungen wurde um das politische Mandat gestritten, also um das Recht der Studentenschaft zu allgemeinpolitischen Stellungnahmen. Dieses Recht wurde von Teilen der Professoren (Bund Freiheit der Wissenschaft), der Landesregierung und vom RCDS, der Studentenorganisation der CDU, massiv abgelehnt, während es der Sozialistische Deutsche Studentenbund (SDS) und große Teile der Studentenschaft forderten. Aktuelle politische Fragen und studentische Rechte bildeten eine lebhafte Mixtur in vielen Debatten. Die unabhängigen und konservativen Studenten verloren ihren Einfluss auf das Studentenparlament und den AStA, in das überwiegend SDS- und andere politisch linksstehende Studenten hineingewählt wurden.

Im Januar 1969 verhaftete ein Polizeiaufgebot zwölf Studenten, fast alle Mitglieder des SDS, in den Räumen des AStA, und die Abriegelung des Hörsaalgebäudes und die Räumung des Collegium Academicum durch über 700 stark bewaffnete Polizeikräfte 1978 im Auftrag des Kultusministers Wilhelm Hahn gilt heute als ein Endpunkt der Studentenbewegung in ganz Deutschland. Die Landesregierung schuf durch ein neues Universitätsgesetz klare Verhältnisse. Der AStA, früher im Nachkriegsdeutschland eine selbständige Körperschaft, hat keine anderen Rechte als die Schülermitverantwortung (SMV) an einer Schule.

[Bearbeiten] Seit 1990

Die Universität hat sich in den letzten Jahren auch durch ihre vielen Kliniken und durch Zusammenarbeit mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen einen guten Ruf im Bereich der Medizin, aber auch in der Neurobiologie und Physik, der Mathematik und Informatik, den Rechtswissenschaften und der Volkswirtschaftslehre verschafft. Als erste deutsche Universität gründete sie Niederlassungen im Ausland, die den guten Ruf der Universität weltweit fördern sollen, so zum Beispiel in Ägypten, Chile oder Massachusetts (USA). Im Oktober 2007 wurde sie in der zweiten Runde der Exzellenzinitiative für die Förderung ihres Zukunftskonzeptes "Heidelberg: Realising the Potential of a Comprehensive University" ausgewählt.

[Bearbeiten] Räumliche Situation

Die Alte Universität - Sitz des Rektorats
Die Alte Universität - Sitz des Rektorats

Heute ist die Universität räumlich geteilt: Die Naturwissenschaften, Sportwissenschaft und die meisten Teile der Medizin befinden sich im Neuenheimer Feld, das Gros der Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Jura befinden sich in der Heidelberger Altstadt, ebenso wie das Rektorat und die Universitätsverwaltung. Hinzu kommen diverse Liegenschaften der Universität im Stadtgebiet und der näheren Umgebung (unter anderem über zehn Gebäude der Fakultät für Physik und Astronomie am Philosophenweg). Das Rektorat und das Universitätsmuseum sind in der Alten Universität Heidelberg untergebracht.

[Bearbeiten] Akademische Reputation

[Bearbeiten] Fakultäten

[Bearbeiten] Übersicht

Mit zwölf Fakultäten ist die Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg eine Volluniversität mit einem breiten Spektrum anerkannter Studienfächer in den Geistes- wie in den Naturwissenschaften.

Zur Geschichte der Kliniken in Heidelberg:
Nach der Anschaffung von zwei medizinischen Büchern im Jahr 1474 wird 1522 ein dritter medizinischer Lehrstuhl dokumentiert. 1561 das Spital in der Bussemergasse. Es wird 1600 mit der Med-Fakultät für die praktische Ausbildung der Studenten zusammengelegt. 1805: Eröffnung der Poliklinischen Anstalt. 1818: Eröffnung der Chirurgischen Klinik. Um 1864: Abtrennung der Augen- und Kinderklinik (also eine Aufteilung der Fachgebiete). 1874: Neubau der vorklinischen Institute zwischen Akademie- und Hauptstraße (Laborgebäude und 1876 – 1883 folgt der Bau des Klinikums in Bergheim (heutiges Altklinikum). Neubau der Chirurgie auf der gegenüberliegenden Neckarseite im Neuenheimer Feld in 20er u. 30er Jahren (heutiger Uni-Campus. Durch den Krieg bedingt folgen die meisten anderen Kliniken zwischen 1960 und 2005 dorthin.)

[Bearbeiten] Die Bibliotheken der Universität Heidelberg

Der Ursprung der heutigen Universitätsbibliothek Heidelberg geht in das Jahr der Gründung der Universität 1386 zurück. In deren Umfeld waren die Bibliotheken der Artistenfakultät und der drei höheren Fakultäten (Theologie, Jura, Medizin) sowie die Stiftsbibliothek entstanden. Grundlegend war u.a. die Anschaffung einer Urkunden-Kiste durch den ersten Rektor, Marsilius von Inghen, 1388. Diese Kiste wurde in der Heiliggeistkirche untergebracht. Die verschiedenen, seit der Gründung der Universität aufgebauten Büchersammlungen sowie die kurfürstliche Bibliothek des Heidelberger Schlosses wurden im 16. Jahrhundert vom Kurfürsten Ottheinrich zur Bibliotheca Palatina vereinigt und auf den Emporen der Heiliggeistkirche öffentlich zugänglich gemacht. Besonders wichtig waren vererbte Bestände der Fugger (Augsburg, Ulrich Fugger d. Ä.). Der größte Teil dieser seinerzeit berühmten Bibliothek wurde 1622 im Dreißigjährigen Krieg als Kriegsbeute an den Vatikan in Rom verschenkt (Geschenk des siegreichen Herzogs Maximilian von Bayern an Papst Gregor XV.). Damit war wissenschaftliches Arbeiten zunächst unmöglich geworden.

Die Bibliotheken der 1804 säkularisierten Klöster Salem und Petershausen bildeten den Grundstock des Wiederaufbaus im 19. Jhdt.. Im Jahr 1816 kamen 847 deutschsprachige Handschriften der Bibliotheca Palatina wieder zurück nach Heidelberg. Ihnen folgte im Rahmen eines Tauschgeschäftes 1888 der Codex Manesse (Große Heidelberger Liederhandschrift), der über Umwege in die Königliche Bibliothek in Paris gelangt war. Karl Zangemeister (1837-1902) wurde der erste hauptberufliche Leiter der Universitätsbibliothek. Jacob Wille wurde 1912 Bibliotheksdirektor.

1901 bis 1905 wurde nach Entwürfen von Josef Durm aus rotem Sandstein reich ornamentiert ein vierflügeliges Gebäude speziell für die Universitätsbibliothek errichtet, das sich gegenüber der Peterskirche befindet. Seine Bauart nimmt den Renaissance-Stil des Schlosses auf und weist auch zahlreiche Einflüsse des Jugendstils auf. Dieses Gebäude wurde vielfach erweitert. Zuletzt um Kellergeschosse im Hof der Universität. Die Fassaden sind durch viele Fenster zur Naturbeleuchtung durchbrochen.

Seit 1978 versorgt eine Zweigstelle der UB im Neuenheimer Feld die dortigen naturwissenschaftlichen und medizinischen Institute.

Die Universitätsbibliothek ist heute die Zentralbibliothek im Bibliothekssystem der Universität Heidelberg. Die Universitätsbibliothek (Hauptbibliothek Altstadt und Zweigstelle im Neuenheimer Feld) und die dezentralen Bibliotheken bilden ein einheitliches Bibliothekssystem unter Leitung des Direktors der Universitätsbibliothek. Das Bibliothekssystem ist nach dem Prinzip der funktionalen Einschichtigkeit strukturiert.

Die Aufgabe der Universitätsbibliothek ist die umfassende Literaturversorgung der Angehörigen der Universität Heidelberg. Neben den üblichen Aufgaben einer Büchersammlung für Forschung und Lehre der angeschlossenen Fakultäten hat die UB folgende besondere Sammelgebiete: Schrifttum über die Kurpfalz und Baden, die Sondersammelgebiete der Deutschen Forschungsgemeinschaft Ägyptologie, Klassische Archäologie, Mittlere und Neuere Kunstgeschichte (bis 1945), Südasien.

Universitätsbibliothek Heidelberg
Universitätsbibliothek Heidelberg

Die Bestände der Bibliothek überschritten 1934 die Millionengrenze und heute sind es über 3 Millionen Bücher und Zeitschriften, über 480.000 sonstige Materialien wie Mikrofilme und Videos sowie rund 6.600 Handschriften. In den dezentrale Bibliotheken (davon 11 Bibliotheken mit über 100.000 Bänden) stehen weitere 3 Mio. Bände. Insgesamt umfasst der Gesamtbestand des Heidelberger Bibliothekssystems über 6 Mio Medien.

Jährlich greifen über 38.000 aktive Benutzer mit rund 1,5 Millionen Ausleihen auf ihre Bestände zurück (Zahlen von 2007). Das konventionelle Bücherangebot wird längst durch zahlreiche elektronische Serviceleistungen ergänzt: rund 44.000 Elektronische Zeitschriften und 1.700 Datenbanken können von Universitätsangehörigen elektronisch genutzt werden . Die UB hat ca. 170 Personalstellen (viele Personen mehr durch Teilzeitstellen).

[Bearbeiten] Wissenschaftliche Einrichtungen

[Bearbeiten] Einrichtungen im Umfeld der Universität

[Bearbeiten] Einrichtungen in Deutschland

[Bearbeiten] Einrichtungen im Ausland

[Bearbeiten] Berühmte Persönlichkeiten

Mit der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg ist eine Reihe von namhaften Persönlichkeiten verbunden, die an ihr studiert, geforscht oder gelehrt haben.

Eine Liste dieser Personen findet sich unter Liste berühmter Persönlichkeiten der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Verweise

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Weblinks

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