Ein Triptychon (griechisch triptychos = dreifach) ist ein dreigeteiltes Gemälde. Es besteht aus einer Mitteltafel und zwei meist schmaleren Flügeln, manchmal ergänzt durch eine Predella unter dem Mittelteil. Ein Triptychon mit christlichen Motiven und mit beweglichen Seitenteilen zum Verschließen des Mittelteils ist eine mögliche Form eines Flügelaltars.
Die Größe eines Triptychons hängt stark von seiner Verwendung ab. Diese reicht von sehr kleinen Triptychen für die Mitnahme auf Reisen z.B. der Dresdner Marienaltar von Jan van Eyck über mittelformatige Tafeln z.B. dem Johannesaltar eines Rogier van der Weyden, die sich dann in kleinen Kapellen oder privaten Andachtsräumen befinden, bis hin zu großen Altären, die prominent in der Apsis einer Kirche stehen z.B. der Marienaltar von Conrad von Soest.
Bei den als Altären verwendeten Triptychen kann man eine Alltagsseite (geschlossener Zustand) und Feiertagsseite (geöffnet) unterscheiden. Die Außenseiten sind meist schlicht gehalten. Oftmals mit einer sehr reduzierten Farbpalette bis hin zu reinem Grisaille. Im Gegensatz dazu steht die aufwendige, farbenprächtige, in der Gotik auch mit Goldgrund, gemalten Innenseiten. Bei den Reisetriptychen haben die Außenseiten eine Schutzfunktion, und sind deshalb auch einfacher gehalten.
Die Dreiteilung erlaubt eine Betonung von bestimmten Figuren oder Handlungen auf der Mitteltafel. In der christlichen Malerei z. B. Szenen mit Jesus oder einer Madonna. Auf den Flügeln sind dann Nebenfiguren z. B. die Stifter oder andere mehr lokal wichtige Heilige oder Geistliche abgebildet. Weiterhin kann auch die zentral dargestellte Handlung mit vorausgehenden und nachfolgenden Szenen verknüpft und begleitet werden. Die Leserichtung des Triptychons ist dabei meistens von links nach rechts. Auch lassen sich weit auseinander liegende Geschehnisse miteinander verbinden: Das Triptychon Der Heuwagen von Hieronymus Bosch spannt den Bogen vom Paradies über die Welt bis zur Hölle. Beim Jüngsten Gericht von Hans Memling werden die Erlösten auf der linken Tafel und die Verdammten auf der rechten gezeigt.
Das Triptychon findet sich auch noch in der Kunst des 20. Jahrhundert. Auf deutschsprachiger Seite sind hier insbesondere Otto Dix, Max Beckmann und Oskar Kokoschka zu nennen. Wobei die Themen nicht mehr auf das Religiöse fixiert sind: Bei Dix ist es der Erste Weltkrieg und seine Folgen; bei Beckmann und Kokoschka werden mythologische Geschichten und auch künstlerische Zitate von Alten Meistern neu zusammengesetzt. Auch Guernica von Pablo Picasso und Barnett Newman Serie Who's Afraid of Red, Yellow and Blue können als Triptychen und eine Auseinandersetzung mit ihnen angesehen werden. Ein weiterer Künstler der Bilder als Triptychen anordnete, ist der englische Maler Francis Bacon.
Daneben entstehen natürlich auch heute noch Triptychen mit religiöser Thematik.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."