Treibsand ist eine Suspension aus Sand in Wasser. Obwohl im ungestörten Zustand einigermaßen fest erscheinend, verhält er sich unter Druckeinfluss wie ein spezieller Typ Flüssigkeit, ein so genanntes nichtnewtonsches Fluid.
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Bei Erschütterungen oder auflagerndem Druck verlieren die Sandkörner den Kontakt untereinander und verschieben sich in ihrer wässrigen Umgebung ohne größeren Widerstand. Trockener Sand würde sich unter diesen Umständen verdichten und verfestigen.
Die nur sehr kleinen Poren zwischen den Sandkörnern verhindern den raschen Abfluss der Flüssigkeit (Kies ist wesentlich durchlässiger und weist dieses Phänomen folglich nicht auf): Die gesamte Suspension geht kurzfristig in einen „verflüssigten“, thixotropen Zustand über, der so lange anhält, bis die Sandkörner nach Abpressung des Porenwassers wieder Kontakt zueinander bekommen.
Der Effekt kann nur auftreten, wenn:
Ein wasserstauender Untergrund kann bei entsprechender Geländeform raschen Abfluss des ausgepressten Wassers und Wiederverfestigung des Sandkörpers fast ganz verhindern.
Schön anzusehen ist der Treibsand in Sandbildern: Im frisch rieselnden Sand sind noch größere Mengen Wasser eingeschlossen, der sich beim „Anklopfen“ sofort verdichtet. Dadurch reiben die Sandkörner aneinander und die Suspension wird durch die Scherung verdickt und der innere Widerstand, die Viskosität der Suspension steigt. Kippbewegungen lassen hingegen den flüssigen Zustand wiederaufleben.
Im kleineren Maßstab (in Abenteuerliteratur und Film gerne verwendet) steht Treibsand im Ruf, lebensgefährlich zu sein, sobald man in ihn hineingerät. Das ist nur teilweise richtig: Die hohe Gesamtdichte der Wasser-Sand-Dispersion verhindert weitgehend das Untergehen, wenn man sich nicht durch unkontrollierte Bewegungen selbst tiefer hineinzieht. Ein vollständiges Untergehen ist somit unmöglich, allerdings kann es schwierig bis unmöglich sein, sich selbst ohne fremde Hilfe wieder zu befreien. Die sicherste Möglichkeit ist es, bewegungslos zu verharren, da der Sand nach einiger Zeit zur Ruhe kommt und der Körper leicht aufgetrieben wird. In Wattgebieten kann das Einsinken in Treibsand bei aufkommender Flut tödlich sein. In betroffenen Gebieten sind deshalb die Rettungskräfte mit Pumpen ausgerüstet, die mittels Wassereinspritzung das Gemisch soweit verflüssigen, dass eine Rettung möglich ist. Eine Selbstrettung ist auch möglich, wenn man ein Bein still hält und das andere aus dem Treibsand herausschüttelt.
Im Großen können die Treibsand-Effekte bei Erdbeben Nebenschäden anrichten, wenn größere Flächen thixotroper Sande mitbetroffen sind – so z. B. beim Erdbeben 1995 im Hafengebiet von Kōbe.
In der Zeitschrift Nature, publizierten Detlef Lohse u. a. von der Universität Twente in Enschede ein Experiment, das „trockenen“ Treibsand erklären könnte.[1]
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."