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| Transaustralische Eisenbahn | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Spurweite: | 1435 mm (Normalspur) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Transaustralische Eisenbahn ist eine eingleisige, normalspurige, 1917 fertiggestellte Eisenbahnstrecke, die Westaustralien mit Neusüdwales verbindet. Die Kernstrecke verläuft von Kalgoorlie nach Port Augusta. An beiden Enden schließt die Bahn an andere Bahnen an, so dass in weiterem Sinn die Bezeichnung Transaustralische Eisenbahn auch für die gesamte Verbindung Perth–Sydney verwendet wird.
Inhaltsverzeichnis |
Die Bahnlinie durchquert die Nullarbor-Wüste, ein Terrain fast ohne jede Steigung. Hier, zwischen Kilometer 797 und Kilometer 1275, befindet sich mit 478 km die längste Eisenbahngerade der Welt. Die Gesamtlänge der Strecke zwischen Kalgoorlie und Port Augusta beträgt 1692,6 km.
Die Strecke kreuzt keine Süßgewässer. Um Personal und Dampflokomotiven mit Wasser zu versorgen, wurde in großen Abständen nach Grundwasser gebohrt und es wurden Reservoirs angelegt.
1901 schlossen sich die sechs bis dahin autonomen australischen Kolonien zu dem Bundesstaat Australien zusammen. Bedingung für den Beitritt von Westaustralien war die Zusage, dass der Bund eine Eisenbahn bauen würde, die das vom Rest des Landes isolierte Siedlungszentrum der Kolonie um ihre Hauptstadt Perth mit den im Süden und Osten des Kontinents gelegenen anderen Siedlungszentren des neuen Staates verbände.
1907 wurde die gesetzliche Grundlage geschaffen, um den Verlauf der Strecke zu prospektieren. Diese Arbeit wurde 1909 abgeschlossen. Ergebnis war ein Trassenvorschlag zwischen den damaligen Enden der Westaustralischen Eisenbahn in Kalgoorlie und der Südaustralischen Eisenbahn in Port Augusta. 1911 wurde das Gesetz über den Bahnbau erlassen und 1912 die Commonwealth Railways gegründet, um den Bau und späteren Betrieb durchzuführen. Die Arbeiten wurden im September 1912 begonnen und in Normalspur ausgeführt, obwohl die Bahnen, die damals an beiden Enden anschlossen, in Kapspur ausgeführt waren. Mit dem Bau wurde von beiden Enden her begonnen und er wurde auch, trotz Australiens Eintritt in den Ersten Weltkrieg, weiter geführt. Die beiden Baukolonnen trafen sich im Oktober 1917 und die Gleisenden wurden am 17. Oktober 1917 verbunden. Der Bau kostete 4.045.000 Pfund Sterling.
1937 wurde das östliche Ende der Strecke bis Port Pirie verlängert. Das ersparte den Fahrgästen das Umsteigen auf die in Kapspur ausgeführte Verbindung zwischen Port Augusta und Port Pirie. Sie konnten nun gleich auf die südaustralische Breitspur (1600 mm) umsteigen. Zugleich trafen damit im Bahnhof von Port Pirie drei Spurweiten aufeinander.
Erst 1970 erreichte ein durchgehendes Gleis in Normalspur von Neusüdwales kommend Perth und ermöglichte erstmals durchgehende Züge zwischen Perth und Sydney.
Die Transaustralische Eisenbahn ist eine wichtige Verbindung im Güterverkehr zwischen Westaustralien und den östlichen australischen Bundesstaaten. Der Personenverkehr ist dagegen eher unbedeutend und vorwiegend touristischer Natur: Der Indian Pacific befährt die Strecke in ihrer gesamten Länge, der Ghan nutzt sie zwischen Port Augusta und Tarcoola. Ursprünglich verkehrte das Personenzugangebot unter dem Namen Trans-Australian. Schon während des Baus der Strecke bis 1996 verkehrte zudem der Tea and Sugar Train, der die isolierten Bahnbediensteten und Ortschaften entlang der Strecke mit den Gütern des täglichen Bedarfs versorgte.
Das durch Bohrungen gefundene Wasser war oft salzig und weder zum Trinken noch für die Lokomotiven geeignet. So mussten die Züge ihren Wasservorrat mitführen. In den Zeiten der Dampflokomotive bedeutete das, dass das Wasser bis zur Hälfte der beförderten Tonnage ausmachte. Das Problem war von Anfang an bekannt und der erste Chefingenieur, Henry Deane, versuchte bereits den Einsatz von Diesellokomotiven vorzubereiten. Bevor dieser Vorschlag aber Fuß fassen konnte, musste er wegen eines Beschaffungsskandals zurücktreten. Der Nachfolger setzte wieder auf Dampflokomotiven. So kam es erst ab 1951 zum fahrplanmäßigen Einsatz von Diesellokomotiven auf der Strecke.
Ursprünglich war die Strecke etwa alle 100 Kilometer mit einem 400 Meter langen Ausweichgleis versehen, damit Zugkreuzungen möglich wurden. Mit steigendem Verkehr wurden diese Möglichkeiten vermehrt und ausgebaut. Seit 2008 können alle Ausweichstellen Züge bis zu 1800 Metern Länge aufnehmen und sind entlang der Strecke in Abständen zwischen 30 km und 60 km angeordnet. Die meisten dieser Ausweichstellen sind unbesetzt. Sie sind mit Rückfallweichen ausgestattet und werden im Bedarfsfall vom Zugpersonal ferngesteuert per Funk gestellt. Es gibt keine Signale. Die Sicherheit wird über Fahrbefehle gewährleistet.