Die Tonsur (lateinisch: tonsura = das Scheren, Ableitung von tondere = scheren, Partizip: tonsus) ist die geschorene Stelle auf dem Scheitel als Zeichen der Zugehörigkeit zum katholischen Klerus.
Die ursprüngliche Bedeutung der Tonsur ist nicht völlig geklärt. Büßende ließen sich schon früh das Haupt ganz kahl scheren. Insofern lässt sich die Tonsur als Zeichen der gänzlichen Hinwendung zu Gott im geweihten Leben deuten. Eine entgegengesetzte Position lässt sich im orthodoxen Judentum erkennen, das Angehörigen der Priesterschaft Aarons jegliche Kopfhaarentfernung verbietet.
Eine mögliche religiöse Erklärung geht in Richtung einer symbolischen Öffnung des Schädels (Trepanation). Dadurch könnten z. B. eingedrungene Dämonen besser entweichen oder positive Geistwesen von den betroffenen Personen besser Besitz ergreifen.
Nach Peter Berresford Ellis wurde die christliche Tonsur zu Zeiten der Missionierung Galliens und Britanniens von den keltischen Druiden übernommen, die diese Form der Haartracht traditionell trugen und sie als airbacc giunnae bezeichneten. Die keltisch-christlichen Mönche trugen die Tonsur unter nun abgewandeltem Namen (berrad mog oder tonsura civilis)
Von den Büßern und Eremiten übernahmen die ersten Mönche diese Sitte, und von diesen ging sie im 6. Jahrhundert auf alle christlichen Geistlichen über, denen sie 633 auf der vierten Synode zu Toledo gesetzlich vorgeschrieben wurde.
Man unterschied ein kahlgeschorenes Vorderhaupt als sogenannte "Tonsur des Apostels Paulus" von der kreisförmigen Platte auf dem Scheitel, der sogenannten "Tonsur des Apostels Petrus". Erstere war in der griechischen Kirche sowie in etwas anderer Form als sogenannte "Tonsur des Apostels Jakobus" bei den Briten und Iren üblich, die zweite bei Priestern und Mönchen der abendländischen Kirche.
Die eben erst in den geistlichen Stand Eingetretenen trugen sie im Umfang einer kleinen Münze, die Priester im Umfang einer Hostie, die Bischöfe noch größer, und beim Papst blieb nur ein schmaler Kreis von Haaren über der Stirn stehen. Das Abscheren ging der Weihe voran und wurde wöchentlich oder vor jedem hohen Fest wiederholt.
Mit Wirkung zum 1. Januar 1973 wurde die Tonsur von Papst Paul VI. abgeschafft. Jedoch gibt es die symbolische Tonsur noch beim Eintritt in einige Priesterseminare, wobei nach der Einkleidung dem neuen Seminaristen eine Strähne des Haupthaares abgeschnitten wird.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux russes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."