Als Titularnation wird in Vielvölkerstaaten (oder zumindest halbwegs multiethnischen Staaten) das Volk bezeichnet, von welchem die Bezeichnung für alle Staatsbürger dieses Staates namensgebend ist.
So sind z. B. Spanier und Franzosen ebenso wie Letten und Kasachen eigenständige Völker und Titularnationen zugleich. In einigen autonomen Gebieten und Republiken Russlands (und Chinas) sind die jeweiligen Titularnationen nicht die Mehrheitsbevölkerung, faktisch wird die namensgebende Minderheit trotz Autonomie von einer russischen Mehrheit (bzw. der Titularnation der übergeordneten Russischen Föderation) assimiliert.
Nationalitätenkonflikte ergeben sich, wenn Staatsvolk und Titularnation gleichgesetzt werden, die nicht namensgebenden Minderheiten also nicht als solche anerkannt werden und zur Assimilation gezwungen werden sollen, so z. B. in Zwischeneuropa zwischen beiden Weltkriegen, aber auch in Spanien (zur Zeit Francos), in Rumänien und Bulgarien während des Kalten Krieges, in Griechenland, in der Türkei, China, Vietnam, Georgien und einigen afrikanischen Staaten mit kolonialem Teilungs- und Grenzziehungserbe.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."