Der Tischtennisball wird beim Tischtennisspiel verwendet.
Inhaltsverzeichnis |
Die physikalischen Eigenschaften sind für einen wettkampftauglichen Tischtennisball genau vorgeschrieben.
Der Ball besteht aus Zelluloid oder einem ähnlichen Kunststoffmaterial. Er ist hohl, gleichmäßig rund mit einen Durchmesser von 40 mm und wiegt 2,7 g. Lässt man ihn aus einer Höhe von 30 cm auf den Tischtennistisch fallen, dann muss er 23 cm hoch abspringen.
Vor dem Jahr 2000 spielte man mit kleineren Bällen. Der Durchmesser betrug 38 mm (Toleranz 0,2 mm nach oben, 0,8 mm nach unten), das Gewicht war mit 2,5 Gramm (Toleranz 2,40 bis 2,53 g) vorgeschrieben. Ein wettkampftauglicher Ball musste 23,5 bis 25,5 cm hochspringen, wenn er aus einer Höhe von 30,5 cm auf einen Stahlblock fiel.
Durch Vergrößerung des Balles auf 40 mm sollte die Fluggeschwindigkeit reduziert werden. Davon erhoffte man sich längere und attraktivere Ballwechsel sowie eine bessere Sichtbarkeit des Balles für Zuschauer und Fernsehübertragungen. Dieses Ziel konnte jedoch nicht erreicht werden, da das Material der Tischtennisschläger weiter entwickelt wurde: Schnellere Schlägerhölzer, sprungfreudigere Beläge und Frischkleben bewirkten, dass trotz des größeren Balles die Spielgeschwindigkeit mindestens gleich blieb.
Das Regelhandbuch der „Tischtennisregeln“ behandelt im Abschnitt 3 den Tischtennisball. Aus diesem sind die folgenden Bestimmungen entnommen (Stand: November 2006) [1].
An das Material und die Verarbeitung eines Balles werden hohe Ansprüche gestellt. Ein hart geschlagener "Schmetterball" kann bis zu 170 km/h schnell werden. Dabei berührt der Ball den Schläger nur etwa 1/1000 Sekunde und verformt sich dabei um bis zu 25 Prozent (gemessen 1970/71 an der TU Braunschweig von Martin Sklorz / Bundeslehrwart des DTTB).
Bei einem optimal angeschnittenen „Top-Spin“ dreht sich der Ball 50 mal pro Sekunde um die eigene Achse. Dies ergibt, hochgerechnet, 3000 Umdrehungen pro Minute (gemessen 1970/71 an der TU Braunschweig von Martin Sklorz / Bundeslehrwart des DTTB).
Tischtennisbälle werden daher je nach Ansprüchen in Trainings- bzw. Wettkampfleistung in verschiedenen Qualitätsstufen angeboten. Die höchste Qualitätsstufe wird als selektierter "3-Stern-Ball" gekennzeichnet, die unterste wird als Trainingsball vertrieben. Leider ist auf die Kennzeichnung nicht unbedingt Verlass, weil Hersteller von Tischtennisbällen für den Hobbybereich ihre Bälle manchmal mit drei Sternen kennzeichnen, ohne die Qualitätsanforderungen an einen wettkampftauglichen Tischtennisball zu erfüllen. Die Klassifizierung als 3-Stern-Ball ergibt sich beim Wettkampfball erst durch eine aufwändige Selektion (auf Gewicht, Härte und Rundung) nach der Fertigung.
Weil bei den hohen Flug- und Rotationsgeschwindigkeiten schon minimale Abweichungen des Balles deutliche Auswirkungen auf die Flugbahn und den Absprung vom Tisch haben, sind bei Wettkämpfen 3-Stern-Bälle vorgeschrieben.
Auch Trainingsbälle können sich in der Qualität noch erheblich unterscheiden. Die beste Qualität haben naturgemäß die Trainingsbälle, die aus der Fertigung der Wettkampfbälle nur wegen der Abweichungen in Gewicht, Härte oder Rundung aussortiert worden sind. Daneben gibt es aber auch Bälle aus minderwertigem Zelluloid, die bereits mit dem Ziel Trainingsball produziert worden sind. Tischtennisbälle mit nach außen gewölbter Naht, wie sie in der Vergangenheit im Hobbybereich anzutreffen waren, sind heute weitgehend vom Markt verschwunden.
Die früher anzutreffenden Klassifizierungen "1-Stern-Ball" und "2-Stern-Ball" sind mangels Nachfrage weitgehend aus dem Angebot der Hersteller verschwunden. Diese Bälle werden heute in der Regel als Trainingsbälle verkauft.
Für die Herstellung eines Tischtennis-Balles braucht man Zelluloid-Platten, aus denen kleine, runde Scheiben ausgeschnitten oder ausgestanzt werden. Auf ca. 100 °C erhitzt und im Tiefzieh-Verfahren in eine Hohlform gepresst, verwandeln sich die Scheiben in Halbkugeln mit einem Rand. Die Ränder der Halbkugeln werden beschnitten und mit Hilfe von Aceton miteinander verklebt. Diese Rohform des Balles wird nun erneut an der Klebenaht beschnitten und anschließend durch Erhitzen in einer Kugelform auf die endgültige Größe aufgeblasen. Die Bälle erhalten dann in einer rotierenden Trommel mit Hilfe von Bimsmehl ihr Endgewicht und ihre endgültige Form.
Nach der Fertigung durchlaufen die Bälle noch einen Selektionsprozess, der sie maschinell auf Gewicht, Härte und Rundung prüft. Bis zur Benutzung müssen die Bälle noch gelagert werden, um Lösemittelrückstände verdunsten zu lassen. Dies erfolgt häufig während des mehrwöchigen Transportes per Schiff von Asien, wo die Bälle heute gefertigt werden, bis zu ihrem Einsatzort (meist Europa).
In den 1980er-Jahren scheiterte ein Versuch, die Bälle aus einem Kunststoff herzustellen. Die unter dem Namen der Tischtennislegende Victor Barna vertriebenen Tischtennis-Bälle zeichneten sich durch eine extrem lange Haltbarkeit aus, zudem war der zur Herstellung verwendete Kunststoff unter Spielbedingungen nahezu unzerstörbar. Leider wurde die Oberfläche aber bereits nach kurzer Spieldauer so glatt, dass an die Schlagtechniken „Top-Spin“ oder „Unterschnitt“ nicht mehr zu denken war. Dieses Problem konnte nicht gelöst werden und der Kunststoffball verschwand vom Markt.
Tischtennisbälle gibt es in verschiedenen Farben, unter anderem in weiß, orange und gelb (seit 1971) sowie mit bunten Aufdrucken. Für den Wettkampf zugelassen sind jedoch nur mattweiße und mattorangene Bälle. Gelbe Bälle wurden 1997 auf dem Biannual General Meeting (BMG) verboten. [2] Entgegen einer verbreiteten Meinung muss auf grünen Tischen nicht zwingend mit weißen oder auf blauen Tischen mit orangefarben Bällen gespielt werden. Vielmehr ist jede der Farbkombinationen zulässig. Zu Trainingszwecken gibt es auch zwei- oder dreifarbige Bälle wie beispielsweise rot-weiß oder rot-weiß-blau, damit man die Rotation besser erkennen kann.
Die Entwicklung farbiger (gelber bzw. orangener) Bälle beruht auf der Ende der 1960er-, Anfang der 1970er-Jahre an der TU-Braunschweig durch den Dozenten und damaligen Bundeslehrwart des DTTB Diplomsportlehrer Martin Sklorz durchgeführten Untersuchungen, die ergaben, dass gelbe Bälle vom Spieler besser wahrgenommen werden können, als weiße Bälle. Die ersten farbigen Bälle wurden damals von der Firma Hanno gefertigt und vertrieben. Es dauerte fast zwei Jahrzehnte, bis sich diese Neuerung auch im Wettkampfbetrieb durchsetzte.
Den heute gebräuchlichen Tischtennisball brachte der englische Ingenieur James Gibb 1890/91 von einer Amerikareise mit. Vorher hatte man zum Spielen Gummibälle oder geschnitzte Korken benutzt.
Um 1969 experimentierte man erstmals mit gelben Bällen, wobei sich zunächst das Sprungverhalten des Balles durch die Beimischung von Gelb verschlechterte – die Bälle wurden weicher. Diese Probleme wurden später durch Verwendung anderer Farbstoffe behoben.
1990 schätzte man, dass in Deutschland mehr als 10 Millionen Bälle verbraucht wurden.
2000 vergrößerte man den Ball von 38 auf 40 Millimeter.
Anna Akhmatova et Marina Tsvetaeva
Deux femmes russes poètes prises au coeur de la tourmente russe du début du siècle, deux femmes russes reclues dans leur oeuvre face à un monde hostile. Ces deux femmes russes sont le visage de la Russie ancienne et moderne.
"Qu'une femme russe vaut bien plus, en somme que les hommes russes qui se battent, et que leur chagrin pour les hommes me fait aimer les femmes russes ici-bas."