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| Tiktaalik | |||||
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| Zeitraum | |||||
| Oberes Devon | |||||
| 375 Mio. Jahre | |||||
| Fossilfundorte | |||||
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| Systematik | |||||
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| Wissenschaftlicher Name | |||||
| Tiktaalik | |||||
| Daeschler et al., 2006 | |||||
| Art | |||||
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Tiktaalik (Inuktitut für „großer Flachwasserfisch“) war eine Gattung amphibienähnlicher Fleischflosser (Sarcopterygii), deren Fossilien in Sedimentgesteinen des Oberen Devons der Ellesmere-Insel (Ellesmere Island) im Norden Kanadas entdeckt wurden. Bisher ist nur die Art Tiktaalik roseae Daeschler, Shubin & Jenkins 2006 bekannt.
Als Mosaikform ist Tiktaalik ein Beleg dafür, in welcher Reihenfolge Knochenfische Merkmale der Landwirbeltiere (Tetrapoden) entwickelten, noch bevor die ersten Uramphibien wie Acanthostega und Ichthyostega aus ihnen hervorgingen. Als Vorfahren von Tiktaalik weisen Neil Shubin u.a. (2006) Panderichthys-artige Fische aus.
Tiktaalik gleicht anderen Fleischflossern wie den Quastenflossern und den Lungenfischen in der Beschuppung, in den Flossenstrahlen sowie im Bau des Unterkiefers und des Gaumens. Amphibienartig sind das verkürzte Schädeldach und die Ohrregion, der bewegliche Hals und die Vordergliedmaßen: Ausgestattet mit Ellenbogen- und Handgelenk erinnern die Brustflossen von Tiktaalik an Arme, sie endeten jedoch in Flossenstrahlen, nicht in Fingern. Die flache, längliche Schnauze des bis zu 20 cm langen Schädels gibt dem Tier ein krokodilähnliches Aussehen. Eine detaillierte Analyse der Schädelknochen ergab, dass Tiktaalik roseae „morphologisch intermediär ist zwischen den Gegebenheiten in ursprünglicheren Fischen und jenen, die man von Tetrapoden kennt.“ (Downs et. al, 2008)
Nach Ansicht von Daeschler u. a. (2006) und Shubin u. a. (2006) war Tiktaalik ein Bewohner des küstennahen Flachwassers; seine Überreste wurden in den Ablagerungen eines Flussdeltas gefunden. Die Brustflossen nutzte er zur Fortbewegung auf dem Gewässergrund. Er konnte sich u. a. unter Streckung der Schulter und des Ellenbogens wie auf Vorderbeinen im Sediment abstützen.
Die Entdecker der Fossilien auf Ellesmere Island, Farish A. Jenkins jr., Neil Shubin und Ted Daeschler, wollten bei der Vergabe des wissenschaftlichen Namens dem Fundort und den dort ansässigen Inuit, die die Grabungsgenehmigung erteilt hatten, Rechnung tragen. Sie richteten eine Anfrage mit der Bitte um Namensvorschläge an den Ältestenrat von Nunavut, dem Inuit Qaujimajatuqangit Katimajiit. Aus den beiden Vorschlägen, „Siksagiaq“ und „Tiktaalik“, wählten die Paläontologen letzteren aus, der auf Inuktitut so viel bedeutet wie „großer Süßwasserfisch“. [1]
siehe auch: Gogonasus, Landgang (Biologie)